Wer kennt es nicht? Man hat ein paar Kilos zu viel auf den Hüften und möchte diese gerne loswerden. Aber natürlich möglichst einfach, schnell und vor allem ohne großen Aufwand und nervige Diäten.

Ob es überhaupt möglich ist ohne Sport abzunehmen und welche Abnehmtipps ohne Sport es gibt, um die Pfunde purzeln zu lassen, erfährst du in diesem Artikel.

Küchen
Quelle: Pixabay.com / rawpixel

Wie funktioniert das Abnehmen überhaupt?

Zunächst ist ein Grundverständnis wichtig, um zu verstehen, wie eine Abnahme überhaupt möglich ist und was dabei im Körper geschieht.

Damit dein Körper funktionieren kann braucht er Energie. Wir nehmen Kalorien in Form von Nahrung auf und diese werden vom Körper genutzt und verbrannt. Daraus entsteht die Energie, die unsere grundlegenden Körperfunktionen am laufen hält. Bekommt der Körper jedoch mehr Kalorien als nötig wird der Überschuss für schlechte Zeiten in Fettzellen eingelagert.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Abnehmen ist es also ein Kaloriendefizit zu erzeugen. Das heißt du musst weniger Energie zu dir nehmen, als du verbrauchst. Denn so wird der Körper auf die Reserven in Form von Fett zurückgreifen und diese als Energielieferant nutzen. Dabei verlierst du Gewicht.

Du musst entweder die aufgenommene Kalorienzahl verringern oder den Kalorienverbrauch erhöhen. In den folgenden Abschnitten bekommst du Tipps und Tricks, wie du deinen Kalorienverbrauch auch ohne Sport erhöhen kannst und, wie du die aufgenommene Kalorienzahl reduzieren kannst ohne hungern zu müssen.

Wie kann ich meinen Kalorienbedarf berechnen?

Bevor du startest ist es wichtig zu wissen, wie hoch dein Kalorienbedarf ist, um dein benötigtes Defizit ermitteln zu können. Zunächst muss der Grundumsatz ermittelt werden. Das ist die Menge an Kalorien, die der Körper im Ruhezustand benötigt, um alle Funktionen aufrecht zu erhalten. Dazu gehören beispielsweise die Atmung und die Verdauung.

Bei der Berechnung sollten Faktoren, wie das Alter, das Gewicht, die Größe und das Geschlecht berücksichtigt werden. Aber auch die berufliche Tätigkeit und Freizeitaktivitäten spielen eine Rolle. Wer den ganzen Tag sitzt verbraucht logischerweise weniger als jemand der körperlich schwerer arbeitet. Daraus ergibt sich der Leistungsumsatz.

Diese beiden Faktoren bilden den sogenannten Grundumsatz. Kennst du diesen, kannst du dein Kaloriendefizit berechnen.

Im Internet gibt es gute Rechner, die alle nötigen Faktoren einkalkulieren. Du solltest bei der Eingabe der Informationen möglichst ehrlich sein.

Wie groß sollte das Kaloriendefizit sein?

Wenn du deinen Gesamtumsatz kennst musst du jetzt die Menge an Kalorien festlegen, die du durch Nahrung zu dir nimmst. Der Unterschied zwischen dem Gesamtumsatz und der tatsächlich zugeführten Menge an Kalorien ist dann dein Kaloriendefizit.

Aber wie groß soll das Defizit sein um gesund abnehmen zu können? Je höher es ist desto schneller verliert man Gewicht. Jedoch sollte man es nicht übertreiben, denn sonst kann dem Körper eine Mangelversorgung drohen oder gar der Stoffwechsel stagnieren. Das kann zu gegenteiligen Ergebnissen führen.

Bauchfett
Quelle: Pixabay.com / PublicDomainPictures

Wenn du es nicht eilig hast empfiehlt sich ein kleines Defizit von 10-20% deiner Gesamtkalorien. Ein geringeres Kaloriendefizit ist für Leute, die viel unter Stress stehen und sich auch bei der Lebensmittelauswahl nicht allzu sehr einschränken wollen eher geeignet.

