Kiwano
Zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2021

Es gibt viele verschiedene exotische Früchte, die wir größtenteils nicht einmal kennen. Häufig stammen sie aus warmen Regionen und bieten unserem Körper gute Nährstoffe. Daher verbreiten sich diese Früchte zunehmend auch bei uns.

Die Kiwano oder auch Horngurke genannt, ist eine dieser Früchte. Vermutlich hast Du kaum Wissen über sie und fragst Dich, was genau eine Kiwano überhaupt ist. Daher sollen Dir die folgenden Abschnitte Informationen rund um diese Frucht geben. Du wirst erfahren, wie eine Kiwano verwendet wird, welche Vorteile sie bietet sowie weitere wichtige Fakten.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kiwano wird auch als Horngurke bezeichnet. Sie hat eine gelbe Schale mit Stacheln und hat eine längliche Form. Die Frucht enthält zudem viele Nährstoffe, weshalb sie sehr gesund ist.
  • Eine Kiwano kann pur gegessen werden, indem man sie auslöffelt oder aber auch in Kombination mit anderen Speisen. Dabei dient das Fruchtfleisch als Deko oder wird im Gericht verarbeitet.
  • Die Kiwano Pflanze kann auch selbst gezüchtet werden. Dabei gilt es der Pflanze so viel Licht und Wärme wie nur möglich zu geben, da sie ursprünglich aus warmen Regionen kommt.

Hintergründe: Was ist eine Kiwano?

Die Kiwano ist eine noch eher unbekannte exotische Frucht. Sie wird auch als Horngurke bezeichnet, da die Schale ein Zentimeter lange Stacheln besitzt. Sie zählt zu den Kürbisgewächsen und hat ihren Ursprung in Afrika. Inzwischen wird sie aber auch in anderen warmen Regionen wie Neuseeland oder Israel angebaut.

Die Kiwano ist eine exotische gelbe Frucht mit Stacheln.

Die Frucht hat eine goldgelbe Farbe sowie eine längliche Form mit Stacheln auf der Schale.

Die Kiwano ist zudem 10 – 15 cm lang und wird geschmacklich mit Passionsfrüchten, Bananen oder Zitronen verglichen. Sie ist lange haltbar, sollte allerdings nicht verzehrt werden, wenn die Stacheln weich werden (1).

Was ist eine Kiwi und wie unterscheidet sie sich von der Kiwano?

Die Kiwi ist eine Beerenfrucht und kommt ursprünglich aus Ostasien. Sie kommt in zwei verschiedenen Arten vor. Einmal mit grünem Fruchtfleisch und einmal mit gelbem Fruchtfleisch. Eine Kiwi mit grünem Fruchtfleisch ist dabei meist etwas säuerlich. Das Gelbe dagegen kann mit einem milden und süßen Geschmack überzeugen. Das Äußere der Kiwi ist mit einer braunen, haarigen Schale überzogen.

Eine Ähnlichkeit zur Kiwano sind die geringen Kalorien der Frucht sowie das Vorkommen vieler Vitamine. Auch die Art die Früchte zu essen ähnelt sich. Beide Früchte werden aufgeschnitten und ausgelöffelt.

Das innere der Kiwi und der Kiwano entscheidet sich aber dennoch. Die Kiwi hat etwas festeres Fruchtfleisch, das der Kiwano hingegen ist sehr grob und hat relativ große Kerne. Letztere können allerdings problemlos mitgegessen werden.

Welche verschiedenen Arten einer Kiwano gibt es?

Bei der Kiwano gibt es keine verschiedenen Arten. Hier gibt es lediglich eine einzige Variante der Frucht. Diese kann allerdings unter verschiedenen Namen bekannt sein. So wird die Kiwano häufig als Horngurke bezeichnet. Verwendet man den wissenschaftlichen Namen, nennt man sie auch Cucumis metuliferus. Aber auch unter der Bezeichnung Hornmelone kann eine Kiwano zu finden sein.

Welche Vorteile bietet die Kiwano unserem Körper?

