Basmatireis
Zuletzt aktualisiert: 19. März 2021

Basmatireis gilt als eine der beliebtesten Reissorten, eine der wichtigsten Nutzpflanzen und Grundnahrungsmittel für viele Menschen. Grund genug, um diesen Reis einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Er gehört mit einer Mindestlänge von 6,5 mm zu der Gruppe der Langkornsorten. Basmatireis eignet sich gut als Beilage, hat einen spannenden Eigengeschmack und ist schnell zubereitet. Wir zeigen dir, was so alles in dem Korn steckt, wie gesund es wirklich ist und wie du es am besten kochst oder dämpfst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Basmatireis ist eine Langkornreissorte, die vorwiegend im Himalayagebiet angebaut wird. Die Nutzpflanze ist für viele ein Grundnahrungsmittel. Vor allem in der asiatischen Küche ist Basmatireis anzutreffen.
  • Als gesund gilt Basmatireis wegen der Zusammensetzung  der Stärkekörner. Sie führt zu einem niedrigen glykämischen Index, was sich positiv auf unser Blutzuckerspiegel auswirkt. Ausserdem ist er leicht verträglich und enthält weder Gluten noch Zucker.
  • Basmatireis kann auf verschiedenste Arten zubereitet werden: in der Pfanne, im Reiskocher, im Thermomix oder sogar im Steamer, der Mikrowelle oder dem Backofen. Du benötigst dazu nur noch Wasser und etwas Salz. Andere Gewürze können nach Belieben ergänzt werden.

Hintergründe: Was ist Basmatireis?

Basmatireis ist eine Reissorte, die vor allem im Himalajagebiet angebaut wird. Ursprünglich kommt er aus Afghanistan. Heute ist er aber auf der ganzen Welt beliebt und gilt als eine der gesündesten Sorten. Ob das stimmt, klären wir unter anderem hier.

Der Begriff „Basmati“ kommt aus dem Hindi und bedeutet übersetzt so viel wie „duftend“.

Ausserdem soll es darum gehen, wie du Basmatireis richtig zubereiten kannst. Du erfährst, für welche Gerichte er sich eignet und welche Gewürze besonders gut passen.

Dann werfen wir auch noch einen Blick auf andere Reisarten, ihre Vorteile, Hintergründe und Unterschiede. So bekommst du einen guten Überblick über eine der wichtigsten Nutzpflanzen. Los gehts.

Wie schmeckt Basmatireis?

Basmatireis ist ein Duftreis, wie beispielsweise Jasminreis auch. Das bedeutet, er entfaltet ein Aroma, ohne dass mit künstlichen Aromen weitergeholfen werden muss. Oft wird er als besonders aromatisch beschrieben. Der Name „duftend“ kommt also nicht von nirgendwoher. Der intensive Geschmack hat etwas nussartiges, leicht erdiges. Wenn Reis jedoch neben geruchsintensiven Speisen gelagert wird, kann er ihren Geruch annehmen. Dazu gehört beispielsweise Schokolade oder Gewürze.

Wie gesund ist Basmatireis?

Die Gesundheit eines einzelnen Lebensmittels ist oftmals schwer anzugeben, da es immer auch auf die Kombination und die Menge ankommt. Ausserdem ist auch die Unterscheidung zwischen dem weissen Basmatireis und dem Vollkorn-Basmatireis sehr wichtig. Der weisse Reis wurde geschält und poliert. Dabei gingen die äusseren Schalen verloren. Doch genau dort sitzen sehr viele Ballaststoffe und Mikronährstoffe.

Basmatireis enthält kein Gluten und ist daher meist sehr gut verträglich.

