Die Erfolgsgeschichte des Skateboards begann in den 60er Jahren. Auch heute noch zählt das Skateboarding zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten. In den letzten 50 Jahren hat sich jedoch viel verändert. Welche Arten von Rollbrett es gibt und ob das Skateboarden eine olympische Disziplin ist, erfährst du hier.

In unserem Skateboard Test 2019 zeigen wir dir die besten und aktuellsten Modelle aus den jeweiligen Kategorien. Außerdem geben wir dir Tipps und Tricks rund um das Thema Skateboarden. Egal ob Cruiser, klassisches Skateboard oder Longboard, bei uns findest du die besten Rollbretter auf dem Markt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Skateboards gibt es schon seit circa 50 Jahren. Mit der Zeit haben sich sehr viele unterschiedliche Fahrstile und damit auch unterschiedliche Boards entwickelt. Man unterscheidet zwischen Skateboards, Longboards und Cruisern.
  • Welches Board für dich das richtige ist, hängt von deinen Präferenzen ab. Willst du dir lieber mit einem Skateboard Tricks beibringen, mit dem Longboard einen Hang hinunterfahren oder mit einem Cruiser durch die Stadt rollen?
  • Auf dieser Seite wirst du vor allem Komplettboards von 50 bis 200 Euro finden, die sich sowohl für Einsteiger als auch für etwas erfahrenere Boarder eignen.

Skateboard Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Longboard

Das Apollo Longboard ist ein Special Edition Komplettboard mit High Speed ABEC Kugellagern. Mit im Lieferumfang ist ein T-Tool enthalten. Das Longboard von Apollo ist außerdem in über 20 verschiedenen Varianten und Farben erhältlich.

Dieses Longboard garantiert sowohl Einsteigern, als auch Fortgeschrittenen jede Menge Fahrspaß. Die 7inch (245mm breit) Longboard Achsen sind reversed und DT am Board montiert. Das macht das Board sicher und wendig.

Das Deck ist 38 x 9,2,5 inch groß, aus Holz mehrlagig verleimt und bietet dir so den idealen Flex und Stabilität. Die Rollen sorgen zudem mit der Härte 78A für die perfekte Balance zwischen Haftung und Rollwiderstand.

Das beste Allrounder Skateboard

Das Element „Seal“ Skateboard ist ein Komplettboard, dessen Einzelteile alles Originalteile des renommierten Herstellers Element sind. Element steht gemeinhin für sehr gute Qualität und wird auch von vielen Skate-Profis gefahren.

Redaktionelle Einschätzung

Board-Typ / Deck Maße / Deckmaterial / Max. Belastungsgewicht / Achsenhöhe / Achsenbreite

Das Element Element „Seal“ Skateboard zählt zu den hochwertigsten Komplett-Skateboards. Gerade das Deck eignet sich ideal dazu um neue Tricks am Park oder deinem lieblings-Skate-Spot zu erlernen.

Das Deck des Element „Seal“ Skateboards ist 31 Zoll Lang und 7,75 Zoll breit. Damit eignet es sich vor allem zum Street-Skaten. Durch das eher dünne Deck fällt es dir leichter das Board zu flicken, also Flip-Tricks auszuführen. Wenn du noch etwas jünger bist oder eher kleine Füße hast eignet es sich auch zum Tranny-Skaten (Pool oder Halfpipe). Falls nicht empfehlen wir dir dafür ein etwas breiteres Board (min. 8″), damit du einen sichereren Stand hast.  Das Deck ist, wie jedes Skateboard, an Nose und Tail nach oben gewölbt und bietet eine sehr angenehme Concave. Zum Tricksen ist es ideal.

Das Material ist wie bei einem Element-Deck erwartet von sehr hoher Qualität. Das Deck besteht aus 7-Lagen kanadischen Ahorn, welcher gemeinhin als der Beste gilt. Personen mit einem Gewicht von bis zu 100 Kg können das Board ohne Probleme nutzen. Element achtet übrigens auch darauf, dass das Holz ihrer Decks nur von nachhaltiger Waldwirtschaft kommt, um die Umwelt zu schonen.

