Muskelzucken
Zuletzt aktualisiert: 1. April 2021

Du kennst es mit Sicherheit auch. Du sitzt gemütlich, nach einem anstrengend Tag auf deinem Sofa und möchtest den Tag angenehm ausklingen lassen. Und auf einmal spürst du ein Zucken in deinem Bein oder einem anderen Körperteil, welches in deinem Körper ein anhaltendes pulsierendes Gefühl auslöst. Deine Muskeln bewegen sich, ohne deinen Einfluss. Normalerweise tritt das nicht auf und du fragst dich nun, woran das liegen könnte.

Muskelzucken kann verschiedene Ursachen haben. Um dir erst einmal einen Überblick zu geben, werden wir dir deine wichtigsten Fragen zum Thema Muskelzucken beantworten. Außerdem möchten wir dir einige Tipps geben, mit welchen du zum einen, Muskelzucken vorbeugen kannst, dieses aber auch, zum anderen, behandeln kannst. Bitte beachte, dass wir keine Ärzte sind und suche dir, zur Konsultation, bei vermehrtem Auftreten des Muskelzuckens einen Facharzt auf, welcher dir eine konkrete Diagnose geben kann.




Das Wichtigste in Kürze

  • Muskelzucken ist normalerweise völlig harmlos und deutet meistens auf einen Mangel in deinem Körper hin. Achte genau auf deinen Tagesablauf, deine Ernährung und deine weiteren Gewohnheiten. Meistens kannst du mit einfachen Mitteln dem Musklezucken selbst vorbeugen und dieses behandeln. Am häufigsten tritt Muskelzucken in deinen Extremitäten (Arme und Beine) oder deinem Gesicht auf.
  • Wenn das Muskelzucken bei dir lang anhaltend, über einen zeitraum von 2-3 Wochen regelmäßig passiert und  in Verbindung mit Schmerzen und anderen Sympomen, wie zum Beispiel Taubheit,  auftritt, kann es notwendig sein, deinen Hausarzt aufzusuchen. Dieser wird dich nach einer ausführlichen Untersuchung, wenn nötig, an einen Facharzt überweisen
  • Muskelzucken hat verschiedene Ursachen, welche häufig in deinen Gewohnheiten liegen. Mögliche Ursachen von Muskelzuckungen können Vitamin- und Mineralienmangel, zu wenig Schlaf, Dehydrierung oder zu viel Stress in deinem Alltag sein.

Definition: Was ist Muskelzucken?

Bevor du dir die weiteren Fragen durchliest, solltest du zunächst erst einmal feststellen, ob es sich bei dir um Muskelzucken handelt. Muskelzucken wird als plötzliche unwillkürliche Kontraktion der Muskulatur beschrieben. In der Fachsprache nennt man diesen Vorgang Faszikulation. Das Muskelzucken kann bei allen Muskelgruppen auftreten. Hauptsächlich tritt Muskelzucken jedoch in den Extremitäten oder im Gesicht auf. (1)

Hintergründe: Was du über Muskelzucken wissen solltest

Um dir einen breiten Überblick über das Thema Muskelzucken zu geben, beantworten wir dir nun die wichtigsten Fragen zum Thema Muskelzucken. Zunächst möchten wir für dich Muskelzucken genauer definieren, sodass du selbst einschätzen kannst, ob bei dir tatsächliches Muskelzucken der Fall ist.

Wichtig für dich zu beachten ist, dass wir kein medizinisches Fachpersonal sind. Demnach konsultiere bitte deinen Hausarzt für eine medizinische Konsultation, um deinen Körper, sowie das Symptom des Muskelzuckens ausgiebig fachlich zu untersuchen.

Was bedeutet Muskelzucken überhaupt?