Wer hingegen weniger Stress hat und sich strikt an Ernährungsregeln halten kann, der kann auch ein größeres Defizit von 25% des Gesamtumsatzes verkraften. So wirst du schneller an Gewicht verlieren musst aber auch mehr verzichten und disziplinierter sein vor allem, wenn du keinen Sport machen willst.

Wähle das Defizit nie zu groß. Damit wirst du zwar anfangs schneller Gewicht verlieren aber deinem Körper auf lange Sicht schaden.

Gewicht reduzieren ohne Diät und Sport?

Wie oben schon erwähnt ist ein Kaloriendefizit nötig, um die überschüssigen Pfunde loszuwerden. Wenn du am liebsten auf Diäten und Sport verzichten willst solltest du die nachfolgenden Tipps beachten.

Diäten, Verzicht und Hungern mag keiner. Aber dennoch solltest du über eine Umstellung deiner  Lebens- und Essgewohnheiten nachdenken. Mit gesunder Ernährung tust du deinem Körper nachhaltig etwas Gutes und du nimmst gesund und dauerhaft ab.

Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ändern

Gesunde Ernährung ist die halbe Miete, wenn es ums Abnehmen geht. Das Abnehmen durch gesunde Ernährung ohne Sport wird auch durch deine restlichen Lebensgewohnheiten beeinflusst. Sie betreffen nämlich deinen Stoffwechsel und somit auch die Verbrennung der Fettreserven.

Ausreichend Schlaf und kein Stress

Dein Schlaf beeinflusst auch deinen Stoffwechsel. Wenn du schlecht oder zu wenig geschlafen hast kommt dein Stoffwechsel am nächsten Tag nur schwer in die Gänge und darunter leidet dann auch die Fettverbrennung. Zudem ist der Appetit meist größer nach einer unruhigen Nacht.

Wenn du ein höheres Kaloriendefizit zur Abnahme gewählt hast ist ausreichend Schlaf sehr wichtig. Denn durch die verringerte Nährstoffzufuhr sinkt auch die Regenerationsfähigkeit des Körpers.

Aber auch hier gilt wieder nicht zu übertreiben. Wer denkt, dass man als Langschläfer besonders schnell abnehmen kann, der liegt falsch. Ein ausgewogenes Maß an Schlaf ist wichtig. Im Schnitt sollten es zwischen sieben und acht Stunden sein. Abnehmen im Schlaf muss also kein Traum bleiben.

Verzicht auf Zucker und Alkohol

Dass Zucker nicht beim Verlieren von Gewicht hilft wissen wir wohl alle. Aber wie kann man am besten darauf verzichten? Viele wissen nicht, dass ein großer Teil von Zucker über Getränke, wie Limonaden und Säfte aufgenommen wird. Wenn du diese durch Wasser und Tee ersetzt kannst du schon mal einige Kalorien einsparen.

Auch der Verzicht auf Fertigprodukte aus dem Supermarkt empfiehlt sich. Oft versteckt sich darin nämlich Zucker, den wir dort eigentlich nicht erwarten würden. Natürlich solltest du auch bei Süßigkeiten eher gemäßigt zugreifen und versuchen zu widerstehen.

Alkohol hat nicht nur viele Kalorien sondern kann auch den Fettabbau bremsen. Des Weiteren neigt man bei zu viel Alkohol zu Heißhungerattacken. Denn dem Körper werden Wasser, Salze und Mineralstoffe entzogen und dies schlägt sich in einem Verlangen nach deftigem und fettigem Essen nieder.

Lese immer die Zutatenliste hinten auf der Verpackung, um versteckten und unnötigen Zucker zu finden. Auch die Kalorienanzahl lässt sich dort finden.

Gute Fette zu sich nehmen

Fett klingt zunächst nicht so als wäre es für einen gesunden Gewichtsverlust geeignet und dann auch noch ohne Sport. Man sollte man nicht vorschnell urteilen, denn Nahrungsfette liefern Energie und unterstützen den Körper bei der Aufnahme und Verarbeitung von Nährstoffen. Es kann sogar bei der Fettverbrennung helfen.

Wichtig ist dabei aber welche Fette du zu dir nimmst. Du solltest darauf achten mehrfach ungesättigte Fettsäuren und einfach ungesättigte Fettsäuren zu konsumieren. Wo du diese findest? Gesunde Fette sind in Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Fisch zu finden. Aber auch Avocados, Pflanzenöle und Nüsse sind gute Lieferanten.