Ausserdem hat brauner Reis einen niedrigeren glykämischen Index. (1, 2) Der glykämische Index zeigt, wie sehr der Blutzuckerspiegel nach dem Essen in die Höhe schiesst. Ein tiefer glykämischer Index ist somit positiv, da der Blutzuckerspiegel langsam ansteigt. So sind wir länger gesättigt. (3)

Der Vollkornreis wird deshalb als gesünder angesehen. Jedoch enthält er auch mehr Schadstoffe wie beispielsweise Arsen. (4) Arsen ist ein natürlicher Stoff, der im Boden, im Wasser und in der Luft vorkommen kann. Um den Arsengehalt zu reduzieren, kannst du den Reis waschen und überschüssiges Wasser abgiessen. (5) Auch die Kochart und die Kochdauer haben einen Einfluss auf den glykämischen Index. Wird Basmatireis länger gekocht, sinkt dieser tendentiel.(6)

Per se kann nicht gesagt werden, dass Basmatireis gesund ist. Jedoch ist er in einer gesunden Ernährung sicher nicht fehl am Platz. Vor allem kombiniert mit Hülsenfrüchten bring er, neben vielen Kohlenhydraten, auch ein paar wichtige Eiweisse mit. Die Kombination erhöht die biologische Wertigkeit. Unser Körper kann die Proteine dann besser verwerten. (7) Ausserdem wird durch die Kombination von weissem Reis und schwarzen Bohnen oder Kichererbsen die glykämische Reaktion verbessert. (8)

Welche Nährwerte hat Basmatireis?

Um die Nährstoffe von Basmatireis genauer zu betrachten, ist erst einmal zwischen gekochtem und ungekochtem Reis zu unterscheiden. Beim Kochvorgang gewinnt der Reis ziemlich viel an Gewicht und deshalb ändert sich der Nährstoffgehalt. In folgender Tabelle sind die Nährstoffe von gekochtem (9) und ungekochtem Basmatireis (10) zu sehen:

Nährwerte 100g ungegarter Basmatireis 100g gekochter Basmatireis
Brennwert 351 kcal 132 kcal
Kohlenhydrate 75 g 28,1 g
Eiweiss 8,8 g 3,3 g
Fett 1 g 0,35 g
Ballaststoffe 3,6 g 0,61 g

Ausserdem enthält gekochter Basmatireis Vitamin B1 (0,03 mg) und Vitamin B6 (0,01 mg). Auch diverse Mineralstoffe und Spurenelemente wie beispielsweise Kalium, Calcium, Eisen, Natrium, Fluorid, Kupfer und Phosphor sind in Basmatireis vorhanden. Die Mengen sind jedoch meist sehr gering. Basmatireis enthält kein Cholesterin oder Histamin.

Erwähnenswert ist nur das gute Verhältnis von Natrium und Kalium. Der geringe Natriumgehalt führt dazu, dass wenig Wasser im Körper gespeichert wird. Kalium bewirkt, dass Stoffwechselprodukte (Wasser aber auch Giftstoffe) über die Nieren ausgeschieden werden. So fand eine Studie heraus, dass Personen mit einer hohen Natriumaufnahme einen höheren BMI, einen grösseren Taillenumfang und einen grösseren Körperfettanteil hatten. Hingegen hatten jene mit einem höheren Kaliumaufnahme einen niedrigeren BMI und einen niedrigeren Taillenumfang. (10) Deshalb wird Basmatireis teilweise auch als Detoxprodukt angepriesen.

Kann ich mit Basmatireis abnehmen?

Auch hier gibt es wieder keine eindeutige Antwort. Es ist nicht möglich Lebensmittel in solchen Kategorien zu denken. Die Menge und vor allem die Kombination machen viel mehr aus. Auf jeden Fall ist es möglich, im Rahmen einer vollwertigen Kost mit Basmatireis. Basmatireis hat viele komplexe Kohlenhydrate. Der Blutzuckerspiegel steigt so nicht sehr schnell an und du bist lange satt. So kommt der Hunger später. Dies kann beim Abnehmen helfen. Ausserdem hilft Reis dem Körper beim Entgiften.

Wie koche ich Basmatireis?