Muskelzucken ist ein arrhythmisches Zusammenziehen einzelner kleiner Muskelbündel, den sogenannten Faszikeln. Durch die unwillkürliche Bewegung dieser kleinen Muskelgruppen, entsteht ein pulsierendes Gefühl, das vor allem am Oberarm, am Oberschenkel und am Auge auftritt. Muskelzucken kann sich aber auch an anderen Stellen des Körpers bemerkbar machen. Liegen die Muskeln nicht direkt unter der Haut, nehmen wir ihre Bewegung allerdings nicht wahr.(1, 3)

Wie fühlt sich Muskelzucken an?

Das Muskelzucken, welches umgangssprachlich manchmal auch als „Nervenzucken“ bezeichnet wird, kann grundsätzlich am ganzen Körper auftreten. Es kann einzelne Muskeln oder ganze Muskelgruppen betreffen, sich mehrfach wiederholen und dabei rhythmisch (gleichmäßig) oder auch arrhythmisch (ungleichmäßig) sein. Typisch ist zum Beispiel ein blitzartiges, unwillkürliches Zusammenziehen der oberen oder unteren Arm- bzw. Beinmuskulatur.

Muskelzucken

Muskelzucken erfolgt blitzartig und löst ein pulsierendes Gefühl an der jeweiligen körperstelle aus.(Bildquelle: Karolina Grabowxka/ Pexels)

Zum Beispiel ebenfalls ein nervöses Augenzucken, das die Hautpartien rund um das Lid zum Flackern bringt, hast du möglicherweise schon mal erlebt. Seltener ist dein Bauch von diesen Problemen betroffen, aber auch am Bauch oder am Rücken kommt so ein ruckartiges Muskelzucken hin und wieder vor.

Dabei hast du keinen Einfluss auf die Bewegungen, welche deine Muskeln ausüben. Normalerweise ist dies eine kurze Bewegung, welche danach sofort aufhört.(1)

Wie gefährlich ist Muskelzucken?

Grundsätzlich ist Muskelzucken harmlos und nur ein Symptom von zum Beispiel Mängeln des Körpers, Stress, zu viel Koffein, zu wenig Schlaf oder es handelt sich um sogenannte Einschlafzuckungen. Vor allem, wenn es sich nur um ein feines, äußerlich nicht oder kaum sichtbares, schmerzfreies Zittern handelt.

Die Bewegungen finden direkt unter der Haut oder in tiefer liegenden Gewebeschichten statt und verschwinden in der Regel nach kurzer Zeit wieder von selbst. Seltener verursachen ernsthafte Erkrankungen die Zuckungen. Um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen, konsultiere bitte deinen Hausarzt, welcher dich, wenn nötig an einen Facharzt überweisen kann. (2)

Wann hört Muskelzucken auf?

Je nach Auslöser ist das spontane Muskelzucken meist nur von kurzer Dauer (1). Da es sich bei den häufigsten Auslösern um Stress oder psychische Belastung handelt, verschwinden die Symptome auch rasch wieder. Auch du selbst, kannst durch die Veränderung deiner Gewohnheiten dem Muskelzucken vorbeugen beziehungsweise dieses behandeln.

Sollte das Muskelzucken länger andauern, kann dies an Mängeln liegen, welche du zunächst versuchen solltest auszugleichen. Wenn das Muskelzucken über einen längeren Zeitraum auftritt, beziehungsweise innerhalb von 2-3 Wochen regelmäßig erscheint, solltest du einen Arzt aufsuchen, da in diesem Fall eine ernsthaftere Erkrankung vorliegen kann.

Wann sollte ich einen Arzt wegen des Muskelzuckens aufsuchen?