Die Kiwano gilt als sehr gesund. Sie besteht zu großen Teilen aus Wasser und enthält somit kein Fett und kaum Kalorien. Im direkten Vergleich zu anderen Früchten hat sie zudem einen relativ hohen Eiweißgehalt. Dieser macht 16 % der Kalorien aus. Aber auch Elektrolyte wie Magnesium, Kalium und Natrium sind Bestandteil der Horngurke. Diese helfen dabei den Flüssigkeitsstand des Körpers aufrechtzuerhalten.

Kiwano

Die Kiwano ist eine gesunde kalorienarme Frucht, mit geringem Fettanteil. Besonders der hohe Wasseranteil verschafft ihr diese Eigenschaft. (Bildquelle: Andrew Ren / Unsplash)

Ein weiterer Vorteil sind die enthaltenen Antioxidantien. Diese können den Körper vor Zellschäden schützen, welche häufig durch oxidativen Stress verursacht werden. Die in der Kiwano enthaltenen Vitamine mit antioxidativer Wirkung sind:

Gemeinsam können diese Nährstoffe bei der Linderung von Entzündungen sowie dem Vorbeugen von chronischen Krankheiten helfen. Letztere sind Erkrankungen wie Krebs, Herzprobleme oder auch Diabetes.

Zusätzlich gilt die Horngurke als gute Eisenquelle. Durch den Konsum dieser Frucht kannst Du bereits 13 % des täglichen Bedarfs von Eisen decken. Dieses ist wichtig, um die Sauerstoffversorgung des Körpers zu unterstützen.

Allerdings kann Eisen aus Pflanzenquellen normalerweise nicht so gut aufgenommen werden. Da bei der Kiwano aber zusätzlich Vitamin C enthalten ist, kann durch diese Kombination die Aufnahme des Eisens wesentlich verbessert werden (2).

Es besteht zudem die Möglichkeit, dass die Frucht einen positiven Einfluss auf den Blutzucker hat. Aufgrund des niedrigen glykämischen Index verursacht sie keinen hohen Blutzuckeranstieg. Bei Diabetikern kann die Kiwano den Blutzucker sogar senken. Allerdings müssen in diesem Bereich noch weitere Forschungen durchgeführt werden.

Wie wird eine Kiwano gegessen?

Ähnlich wie eine Kiwi kannst Du auch die Kiwano aufschneiden und auslöffeln. Idealerweise wird die Horngurke einmal halbiert, so lässt diese sich am besten auslöffeln. Die Schale wird von den meisten Personen nicht mit gegessen. Allerdings wäre dieses trotzdem möglich. Du solltest vorher nur die Stacheln der Schale entfernen. In der Kiwano enthaltene Kernen hingegen können problemlos mitverzehrt werden.

Natürlich kann die Frucht nicht nur pur gegessen werden. Sie ist auch sehr gut für die Verfeinerung einiger Speisen geeignet. So kann das Kürbisgewächs beispielsweise einfach als Dekoration auf Speisen eingesetzt oder aber auch direkt in den Gerichten verarbeitet werden (3).

Wie gesund ist die Kiwano?

Die Kiwano ist eine sehr gesunde Frucht. Besonders der hohe Gehalt an Vitamin C sorgt für diese Eigenschaft. Die Horngurke enthält aber auch noch andere wichtige Nährstoffe. Das sind beispielsweise Magnesium, Kalium und Kalzium. Auch der hohe Wasseranteil sowie der geringe Fettanteil sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Wo sollte man die Kiwano lagern?

Eine Kiwano kann problemlos bei Zimmertemperatur gelagert werden. So ist sie sogar relativ lange haltbar und kann auch auf Vorrat gekauft werden. Allerdings sollte auf die Konsistenz der Stacheln geachtet werden. Sobald diese weich werden, solltest die Horngurke nicht mehr zu Dir nehmen (4).

Wie ist der Geschmack einer Kiwano?

Die Kiwano hat einen sehr erfrischenden Geschmack. Dieser wird häufig mit einer Mischung aus Passionsfrucht, Zitrone und Banane verglichen. Besonders gut schmeckt die Frucht, wenn sie ein paar Stunden vor dem Verzehr in den Kühlschrank gelegt wird (5).