Basmatireis ist sehr leicht zu kochen. Dafür brauchst du nur Reis, Wasser und etwas Salz. Das Gewichtsverhältnis liegt etwa bei 1 : 4. Bei 250 g Reis benötigst du somit 1 kg bzw. 1l Wasser. Alternativ kannst du auch ein Volumenverhältnis von 1 : 1,5 bis 1 : 2 nehmen. Das heisst, auf eine Tasse Reis kommen eineinhalb oder zwei Tassen Wasser.

Vom Salz brauchst du etwa einen Teelöffel. Nun erhitzt du das Wasser und das Salz, bis es köchelt. Dann kommt der Reis dazu. Schliesse den Topf und lasse das Ganze bei niedriger Hitze etwa 10–12 Minuten köcheln. Danach kannst du den Reis noch etwa 5 Minuten ziehen lassen.

Basmatireis

Das Wasser muss nicht zwingend gesalzen werden, jedoch wird das meist empfohlen. Wir haben uns schon so stark an das Salz gewöhnt, dass die wenigsten Menschen heute noch ungesalzene Speisen mögen. (Bildquelle: Becca Tapert/ unsplash.com)

Während dem Kochen sollte sich das Wasser im Reis aufsaugen. Bei zu viel Wasser gibst du den Reis durch ein Sieb. So kann das Wasser abtropfen. Das Reis kommt dann zurück in den Topf, um noch etwas zu ziehen. Falls du merkst, dass du zu wenig Wasser im Topf hast, gibst du einfach noch etwas dazu. Bei Vollkorn-Basmatireis dauert der Kochvorgang deutlich länger. Achte auf die Anweisung auf der Packung.

Muss ich Basmatireis waschen?

Basmatireis muss nicht unbedingt gewaschen werden, jedoch hat es einige Vorteile.

Wenn du Reis vor dem Kochen wäschst, klebt er später weniger stark.

Mögliche Schadstoffe werden so teilweise entfernt. Um den Reis zu waschen, bedeckst du ihn mit kaltem Wasser. Am besten hilfst du noch ein bisschen mit den Händen nach, indem du kreisende Bewegungen machst.

Das Wasser wird durch die Stärke trüb. Du kannst es abgiessen und den Vorgang wiederholen, bis das Wasser klar bleibt. Falls du möchtest, kannst du den Reis vor dem Kochen auch schon in etwas Wasser einlegen. Dadurch benötigst du nachher weniger Wasser.

Wie kann ich Basmatireis sonst noch zubereiten?

Das Kochen im Topf ist nicht die einzige Möglichkeit, Basmatireis zuzubereiten. Beliebt ist vor allem auch das Dämpfen. Es ist eine schonende Zubereitungsart, welche das Aroma schön entfachen lässt. Beim Dämpfen solltest du den Reis jedoch vorher einige Stunden einweichen. Ansonsten dauert diese Art der Zubereitung einfach länger. Wir zeigen dir, wie du Basmatireis auf verschiedene Arten geniessbar machen kannst. Am besten fügst du zum Wasser immer noch etwas Salz dazu.

Gerät Verhältnis Reis : Wasser Leistung und Dauer zusätzliche Information
Reiskocher 1 : 1,5 Programm „Weiss“
Thermomix 1 : 1,5 Stufe 4, 100 °C, 15–20 min Gareinsatz verwenden
Dampfgarer bzw. Steamer 1 : 1,5 100 °C, 15–20 min ungelochter Garbehälter verwenden
Mikrowelle 1 : 1,5 höchste Stufe (600-800 Watt), 11 min Mikrowellen-Reiskocher verwenden
Ofen 1 : 2 200° C, vorgeheizt, 20 min Wasser vorheizen, beides in Auflaufform füllen, mit Deckel oder Alufolie zudecken

Nach dem Kochen kann der Reis, falls erwünscht immer mit etwas Butter verfeinert, nachgewürzt oder weiterverarbeitet werden. Welche Gewürze du am besten nutzt, siehst du weiter unten. Übrigens waren diese Anleitungen alle für den weissen Basmatireis. Bei der Vollkornvariante dauert der Kochvorgang viel länger.