Muskelzucken ist normalerweise harmlos und eine natürliche Reaktion des Körpers auf einen äußeren Einfluss. Wenn du jedoch schon länger an Muskelzucken leidest  oder es innerhalb von 2-3 Wochen regelmäßig auftritt, solltest du einen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung, zunächst bei deinem Hausarzt, vereinbaren.(3)

Muskelzucken

Wenn das Muskelzucken über einen längeren zeitraum, regelmäßig auftritt, solltest du deinen Hausarzt aufsuchen. Dieser überweist dich, wenn nötig zu einem Spezialisten. (Bildquelle: Thirdman/ Pexels)

Meist sind es äußere Faktoren oder deine psychische Verfassung, die die unkontrollierbaren Muskelzuckungen auslösen. Manchmal werden die Muskelkontraktionen aber auch durch eine Schädigung der Nervenzellen verursacht. In diesem Fall ist das Zucken Ausdruck einer Krankheit, man spricht dann von „pathologischen Faszikulationen“.

Muskelzucken, das sich nicht nur in einem leichten Zittern äußert, sondern zu ausladenden, unwillkürlichen Bewegungen führt, wird medizinisch als „Myoklonie“ bezeichnet. Myoklonien gehen mitunter mit Schmerzen, Empfindungsstörungen oder Krämpfen einher und sind deutlich öfter als Faszikulationen ein Hinweis auf eine bestehende Krankheit.(3)

Zuckungen am ganzen Gesicht, sichtbare Grimassen und andere Ticks deuten zum Beispiel auf das Tourette-Syndrom hin. Weitere Krankheiten, bei denen ein mehr oder minder stark ausgeprägtes Muskelzucken auftreten kann, sind unter anderem:

  • Restless-legs-Syndrom (RLS) (4)
  • Epilepsie (5)
  • Parkinson-Krankheit (6)
  • Multiple Sklerose (7)

Welchen Arzt sollte ich bei Muskelzucken aufsuchen?

Zuerst solltest du wegen des Muskelzuckens deinen Hausarzt aufsuchen und ihn darauf ansprechen.

Suche zunächst deinen Hausarzt auf, dieser überweist dich, wenn nötig, an einen Spezialisten.

Er wird eine ausführliche Untersuchung durchführen und nach einer abschließenden Konsultation, dich, wenn nötig, zu einem Neurologen überweisen, der die Ursachen herausfinden und eine passende Behandlung einleiten wird.

Bei dem Neurologen wird mithilfe einer intensiven körperlichen, sowie neurologischen Untersuchung die Funktionsfähigkeit von Muskeln, Nerven und Reflexen, überprüft. Je nach Befund entscheidet der Neurologe dann über die weitere Behandlung.

Was sind Einschlafzuckungen?

Wenn du versuchst einzuschlafen, fahren deine einzelnen Hirnareale, welche den ganzen Tag aktiv waren, herunter.Bewegst du dich in deinem Traum, senden die Bereiche, deines Gehirns, welche noch nicht komplett heruntergefahren sind, dann fälschlicherweise Bewegungssignale an die Muskeln. Dadurch passieren unwillkürliche Muskelkontraktionen, die teilweise von visuellen, auditiven oder sensorischen Wahrnehmungen begleitet werden.

Diese Phänomene treten kurz vor dem Einschlafen oder in der ersten Schlafphase auf. Die Wahrnehmung gaukelt uns zum Beispiel vor, dass wir fallen oder stolpern. Wir hören angeblich laute Geräusche, die aber nicht vorhanden sind.(8)

Diese Wahrnehmungstäuschungen treten in Kombination oder einzeln auf und sind in den meisten Fällen unbedeutend. Sehr selten und nur bei starker Ausprägung führen sie zum Erwachen. Der Betroffene empfindet sie dann als unangenehm. Er verspürt eine unregelmäßige Atmung, es kann zu einem beschleunigten Herzschlag kommen und schließlich in Angst enden.

Es gibt die Vermutung, darüber, dass besonders gestresste Menschen anfällig dafür sind. Eine weitere Gruppe könnten diejenigen sein, die auch sonst einen leichten Schlaf haben und eher unruhig schlafen. Ein erhöhter Geräuschpegel kommt ebenfalls als Ursache infrage. (8)

Muskelzucken: Die 5 besten Mittel gegen Muskelzucken

Wenn du bei dir, mithilfe der vorangegangenen Erläuterungen, Muskelzucken feststellen konntest, geben wir dir anschließend verschiedene Möglichkeiten zum Vorbeugen und zum Behandeln von Muskelzucken. Sollte das Muskelzucken bei dir sehr regelmäßig über einen langen Zeitraum auftreten und begleitende Schmerzen aufweisen, suche bitte deinen Hausarzt auf.

