Aspartam
Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2021

Es wird in tausenden Lebensmitteln verwendet. Sowohl in Süßspeisen als auch in Getränken. Außerdem ist deutlich süßer als Zucker. Die Rede ist von Aspartam. Einem synthetischen Süßstoff, der um ein vielfaches süßer ist als Zucker. Auch wenn sowohl Zucker, als auch Aspartam auf 1 g circa 4 kcal enthalten, sind Produkte mit Aspartam deutlich kalorienärmer, als jene mit Zucker. Das liegt an der hohen Süßkraft, sodass eine deutliche geringere Menge benötigt wird, um ein Gericht oder Getränk zu süßen. Aus diesem Grund wird Aspartam vor allem gerne für Diätprodukte oder generell zuckerfreie bzw. zuckerarme Produkte verwendet.

Auch wenn das alles so schön klingt, gibt es doch einige negative Meinungen und Studien, die die Schädlichkeit von Aspartam darlegen sollen. Es ist schwierig sich unter den verschiedensten Theorien zurechtzufinden. Wenn du noch nicht genau weißt, was Aspartam ist, was es bewirkt oder du dir noch unsicher bist, was du von Aspartam halten sollst, bist du hier genau richtig. Wir hoffen, im Folgenden deine offenen Fragen beantworten zu können.




Das Wichtigste in Kürze

  • Aspartam ist ein Süßstoff, der um ein vielfaches süßer ist als haushaltsüblicher Zucker. Trotz der gleichen Energiewerte wie Zucker auf 100 g, muss viel weniger benutzt werden, um ein gleiches Süßeergebnis zu erhalten. Darum wird Aspartam mittlerweile in unzähligen Speisen und Getränken verwendet.
  • Es gibt viele Theorien rund um Aspartam. Es wird immer wieder erwähnt, dass Aspartam gesundheitsschädigend sein soll und zu Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Depressionen führen kann. Einige andere wiederum dementieren das und wollen beweise für die Unschädlichkeit haben.
  • Aspartam ist für Menschen mit der Stoffwechselkrankheit PKU gesundheitsgefährdend. Die Aminosäure Phenylalanin kann von erkrankten Personen nicht richtig verarbeitet werden. Aus diesem Grund müssen alle aspartamhaltigen Lebensmittel gekennzeichnet werden.

Aspartam: Was du wissen solltest

Wenn du dich noch nicht mit Aspartam auseinandergesetzt hast oder dein Wissen dir nicht genügt, findest du hier hoffentlich alle nötigen Antworten. Die wohl wichtigsten Fakten wollen wir in den folgenden Fragen beantworten. Nach diesem Beitrag solltest du dann über die grundlegenden Informationen Bescheid wissen.

Was ist Aspartam?

Aspartam wurde 1965 zufällig von dem Chemiker James L entdeckt. Es handelt sich um einen künstlich hergestellten Süßstoff in der Lebensmittelindustrie, der 1974 seine erste Zulassung durch die FDA in Amerika erhielt. Allerdings wurde dies einige Monate später, wegen unzureichender toxikologischer Studien zurückgenommen und erst 1981 erneut nach weiteren Auswertungen von Studien und Daten zugelassen. (1)  Mittlerweile wird Aspartam in über 90 Ländern verwendet und ist auch bekannt unter dem Namen Nutra-Sweet, Equal, Spoonfull, Canderel und Sanecta. Es liegt als weißes, geruchloses und süßes Pulver vor.

Aspartam ist ein künstlich hergestellter Süßstoff, der in weißer, geruchsloser Pulverform vorkommt. Er ist dabei ca. 200x süßer als handelsüblicher Zucker. Er eignet sich für Getränke und einige andere Lebensmittel, zum backen jedoch nicht, da er durch die Hitze seine Süße verliert. (Bildquelle: Sharon McCutcheon / Unsplash)

Die Intensität der Süße entspricht in etwa dem 200-fachen von herkömmlichen Haushaltszucker (Saccharose). Im Gegensatz zu anderen Süßstoffen hat Aspartam keinen bis wenig bitteren Nachgeschmack, was ihn so beliebt macht. Aufgrund der Peptidbindung hat Aspartam einen glykämischen Index (GI) von 0 und kann dementsprechend bedenkenlos bei Diabetes konsumiert werden. Der GI zeigt in Prozent an, wie der Blutzuckerspiegel nach einem kohlenhydrathaltigen Lebensmittel ansteigt.

