Buchinger fasten
Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2021

Fasten hat eine lange Tradition in der Menschheitsgeschichte und ist auch heute noch zentraler Bestandteil vieler Religionen. Dort sollte der freiwillige Verzicht zu einem erhöhten Glaubens- und Körperbewusstsein führen und zur inneren Einkehr führen.

Die religiöse Komponente spielt heutzutage immer weniger eine Rolle, doch das Fasten ist weiterhin beliebt. Man verspricht sich davon vieles, sei es eine Entgiftung des Körpers, ein gesteigertes Wohlbefinden oder der Vorbeugung von Krankheiten.

Im folgenden Artikel stellen wir dir das Buchinger Fasten vor und erläutern dessen Ablauf sowie die Vor- und Nachteile. Dies soll dir die Entscheidung für oder gegen eine Fastenkur nach Buchinger erleichtern.




Das Wichtigste in Kürze

  • Das Fasten nach Buchinger ist eine vergleichsweise neue Fastenform und entstand 1935. Sein Urheber ist der Arzt Otto Buchinger, der die Fastenkur zur Therapie seines Rheumas nutzte.
  • Beim Buchinger Fasten ernährst du dich mindestens 5 Tage nur von Flüssigkeit in Form von Brühe, Tee, Wasser und Säften.
  • Auch wenn Abnehmen ein positiver Effekt des Fastens ist, bietet das Heilfasten weitere zahlreiche, wissenschaftlich bewiesene Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit.

Definition: Was ist Buchinger Fasten?

Das Buchinger Fasten geht auf den deutschen Arzt und Naturheilkundler Dr. Otto Buchinger zurück. Im Jahr 1935 veröffentlichte er das Buch „Das Heilfasten und seine Hilfsmethoden“, nachdem er laut eigener Aussage selbst durch Fasten sein Rheuma kuriert hatte. Seinen Angaben zufolge soll das Heilfasten die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren, der Körper entschlackt und entgiftet und die Blutzirkulation verbessert werden. Auch die Psyche soll durch das Heilfasten verbessert werden.

Während des Heilfastens nach Buchinger nimmst du ausschließlich flüssige Nahrung zu dir, meist Gemüsebrühe und verdünnte Säfte, seltener auch Milchprodukte. Dein Körper erhält also nur eine sehr eingeschränkte Zahl an Kalorien, Vitaminen und Nährstoffen.

Hintergründe: Was du über das Buchinger Fasten wissen solltest

Bevor du das Heilfasten nach Buchinger durchführst, solltest du dich mit dieser Fastenmethode sowie ihren Vor- und Nachteilen auseinandersetzen.

Die häufigsten Fragen haben wir nachfolgend für dich zusammengestellt und ausführlich beantwortet.

Für wen ist das Buchinger Fasten geeignet?

Bevor du das Fasten beginnst, solltest du dir Gedanken über dein Fastenziel machen. Diese können durchaus unterschiedlich sein:

  • das Immunsystem deines Körpers stärken
  • Therapie einer Krankheit
  • Entgiftung des Körpers
  • abnehmen
  • Veränderung deiner Ernährungs- und Lebensweise
  • mit dir selbst ins Reine kommen, Entspannung, Stressreduktion

Auch wenn du gesund bist und keine Vorerkrankungen hast, solltest du nicht ohne Vorbereitung einfach mit dem Fasten beginnen. Buchinger rät in seinem Buch, dass jeder vor der Fastenkur mindestens einen Bluttest und EKG gemacht sowie ein ärztliches Beratungsgespräch geführt haben sollte.

Wenn du dich noch von einer Operation oder einer schweren Krankheit erholst, warte mit dem Fasten unbedingt bis zu deiner vollständigen Genesung.

Buchinger definiert als Ziel seiner Heilfastenmethode, dem Körper und vor allem auch dem Geist etwas Gutes zu tun. Das Fasten soll einen Anreiz schaffen, bewusster und gesünder zu leben, indem man über seinen Lebensstil mit dessen Gewohnheiten, Ernährung und Bewegung nachdenkt.

Wenn du das Heilfasten als Therapie für eine Krankheit nutzen möchtest, ist die ärztliche Rücksprache besonders wichtig. Bei folgenden Krankheiten solltest du auf das Fasten verzichten, da durch den Nährstoffentzug diese teilweise noch verschlimmert werden können:

  • schwere Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen
  • Krebs
  • Tuberkulose
  • Gicht
  • Gallenproblemen
  • schwere psychische Beeinträchtigung
  • Untergewicht / Magersucht / schwere Schilddrüsenüberfunktion

Wenn du schwanger oder in der Stillzeit ist, können die fastenbedingten Stoffwechselveränderungen möglicherweise dem Kind schaden.