Nahrungsergänzungsmittel zum Vorbeugen von Muskelzucken

Um deinen Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen, sollte man sich ausgewogen und gesund ernähren. Jedoch ist es, trotz einer ausgewogenen Ernährung nicht immer möglich den gesamten Bedarf an Mineralien und Vitaminen zu decken.

Muskelzucken

Manchmal kannst du nicht deinen gesamten Bedarf an Mineralien und Vitaminen nur mit der Ernährung decken. Dafür kannst du in Maßen nahrungsergänzungsmittel nutzen. (Bildquelle: padrinan/ Pixabay)

Das bedeutet, dass man diesem Mangel auch mit Nahrungsergänzungsmitteln, in Maßen, ausgleichen kann.

Vitamine

Ein Vitaminmangel kann sich in verschiedenen Symptomen und ernsthaften Krankheiten äußern. Häufig ist eine falsche oder einseitige Ernährung der Grund für den Vitaminmangel. Da der Körper, außer Vitamin D, keine Vitamine selbst herstellen kann, ist es notwendig, den Bedarf mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung zu decken.

Beispielsweise bei einem Mangel von Vitamin B12, kann Muskelschwäche, Muskelzittern, sowie Muskelzuckungen auftreten.(9) Angefügt findest du eine Übersicht über einige wichtige Vitamine und mit welchen Lebensmittel du deinen Vitaminbedarf decken kannst,sowie darüber wofür dein Körper diese benötigt .

Vitamin Beispiele für Lebensmittel Nutzen für deinen Körper
Vitamin C Kiwis, Orangen, Zitronen, Johannisbeeren normale Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße (Knochen, Knorpelfunktion, Zahnfleisches, Haut, Zähne), normale Funktion des Immunsystems bei.
Vitamin K Brokkoli, Sauerkraut, Rosenkohl, Spinat Blutgerinnung
Vitamin A Karotte, Paprika, Kirschen, Grapefruit Wachstumsprozesse vieler Zellen, gesund halten von Haut und Schleimhäute
Vitamin D Lachs, Hering, Makrele stärkt die Knochen, hat Einfluss auf die Muskelkraft, kann Risiko für Diabetes und einige Krebsarten senken
Vitamin B Bananen, Avocados, Sesamsamen, Rindfleisch Hormonbildung, beeinflussen der Durchblutung, Beteiligung am Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel beteiligt,tragen zur Blutbildung und zur gesunden Funktion der Nerven bei

Solltest du mit deiner Ernährung nicht deinen gesamten Vitaminbedarf decken können, kannst du die fehlenden Vitamine in Maßen auch mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln zuführen.

Mineralien

Mineralienmangel bedeutet, dass Mineralien, die der Körper dringend benötigt, nicht ausreichend vorhanden sind. Ein Ungleichgewicht des Mineralienhaushaltes kann beispielsweise durch eine unausgewogene Ernährung oder auch übermäßigen Sport ausgelöst werden.

Mineralienmängel können zu Muskelzuckungen führen. Schnell vorbeugen kannst du mithilfe eines Supplements.

So kommt es zu Störungen der Muskelaktivitäten. Ein Mineralienmangel von beispielsweise Kalzium kann sich über die Muskelzuckungen hinaus, ebenfalls auf den Herzrhytmus auswirken.(10) Angefügt findest du eine Übersicht über einige wichtige Mineralstoffe und mit welchen Lebensmittel du deinen Mineralienbedarf decken kannst, sowie darüber wofür dein Körper diese benötigt.