Aspartam ist günstig und einfach herzustellen. Dadurch wird es mittlerweile in vielen Produkten des täglichen Ernährungsbedarfs eingesetzt. Allerdings steht es bereits seit den 90er Jahren in der Kritik um gesundheitliche Langzeitschäden wie z.B. Krebs, Hirn- und Nervenschäden oder Depressionen.

Wo ist Aspartam enthalten?

In ganz Europa und darüber hinaus, darf Aspartam als Lebensmittelzusatzstoff oder Tafelsüß in Nahrungsmitteln verwendet werden, weshalb es in unzähligen Produkten enthalten ist. Einige bekannte Produkt davon wollen wir kurz nennen:

  • Kaugummi
  • Milchprodukte
  • Getränke
  • Instantkaffee
  • Soßen
  • Joghurt, Pudding und sämtliche andere Desserts
  • Fertiggerichte
  • Erzeugnisse zur Gewichtskontrolle
  • Eiweißshakes und andere Produkte für die Sporternährung
  • Protein Müsli und andere Eiweißhaltige Produkte
  • zuckerfreie, kalorienarme Produkte
Artikel werden durch den Namen „Aspartam“ oder die E-Nummer E951 erkennbar gemacht.

Aspartam ist nicht kitzebeständig. Das ist der Grund, warum Aspartam nicht für das Backen geeignet ist. Durch die Hitze im Backofen verliert Aspartam seine Süße.

Ein weiterer Grund für den Verlust der Süßkraft kann der Kontakt mit Säuren sein. Es wurde gesetzlich festgelegt, dass Aspartam aufgrund der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie (PKU) auf den Produkten in der Zutatenliste erkennbar sein muss. Außerdem muss zusätzlich zur Nennung in den Zutaten die Formulierung “enthält eine Phenylalaninquelle” erfolgen. (2)

Woraus besteht Aspartam?

Aspartam setzt sich aus den zwei Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin zusammen, die auf bestimmte Weise chemisch miteinander verknüpft werden. Dadurch entsteht eine Verbindung, die für die 200-fache Süßkraft im Vergleich zum herkömmlichen Zucker sorgt. Beide Aminosäuren, die Ausgangsprodukte für Aspartam sind, können mit hilfe von gv-Mikroorganismen (gv steht für genetisch verändert) hergestellt werden.

Die beiden Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin können 1:1 vom Körper abgebaut werden. Sie sind u.a. in Gemüse und proteinhaltigen Lebensmitteln enthalten. Bei der Aufspaltung im Darm entsteht zusätzlich Methanol, welches ebenfalls bereits im Körper enthalten ist. Das bedeutet, dass in Aspartam kein Stoff enthalten ist, der nicht vom Menschen vollständig verarbeitet werden kann.

Bestandteil prozentualer Anteil
Asparaginsäure 40%
Phenylalanin 50%
Methanol 10%

Welche Wirkung hat Aspartam im Körper?

Aspartam wird über verschiedenste Lebensmittel ganz normal aufgenommen und verdaut. Im Darm zersetzt es sich in seine zwei Aminosäuren zurück und diese werden vom Körper abgebaut. Die süße Wirkung täuscht dem Gehirn vor, Zucker zu sich zu nehmen. Dadurch stellt sich der Körper darauf ein, Energie zu gewinnen. Da dies nicht geschieht, besteht die Möglichkeit, dass der Körper erneut ein Bedürfnis nach süßen Lebensmitteln entwickelt. Dadurch wird die Appetitregulation im Gehirn gestört, was wiederum zu einem Hungergefühl führen kann. Dieses Prinzip wird z.B. auch für die Tiermast verwendet. (3)