Dennoch ist zu beachten, dass auch gute Fette Kalorien haben die sich negativ auf die Bilanz auswirken können. Daher solltest du auf ein gesundes Maß achten.

Low Carb

Wer nur mit Ernährung und wenig Sport abnehmen will für den ist Low Carb vielleicht eine Möglichkeit. Hierbei wird die Kohlenhydratzufuhr extrem verringert. Dieser Verzicht hält den Blutzucker konstant, die Insulinausschüttung niedrig und kurbelt so den Stoffwechsel und den Fettabbau an.

Brot
Quelle: Pixabay.com / Couleur

Wichtig ist dabei, dass du die Kohlenhydrate mit Eiweiß ersetzt. Diese machen nämlich länger satt und der Körper verbraucht bei der Energiegewinnung mehr Kalorien als bei der aus Kohlenhydraten. Mit Low Carb abnehmen ist also eine gute Alternative mit der man langfristig durchhalten kann.

Intermittierendes Fasten

Intermittierendes Fasten oder Intervallfasten klingt zunächst nach hungern. Aber da täuscht du dich. Hierbei geht es nicht um eine Diät sondern um eine Umgewöhnung der Essenszeiten. In einem bestimmten Zeitfenster wechseln sich Essen und Fasten ab.

Für die Wahl der Zeitfenster gibt es mehrere Varianten. Beispielsweise kann man einige Tage in der Woche komplett fasten und an den anderen normal Essen. Es gibt aber auch die 16/8 Methode bei der 16 für die Anzahl der Stunden steht in denen gefastet wird und die übrigen 8 als Zeitfenster für das Essen dienen.

Eine Anpassung der Zeitfenster und Essgewohnheiten ermöglicht weiterhin einen flexiblen Lebensstil und schränkt nicht ein, wie eine Diät. So muss man beispielsweise ein Abendessen mit Freunden nicht absagen aufgrund einer Diät sondern kann seine Fastenzeiten anpassen.

Welchen Einfluss nimmt das Trinkverhalten?

Wenn Menschen von Ernährungsumstellung reden oder selbige anpeilen, dann denken sie vorrangig an ihre Essgewohnheiten. Jedoch liegt gerade beim Trinkverhalten nicht selten ebenso viel oder gegebenenfalls. sogar mehr im Argen!

Denn das eigene Trinkverhalten öffnet im Zeitalter von Cola und Co. versteckten Kalorien aller Art Tür und Tor. Das ist mittlerweile in unseren Breiten ein echtes Problem geworden. Denn viele erwachsene Menschen haben ihr Durstgefühl schlicht und ergreifend verlernt. Durst wird nur noch verspürt, wenn dieser wirklich ausgeprägt ist. Woran liegt das?

Mit Durst signalisiert unser Körper uns eines – und nur eines: Er benötigt Wasser! Dabei ist Durst als Alarmsignal und nicht etwa als freundlicher Hinweis zu deuten. Denn Wasser ist absolut essentiell für uns. Wir bestehen zu rund 70 % aus Wasser und verdursten innerhalb nur weniger Tage. In diesbezüglich besonders lebensfeindlichen Umgebungen kann ein Verdursten gar nur eine Sache weniger Stunden sein!

Dieses dementsprechend so wichtige Alarmsignal Durst kommt deswegen immer mehr erwachsenen und heranwachsenden Menschen abhanden, weil wir zum Teil völlig fehlgeleitete Trinkgewohnheiten etabliert haben. Statt Wasser wird Saft, Cola, Bier, Kakao, Milch oder was auch immer gereicht.

All diese Dinge sind im Kern flüssige Nahrungsmittel. Sie enthalten offensichtlich zwar ebenfalls Wasser, doch sind sie zum Teil hochkalorisch. Vor allem gemessen daran, dass sie als Flüssigkeiten nur sehr eingeschränkt und meist nur kurzweilig sättigend wirken.

Daraus ergibt sich ein fataler Trugschluss. Denn Menschen etablieren dadurch ein verzerrtes Trinkverhalten, das nicht nur jede Menge versteckter Kalorien unter dem Radar einfliegt.