Mineral Beispiel für Lebensmittel Nutzen für deinen Körper
Eisen Kürbiskerne, Leinsamen, Quinoa, Weizenkleie essentielles Spurenelement, Beteiligung an vielen Stoffwechselwegen im Körper, als Zentralatom im Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) und Myoglobin ist es für den Transport von Sauerstoff verantwortlich.
Magnesium Brokkoli, Vollkornbrot,Hülsenfrüchte, Kartoffeln Muskelkontraktion, Kommunikation zwischen den Nervenzellen und zwischen Nerven- und Muskelzellen, notwendig für deine Herztätigkeit, Beteiligung am Aufbau von Knochen und Zähnen
Zink Sojabohnen, Erbsen, Linsen, Erdnüsse , Bestandteil zahlreicher Enzyme, sowie Proteine und somit an einer Vielzahl von Reaktionen im Körper beteiligt, z. B. an Zellwachstum und Wundheilung, Beteiligung an Stoffwechselvorgängen, im Immunsystem und bei der Fortpflanzung.
Calcium Joghurt, Käse, Kuhmilch, Blattspinat Bildung von Knochen und Zähnen, da 99% des gesamten Calciums des Körpers in den Knochen gespeichert wird

Aus diesem Grund ist es wichtig, durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung ausreichend Mineralien zu dir zu nehmen. Solltest du deinen Mineralienhaushalt nicht durch deine Ernährung komplett decken können, gibt es verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, welche du in Maßen zu dir nehmen kannst.

Gewohnheiten zur Vermeidung von Muskelzucken

Durch den immer schnelllebigen und vollgehäuften Alltag, kann es sein, dass du dir möglicherweise ungesunde Gewohnheiten angenommen hast, welche deine physische und mentale Gesundheit gefährden, sowie die Muskelzuckungen hervorrufen können.

Um diese frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden, möchten wir dir zunächst einen Überblick darüber verschaffen, welche Gewohnheiten du vermeiden oder anpassen solltest. Außerdem möchten wir dir Tipps geben um die neuen und angepassten Gewohnheiten nachhaltiger in deinen Alltag zu integrieren.

Ausreichend Schlaf

Schlafmangel kann sich durch eine Vielzahl von körperlichen Symptomen äußern, hat aber auch enorme Auswirkungen auf deine Psyche.

Ausreichend Schlaf kann Muskelzuckungen vorbeugen, da dein Körper ausreichend Energie tanken kann.

Durch Schlafmangel kann es im Umkehrschluss auch zu Schlafstörungen führen, welche durch einen unregelmäßigen Schlafrhythmus chronisch werden können. Schlafmangel verursacht Schmerzen der Muskeln, Muskelzuckungen und unkontrolliertes Zittern. Durch die Erschöpfung des Körpers kann demnach nicht mehr genug Energie für die Muskeln bereit gestellt werden.

Um deinem Körper die notwendige Erholung zu geben, ist es allgemein empfohlen, dass ein Erwachsender jede Nacht mindestens 8 Stunden schläft. Deine ideale Schlafdauer ist jedoch individuell und du kannst diese selbst feststellen, in dem du deine Einschlaf- und Aufwachzeiten aufzeichnest, sowie dein Müdigkeitsgefühl bewertest. So kannst du bewerten, welche Schlafdauer für dich notwendig und ausreichend ist.

Muskelzucken

Ausreichend Schlaf ist notwendig, damit dein Körper deine Muskeln mit aureichend Energie versorgen kann. (Bildquelle: Claudio Scott/ Pixabay)

Neben den harmlosen Einschlafzuckungen, welche wir dir schon vorangehend erläutert haben, gibt es auch das Zucken während der Nacht. Dieses kann, da es die Tiefschlafphase unterbricht, ernstzunehmende Folgen haben.(8)

Das nächtliche Zucken kann genetische oder neurologische Ursachen haben und auf eine Störung hindeuten. Grundsätzlich solltest du einen Arzt aufsuchen, wenn dich die Zuckungen den Schlaf auf Dauer stören oder begleitende von anderen Symptomen auftreten.