Außerdem steht Aspartam in der Kritik vor allem Kopfschmerzen auszulösen. Grund dafür könnte die Blut-Hirn-Schranke sein, durch die das Phenylalanin diffundieren kann. Wird also Aspartam konsumiert, steigt der Phenylalaninspiegel im Gehirn an. Dadurch soll der Tyrosin- und Tryptophanspiegel im Gehirn sinken, wodurch ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter entsteht. Dies kann unter Umständen zu Kopfschmerzen führen. (4)

Bei welchen Personen oder Erkrankungen ist Aspartam nicht geeignet?

Aspartam ist bei Personen mit Phenylketonurie (PKU) nicht geeignet. Bei betroffenen Personen kann das wichtigste Baustein von Eiweiß, Phenylalanin, nicht ausreichend verarbeitet werden.

PKU ist eine Stoffwechsel-erkrankung, die bei 1 von 10.000 Neugeborenen vorkommt.

Das liegt daran, dass das Enzym Phenylalaninhydroxylase im eigenen Körper einen Defekt hat. Das führt dazu, dass sich die Aminosäure im Blut anstaut, was die Entwicklung eines Kindes ernsthaft gefährden oder Nerven- und Hirnschäden verursachen kann.

Betroffene mit PKU müssen sich dementsprechend Eiweißarm ernähren und tierisches Eiweiß komplett vermeiden. Da Phenylalanin ein Bestandteil von Aspartam ist, kann der Verzehr von aspartamhaltigen Lebensmitteln gesundheitsgefährdend sein. (5)

Außerdem sollten Menschen, die leicht zu Kopfschmerzen oder Heißhungerattacken tendieren, auf aspartamhaltige Lebensmittel verzichten. Aufgrund des Phenylalanins, welches durch die Blut-Hirn-Schranke diffundiert ist und die Täuschung durch das Aspartam, können derartige Symptome auftreten.

Ist Aspartam ab einer gewissen Menge schädlich?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit “Ja” beantworten. Die Tagesdosis, bei der keine Nebenwirkungen zu erwarten sind, liegt bei ca. 40 mg pro Kilo Körpergewicht. Dieser Wert wird auch ADI Wert (Acceptable Daily Intake) genannt. Ins Deutsche könnte man es folgendermaßen übersetzen: die berechnete Menge eines Zusatzstoffs, in Bezug auf das Körpergewicht, der täglich und lebenslang ohne erkennbare Gesundheitsstörungen aufgenommen werden kann.

Damit dieser Wert erreicht wird, müsste beispielsweise ein 60 kg schwerer Mann mindestens vier Liter Diätcola pro Tag trinken. Diese Menge ist für den Otto Normalverbraucher allerdings unrealistisch zu erreichen.

Allerdings ist, wie bereits erwähnt, aus diversen Studien hervorgegangen, dass bei regelmäßigem Aspartam Konsum über eine längere Zeit Krankheiten entstehen können. Genannt werden dabei z.B.: Depressionen, Blindheit, Krebs, Migräne, Arthrose etc.. Grund dafür könnte die Blut-Hirn-Schranke der L-Asparaginsäure sein. Das bedeutet, dass es ohne Probleme ins Gehirn diffundieren kann. Als Folge dessen soll es Gehirnzellen zerstören können. Insgesamt lässt sich also sagen, dass nicht die Menge pro Tag, sondern der langfristige Konsum entscheidend ist. (6)(7)

Wie lange bleibt Aspartam im Körper?

Wie lange Aspartam im Körper bleibt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Außerdem hängt es von der Menge des aufgenommenen Aspartams ab. Da es vom Körper ganz normal verdaut und zersetzt werden kann, sammelt es sich nicht konkret im Körper an (wie z.B. radioaktive Stoffe).