Die Achsen sind passend zum Board breit und geben eine gute Kurvenlage ab. Sie kommen in einer Low-Ausführung und bieten damit einen angenehmen Stand. Das ist gerade für Tricks sehr wichtig. Falls du lieber etwas weiter vom Boden entfernt wärst, z. B. um mehr Pop zu bekommen, kannst du dir einfach ein paar dicke Riser-Pads besorgen und zwischen Deck und Achsen schrauben.

Rollenhärte / Rollengröße / Kugellager

Die Rollen des Element „Seal“ Komplettboards sind wie bei fast allen Skateboards relativ klein und hart. Sie eignen sich vor allem für den Skate-Park. Die Kugellager haben eine ABEC-Wertung von 5 und sind aus Chromstahl.

Die Härte der Rollen liegt bei 95A und sie haben einen Durchmesser von 52mm. Das bedeutet, dass sie vor allem für ebenen Untergrund geeignet sind, wie zum Beispiel der Asphalt auf einem Skatepark. Für unebenen Boden wie in etwa Backsteinpflaster sind sie nicht geeignet. Dort machen sie viel Lärm, und schütteln den Fahrer ordentlich durch. Auch schon kleinere Steine im Weg können zu einem Problem werden.

Die Bearings haben mit ABEC 5 eine relativ niedrige Wertung, trotzdem sind sie von hoher Qualität. Sie drehen sich nicht besonders schnell sind jedoch, da sie aus Chromstahl sind, sehr Haltbar. Für das Skaten im Park reichen sie damit vollkommen aus, zum Cruisen durch die Stadt solltest du dir jedoch lieber etwas bessere holen.

Für wen eignet sich das Board?

Das Element „Seal“ Skateboard eignet sich sowohl für Neueinsteiger, als auch für schon etwas fortgeschrittene Skateboarder.

Wenn du dir ein Skateboard Komplettboard zulegen willst kannst du eigentlich, unabhängig von deinem Skilllevel mit dem Element „Seal“ Skateboard nicht viel falsch machen. Das Board wurde gut zusammengestellt, sodass dir Tricks einfach fallen werden. Mit Element steht eine sehr bekannte Marke dahinter, die auch von vielen Skate-Veteranen und Profis gefahren wird. Du kannst also von einer hervorragenden und lang anhaltenden Qualität ausgehen.

Kundenbewertungen
Das Element „Seal“ Skateboard Komplettboard wurde von 100% der Rezensenten als positiv, also entweder mit 4 oder mit 5 Sternen, bewertet.

Folgende Punkte wurden als besonders gut hervorgehoben:

  • Alle Einzelteile original von Element
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Hochwertig Verbaut

An dieser Stelle wollen wir nochmal hervorheben, dass wirklich jedes im Board verbaute Einzelteil ein Original des renommierten Herstellers Element ist. Für die sehr gute Qualität und Verarbeitung des Boards muss man vergleichsweise wenig Geld ausgeben. Ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nicht ein einziger Kunde hat das Board mit nur einem oder 2 Sternen, also negativ bewertet.

Da das Element „Seal“ von allen Amazon Kunden als positiv bewertet wurde und wir auch bei weiterer Recherche im Netz nur Lob für das Board gefunden haben, können wir an dieser Stell auch keine Negativstimmen auflisten.

Als einziger wenn auch kleiner Kritikpunkt würden wir die Kugellager nennen, die mit ABEC 5 eine recht niedrige Wertung haben. Für das Skaten im Park reichen sie völlig aus, für das Fahren durch die Stadt eignen sie sich eher schlecht. Dieses Problem jedoch kannst du für nur wenig Geld selbst lösen, indem du bessere Bearings kaufst und diese an die Rollen baust.