Das Durstgefühl wird so bedient, als würde es sich dabei um Hunger handeln. Nach und nach gewöhnt der Körper sich an, es auch so zu interpretieren. Immerhin ist das die Konditionierung, die ihm geboten wird. Bei Durst: Kalorien-Spülung. Das schafft Tatsachen! Sowohl um die Gürtellinie als auch mit Blick auf unsere konditionierte Reaktion auf das Körpergefühl Durst.

1,5 bis 2 Liter Wasser braucht der Mensch durchschnittlich pro Tag. Je nach Umständen (Körpergröße, Umgebungstemperaturen und körperlicher Belastungsgrad) sogar mehr als das. Dieses grundlegende Körper-Bedürfnis ist ernstzunehmen!

Es zu kompromittieren, indem man routiniert Softdrinks und Alkohol in sich hinein schüttet, schadet zweierlei. Zum einen nimmt man gewohnheitsmäßig Kalorienbomben von geringem Nährwert zu sich (abseits ihres energetischen Potenzials) und zum anderen sabotiert man den eigenen Wasserhaushalt.

Wer Hunger mit Durst vermischt, wird letztlich den Hunger zu sehr und den Durst zu wenig bedienen. Etwas, was nicht nur bezogen aufs Bauchfett ungesund ist.

Stoffwechsel ankurbeln und Energieverbrauch erhöhen

Unser Stoffwechsel steht in einer engen Verbindung mit Gewichtsreduktion. Denn wer einen aktiven Stoffwechsel hat, dem fällt das Abnehmen leichter. Er ist dazu da dem Körper bei der Energiegewinnung zu helfen. Dazu werden in erster Linie Fette, Kohlenhydrate und Proteine aus der Nahrung genutzt.

Wie bringe ich meinen Stoffwechsel in Schwung

Sind diese aufgebraucht greift der Stoffwechsel auf die Energiereserven in den Fettpölsterchen zurück und hilft dir so beim Abnehmen. Wie du die Fettverbrennung steigern kannst erfährst du hier.

Mehr Bewegung in den Alltag einbauen

Auch wenn du diesen Artikel liest, um zu erfahren, wie man ohne Sport effektiv abnehmen kann solltest du darüber nachdenken mehr Bewegung in deinen Alltag einzubauen. Damit tust du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes du kannst so auch deinen Kalorienverbrauch erhöhen.

Statt dem Aufzug einfach mal die Treppe nehmen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit statt dem Auto. Das sind kleine Veränderungen, die sich langfristig auszahlen können. Du wirst fitter werden ohne die Anstrengungen, die eine Sporteinheit mit sich bringt.

Scharfes Essen

Der Genuss von scharfem Essen kann sich positiv auf den Kalorienverbrauch des Körpers auswirken. Der in Chilis enthaltene Wirkstoff Capsaicin erhöht die Wärmeproduktion in deinem Körper und somit auch die Körpertemperatur. Dieser Prozess verbraucht Energie.

Ähnliche aber nicht so starke Effekte haben auch:

  • Pfeffer
  • Paprika
  • Rettich
  • Knoblauch
  • Ingwer

Diese Gewürze solltest du also regelmäßig in deine Ernährung einbauen, wenn du ohne Sport deinen Kalorienverbrauch erhöhen willst.

Kaltes Wasser

Bei kaltem Wasser ist es ähnlich, wie bei scharfen Gewürzen. Wenn du kaltes Wasser zu dir nimmst muss dein Körper Energie aufwenden, um es auf Körpertemperatur zu bringen.

Das liegt daran, dass der Körper immerzu danach strebt auf der gleichen Betriebstemperatur zu laufen. So kannst du deine Fettverbrennung ankurbeln ohne Sport.

Weniger Kalorien aufnehmen

Wie schon erwähnt kann man den Kalorienverbrauch erhöhen oder einfach die zugeführte Menge an Kalorien verringern. Was musst du dabei beachten, wenn du nicht Hunger leiden willst?

Du solltest viel Eiweiß zu dir nehmen, denn das hält lange satt.  Komplett auf Kohlenhydrate verzichten musst du aber nicht jedoch solltest du die Menge etwas reduzieren.