Lediglich das Nebenprodukt Methanol, welches entsteht, braucht etwas mehr Zeit zum Verdauen und bleibt länger im Magen. Methanol kann in hohen Dosen zur Erblindung oder gar zum Tod führen. Doch die Menge Methanol, die bei üblichen Aspartam Mengen entsteht, entspricht in etwa 1/10 der Dosis durch normalen Lebensmittelkonsum (Obst und Gemüse). Deshalb ist die ausgehende Gefahr durch Methanol bei handelsüblichem Konsum durchaus gering. (8)

Welche Bedenken stehen im Zusammenhang mit Aspartam

Es gibt einige Studien, die Aspartam als schädlich darstellen. Dabei konzentriert sich jede Studie meist auf ein Krankheitsbild. Es gibt mehrere Krankheiten, die durch Aspartam verursacht werden sollen. Die häufigsten wollen wir hier vorstellen:

  • Krebs: Es gibt mehrere Studien, in denen verschiedene Dosierungen an Ratten getestet wurden. Dort wurde in ersten Studien festgestellt, dass es sich um ein potenziell krebserregendes Mittel handelt. Dabei soll irrelevant gewesen sein, ob man Aspartam regelmäßig, in größeren Mengen oder nur ab und zu konsumiert. (9) Diese Theorie wurde 2007 in einer Folgestudie bestätigt und noch verstärkt. Es wurde ein Anstieg bösartiger Tumore abhängig von der Dosierung festgestellt. (10) Eine weitere Lebensdauerstudie aus 2010 kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Auch hier wurde an Ratten und Mäusen an einigen Stellen eine krebserregende Wirkung festgestellt. (11)
  • Neurologische Störungen: Der Verzehr von Aspartam kann bei empfindlichen Personen zu Verhaltensstörungen oder neurologischen Störungen führen. Dazu gehören auch Kopfschmerzen, Krampfanfälle und Schlaflosigkeit. Es reicht hin, bis zur Beeinträchtigung der emotionalen Gedächtnis- und Lernprozesse durch eine übermäßige Einnahme. (12)
  • Schlaganfall & Demenz: Personen mit regelmäßigem Konsum von Aspartam, erkranken fast dreimal so häufig an einem Schlaganfall oder Demenz, wie diejenigen, die es wöchentlich oder seltener konsumieren. Es ist eine Verbindung zwischen dem Süßstoff und dem größeren Risiko Schlaganfall bzw. Demenz zu bekommen. (13)
  • Gewichtszunahme: Mehrere Studien setzen Aspartam mit Gewichtszunahme in Verbindung. Durch Diätprodukte sollen eigentlich Kilos verschwinden. Es kann aber auch das Gegenteil bewirkt werden. (14) Durch die Täuschung des Gehirns, Energie in Form von Zucker zuzunehmen, entsteht nach einiger Zeit ein erneutes Hungergefühl, da der Körper keine Energie erhält. Das kann anschließend zu Fressattacken führen. Wenn diese Situation häufiger vorkommt, entsteht ein Teufelskreis, der in Übergewicht, Fettleibigkeit bis hin zu Diabetes führen könnte.

Es gibt noch weitere Krankheitsbilder, die durch Aspartam verursacht werden sollen. Viele davon sind nicht genügend diskutiert und wissenschaftlich belegt, um sie ausführlich zu nennen und zu beschreiben.

Welche Alternativen gibt es für Aspartam?

Es gibt einige Alternativen für Zucker, die du in deine Ernährung einbauen kannst, wenn du Aspartam vermeiden möchtest. Diese sind nicht so umstritten wie das Süßungsmittel. Einige Beispiele sind folgend aufgeführt.