“FAQ”
Ist das Skateboard laut?

Ja. Durch die eher harten Rollen macht das Skateboard gerade über etwas unebenen Boden einiges an Lärm. Auf dieses Problem wirst du aber bei fast allen Skateboards stoßen.

Eignet sich das Board auch für Kinder?

Ja. Für die ganz kleinen (unter 10 Jahre) könnte es jedoch ein kleines Stück zu breit sein.

Ist bereits ein Griptape am Deck befestigt?

Ja, das Board kommt vollständig an, sodass du direkt loslegen kannst.

Das Skateboard mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Skateboard von Nacatin ist für Erwachsene, Kinder, Anfänger und Profis geeignet. Das Design mit 20 Grad nach oben und u-förmigem Concave lässt dich sensibler skaten und ist somit perfekt für z.B. Pop Shoves, Kickflips oder Heelflips geeignet.

Laut Hersteller ist das Board aus 7-lagigem Ahornholz und u.a. deshalb langlebig und robust. Die ABEC-9 Kugellager, 5 Zoll Skateboard Trucks, 4mm PU-Trucks-Pad, 95A80 PU Räder und HR-95A Stoßdämpfer sorgen für schnelles aber auch stabiles Fahren ohne viel Lärm.

Das beste Skateboard für Kinder

Das Kinder Retro Skateboard von Hudora ist ein ideales Einsteiger Skateboard zum kleinen Preis. Es ist relativ klein und handlich, sodass es sogar in einen Rucksack gut hinein passt. Das Hudora Kinder Skateboard ist mit ABEC 5 Kugellagern und gegossenen PU-Rollen ausgestattet.

Hochwertige Aluminium Trucks und ein flexibles Deck sorgen laut Hersteller für exzellentes Lenkverhalten und hohe Wendigkeit. Außerdem ist das Board in 3 verschiedenen, frischen Farben erhältlich, sodass für jeden Kinderwunsch das richtige Board dabei ist.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Skateboard kaufst

Soll ich mir lieber ein eigenes Board zusammenstellen oder ein fertiges Board kaufen?

Willst du dir ein fertiges Komplettboard kaufen oder lieber dein eigenes Board zusammenbauen? Beim Cruiser oder Longboard empfehlen wir dir als Anfänger grundsätzlich ein Komplettboard zu kaufen. Gerade beim Longboard lohnt sich der Eigenbau erst, wenn du bereit dafür bist etwas mehr Geld auszugeben.

Skateboarden gehört eher zu den Freizeitsportaktivitäten. Jeder, der einen Gefallen an Skateboards findet, kann mit ihnen üben und somit seine Zeit genießen. (Foto: JESHOOTS.com / pexels.com)

Ein Komplettboard ist billiger als ein selbstgebautes Board und du kannst sofort losfahren. Ein selbst gebautes kannst du dafür besser nach deinen individuellen Vorlieben anpassen.

Auch beim Skateboard kann ein selbst zusammengestelltes Board teurer sein als ein Komplettboard. Damit du dir mit deinem Board aber möglichst einfach Tricks beibringen kannst, sollte es gut zu deinen Vorlieben passen. Mit einem selbst zusammengestellten Skateboard kannst dein Board nach deinen individuellen Wünschen bauen.

Was kostet ein Skateboard?

Einen guten Cruiser kannst du schon ab circa 50 Euro finden. Bei einem klassischen Skateboard musst du dazu bereit sein, etwas mehr zu zahlen. Ein gutes Komplettboard kostet ungefähr 100 Euro, während dich ein selbst zusammengestelltes Board zwischen 30 und 100 Euro kostet.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 224 Produkte aus der Kategorie Skateboard untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist.
(Quelle: Eigene Darstellung)

Bei einem hochwertigen Longboard solltest du mit mindestens 150 Euro rechnen. Damit ist das Longboard teurer wie ein Cruiser oder ein klassisches Skateboard, du kannst es dafür aber auch länger nutzen.