Stressbewältigung

Die mit Abstand häufigste Ursache für Muskelzuckungen ist Stress.

Zu viel Stress auf Arbeit oder privat kann zu Muskelzuckungen führen, zum Beispiel ein regelmäßiger Spaziergang kann bei der Stressbewältigung helfen.

Das stellte auch die Studie “Entspann dich Deutschland, der Techniker Krankenkasse fest.(11) Durch die Anspannung des Körpers, sowohl physisch als auch psychisch, werden die Muskelzellen durch aufgebrauchte Energiespeicher so beeinflusst, dass sie die ungewohnt Spannung, anders auszugleichen.

Nutze dafür verschiedene Möglichkeiten, um den Stress in deinem Alltag auszugleichen. beispielsweise kannst du Meditieren, ein Buch lesen, Yoga oder auch einen Spaziergang machen.

Muskelzucken

Um den alltäglichen Stress zu bewältigen kannst du beispielsweise Yoga ausüben.(Bildquelle: Rui Dias/ Pexels)

Nicht nur Muskelzucken ist eine Nebenwirkung von Stress. Stress kann auch deine mentale Gesundheit gefährden. Schaffe dir also Gelegenheiten, um deinen Körper wieder auszugleichen.

Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Wenn du zu wenig trinkst, jedoch mehr Flüssigkeit ausscheidest, als du zu dir nimmst, dehydriert und verdickt dein Blut.

Wenn du zu wenig trinkst, findet die Nährstoffübertragung zu deinen Muskeln zu langsam statt.

Dadurch entsteht eine verlangsamte Nährstoffübertragung an die Muskelzellen, welche, wie vorangegangen, schon erläutert, das Zucken der Muskeln hervorrufen. da die Zellen auf die Anspannung reagieren.(3)

Nicht nur für die Nährstoffübertragung, auch für einen gesunden Stoffwechsel ist es wichtig, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst. Durchschnittlich sollte jeder Erwachsende 2l pro Tag trinken.

Fazit

Abschließend möchten wir dir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Muskelzucken ist normalerweise völlig harmlos und kann auf einen Mangel von zum Beispiel, Schlaf, Mineralien und Vitamine oder Flüssigkeit deines Körpers hindeuten.

Sollte Muskelzucken bei dir vereinzelt auftreten, kannst du diesem durch eine ausgewogene, gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Schlaf, aber auch Stressbewältigung zum einen vorbeugen, aber das Muskelzucken auch behandeln.

Sollte das Muskelzucken bei dir länger anhalten und das regelmäßige Auftreten mit Schmerzen verbunden sein, suche bitte zunächst deinen Hausarzt auf, welcher dich, wenn nötig zu einem weiterführenden Arzt überweist.Versuche die Signale deines Körper zu beachten und auf deinen Körper acht zu geben.

Einmaliges oder seltenes Muskelzucken ist harmlos, kann jedoch aber auch ein Anzeichen für weit reichendere Probleme darstellen. Aus diesem Grund, möchten wir dich dazu motivieren, in Bewegung zu bleiben, dich ausgewogen zu ernähren und vielleicht zu versuchen zu meditieren. Viel Spaß dabei.

(Bildquelle: Ketut Subiyanto/ Pexels)

Einzelnachweise (11)

1. Muscle twitching. Online-Informationen der US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH), wissenschaftlicher Artikel, 2018
Quelle

2. DoktorWeigl.de: Muskelzucken – Faszikulation: Wie gefährlich? Welche Ursachen?, wissenschaftlicher Artikel, 2019
Quelle

3. R. Daube et al. Clinical Neurophysiology in Oxford University Press, 2009
Quelle

4. Schormair, B. et al., Identification of novel risk loci for restless legs syndrome in genome-wide association studies in individuals of European ancestry, 2017 klinische Studie
Quelle