Honig gilt als eine von vielen Alternativen für Zucker. Er ist nicht ganz so süß wie Zucker und hat etwas weniger Kalorien. Honig kann Zucker allerdings nicht in allen Bereichen ersetzen. Er eignet sich z.B. als Brotaufstrich oder zum süßen des Tees, allerdings nicht zum backen. (Bildquelle: stevepb / Pixabay)
  • Honig: Honig besteht aus Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) und Wasser. Somit hat Honig einen Energiewert von ca. 280 kcal bis 300 kcal auf 100 g. Das sind nur knapp 100 kcal bis 120 kcal weniger als Zucker. Dafür ist die Süßkraft von Honig durch den Wassergehalt geringer als der von Zucker. Es muss also für die gleiche Süßkraft mehr Honig verwendet werden, sodass die Kalorienzahl am Ende gleich ist. Honig birgt allerdings ein Risiko. Es können sich Pollenrückstände im Honig befinden, die bei empfindlichen Allergikern allergische Schocks auslösen können. In importierten Honigvarianten besteht dazu noch die Möglichkeit, dass von den Bienen gentechnisch veränderte Pflanzen angeflogen wurden und somit Rückstände im Honig enthalten sind.
  • Agavendicksaft: Der Agavennektar stammt aus dem Saft der mexikanischen Agave, der anschließend zu Sirup eingekocht wird. Den süßlichen Geschmack erhält der Nektar durch Glucose und Fructose. Im Gegensatz zu raffinierten Produkten sind mehr Spurenelemente, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, weswegen er als gesunder Zuckerersatz angepriesen wird. Außerdem hat er einen großen Vorteil gegenüber Zucker und Honig. Er besitzt lediglich ca. 310 kcal auf 100 Gramm und hat deutlich mehr Süßkraft als Zucker und Honig. Es wird also weniger Produkt zur Süßung des Lebensmittels benötigt. Allerdings hat Agavendicksaft einen
    ökologischen Nachteil. Die Agaven müssen von weit her importiert und können dann erst verarbeitet werden.
  • Reissirup: Für die Herstellung von Reissirup wird Reis gemahlen, mit Wasser gemischt, Enzyme werden beigefügt und alles wird gemeinsam erwärmt. Anschließend wird der Saft zu Sirup verdickt. Reissirup besteht aus Maltose, Mehrfachzuckern und Glucose und hat auf 100 g einen Kalorienwert von etwas über 300. Da keine Fructose enthalten ist, eignet sich dieser Zuckerersatz ideal für Personen mit Fructoseintoleranz.
  • Stevia: Stevia ist kalorienfrei und trotzdem bis zu 450 Mal süßer als haushaltsüblicher Zucker. Besonders gut ist es für Diabetiker geeignet, da es Insulin-unabhängig verstoffwechselt wird. Aufgrund der enormen Süßkraft sollte man allerdings vorsichtig beim Süßen mit Stevia sein. Die Geschmacksknospen gewöhnen sich schnell an die enorme Süße und verlangen unter Umständen nach mehr. Die empfohlene Dosis pro Tag eines 60 kg schweren Menschen, beträgt lediglich 0,24 Gramm. Daher sollte etwas Vorsicht geboten sein.
    Obwohl Stevia schon seit mehreren Jahrhunderten in seiner Heimat Südamerika aus der Steviapflanze gewonnen und konsumiert wird, ist es erst seit 2011 bei uns erlaubt.
  • Xylitol: Xylitol oder abgekürzt Xylit ist eigentlich ein Zuckeraustauschstoff, der in etwa 40 Prozent weniger Kalorien hat, als Zucker. Er wird zwar künstlich hergestellt, kommt aber dennoch häufig in der Natur (z.B. unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten) vor. Auch wir Menschen produzieren eine geringe Menge Xylit beim Verdauen von Kohlenhydraten. Allerdings sollte man bei Xylit beachten, dass hohe Mengen abführend wirken können. Der Birkenzucker kann von den Darmbakterien schneller abgebaut werden, weshalb Durchfall die Folge sein kann.
  • Erythrit: Ebenso ein Zuckeralkohol ist Erythrit. Im Gegensatz zu Xylit ist es allerdings gänzlich kalorienfrei. Dafür hat er nur eine Süßkraft von 70 Prozent im Gegensatz zu herkömmlichen Zucker. Ähnlich wie bei Xylit, kann Erythrit auch abführend wirken. Der Konsum sollte also in Maßen erfolgen und Menschen mit dem Reizdarmsyndrom, sollten besser die Finger davon lassen.