Board-Typ Preisspanne
Cruiser ca. 30-150 €
Klassisches Skateboard ca. 50-200 €
Longboard ca. 70-300 €

Wenn du noch ein Anfänger bist, raten wir dir zum Kauf eines billigeren Skateboards. Diese sind zwar in der Verarbeitung etwas schlechter, reichen aber völlig aus, um erste Erfahrungen zu machen.

Wo kann ich ein Skateboard kaufen?

Skateboards werden immer noch zu großen Teilen in lokalen Skateshops verkauft. Mittlerweile finden sich jedoch zahlreiche Shops im Internet, die eine große Auswahl an Boards anbieten. Im Geschäft hast du den Vorteil, dass dir eine persönliche Kaufberatung geboten wird und du die verschiedenen Bordarten selbst ausprobieren kannst.

Im Netz hingegen gibt es eine viel größere Auswahl an Boards als in klassischen Skateshops. Außerdem sind die gleichen Modelle oft viel billiger. Es kann vorkommen, dass du ein Skateboard trotz hoher Versandkosten noch billiger bestellen kannst.

Hier geben wir dir eine Auflistung an vertrauenswürdigen Shops, die ihre Produkte auch über das Netz vertreiben:

  • titus.de
  • skatedeluxe.com/de
  • fameboardshop.com
  • skateshop24.de
  • skatewarehouse.com
  • amazon.de
  • ebay.de

Onlineshops wie amazon.de oder ebay.de solltest du nur dann nutzen, wenn du dich bereits mit Skateboards auskennst oder genau weißt, was du dir kaufen möchtest. Sonst kann es dir passieren, dass du dir aus Versehen ein minderwertiges Board bestellst.

Entscheidung: Welche Arten von Skateboards gibt es und welches ist das richtige für dich?

Bei Skateboards kann zwischen drei Arten unterschieden werden:

  • Cruiser
  • Klassisches Skateboard
  • Longboard

Welches Skateboard das richtige für dich ist, hängt davon ab welchen Verwendungszweck dein Board erfüllen soll. Willst du damit zum Beispiel durch die Stadt fahren oder neue Tricks im Park lernen? Im folgenden Abschnitt stellen wir dir alle Arten kurz vor, damit du besser für dich einschätzen kannst, welches Board am besten zu deinen Vorlieben passt.

Was ist ein Cruiser und worin liegen die Vorteile und Nachteile dieses Skateboards?

Ein Cruiser ist genau das Richtige für dich, wenn es dir darum geht, mit einem preiswerten Board schnell von A nach B zu kommen. Die Cruiser sind im Design an Oldschool-Boards und Surfboards angelehnt.

Sie besitzen eine eckige Hinterseite und sind auf der Vorderseite stark abgerundet. Die Hinterseite ist außerdem nach oben gebogen, damit der Fahrer einfache Tricks wie zum Beispiel einen Ollie ausführen kann.

Da Cruiser relativ klein und leicht sind, eigenen sie sich perfekt dafür, um mit ihnen durch die Stadt zu fahren. Wenn du über unebenes Terrain musst, kannst du das Board einfach an deinen Rucksack hängen.

Vorteile
  • Sehr leicht zu transportieren
  • Eignen sich gut für die Halfpipe
  • Perfekt für die Stadt
  • Günstig
Nachteile
  • Ungeeignet für hohe Geschwindigkeiten
  • Ungeeignet für Fliptricks und Grinds

Cruiser sind jedoch bei hohen Geschwindigkeiten schwierig unter Kontrolle zu halten, da sie durch ihr kleines Format sehr unruhig auf der Straße liegen. Die Ausführung von Fliptricks ist mit einem Cruiser theoretisch möglich, jedoch um einiges schwerer als mit einem normalen Skateboard.