Wie viel Basmatireis brauche ich pro Person?

Als Beilage wird pro Person 50–60 g trockener Reis gerechnet. Wenn Reis als Hauptspeise gegessen wird, benötigst du etwa die doppelte Menge. Hier gibt es einen Überblick mit dem jeweiligen Gewicht des Reises vor dem Kochvorgang:

Anzahl Personen Reis als Beilage Reis als Hauptspeise
1 50–60 g 100–120 g
2 100–120 g 200–240 g
3 150–180 g 300–360g
4 200–240 g 400–480 g
5 250–300 g 500–600 g

Je nach Hunger und Beilage kann diese Menge natürlich auch etwas abweichen. Das sind bloss ungefähre Werte, die dir dabei helfen können, die Menge abzuschätzen.

Wie wird Basmatireis klebrig?

Beim Dämpfen wird Reis grundsätzlich klebriger, als wenn du ihn kochst. Ausserdem wird er durch das Waschen weniger klebrig. Auch das Umrühren während dem Kochen sollst du vermeiden, wenn du den Reis nicht klebrig haben willst. Dabei wird nämlich Stärke gelöst, was zu Verklebungen führt. Dazu hat die Wassermenge einen Einfluss auf die Klebrigkeit. Zu viel Wasser kann den Reis matschig machen. Der grösste Einfluss jedoch hat die Reissorte. Basmatireis ist grundsätzlich eine trockene Sorte, die nicht sehr klebrig ist.

Wie kann ich Basmatireis würzen?

Gewürze können schon beim Kochen oder vor dem Kochen in den Topf gegeben werden. Alternativ kannst du sie erst nach dem Kochen zum Reis dazugegeben. Wenn du die Gewürze schon ins Kochwasser gibst, können sie mit der Flüssigkeit vom Reis aufgenommen werden. Folgende Gewürze eignen sich dazu:

  • Salz
  • Brühe
  • Lorbeerblätter
  • Wacholderbeere
  • Curry
  • Kurkuma
  • Koriander
  • Knoblauchzehen
  • Paprika
  • Zimt

Bei Curry oder Kurkuma entfaltet sich das Aroma am meisten, wenn sie mit Fett in Verbindung kommen. Deshalb kann es sich lohnen, zuerst mit etwas Butter oder Öl die Gewürze anzurösten und danach den gekochten Reis dazuzugeben. Andere Zutaten, die du nach dem Kochvorgang dazugeben kannst, sind beispielsweise diese:

  • Butter
  • Tomatenmark
  • Curry
  • Paprika
  • Rosinen
  • geröstete Nüsse oder Pinienkerne

In der typisch indischen Küche wird viel mit Zimt, Nelken, Lorbeerblättern, Sternanis, Kurkuma, Kreuzkümmel und Kardamom gewürzt. Diese werden am besten direkt mit dem Reis gekocht. Dazu kannst du sie zuerst in etwas Butter anschwitzen, bevor du den Reis und das Wasser dazugibst.

Welche Gerichte kann ich mit Basmatireis machen?

Basmatireis ist sehr oft in der asiatischen Küche anzutreffen. Jedoch kann er eigentlich fast mit allem kombiniert werden. Linsen, Fisch oder Fleisch, Meeresfrüchte, Tofu, jegliches Gemüse und verschiedene Sossen, hier steht wirklich die gesamte Palette zur Auswahl. Basmatireis ist eben die typische Beilage.

Unsere Favoriten

Um dir ein wenig konkretere Ideen zu geben, möchten wir noch drei Gerichte nennen, die uns besonders gut schmecken. Zum einen wäre das ein herzhaftes, indisches Curry mit Kichererbsen, Gemüse und Kokosmilch. Zum zweiten eine cremige Pilz-Zucchinisauce oder ein Pilzragout zu einer Portion Basmatireis. Und zu guter Letzt möchten wir noch ein Pad Thai mit Gemüse und Tofu empfehlen.