Achte auch darauf keine leeren Kalorien zu dir zu nehmen. Diese finden sich in süßen Getränken oder auch Weißbrot. Sie lassen dich nämlich schneller wieder hungrig werden.

Wichtig ist auch nicht zu wenig Kalorien zu dir zu nehmen, denn das kann deinem Stoffwechsel schaden und gegenteilige Ergebnisse bringen. Integriere viel Gemüse, Obst und gute Fette in deinen Speiseplan. Deine Ernährung sollte gesund und ausgewogen sein.

Abnehmmittel – Was bringen Shakes und Tabletten?

Es liegt nahe auf Mittel, wie Shakes und Tabletten zurückzugreifen, wenn man auf Sport verzichten und trotzdem Gewicht verlieren möchte. Diese vermeintlichen Wundermittel suggerieren eine schnelle und unkomplizierte Abnahme ohne Bewegung und Ernährungsplan. Aber halten diese Pulver und Pillen was sie versprechen?

Eiweißshakes

Ein Diät Drink der eine oder mehrere Mahlzeiten ersetzen soll. Kein kochen und mit gesunder Ernährung muss man sich auch nicht auseinandersetzen – klingt einfach.

Man wird ohne großen Aufwand mit viel Eiweiß, wenig Kalorien und die meisten nötigen Nährstoffen versorgt. Viele Shakes enthalten auch sogenannte Fatburner, die den Stoffwechsel ankurbeln sollen.  Aber so einfach dieses Pulver zum Abnehmen scheint, so viele Nachteile bringt es mit sich.

Wenn du  gesund und langfristig abnehmen willst  musst du auch deine Gewohnheiten ändern. Ersetzt du deine Mahlzeiten einfach mit Eiweißshakes, dann kann es sich schnell mit einem Jojo-Effekt rächen sobald du wieder anfängst normal zu essen. Auch der Geschmack mancher Abnehmprodukte kann gewöhnungsbedürftig sein und viele enthalten versteckten Zucker.

Whey
Quelle: Pixabay.com / Myriams-Fotos

Mit Diätshakes kann man vielleicht schnell abnehmen in einem relativ kurzen Zeitraum. Man muss aber doch sehr diszipliniert sein, um einen Jojo-Effekt zu verhindern. Als Ergänzung zum Sport können Shakes jedoch ziemlich nützlich sein. Als Mahlzeitersatz sind sie aber eher nicht zu empfehlen.

Diätpillen

Es gibt unterschiedliche Abnehmtabletten auf dem Markt. Quellmittel, Fettkiller und Appetitzügler sind am meisten vertreten.

Ein Quellmittel vervielfacht sein Volumen mit der Flüssigkeit im Magen und sorgt so für weniger Hunger. Sogenannte Fettkiller oder Fatburner sorgen dafür, dass mit der Nahrung aufgenommene Fett unverdaut ausgeschieden werden. Ein Appetitzügler hingegen soll Heißhungerattacken entgegenwirken.

Sind diese Diätkapseln gesund? Wenn du diese Methode in Betracht ziehst solltest du dich wirklich umfangreich informieren, denn es gibt einige schwarze Schafe im Internet. Viele der Produkte zum abnehmen  können nämlich gesundheitsschädlich sein.

Solche Schlankheitsmittel können den Prozess zwar unterstützen aber sollten eher als eine Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung gesehen werden. Wunder können sie keine vollbringen.

Schüsslersalze und Globuli

Die Wirkung von Homöopathischen Mitteln ist schon lange umstritten. Wer aber bereits gute Erfahrungen mit den kleinen Kügelchen gemacht hat, der kann versuchen den Abnehmprozess damit zu unterstützen.

Globuli sollen im Körper Prozesse anregen, die den Gewichtsverlust unterstützen können. So sollen sie das Sättigungsgefühl regulieren, den Stoffwechsel beschleunigen und die Fettverbrennung ankurbeln ohne Sport. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Diätpillen und Pulvern zum abnehmen muss man hier kaum Nebenwirkungen oder negative Effekte einkalkulieren. Mit Globuli abnehmen stellt also eine weitere Alternative dar.