Den Pool oder die Halfpipe kannst du mit dem Cruiser bedenkenlos nutzen. Cruiser eignen sich perfekt für die Nutzung in der Stadt und sind dabei auch noch die günstigsten Skateboards.

Was ist ein klassisches Skateboard und worin liegen seine Stärken und Schwächen?

Wenn du dein Skate-Portfolio lieber mit Tricks auffüllen möchtest, anstatt dein Board als reines Fortbewegungsmittel zu nutzen, können wir dir ein klassisches Skateboard empfehlen.

Mit einem klassischen Skateboard wird die Art von Board verstanden, die auch von Profis wie zum Beispiel Tony Hawk oder Nyjah Huston verwendet wird.

Sie sind auf der Vorder- und Hinterseite nach oben gebogen und an beiden Seiten nach oben gewölbt. Dank dieser einzigartigen Form eignen sich diese Skateboards perfekt dafür, Flip-Tricks auszuführen.

Mithilfe kontrollierter Bewegungen deiner Füße kannst du das Board sowohl am Boden, als auch in der Luft steuern.

Vorteile
  • Eignet sich perfekt für Tricks
  • Geeignet für die Straße, den Pool und die Halfpipe
  • Sehr große Auswahl
Nachteile
  • Eignet sich schlecht als Fortbewegungsmittel
  • Relativ laut

Das Skateboard eignet sich eher schlecht als Fortbewegungsmittel für längere Strecken. Durch die relativ kleinen und harten Rollen ist gerade das Fahren auf unebenem Grund sehr unangenehm.

Bei hohen Geschwindigkeiten kann dich schon ein kleiner Stein auf der Fahrbahn zu Fall bringen. Gerade in Innenstädten mit Straßen aus Kopfsteinpflaster kann das zum Problem werden.

Was ist ein Longboard und worin liegen seine Stärken und Schwächen?

Du willst möglichst schnell einen Hang hinunterfahren oder lange Strecken mit dem Board zurücklegen? Dann eignet sich ein Longboard am besten für dich. Longboards gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich leicht unterscheiden können.

Die meisten Modelle sehen aus wie große Cruiser. Sie sind in der Mitte breit und zur Vorder- und Hinterseite spitz zulaufend. Anders als ein Skateboard oder Cruiser, sind sie jedoch nur selten gewölbt.

Vorteile
  • Geeignet für hohe Geschwindigkeiten
  • Lange haltbar
Nachteile
  • Relativ teuer
  • Ungeeignet für herkömmliche Tricks

Durch die lange Bauform und die großen Räder lässt sich ein Longboard bei hohen Geschwindigkeiten besser unter Kontrolle halten wie ein Cruiser oder Skateboard.

Longboards werden aus diesem Grund auch oft für Downhill-Fahrten genutzt. Hier empfehlen wir dir auch gleich Schutzkleidung zu kaufen, da auch schon ein kleiner Sturz sehr schmerzhaft und gefährlich werden kann.

Einfache Tricks lassen sich durch die Größe und das Gewicht des Longboards nur schwer ausführen. Es ist bereits sehr viel Kraftaufwand nötig, um das Brett nur in die Luft zu bekommen.

Auch für Pools oder Halfpipes eignet sich ein Longboard schlecht. Da bei einem größeren Board auch mehr Material verbaut wird, ist das Longboard mit Abstand auch die teuerste der vorgestellten Varianten.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Skateboards vergleichen und bewerten

Im folgenden Abschnitt wollen wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du die unterschiedlichen Boards vergleichen und bewerten kannst. Damit sollte es dir leichter fallen zu entscheiden, welches Board das richtige für dich ist.

Von uns wurden folgende Kriterien aufgestellt:

  • Maximales Belastungsgewicht
  • Deckmaße
  • Deckmaterial
  • Achsenhöhe
  • Achsenbreite
  • Rollengröße
  • Rollenhärte
  • Riser-Pads
  • Kugellager
  • Erfahrung

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, wie sie deine Kaufentscheidung beeinflussen können.