Eignet sich Basmatireis für Risotto, Milchreis, Paella oder Sushi?

Um andere typische Reisgerichte wie Risotto, Milchreis oder Sushi zu machen, eignet sich Basmatireis nicht. Für Risotto sind die Reissorten Arborio, Vialone oder Carnaroli gut geeignet. Sie werden teilweise auch als Risottoreis verkauft. Diese Reissorten gehören zum Mittelkornreis. Im Gegensatz zum Langkornreis werden sie schön sämig.

Basmatireis

Paella ist ein spanisches Gericht. Verschiedene Fleisch- und Fischsorten, Krebse, Meeresfrüchte und Gemüse werden mit Gewürzen gekocht. Meistens wird die Reissorte Bomba verwendet. ( Annie Spratt/ Unsplash.com)

Vorwiegend Rundkornreis benutzt du für Milchreis, Sushi oder Paella. Diese Sorten kleben gut zusammen. In Ausnahmefällen wird auch Mittelkornreis verwendet. Bei Milchreis empfiehlt sich Arborio oder Camolino, für Sushi verwenden wir Calrose oder Selenio und bei Paella greifen wir zu Bomba, Senia oder Calasparra. Ansonsten wird in Geschäften auch oft Reis als Milchreis, Sushireis oder Paellareis verkauft. Diese Packungen enthalten in der Regel eine passende Sorte.

Welche anderen Reissorten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Verschiedene Reissorten werden bezüglich ihrer Form in drei Kategorien geteilt. Wir unterscheiden zwischen Langkorn-, Mittelkorn- und Rundkornreis. Darüber hinaus kommt es noch auf die Verarbeitung des Reiskornes an.

Langkornreis

Langkornreis ist durch ein schmales Korn ausgezeichnet. Er ist mindestens 6 mm lang und 2 bis 3 mm breit. Im Gegensatz zu anderen Reissorten bleibt er eher locker und klebt weniger fest. Auch Basmatireis gehört zu dieser Kategorie. Andere Reissorten, die hier zuzuordnen sind, sind folgende:

  • Jasminreis: Er ist ebenfalls ein Duftreis, jedoch hat er ein eher neutralen Eigengeschmack. Wie der Name schon sagt, riecht er leicht nach Jasmin. Auch dieser Reis ist extrem beliebt und bekannt. Hauptsächlich kommt er von Thailand, Laos, Vietnam und Italien.
  • Schwarzer Naturreis: Diese Sorte kommt aus Asien, wird heute jedoch auch in Italien angebaut. Innen ist der Reis weiss, nur die Hülle ist schwarz.
  • Patnareis: Dieser Reis ist eher hart und gut für körnige Gerichte geeignet. Er hat relativ wenig Nährstoffe und stammt aus Indien.
  • Klebreis: Die matt-weisse Reissorte wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet. Durch die Zusammensetzung der Stärke verklebt er beim Kochen sehr stark. Zum Teil wird auch der Begriff Süssreis verwendet.

Langkornreissorten werden vor allem als Beilagen verwendet. Sie sind meist körnig und schnell zuzubereiten.

Rundkorn- und Mittelkornreis

Mittelkornreis ist 5,2 bis 6 mm lang. Die Breite des Korns beträgt maximal ein Drittel der Länge. Rundkornreis hingegen ist höchstens 5,2 mm lang und die Breite mindestens 2,6 mm lang. Die bekanntesten Arten von Rund- und Mittelkornreis sind folgende:

  • Arborio: Diese Mittelkornreissorte kommt vor allem aus Italien und wird sehr gerne für Risotto verwendet.
  • Carnaroli: Auch diese Sorte wird vorwiegend in Risottos verwendet. Es sind eher grosse Körner, die vor allem in Italien angebaut werden.
  • Bomba: Dies ist eine Rundkornreissorte, die vorwiegend in Spanien angebaut wird. Dort wird sie auch gerne für Regionalgerichte wie beispielsweise Paella verwendet.
  • Camolino: Der Reis aus Italien zählt zu den Rundkornsorten. Er nimmt sehr viel Flüssigkeit auf. Für Suppen, Milchreis oder Desserts wird er am liebsten verwendet.
  • Sushireis: Der aus Japan kommende Reis ist sehr klein und stärkereich. Deshalb wird er beim Kochen klebrig. Er hat einen eher süsslichen Eigengeschmack und wird neben Sushi auch für andere Reisgerichte verwendet.
  • Roter Naturreis: Dieser Reis fällt vor allem durch die rote Farbe auf. Es ist eine sehr widerstandsfähige Sorte. Roter Naturreis ist reich an Nährstoffen.

Rundkornreis wird vor allem für Milchreis verwendet, Mittelkornreis eher für Risotto. Die Stärkezusammensetzung ist dafür verantwortlich, dass solche Sorten beim Kochen die typisch cremige Konsistenz bekommen.

Basmatireis

Sushireis richtig zu kochen gilt als Kunst. Mit etwas Zucker, Salz und Reisessig klappt es aber mit etwas Geschick auch in der Alltagsküche. Da haben wir es mit Basmatireis zum Glück eindeutig einfacher. (Bildquelle: Louis Hansel/ Unsplash. com)

Wildreis

Wildreis ist genau genommen kein Reis, sondern ein Wassergras. (12) Die aus Nordamerika stammende Pflanze wird gelegentlich auch als Indianerreis verkauft. Das Korn ist braun bis schwarz. Diese Farbe entsteht jedoch erst bei der Trocknung und der Röstung. Im Vergleich zu Reis hat er deutlich mehr Eiweiss.

Verschiedene Verarbeitungen

Je nachdem welche Prozesse der Reis schon durchlaufen hat, wird er unter unterschiedlichen Namen verkauft. Rohreis, Vollkornreis oder geschliffener Reis, wir erklären dir, was das überhaupt bedeutet.

  • Rohreis: Als Rohreis werden die Körner bezeichnet, wenn sie noch von der Spelze umgeben sind. Sie können so als Saatgut verwendet werden, jedoch nicht zum Kochen.
  • Vollkornreis/Naturreis: Bei dieser Variante wurde die unessbare Strohhülse entfernt, dass Silberhäutchen (Perikarp) bleibt jedoch auf dem Reis. Es enthält viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine.
  • Parboiled Reis: Der Reis wird eingeweicht und dann hydrothermisch behandelt, bevor er getrocknet wird. Dieser Schritt passiert nach dem Schälen oder noch in der Strohhülse. So gelangen etwa 80 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe aus dem Silberhäutchen in den Reis. Er gilt deshalb für die Ernährung als wertvoller, jedoch wird der Reis so auch weniger klebrig. Für Risotto oder Sushi ist er nicht geeignet.
  • Weissreis/geschliffener Reis: Von diesem Reis wurde die Samen- und Fruchtschale, die Aleuronschicht und der Keimling entfernt. Der meiste Reis, den wir essen, ist Weissreis.

Vom Korn auf dem Feld bis zum fertigen Gericht auf dem Teller kann also einiges passieren. Fast alle Reissorten gibt es als Vollkorn oder Weissreisprodukte. Jedoch ist meist die eine Art typisch. Naturreis wird meist als Vollkornreis verkauft, Basmati oder Jasminreis hingegen triffst du fast nur geschliffen an.

Ist Basmatireis auch für Hunde verträglich?