5. PD Dr. rer. medic. Thomas Bengner, Diagnostik und Behandlung von Epilepsie, Deutsche Epilepsievereinigung e.V., o.J. , wissenschaftlicher Artikel
Quelle

6. RA F.-W. Mehrhoff et al., Kardianlsymptome von Parkinson, Deutsche Parkinson Vereinigung e. V., 2020
Quelle

7. Prof. Dr. med. Judith Haas et al. , Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V. , 2018, wissenschaftlicher Artikel
Quelle

8. Chokroverty, Sudhansu; Bhat, Sushanth; Gupta, Divya, Division of Sleep Medicine, New Jersey Neuroscience Institute at JFK Medical Center and Seton Hall University., Intensified Hypnic Jerks- A Polysomnographic and Polymyographic Analysis in Journal of Clinical Neurophysiology, klinische Studie, August 2013 - Volume 30 - Issue 4 - p 403-410 doi: 10.1097/WNP.0b013e31829dde98
Quelle

9. Simon, N. G., et al.: Fasciculation anxiety syndrome in clinicians in Journal of Neurology, Vol. 260, Iss. 7, pp. 1743-1747, klinische Studie, 2013, PMID: 23400500 DOI: 10.1007/s00415-013-6856-8
Quelle

10. BGV Info Gesundheit e.V, Mineralstoffe und ihr Einfluss auf den Herzrythmus, , 2017, klinische Studie
Quelle

11. Dr. Jens Baas, Entspann dich Deutschland, 2016, klinische Studie
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Erklärung des Muskelzuckens
Muscle twitching. Online-Informationen der US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH), wissenschaftlicher Artikel, 2018
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Muskelzucken – Faszikulation: Wie gefährlich? Welche Ursachen?
DoktorWeigl.de: Muskelzucken – Faszikulation: Wie gefährlich? Welche Ursachen?, wissenschaftlicher Artikel, 2019
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Wissenschaftliches Buch
R. Daube et al. Clinical Neurophysiology in Oxford University Press, 2009
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Ursachen und Behandlung des restless leg syndroms
Schormair, B. et al., Identification of novel risk loci for restless legs syndrome in genome-wide association studies in individuals of European ancestry, 2017 klinische Studie
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Diagnosik und Behandlung von Epilepsie
PD Dr. rer. medic. Thomas Bengner, Diagnostik und Behandlung von Epilepsie, Deutsche Epilepsievereinigung e.V., o.J. , wissenschaftlicher Artikel
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Wissenschaftlicher Artikel
RA F.-W. Mehrhoff et al., Kardianlsymptome von Parkinson, Deutsche Parkinson Vereinigung e. V., 2020
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Symptome von Multipler Sklerose
Prof. Dr. med. Judith Haas et al. , Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V. , 2018, wissenschaftlicher Artikel
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Schlafstudie
Chokroverty, Sudhansu; Bhat, Sushanth; Gupta, Divya, Division of Sleep Medicine, New Jersey Neuroscience Institute at JFK Medical Center and Seton Hall University., Intensified Hypnic Jerks- A Polysomnographic and Polymyographic Analysis in Journal of Clinical Neurophysiology, klinische Studie, August 2013 - Volume 30 - Issue 4 - p 403-410 doi: 10.1097/WNP.0b013e31829dde98
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Klinische Studie
Simon, N. G., et al.: Fasciculation anxiety syndrome in clinicians in Journal of Neurology, Vol. 260, Iss. 7, pp. 1743-1747, klinische Studie, 2013, PMID: 23400500 DOI: 10.1007/s00415-013-6856-8
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Mineralstoffe und Herzrythmus
BGV Info Gesundheit e.V, Mineralstoffe und ihr Einfluss auf den Herzrythmus, , 2017, klinische Studie
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Entspann dich Deutschland
Dr. Jens Baas, Entspann dich Deutschland, 2016, klinische Studie
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