Buchinger Fasten-1

Eine Fastenkur bietet für viele eine Möglichkeit zur Entspannung und Erholung vom stressigen Alltag.
(Bildquelle: Pexels.com / Thought Catalog)

Generell sollten Kinder und Jugendliche auch nicht fasten, um Mangelerscheinungen während der Wachstumsperiode zu verhindern.

Was bringt das Buchinger Fasten?

Verschiedene Studien haben sich mit der Wirksamkeit des Heilfastens nach Buchinger beschäftigt und kommen unter anderen zu folgenden Ergebnissen:

  • Gewichtsverlust (1)
  • Normalisierung des Blutdrucks (1)
  • positiver Einfluss bei Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen (1)
  • zunehmende Stressresistenz (2, 3)
  • mögliches Verhindern oder Abschwächung von Krebs, Schlaganfällen, Autoimmunkrankheiten, Allergien, Parkinson, Alzheimer (3)
  • positiver Einfluss bei rheumabedingter Arthritis (4, 5)
  • Zellreinigung und dadurch geförderte Selbstheilung (Autophagie) (6)
  • Verbesserung einzelner Diabetes-Parameter wie Blutzucker und HbA1c (1, 8, 9)
  • stimmungsaufhellende Wirkung durch Freisetzung von Serotonin (10, 12)
  • Unterdrückung und Abschwächung von atopischer Dermatitis (11)
  • Unterdrückung chronischer Schmerzen (12)

Zusammengefasst kann das Buchinger Heilfasten zu einer signifikanten Verbesserung deiner körperlichen und geistigen Gesundheit führen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es beim Buchinger Fasten?

Vor allem dann, wenn du zum ersten Mal fastest und an diese Art von radikalem Kalorienentzug nicht gewöhnt bist, kann es zu verschieden Nebenwirkungen kommen. Dein Körper muss vom Kohlenhydrat- auf Fettstoffwechsel umschalten, weshalb du dich in den ersten Tagen erschöpft und unwohl führen kannst. Auch kann deine Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit eingeschränkt werden (7).

Unruhiger Schlaf, Kopfschmerzen, Müdigkeit und / oder Beschwerden der Lendenwirbelsäule wurden ebenfalls berichtet, vor allem zu Beginn des Fastens. (1) Wenn du nicht ausreichend trinkst, kann es auch zu Kreislaufstörungen und Blähungen kommst.

Durch die extreme Reduzierung der Kalorien- und Nährstoffzufuhr greift der Körper neben den Fettreserven auch das Muskeleiweiß an. Dies ist auch einer der Gründe, warum das Fasten auf eigene Faust nur sehr kurz durchgeführt und sich dabei regelmäßig bewegt werden sollte. (13)

Wenn du erhöhte Harnsäurewerte hast oder längere Zeit fasten möchtest, kann es zur Bildung von Harnsteinen kommen. (14)

Was kostet das Buchinger Fasten?

Es besteht die Möglichkeit, in speziellen Fastenkliniken unter ärztlicher Aufsicht zu kuren. Zwei Kliniken in Deutschland wurden von Otto Buchinger selbst begründet und teilweise heute noch von seinen Nachkommen geführt. Diese befinden sich in Bad Pyrmont und in Überlingen am Bodensee. Es gibt aber auch mehrere weitere Reha-Kliniken, in denen das Heilfasten nach Buchinger durchgeführt wird.

Die Kosten sind abhängig von der Dauer des betreuten Fastens, der Art der Unterkunft und Zusatzleistungen wie beispielsweise Laboruntersuchungen und Coachingprogramme. Auch wenn manche Kliniken kurzzeitige Aufenthalte von ein bis sieben Nächten anbieten, wird das ärztlich betreute Heilfasten oftmals erst ab einem Aufenthalt von mindestens 7 Nächten durchgeführt.

Dauer des Aufenthaltes Preis
7 Nächte Ab ca. 400 €
10 Nächte Ab ca. 550 €
14 Nächte Ab ca. 750 €
21 Nächte Ab ca. 1000 €
28 Nächte Ab ca. 1400 €

Wenn du das Buchinger Fasten im Rahmen einer Reha-Maßnahme durchführen möchtest, informiere dich bei deiner Krankenkasse. Bei bestimmten Krankheitsbildern übernehmen diese teilweise oder auch ganz die Kosten.