Reis ist grundsätzlich für Hunde verträglich und hat im Normalfall keine negativen Auswirkungen. Teilweise wird er sogar als Schonkost empfohlen. (13) Jedoch ist es wichtig, dass sich der Hund nicht nur von Reis ernährt. Hunde brauchen wie alle Lebewesen verschiedene Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Zu viel Kohlenhydrate können zu Durchfall führen. (14)

Reis für Hunde sollte nur leicht gesalzen und möglichst frisch gekocht werden. Eine lange Lagerung oder das erneute Aufwärmen kann zu Bakterien führen, welche Durchfall, Bauchschmerzen oder Brechreiz verursachen können. Ausserdem sollte der Kohlenhydratanteil von Hundefutter nicht über 60 % liegen. (14)

Wie lange ist Basmatireis haltbar?

Basmatireis ist sehr lange haltbar, solange er luftdicht und trocken gelagert wird. Es gibt hier kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Anders bei Vollkornreis: Er hat einen höheren Fettgehalt und bleibt deshalb nur mindestens ein Jahr optimal erhalten. Ausserdem kann es sein, dass Lebensmittelmotten den Reis befallen. Ist dies der Fall ist, sollte der Reis entsorgt werden.

Füge dem Reis beim Auftauen etwas Butter hinzu. So wird er weniger trocken.

Falls du zu viel Basmatireis gekocht hast, kannst du ihn in einer Frischhaltedose einschliessen und im Kühlschrank lagern.

Er sollte jedoch möglichst schnell verzehrt werden, am besten in den nächsten zwei Tagen. Ist dies nicht möglich ist, kannst du ihn auch luftdicht verpacken und einfrieren.

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Fazit

Basmatireis ist ein ausgesprochen vielfältig kombinierbarer Reis. In der indischen Küche wird er gerne zu einem Curry oder Dal aufgetischt, aber auch als Beilage zu  Fleisch, Fisch oder mit einer cremigen Sauce ist er beliebt. Die Langkornreissorte hat einen aromatischen Eigengeschmack, sie ist dein Duftreis.

Natrium und Kalium sorgen für eine entgiftende Wirkung. Unter anderem deshalb gilt Basmatireis als gesund. Um mögliche Schadstoffe zu verringern, solltest du den Reis vor dem Kochen gründlich waschen. Als Beilage rechnest du etwa 60 g Reis, als Hauptspeise das Doppelte. Für Risotto oder Milchreis eignet sich besser Rund- oder Mittelkornreissorten, da Basmatireis locker und eher nicht klebrig ist.

Bildquelle: Pille-Riin Priske/ Unsplash.com

Einzelnachweise (14)

1. Karupaiah T, Aik CK, Heen TC, Subramaniam S, Bhuiyan AR, Fasahat P, Zain AM, Ratnam W. A transgressive brown rice mediates favourable glycaemic and insulin responses. J Sci Food Agric. 2011 Aug 30;91(11):1951-6. doi: 10.1002/jsfa.4395. Epub 2011 Apr 7. PMID: 21480266.
Quelle

2. Panlasigui LN, Thompson LU. Blood glucose lowering effects of brown rice in normal and diabetic subjects. Int J Food Sci Nutr. 2006 May-Jun;57(3-4):151-8. doi: 10.1080/09637480500410879. PMID: 17127465.
Quelle

3. Flexikon.doccheck.com: Glykämischer Index
Quelle

4. Focus.de: Vollkorn, Parboiled, Basmati: Expertin verrät, welcher Reis am gesündesten ist
Quelle

5. Ages.at: Arsen
Quelle

6. Panlasigui LN, Thompson LU, Juliano BO, Perez CM, Yiu SH, Greenberg GR. Rice varieties with similar amylose content differ in starch digestibility and glycemic response in humans. Am J Clin Nutr. 1991 Nov;54(5):871-7. doi: 10.1093/ajcn/54.5.871. PMID: 1951159.
Quelle

7. Getreidemuehle.com: Biologische Wertigkeit - Womit kombiniere ich Getreide am besten?
Quelle

8. Winham DM, Hutchins AM, Thompson SV. Glycemic Response to Black Beans and Chickpeas as Part of a Rice Meal: A Randomized Cross-Over Trial. Nutrients. 2017 Oct 4;9(10):1095. doi: 10.3390/nu9101095. PMID: 28976933; PMCID: PMC5691712.
Quelle