Maximales Belastungsgewicht

Das maximale Belastungsgewicht gibt das empfohlene maximale Höchstgewicht des Fahrers an. Bei zu hohem Gewicht lässt sich das Board nicht mehr ordentlich kontrollieren.

Sogenannte Wheelbites, der Kontakt der Rollen mit dem Deck, können bei Nichtbeachtung des maximalen Belastungsgewichts vermehrt auftreten. Gerade bei Sprüngen kann dir im schlimmsten Fall dein Deck brechen.

Fuß auf Skateboard

Skateboarden kann eine gute Ausgleichsbeschäftigung sein. Genau wie bei jedem anderen Sport, brauchst du dafür Training und Zeit. (Foto: MESSALA CIULLA / pexels.com)

Die meisten Skateboards halten ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm aus. Boards, die noch mehr aushalten sind relativ schwer zu finden. Ein Longboard kann auch helfen, da sich das Gewicht durch die breiteren Rollen und das große Deck besser verteilen kann.

Bei Longboards und Cruisern wird oft eine sogenannte Flex-Wertung angegeben. Sie gibt an, wie stark sich dein Deck bei bestimmten Gewichten durchbiegen kann. Dabei kommt es vor allem auf die Länge und das Material des Decks an.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich für das Cruisen und Carven ein weicherer Flex anbietet, während du bei schnellen Geschwindigkeiten wie zum Beispiel bei Downhill-Fahrten auf einem Board mit härterem Flex besser fährst.

Die Flex-Werte sind leider nicht genormt. Das heißt, dass sich die Werte von Hersteller zu Hersteller unterscheiden können. Die folgende Tabelle soll dir dabei helfen, einen ungefähren Richtwert für deine Gewichtsklasse zu finden.

Flex-Wertung Maximale Gewichtsklasse
Flex I (Hart) ca. 80-120 kg
Flex II (Medium) ca. 60-90 kg
Flex III (Soft) ca. 40-75 kg

Deckmaße

Beim Deck kommt es vor allem auf die Größe an. Dabei ist jedoch weniger die Länge als die Breite des Boards wichtig. Ein entscheidender Richtwert ist deine Schuhgröße. Außerdem kommt es darauf an, ob du auf der Straße oder in der Halfpipe fahren möchtest.

Für die Straße eignet sich ein kleineres Board besser, weil dir die Ausführung der meisten Fliptricks leichter fallen werden. Für die Halfpipe eignet sich dagegen ein breites Skateboard besser, da du damit einen besseren Stand hast.

Die Deckmaße lassen sich bestimmten Fahrweisen beziehungsweise Fahrern zuordnen. Ein Board mit 7.5 Zoll oder kleiner ist vor allem für Kinder geeignet. Boards zwischen 7.75 und 8.25 Zoll eignen sich am besten für die Straße. Zu einem Board mit Maßen von mehr als 8.25 Zoll solltest du dann greifen, wenn du am Skaten in Pools oder Halfpipes interessiert bist oder Schuhgröße 44 und mehr besitzt.

Bei Longboards und Cruisern gibt es verschieden Deckarten, die unterschiedliche Fahrweisen unterstützen. Beispiele hierfür sind zum Beispiel Carver- oder Downhill-Decks. Bei der Form kommt es zusätzlich auf die Wölbung des Bretts an. Sprünge sind bei Skateboards mit gebogenen Hinterseiten möglich. Skateboards mit gewölbten Seiten lassen sich in der Luft besser drehen.

Da die meisten Board-Hersteller aus Amerika kommen, sind die Deckmaße oft nur in Zoll angegeben. Darum haben auch wir uns dazu entschieden, die Deckmaße in Zoll anzugeben.

Deckmaterial

Neben der Göße eines Decks ist auch das Material, aus dem das Board gebaut wurde, sehr wichtig. Normalerweise bestehen die Decks aus mehreren Lagen Holz, die vorher zusammengeklebt werden.