Kann ich das Buchinger Fasten auch zu Hause durchführen?

Wenn du gesund bist und dir 1 bis 2 Wochen Zeit für das Fasten nehmen kannst, kannst du das Heilfasten nach Buchinger auch zu Hause durchführen. Das spart nicht nur jede Menge Kosten, sondern du hast auch die Möglichkeit, dich mithilfe des Fastens allein auf dich und deinen Körper zu fokussieren.

Die wichtigsten Informationen zum Ablauf findest du unter dem Punkt: “Heilfasten nach Buchinger: Schritt für Schritt erklärt”.

Was ist beim Buchinger Fasten erlaubt?

Beim Buchinger Fasten stellst du deine Ernährung komplett auf Flüssignahrung um. Das bedeutet jedoch nicht, dass du alles zu dir nehmen kannst, solange es flüssig ist. Alkohol und Limonade sind nicht gestattet. Auch Milchprodukte sollten nur nach Absprache mit deinem Arzt eingenommen werden.

Kaffee und schwarzer Tee sind laut der Buchinger Methode nicht gestattet. Jedoch kommt es vor allem bei Vieltrinkern aufgrund des Koffeinentzugs verstärkt zu Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen.

Erlaubt sind:

  • ungesüßte Kräutertees
  • Gemüsebrühe (bevorzugt selbstgemacht)
  • Obst- und Gemüsesäfte (verdünnt, salz- / zucker- / säurearm)
  • Wasser
  • je nach ärztlicher Abstimmung: Buttermilch oder Kuhmolke

Wenn du deine Brühe mit Salz würzen möchtest, verwende am besten natürliche Salze wie Kristall-, Stein- oder Meersalz. Empfehlenswert ist eine Zugabe einer geringen Menge Salz vor allem dann, wenn du einen niedrigen Blutdruck hast. Die Kreislaufbeschwerden, die durch das Fasten kommen können, werden durch das Salz gemindert.

Wenn du dir deine eigenen Säfte für die Fastenzeit herstellen möchtest, findest du anbei eine Übersicht, welche Obst- und Gemüsesorten du dafür verwenden kannst.

Obst Gemüse
Ananas, Äpfel, Aprikosen, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Granatäpfel, Grapefruit, Himbeeren, Kirschen, Kiwis, Limette, Mandarinen, Mangos, Melone, Orangen, Pflaumen, Weintrauben, Zitrone Brokkoli, Fenchel, Frühlingszwiebeln, Gurken, Kohlrabi, Kopfsalat, Kürbis, Lauch, Mangold, Möhren, Paprika, Radieschen, Rot- und Weißkohl, Rote Bete, Tomaten, Sellerie, Spargel, Spinat, Zucchini,  Zwiebeln

Wie viele Tage sollte man das Heilfasten nach Buchinger durchführen?

Wenn du gesund bist und das Fasten zu Hause durchführen möchtest, sind mindestens 5 Tage empfehlenswert. Diese Zeit benötigt dein Körper, um sich auf die Veränderungen im Stoffwechsel einzustellen. Ohne ärztliche Betreuung solltest du aber nicht mehr als 10 Tage am Stück fasten.

Bei Vorerkrankungen und stationärer Durchführung in einer Klinik dauert die Fastenzeit unter ärztlicher Betreuung zwischen 2 und 4 Wochen.

Die Fastenkur sollte nur 1 bis 2 Mal pro Jahr durchgeführt werden. Wichtiger ist es, in der Zwischenzeit auf eine ausgeglichene Ernährung zu achten.

Kommt es nach dem Fasten zum Jojo-Effekt?

Das Buchinger Fasten ist grundsätzlich nicht als eine Diät anzusehen, auch wenn man durch die reduzierte Kalorienzufuhr sehr schnell an Gewicht verlieren kann. Doch auch hier kann der von Diäten bekannte Jojo-Effekt eintreten, wenn nach dem Fastenbrechen keine grundlegende Ernährungsumstellung und / oder verstärkte Bewegung erfolgt.

Das Fasten kann aufgrund der extremen Unterversorgung des Körpers nicht als dauerhafte Ernährungsweise empfohlen werden. Der Körper lernt in dieser Zeit jedoch, sparsam mit seinen Ressourcen umzugehen und verlernt dies auch nach der Fastenzeit nicht.