Schüssler Salze sollen Störungen im Mineralhaushalt der Körperzellen, die den Stoffwechsel stören, regulieren. Mangelzustände können dazu führen, dass du nur schwer Gewicht verlieren kannst. Denn der Körper versucht durch übermäßigen Hunger die Mängel zu decken und hält an den Reserven fest.

Schüssler Salze zum Abnehmen sollen also helfen, indem sie das Ungleichgewicht ausbalancieren und so den Stoffwechsel anregen. Beide Methoden konnten aber nicht wissenschaftlich belegt werden.

Kann man gesund und erfolgreich ohne Sport Gewicht verlieren?

Es ist durchaus möglich mit ein paar kleinen Umstellungen Gewicht zu verlieren. Allgemein kann es nicht schaden sich eine gesündere Lebensweise anzugewöhnen, denn auf Dauer profitiert der Körper davon und das beeinflusst auch die Gewichsreduktion.

Wie schnell kann man so abnehmen?

Wie schnell man abnimmt ist bei jedem unterschiedlich und hängt beispielsweise vom Kaloriendefizit, dem Alter oder dem Geschlecht ab.  Wenn du die oben genannten Tipps zum abnehmen ohne Sport beachtest und deine Gewohnheiten etwas umstellst kannst du sicher ein paar Kilos verlieren. Jedoch solltest du realistisch bleiben.

Schnell  viel abnehmen ohne Sport ist utopisch. Du solltest auf eine langfristige Ernährungsumstellung setzen und versuchen etwas mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren. So sind stetige und kleine Erfolge garantiert. Natürlich kann Sport die ganze Sache um einiges beschleunigen.

Du kannst dich doch zu kleineren Sporteinheiten überwinden aber Fitnessstudios sind dir zuwider? – Im Internet findest du viele leichte Übungen, die du zu Hause machen kannst.

Kann man gezielt am Bauch und anderen Stellen  abnehmen?

Gezielt abnehmen an Bauch und Oberschenkeln ist relativ schwer und klappt bei den Wenigsten. Gerade beim Gewicht reduzieren ohne Sport verschwinden die Problemzonen nicht da, wo man möchte.

Es ist besser zu versuchen den gesamten Körperfettanteil zu reduzieren. Es ist nämlich genetisch bedingt an welchen Stellen der Körper vermehrt Fett ablagert und als erstes abbaut. Schnell abnehmen am Bauch ohne Sport nur mit Ernährung ist also nicht realisierbar.

Droht ein Jojo-Effekt?

Den Jojo-Effekt fürchtet wohl jeder, der sich bemüht abzunehmen. Zuerst kämpft man sich durch eine Diät mit viel Verzicht nur um kurze Zeit später auf der Waage feststellen zu müssen, dass man mehr wiegt als vorher.

Abnehmen ohne Jojo-Effekt – Eine dauerhafte Ernährungsumstellung kann helfen. Besonders häufig kommt es dazu, wenn über einen Zeitraum viel zu wenig Kalorien aufgenommen wurden. Daher solltest du regelmäßig Mahlzeiten zu dir nehmen und auf die richtigen Nährstoffe achten. Die Gefahr eines Jojo-Effekts ist daher oft bei Shake Diäten und Abnehmpillen gegeben.

Sixpack
Quelle: Pixabay.com / Pexels

Versuche viel Eiweiß zu dir zu nehmen und die Kohlenhydrate etwas zu reduzieren. So bleibst du lange satt. Sogenannte leere Kalorien stecken beispielsweise  in Weißbrot und Limonaden und machen nicht auf Dauer satt. Das hat zur Folge, dass du schon bald wieder Hunger verspüren wirst und mehr Kalorien als nötig zu dir nimmst.

Welche Rolle spielt Stress beim Abnehmen?

Was klingt wie ein Werbespruch, ist eine ernstgemeinte Empfehlung! Stress ist ein gesundheitlich sehr negativer Faktor. Zumindest wenn es sich um negativen, überfordernden Stress handelt. Solcher Stress versetzt unser Immunsystem in Aufruhr und macht uns schlimmstenfalls krank!