Damit das Deck nicht bricht, werden vor allem sehr belastungsfähige Holzarten benutzt. Kanadischer Ahorn gilt bei vielen Fahrern als eines der besten Materialien. Ab und an werden auch andere Holzarten, wie beispielsweise Bambus, für die Herstellung verwendet.

Für Cruiser und Longboards werden auch Decks aus belastungsfähigem Kunststoff hergestellt. Dadurch kann das Board nur sehr schwer brechen, lässt sich aber nach einer längeren Nutzungsdauer leichter verbiegen.

Das Griptape ist auf der Oberseite des Decks befestigt und sorgt für einen sicheren Stand des Fahrers auf dem Board. Dieses Tape besteht bei klassischen Skateboards aus einfachem Schleifpapier, bei Longboards handelt es sich dabei oft auch um aufgesprühten Sand.

Gerade bei Flip-Tricks ist ein Griptape sehr hilfreich, da sich das Brett damit leichter kontrollieren lässt.

Achsenhöhe

Die Achsen eines Skateboards (auch Trucks genannt) sind in drei Ausführungen erhältlich: Low, High und Mid. Low-Achsen sind leichter und bieten einen sicheren Stand. Mit High-Achsen lässt sich das Skateboard besser lenken. Damit sind außerdem höhere Sprünge möglich.

Wenn du dir dein Board selbst zusammenstellst und dir noch nicht ganz sicher bist, welche Achsen am besten für dich geeignet sind, empfehlen wir dir Mid-Achsen auszuprobieren. Bei Longboards und Cruisern handelt es sich durch die größeren Reifen meistens um High-Achsen.

Achsenbreite

Die Achsenbreite bezeichnet den Abstand zwischen den beiden Innenseiten der gegenüberliegenden Rollen. Grundsätzlich solltest du beim Eigenbau darauf achten, dass die Achsen nicht breiter sind als das Deck. Im Idealfall ist die Achsenbreite einige Zoll kleiner als die Breite des Decks.

Bei einem Komplettboard brauchst du dir über die Achsenbreite keine Gedanken machen, da der Abstand vom Hersteller im Normalfall immer eingehalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, raten wir dir zum Kauf eines Skateboards von einem anderen Hersteller.

Rollengröße

Die Größe der Rollen bestimmt zum Großteil das Gewicht und die Höchstgeschwindigkeit deines Skateboards. Skateboard-Rollen besitzen meist einen Durchmesser von 49 bis 65 mm, während Cruiser- und Longboard-Rollen mit einem Durchmesser von 59 bis 76 mm erhältlich sind.

Kleinere Rollen eignen sich eher für Tricks, da du mit einem leichten Board besser springen kannst. Mit großen Rollen liegt dein Skateboard besser auf der Straße und du bist in der Lage, höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Wenn du öfter Downhill fährst, solltest du größere Rollen an dein Board schrauben.

Rollenhärte

Die Rollenhärte bestimmt, wie sich dein Board auf unterschiedlichen Untergründen verhält. Sie wird in einer Skala von 78A bis 101A angegeben. Je größer die Zahl, desto härter die Reifen.

Weichere Rollen haben einen besseren Grip auf dem Asphalt. Das heißt, dass sich das Skateboard leichter mit ihnen lenken und kontrollieren lassen. Außerdem verhalten sie sich besser auf unebenem Terrain, da Unebenheiten im Boden besser abgedämpft werden.

Auf glattem Terrain kannst du mit härteren Rollen höhere Geschwindigkeiten erreichen, da sie weniger Widerstand erzeugen. Aus diesem Grund kann der Fahrer mit diesen Rollen auch besser driften.

Hand mit Skateboard

Es gibt eine Menge Kriterien, auf die du achten kannst, um ein geeignetes Skateboard für dich zu finden. (Foto: Austin Guevara / pexels.com)

Während sich härtere Rollen besser für das Skaten auf Asphalt wie zum Beispiel im Park eignen, sind weichere Rollen am besten für die Fahrt über unebenes Terrain wie zum Beispiel Backsteinpflaster geeignet.