Heilfasten nach Buchinger: Schritt für Schritt erklärt

Wenn du dich dafür entschieden hast, das Buchinger Fasten durchzuführen, musst du einiges beachten. Wir haben dir eine Erklärung der wichtigsten Schritte sowie einige Tipps und Hinweise beigefügt.

Planung

Idealerweise solltest du dann fasten, wenn keine besonderen Feiern oder Geburtstage bevorstehen und du genug Freizeit hast. Da das Fasten den Körper stark beansprucht, ist Ruhe und Entspannung währenddessen und auch danach wichtig. Ein Zeitraum von 9 bis 11 Tagen sollte mindestens eingeplant sein.

Wenn du fasten möchtest, tu dies am besten im Frühling oder Sommer.

Durch das Fasten steigt oftmals dein Kälteempfinden und du frierst deutlich schneller.

Vorbereitung

Stelle dir eine Einkaufsliste zusammen, damit du alle Zutaten zum Fasten bereit hast. Es ist wahrscheinlich, dass du während der Fastenperiode nicht immer die Energie haben wirst, zusätzliche Einkäufe zu tätigen.

Wir empfehlen dir folgende Lebensmittel:

  • verschiedene Kräutertees
  • Reis, Haferflocken
  • für eine selbstgemachte Gemüsebrühe & für die Entlastungstage:
    • Kartoffeln
    • Möhren
    • Sellerie
    • Lauch
    • Zwiebeln
    • Kürbis (je nach Saison)
    • Fenchel
    • Petersilie
  • ungesalzener Gemüsesaft wie bspw. Sauerkrautsaft, Tomatensaft, Rote-Bete-Saft
  • zucker- und säurereduzierte Obstsäfte wie bspw. Beerensaft

Um dir das Fasten und den damit verbundenen Verzicht zu erleichtern, empfehlen wir dir, bereits eine Woche vor Fastenbeginn auf Kaffee, Nikotin, Alkohol und Süßigkeiten zu verzichten.

Buchinger Fasten-2

Wenn du einen Mixer oder Entsafter besitzt, kannst du auch selbst deinen bevorzugten Gemüse- oder Obstsaft herstellen.
(Bildquelle: Pixabay / Photo Mix)

Stelle dich nicht nur körperlich, sondern auch mental auf die kommende Zeit ein.

Entlastungstage (1-2 Tage)

Bevor du mit dem eigentlichen Fasten beginnst, ist es empfehlenswert, die Magen-Darm-Tätigkeit mit leichter Kost zu schonen. Beliebt sind drei Möglichkeiten, diese Entlastungstage zu begehen:

  • Haferflockentag: Nimm drei kleine Portionen Haferbrei mit etwas gedünstetem Gemüse oder Obst zu dir.
  • Reistag: Nimm drei kleine Portionen Reis mit gedünstetem Gemüse oder Obst zu dir. Wenn du zu einem empfindlichen Magen neigst, ist diese Methode besonders schonend.
  • Obsttag: Iss über den Tag verteilt kleine Portionen Obst, insgesamt etwa 1,5 bis 2 Kilogramm. Diesen Tag solltest du nicht begehen, wenn du einen empfindlichen Magen hast.

Das Trinken darfst du nicht vergessen, am besten mindestens 2 Liter Wasser am Tag. Die Kalorienzufuhr sollte zwischen 600 und 1000 Kilokalorien pro Tag liegen.

Darmreinigung (optional)

Die Darmreinigung am Vorabend des Fastens ist nicht zwingend vorgeschrieben. Manchen hilft sie, das Hungergefühl zu reduzieren und sich mental auf die kommende Fastenzeit einzustellen. Besonders beliebt ist eine Darmreinigung mit Glaubersalz. Wenn du einen empfindlichen Darm hast, helfen auch Hausmittel wie Sauerkrautsaft oder Apfelessig.

Prof. Dr. med. Andreas PfeifferErnährungsmediziner an der Charité Berlin
Die Darmentleerung durch Abführmittel und Einläufe spielen überhaupt keine Rolle bei der Verhinderung des Hungergefühls und der Entgiftung.

Die Hungergefühle werden durch Hormone und Dehnungsrezeptoren an der Magenwand gesteuert, nicht durch den Darm. Der Effekt der Darmreinigung ist hauptsächlich psychologischer Natur.

(Quelle: Spiegel)

Ob du eine Darmreinigung durchführst oder nicht, ist deine Entscheidung – der Fastenerfolg wird dadurch nicht nachweislich beeinflusst.