Kiwano

Der erfrischende Geschmack der Kiwano kann mit verschiedenen Früchten verglichen werden. Eine dieser Früchte ist die Passionsfrucht. (Bildquelle: Michael Kucharski / Unsplash)

Um den Geschmack zu verbessern, kann die Frucht auch in Kombination mit Zucker oder Salz gegessen werden. Ist die Frucht noch nicht sehr reif, kann diese auch ähnlich wie eine Gurke schmecken. Erst ab einer gewissen Reife bekommen sie einen leicht süßlichen Geschmack, welcher dann auch an Banane erinnern kann.

Ist es sinnvoll Kiwanos selbst anzubauen?

Die Kiwano kannst Du problemlos bei Dir anbauen. Sie kommt zwar ursprünglich aus einer warmen Region, kann aber auch hier in Deutschland gezüchtet werden. Du solltest Dich vorher bestenfalls gut informieren, um die Bedürfnisse der Pflanze zu erfüllen und Fehler zu vermeiden.

Welche Möglichkeiten für den Anbau von Kiwano gibt es?

Im Fachhandel kannst Du vereinzelt schon auf kleine Kiwanopflanzen treffen. Diese kannst Du natürlich ideal verwenden. Beachte aber, dass Kiwano Pflanzen einjährig sind. Das bedeutet, dass man sie jedes Jahr neu vermehren muss. Dafür werden die Samen der Pflanze verwendet.

Samen einer Kiwano Pflanze können allerdings auch direkt gekauft werden. Sie werden online sowie in Fachmärkten angeboten. Am besten solltest Du die Samen der Horngurke im Frühjahr kaufen. So kannst Du bei den ersten warmen Tagen mit der Aussat beginnen.

Die Samen können aus einer reifen Frucht verwendet werden.

Ebenfalls von einer reifen Kiwano Frucht können Samen gewonnen werden. Dazu wird die Frucht aufgeschnitten und die Samen herausgeholt.

Diese sind zunächst noch von einer Fruchtfleischhülle umgeben, welche entfernt werden muss. Dafür werden die Samen auf ein Tuch gelegt und mit der flachen Seite der Messerklinge zerdrückt.

Dabei sollte die Klinge so lange hin und her bewegt werden, bis die Fruchtfleischhülle aufplatzt. Die freigegebenen Samen mit lauwarmen Wasser abwaschen und anschließend zum Trocknen auf ein Tuch legen.

Zum Anbau sollten die Samen im Idealfall in milden Weinbauregionen gepflanzt werden oder aber in Gewächshäusern. Natürlich können viele diese beiden Möglichkeiten nicht umsetzen. Daher ist es auch möglich die Samen der Frucht in einem Topf einzupflanzen.

Dieser Topf sollte dann an warme und helle Orte gestellt werden. Ideal ist dabei eine Südwand. Hier wird die Pflanze auch nachts noch leicht erwärmt, da die Wand tagsüber von der Sonne erwärmt wird und diese Wärme auch Stunden später noch abgibt.

Mit dem Einpflanzen der Samen sollte im März begonnen werden. So haben die Kiwano Pflänzchen genug Zeit zu wachsen. Allerdings sollte der Topf mit den Samen bis Mai einen Platz im Inneren der Wohnung bekommen. Denn bis Mai ist das Auftreten von Frost möglich und das würde den jungen Pflanzen schaden.

Welche Schwierigkeiten können beim Anbau von Kiwanos auftreten?

Die Kiwano benötigt viel Licht und Wärme. In Deutschland haben wir häufig aber nur kurze und milde Sommer. Auch Frost ist bis Mai möglich und sollte unbedingt berücksichtigt werden. Denn dieser ist schädlich für die Kiwano Pflanze.

Auch Schatten von beispielsweise anderen Pflanzen sollte vermieden werden. Die Kiwano benötigt so viel Licht wie möglich. Daher sollte sie bestenfalls mit einem gewissen Abstand zu anderen Pflanzen platziert werden.

Welche Verwendung hat eine Kiwano?

Die Kiwano hat verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Sie kann ähnlich wie eine Kiwi aufgeschnitten und ausgelöffelt werden oder aber auch als Dekoration sowie Verfeinerung von Speisen eingesetzt werden. Die Frucht kann somit bei Süßspeisen genauso wie bei herzhaften Gerichten integriert werden.