Honig und Agavendicksaft eignen sich als Aufstrich fürs Brot, auf Pfannkuchen etc. oder zum Süßen von Getränken, jedoch nicht zum Backen. Durch den hohen Fructosegehalt führt es dazu, dass das Gebäck schneller und intensiver braun wird und so die Backtemperatur und Backzeit nicht mehr passen. Auch Stevia und Reissirup eignen sich nur bedingt. Das liegt daran, dass sie ein anderes Volumen haben, eine geringere Süße und einen höheren Wassergehalt als Zucker und somit häufig das Rezept angepasst werden muss. Aber auch Aspartam ist nicht für das Backen geeignet, da er nicht hitzebeständig ist, verliert es nach einiger Zeit seine Süße.

Reissirup, Stevia, Xylit und Erythrit sind gut für Diabetiker geeignet, da die Kohlenhydrate Insulin-unabhängig verstoffwechselt werden. Auch für Personen mit Fructoseintoleranz ist es eine Alternative. Im Gegensatz zu Honig und Agavendicksaft ist nämlich keine Fructose enthalten.

Fazit

Alle Bestandteile von Aspartam sind auch in anderen Lebensmitteln enthalten. Allesamt können verarbeitet und verdaut werden. Ausgenommen sind hier natürlich die Menschen, die an PKU erkrankt sind. Um den ADI-Wert zu erreichen, muss ein Mensch, unmöglich große Mengen an Lebensmitteln mit Aspartam zu sich nehmen. Trotzdem werden im Internet große Vorwürfe gegenüber Aspartam erhoben. Ob sich auf die Aussage des wissenschaftlich belegten ADI-Wertes von 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht oder auf die unzähligen Studien für die Schädlichkeit von Aspartam verlassen werden kann, muss jeder selbst entscheiden. Beide Ansichten sind wissenschaftlich sehr gut begründet. Deswegen fällt es schwer, sich hier auf eine Meinung festzulegen.

Selbst wenn du nicht daran glaubst, dass Aspartam schädlich sein kann, solltest du sicherheitshalber darauf achten, Aspartam in Maßen zu dir zu nehmen. Es handelt sich nämlich immer noch um ein chemisch hergestelltes Produkt. Genau das Gleiche gilt für viele andere künstliche Süßstoffe. Wie erwähnt, gibt es viele und gute andere Möglichkeiten für Zucker. So fällt es gar nicht schwer eine Ausweichmöglichkeit zu finden. Immerhin muss nicht komplett darauf verzichtet werden.

Bildquelle: Dzyuba/ 123rf.com

Einzelnachweise (14)

1. Geschichte, Nutzen und Sorgen rund um Aspartam
Quelle

2. Richtlinie 94/35/EG des Europäischen Parlaments
Quelle

3. Aspartam – süßes Gift?
Quelle

4. Allgemeine Informationen über Aspartam
Quelle

5. Alles über Aspartam
Quelle

6. Aspartam in Verbindung mit der Stoffwechselkrankheit PKU
Quelle

7. Die Hirn-Blut-Schranke
Quelle

8. Aspartam: Wie ungesund ist der umstrittene Süßstoff?
Quelle

9. Versuche an Ratten
Quelle

10. Folgestudie mit Ratten
Quelle

11. Versuche an Mäusen
Quelle

12. Direkte und indirekte zelluläre Wirkungen von Aspartam auf das Gehirn
Quelle

13. Die Studie verbindet Diät-Soda mit einem höheren Risiko für Schlaganfall und Demenz
Quelle

14. Kalorienarme Süßstoffe helfen nicht beim Abnehmen - und können zu Gewichtszunahme führen
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

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Geschichte, Nutzen und Sorgen rund um Aspartam
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Gesetz
Richtlinie 94/35/EG des Europäischen Parlaments
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