Fasten (5-7 Tage)

Eine exakt vorgeschriebene Fastendauer gibt es nicht. Empfohlen werden 5 bis 7  Tage bei gesunden Menschen. Fünf Tage benötigt der Körper oftmals, um die notwendigen Änderungen im Stoffwechsel zu bewirken.

Während dieser Zeit solltest du maximal 500 Kalorien und ausschließlich Flüssigkeiten zu dir nehmen. Diese nimmst du in Form von Gemüsebrühen, Kräutertees, Wasser sowie Obst- und Gemüsesäften auf.

Um den Stoffwechsel anzukurbeln, kannst du zusätzlich Leberwickel anlegen. Diese sollen die Durchblutung der Leber steigern und damit die Entgiftung fördern.

Eine Erhöhung der Körpertemperatur um ein Grad Celsius allein soll schon die Stoffwechselgeschwindigkeit verzehnfachen!

Bewegung

Während des Fastens produziert dein Körper vermehrt Säuren, welche über die Lunge abgeatmet werden sollten. Hierbei helfen dir lange Spaziergänge, Yoga und Gymnastik. Die Bewegung dient auch dazu, dem Muskelabbau vorzubeugen und dem vor allem zu Beginn auftretenden Gefühl der Abgeschlagenheit entgegenzuwirken.

Entspannung

Das Fasten kann dir auch dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Nutze die Zeit für dich und entspanne dich, sei es durch lesen, meditieren oder in die Sauna gehen.

Fastenbrechen

Wenn du das Fasten geschafft hast, solltest du nicht sofort in alte Gewohnheiten zurückfallen oder die eingesparten Kalorien sofort wieder aufbauen. Fange klein an und breche das Fasten mit einem geriebenen Apfel. Nimm dir ruhig Zeit beim Essen und genieße es, wieder feste Nahrung zu dir zu nehmen.

Aufbautage (2-5 Tage)

Da dein Magen während der Fastenzeit nur sehr gering belastet wurde, solltest du ihn danach langsam wieder an die Nahrungsaufnahme gewöhnen. Hierbei helfen kleine Portionen magenschonender Speisen wie Reis und gedünstetes Gemüse. Auf tierische Fette und Fleisch solltest du zunächst verzichten. Wenn du direkt wieder zu deinen normalen Essgewohnheiten übergehst, kannst du schnell Bauchschmerzen bekommen und die Gefahr des Jojo-Effekts steigt.

Fazit

Das Fasten nach Buchinger bietet zahlreiche Vorteile bei wenigen, gut behandelbaren Nebenwirkungen. Vor allem im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Therapie helfen bereits wenige Tage bis zwei Wochen Fasten, um spürbare Verbesserungen bei Körper und Geist zu erzielen.

Wenn du abnehmen möchtest, erzielst du schnelle Abnehmerfolge und findest dabei möglicherweise die Motivation, auf eine fettarme Ernährung umzusteigen. Allerdings sollte das Fasten nicht langfristig durchgeführt werden.

Bildquelle: Naumenko/ 123rf.com

Einzelnachweise (14)

1. Wilhelmi de Toledo, F., et al. (2019). Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects. PloS one, 14(1), e0209353.
Quelle

2. Merry B. J. (2004). Oxidative stress and mitochondrial function with aging--the effects of calorie restriction. Aging cell, 3(1), 7–12.
Quelle

3. Kouda, K., & Iki, M. (2010). Beneficial effects of mild stress (hormetic effects): dietary restriction and health. Journal of physiological anthropology, 29(4), 127–132.
Quelle

4. Iwashige, K., et al. (2004). Calorie restricted diet and urinary pentosidine in patients with rheumatoid arthritis. Journal of physiological anthropology and applied human science, 23(1), 19–24.
Quelle

5. Michalsen, A., & Li, C. (2013). Fasting therapy for treating and preventing disease - current state of evidence. Forschende Komplementärmedizin (2006), 20(6), 444–453.
Quelle

6. Jia, K., & Levine, B. (2007). Autophagy is required for dietary restriction-mediated life span extension in C. elegans. Autophagy, 3(6), 597–599.
Quelle

7. Pönicke, J., Albacht, B., & Leplow, B. (2005). Kognitive Veränderungen beim Fasten. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 34(2), 86-94.
Quelle

8. Watts, N. B., & DiGirolamo, M. (1990). Carbohydrate tolerance improves with fasting in obese subjects with noninsulin-dependent (type II) diabetes. The American journal of the medical sciences, 299(4), 250–256.
Quelle