Verwendung Beschreibung
Dekoration kalter Speisen Kalte Speisen, insbesondere Salate, können mit dem Fruchtfleisch der Kiwano perfekt dekoriert werden. Sie verschönern Gerichte optisch und können gleichzeitig mit Geschmack punkten. Besonders das erfrischende der Kiwano ist eine passende Ergänzung in Salaten. Ebenso in Smoothies oder Joghurt kann das Fruchtfleisch ideal hinzugefügt werden.
Verfeinerung von Süßspeisen Das Fruchtfleisch der Kiwano kann ideal zur Verfeinerung verschiedenster Speisen verwendet werden. So können beispielsweise Puddings oder auch Kuchen damit verziert werden. Das sieht nicht nur schön aus, sondern überzeugt auch geschmacklich. Der Inhalt der Kiwano kann aber auch direkt in Süßspeisen verarbeitet werden.
Befüllung der Kiwano Auch nach Entfernen des Fruchtfleisches kann eine Kiwano noch verwendet werden. Da sie mit ihren Stacheln optisch recht außergewöhnlich aussieht, eignet sich die ausgehöhlte Frucht perfekt zum Befüllen.

Eine Kiwano kann somit nahezu überall integriert werden. Ob kalte oder warme Gerichte sie kann zu sehr vielen Speisen eine gute Ergänzung sein. Damit wirst Du Freunde und Familie überzeugen können, denn die meisten Personen kennen diese Frucht noch nicht. Dadurch wirst Du sie mit einem neuen Geschmackserlebnis begeistern.

Fazit

Die Kiwano ist eine noch recht unbekannte exotische Frucht. Sie bietet unserem Körper aber einige Vorteile und kann auch geschmacklich überzeugen. Sie kann pur oder auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Das macht die Frucht vielfältig einsetzbar. Neben ihrem erfrischenden leicht süßlichen Geschmack kann sie aber auch mit ihrem außergewöhnlichen äußeren überzeugen.

Da sie bei Zimmertemperatur lange haltbar ist, kann sie auch gut auf Vorrat gekauft werden. Wenn Du einen grünen Daumen hast und gerne Pflanzen züchtest, kannst Du eine Kiwano auch selbst anbauen. Bedenke lediglich, dass sie viel Licht und Wärme benötigt.

Bildquelle: Sergey Kolesnikov / 123rf

Einzelnachweise (5)

1. heilpraxisnet.de, Kalorienarm und viele Ballaststoffe: Kiwano – die süße Horngurke, Abgerufen am 27.04.21.
Quelle

2. de.tagrezepte.com, 7 Vorteile von Kiwano (Hornmelone) - und wie man es isst, Abgerufen am 26.04.21.
Quelle

3. Focus Online, Kiwano richtig essen - So geht's, Abgerufen am 27.04.21.
Quelle

4. augsburger-allgemeine.de, Kiwano: Diese erfrischende Frucht ist richtig gesund, Abgerufen am 26.04.21.
Quelle

5. gesund-vital.de, Kiwano – stachlige Schale, sanfter Kern, Abgerufen am 26.04.21.
Quelle

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Kalorienarm und viele Ballaststoffe: Kiwano – die süße Horngurke
heilpraxisnet.de, Kalorienarm und viele Ballaststoffe: Kiwano – die süße Horngurke, Abgerufen am 27.04.21.
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7 Vorteile von Kiwano (Hornmelone) - und wie man es isst
de.tagrezepte.com, 7 Vorteile von Kiwano (Hornmelone) - und wie man es isst, Abgerufen am 26.04.21.
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Kiwano richtig essen - So geht's
Focus Online, Kiwano richtig essen - So geht's, Abgerufen am 27.04.21.
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Kiwano: Diese erfrischende Frucht ist richtig gesund
augsburger-allgemeine.de, Kiwano: Diese erfrischende Frucht ist richtig gesund, Abgerufen am 26.04.21.
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Kiwano – stachlige Schale, sanfter Kern
gesund-vital.de, Kiwano – stachlige Schale, sanfter Kern, Abgerufen am 26.04.21.
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