Überflüssig anzumerken, dass hierbei der Stoffwechsel eine entscheidende Rolle spielt. Denn mit Stress schaltet unser Körper auf Notfallmanagement um und lagert Fett ein! Grund dafür ist ein archaischer Überlebensmechanismus, der in grauer Vorzeit seine Berechtigung hatte, in unserer modernen Welt aber eher ein nachteiliges Artefakt geworden ist.

Wann werden unsere steinzeitlichen Vorfahren denn so richtig Stress gespürt haben? Allem voran dann, wenn der Winter nahte und die Reserven knapp waren. Dies äußerte sich nicht nur darin, dass unsere steinzeitlichen Ahnen so richtig beunruhigt waren. Auch ihr Körper reagierte auf dieses Signal, indem er tiefe Taschen anlegte. Denn wer konnte schon wissen, wann es wieder mal etwas gab?

Wenn wir heute gestresst sind, liegt dem so gut wie nie eine akute Hungersnot zugrunde. Das weiß aber unser Körper nicht! Wer chronisch gestresst ist, setzt körperlich wieder all diese Hebel in Gang.

Der Körper fängt an, zu horten. Was hierbei doppelt fatal ist: Stress schärft auch unsere niederen Hirnfunktionen. Unsere Sinneseindrücke werden schärfer. Immerhin muss ein (vermeintlich) ausgehungerter Steinzeitmensch ein effektiver Jäger sein, wenn er sein Los mit Aussicht auf Erfolg ändern will. Natürlich traf dies früher nicht minder zu, wenn der Steinzeitmensch selber zusehen musste, nicht seinerseits als Mahlzeit zu enden.

Diese intrinsischen Verknüpfungen zwischen Stress und unserem Stoffwechsel erklären auch, warum Menschen die Neigung haben, mit Essen auf Stress zu reagieren. Insbesondere mit solchen Speisen, die man sich schnell und fast panisch einverleiben kann und die ordentlich Kalorien enthalten.

Was aus Sicht des ausgemergelten Steinzeitmenschen absolut nachvollziehbar ist, ist bei uns eher ungünstig. Insbesondere, wenn der Blick in den Spiegel und der Gang auf die Waage dann selber zum Stressfaktor wird.

Fazit – Abnehmen ohne Sport?

Schlank ohne Sport ist durchaus möglich. Dennoch benötigt diese Weise der Gewichtsreduktion einen gewissen Grad an Disziplin.  Daher empfiehltes sich auf lange Sicht etwas für seine Gesundheit zu tun und seine Ernährung umzustellen. Auch ein wenig mehr Bewegung in den Alltag einbauen hat nur positive Effekte.

Ausschließlich mit Kohlsuppe abnehmen oder nur grünen Tee zu trinken sind Crash-Diäten und ziehen meistens den berüchtigten Jojo-Effekt nach sich. Auch Shakes und Diätpillen sollten nicht als Wundermittel  betrachtet werden, die schnellen Erfolg bringen. Sie können, wie Homöopathie und Schüsslersalze, die Abnahme begleitend unterstützen aber dennoch solltest du eher auf langfristige Lösungen setzen.

Es lässt sich natürlich nicht abstreiten, dass die Abnahme durch Sport beschleunigt werden kann. Wenn du aber darauf verzichten willst hast du hier eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten:

  • ausreichend Schlaf und wenig Stress
  • scharfes Essen kurbelt den Stoffwechsel an
  • kaltes Wasser trinken
  • Zucker und Alkohol reduzieren
  • auf gute Fette achten
  • eiweißreiche Ernährung und weniger Kohlenhydrate
  • Leere Kalorien vermeiden (Weißbrot etc.)
  • geregelte Mahlzeiten

Weiterführende Quellen und Literatur

[1] https://www.fitforfun.de/abnehmen/diaeten/abnehmen-ohne-sport-schlank-werden-im-alltag-das-geht_aid_8386.html

[2] https://www.gesundheit.de/ernaehrung/leicht-abnehmen/abnehmtipps/schlank-im-schlaf

https://www.marathonfitness.de/stress-abnehmen-fettverbrennung/

Bewerte diesen Artikel


37 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,00 von 5
Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

Die Redaktion von FITFORBEACH.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.