9. Ernaehrung.de: Basmatireis gekocht
Quelle

10. Eatsmarter.de: Basmatireis
Quelle

11. Elfassy, T., Mossavar-Rahmani, Y., Van Horn, L., Gellman, M., Sotres-Alvarez, D., Schneiderman, N., Daviglus, M., Beasley, J. M., Llabre, M. M., Shaw, P. A., Prado, G., Florez, H., & Zeki Al Hazzouri, A. (2018). Associations of Sodium and Potassium with Obesity Measures Among Diverse US Hispanic/Latino Adults: Results from the Hispanic Community Health Study/Study of Latinos. Obesity (Silver Spring, Md.), 26(2), 442–450. https://doi.org/10.1002/oby.22089
Quelle

12. BLL: Richtlinie für die Herstellung und das Inverkehrbringen von Reis, Naturreis und Bruchreis
Quelle

13. Tierarzt-hucke.de: Schonkost für Hund und Katze
Quelle

14. Drhoelter.de: Getreide im Hundefutter
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftiche Untersuchung
Karupaiah T, Aik CK, Heen TC, Subramaniam S, Bhuiyan AR, Fasahat P, Zain AM, Ratnam W. A transgressive brown rice mediates favourable glycaemic and insulin responses. J Sci Food Agric. 2011 Aug 30;91(11):1951-6. doi: 10.1002/jsfa.4395. Epub 2011 Apr 7. PMID: 21480266.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Panlasigui LN, Thompson LU. Blood glucose lowering effects of brown rice in normal and diabetic subjects. Int J Food Sci Nutr. 2006 May-Jun;57(3-4):151-8. doi: 10.1080/09637480500410879. PMID: 17127465.
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Glykämischer Index
Flexikon.doccheck.com: Glykämischer Index
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Vollkorn, Parboiled, Basmati: Expertin verrät, welcher Reis am gesündesten ist
Focus.de: Vollkorn, Parboiled, Basmati: Expertin verrät, welcher Reis am gesündesten ist
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Arsen
Ages.at: Arsen
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Wissenschaftliche Untersuchung
Panlasigui LN, Thompson LU, Juliano BO, Perez CM, Yiu SH, Greenberg GR. Rice varieties with similar amylose content differ in starch digestibility and glycemic response in humans. Am J Clin Nutr. 1991 Nov;54(5):871-7. doi: 10.1093/ajcn/54.5.871. PMID: 1951159.
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Biologische Wertigkeit - Womit kombiniere ich Getreide am besten?
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Wissenschaftliche Untersuchung
Winham DM, Hutchins AM, Thompson SV. Glycemic Response to Black Beans and Chickpeas as Part of a Rice Meal: A Randomized Cross-Over Trial. Nutrients. 2017 Oct 4;9(10):1095. doi: 10.3390/nu9101095. PMID: 28976933; PMCID: PMC5691712.
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Basmatireis gekocht
Ernaehrung.de: Basmatireis gekocht
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Basmatireis
Eatsmarter.de: Basmatireis
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Wissenschaftlicher Artikel
Elfassy, T., Mossavar-Rahmani, Y., Van Horn, L., Gellman, M., Sotres-Alvarez, D., Schneiderman, N., Daviglus, M., Beasley, J. M., Llabre, M. M., Shaw, P. A., Prado, G., Florez, H., & Zeki Al Hazzouri, A. (2018). Associations of Sodium and Potassium with Obesity Measures Among Diverse US Hispanic/Latino Adults: Results from the Hispanic Community Health Study/Study of Latinos. Obesity (Silver Spring, Md.), 26(2), 442–450. https://doi.org/10.1002/oby.22089
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BLL: Richtlinie für die Herstellung und das Inverkehrbringen von Reis, Naturreis und Bruchreis
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Tierarzt-hucke.de: Schonkost für Hund und Katze
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Drhoelter.de: Getreide im Hundefutter
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