9. Stange, R., Pflugbeil, C., Michalsen, A., & Uehleke, B. (2013). Therapeutic fasting in patients with metabolic syndrome and impaired insulin resistance. Forschende Komplementärmedizin (2006), 20(6), 421–426.
Quelle

10. Weidner, B., Pötschke, T., & Beer, A. M. (2009). Heilfasten. Komplementäre und integrative Medizin, 50(1-2), 30-37.
Quelle

11. Fan, W., Kouda, K., Nakamura, H., & Takeuchi, H. (2001). Effects of dietary restriction on spontaneous dermatitis in NC/Nga mice. Experimental biology and medicine (Maywood, N.J.), 226(11), 1045–1050.
Quelle

12. Michalsen, A. (2010). Prolonged fasting as a method of mood enhancement in chronic pain syndromes: a review of clinical evidence and mechanisms. Current pain and headache reports, 14(2), 80–87.
Quelle

13. Steiniger, J., Schneider, A., Bergmann, S., Boschmann, M., & Janietz, K. (2009). Einfluss von therapeutischem Fasten und Ausdauertraining auf den Energiestoffwechsel und die körperliche Leistungsfähigkeit Adipöser. Complementary Medicine Research, 16(6), 383-390.
Quelle

14. Hesse, A. (2002). Harnsteine. Der Urologe A, 41(6), 616-629.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Langzeitstudie
Wilhelmi de Toledo, F., et al. (2019). Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects. PloS one, 14(1), e0209353.
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Wissenschaftlicher Aufsatz
Merry B. J. (2004). Oxidative stress and mitochondrial function with aging--the effects of calorie restriction. Aging cell, 3(1), 7–12.
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Wissenschaftlicher Aufsatz
Kouda, K., & Iki, M. (2010). Beneficial effects of mild stress (hormetic effects): dietary restriction and health. Journal of physiological anthropology, 29(4), 127–132.
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Vergleichsstudie
Iwashige, K., et al. (2004). Calorie restricted diet and urinary pentosidine in patients with rheumatoid arthritis. Journal of physiological anthropology and applied human science, 23(1), 19–24.
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Systematische Übersichtsarbeit
Michalsen, A., & Li, C. (2013). Fasting therapy for treating and preventing disease - current state of evidence. Forschende Komplementärmedizin (2006), 20(6), 444–453.
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Kurzbericht
Jia, K., & Levine, B. (2007). Autophagy is required for dietary restriction-mediated life span extension in C. elegans. Autophagy, 3(6), 597–599.
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Kontrollierte neuropsychologische Untersuchung
Pönicke, J., Albacht, B., & Leplow, B. (2005). Kognitive Veränderungen beim Fasten. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 34(2), 86-94.
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Vergleichsstudie
Watts, N. B., & DiGirolamo, M. (1990). Carbohydrate tolerance improves with fasting in obese subjects with noninsulin-dependent (type II) diabetes. The American journal of the medical sciences, 299(4), 250–256.
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Beobachtung
Stange, R., Pflugbeil, C., Michalsen, A., & Uehleke, B. (2013). Therapeutic fasting in patients with metabolic syndrome and impaired insulin resistance. Forschende Komplementärmedizin (2006), 20(6), 421–426.
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Wissenschaftlicher Aufsatz
Weidner, B., Pötschke, T., & Beer, A. M. (2009). Heilfasten. Komplementäre und integrative Medizin, 50(1-2), 30-37.
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Wissenschaftliches Experiment
Fan, W., Kouda, K., Nakamura, H., & Takeuchi, H. (2001). Effects of dietary restriction on spontaneous dermatitis in NC/Nga mice. Experimental biology and medicine (Maywood, N.J.), 226(11), 1045–1050.
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Wissenschaftlicher Aufsatz
Michalsen, A. (2010). Prolonged fasting as a method of mood enhancement in chronic pain syndromes: a review of clinical evidence and mechanisms. Current pain and headache reports, 14(2), 80–87.
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Kontrollierte Studie
Steiniger, J., Schneider, A., Bergmann, S., Boschmann, M., & Janietz, K. (2009). Einfluss von therapeutischem Fasten und Ausdauertraining auf den Energiestoffwechsel und die körperliche Leistungsfähigkeit Adipöser. Complementary Medicine Research, 16(6), 383-390.
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Wissenschaftlicher Aufsatz
Hesse, A. (2002). Harnsteine. Der Urologe A, 41(6), 616-629.
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Testberichte