Die Rollen von Cruisern und Longboards sind deshalb auch weicher als die eines Skateboards. Bei höheren Belastungsgewichten solltest du übrigens auch lieber zu härteren Rollen greifen.

Riser-Pads

Zwischen Deck und Achsen ist bei den meisten Boards noch ein Riser- beziehungsweise Shock-Pad eingebaut. Durch den höheren Stand werden Wheelbites verhindert und die Lenkung des Skateboards erleichtert.

Bei Sprüngen fungieren sie als eine Art Stoßdämpfer und federn somit den Aufprall ab. Dadurch lassen sich längere Fahrten viel angenehmer gestalten, da deine Gelenke weniger stark belastet werden.

Kugellager

Die Bearings sind die Kugellager des Boards. Bei den Kugellagern musst du vor allem auf die ABEC-Wertung schauen. Diese liegt zwischen eins und 15, wobei eine höhere Wertung im Normalfall besser ist.

Davon brauchst du insgesamt acht Stück, also zwei für jede Rolle. Bearings werden nach dem ABEC-Maß gewertet. Bearings mit einem hohen ABEC-Maß drehen sich besser, da die Wälzkörper bei diesen Kugellagern sehr präzise eingesetzt werden.

Für ein Skateboard empfehlen wir dir Kugellager mit einem ABEC-Maß von drei bis sieben. Bearings mit dieser Wertung sind noch relativ günstig und können als qualitiv hochwertig eingestuft werden.

Der Aufpreis für Bearings mit höherer Wertung lohnen sich nicht wirklich, da sie sich durch Tricks sehr schnell auf ein niedrigeres ABEC-Maß abnutzen.

Für Cruiser und Longboards sollte der ABEC-Grad der Kugellager bei mindestens sieben liegen. Gerade bei Downhill-Fahrten sind hochwertige Kugellager extrem wichtig, da sie eine bessere Kontrolle bei höheren Geschwindigkeiten ermöglichen.

Aber Vorsicht: Auch das Material ist bei einem Kugellager entscheidend. Es kann vorkommen, dass sich Bearings mit einer hohen ABEC-Wertung schneller abnutzen, da der Materialverschleiß viel höher ist. Deswegen solltest du dich nicht nur auf die ABEC-Wertung verlassen.

Beim Kauf eines Komplettboards sind die Kugellager ein eher unwichtiges Kriterium. Hochwertige Kugellager sind bereits ab circa fünf Euro erhältlich und können durch den einfachen Einbau auch leicht wieder ausgetauscht werden.

Erfahrung

Skateboards, die nur für Profis geeignet sind, gibt es nicht. Der einzige große Unterschied zwischen einem Board für Anfänger und einem Profi-Skateboard ist der Preis und die Verarbeitungsqualität.

Wenn du auf der Suche nach einem neuen Skateboard bist und bereits genügend Erfahrung gesammelt hast, solltest du dich für ein professionelleres Modell entscheiden.

Gerade als Anfänger wirst du den Unterschied zwischen einem teuren und billigen Skateboard vermutlich nicht bemerken. In diesem Fall lohnt es sich, zu einem billigeren Modell zu greifen.

Wenn du deinem Kind ein Skateboard kaufen möchtest, raten wir dir zu einem Cruiser oder klassischen Skateboard. Von Longboards raten wir dir eher ab, da die meisten Modelle viel zu groß für Kinder sind.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Skateboard

Ab welchem Alter kann ich mit dem Skateboarden beginnen?

Wie bei vielen anderen Sportarten gibt es auch hier kein festgelegtes Alter, ab dem Kinder mit dem Skateboarden beginnen sollten. Das Kind sollte jedoch schon mit einem Fahrrad fahren können, um ein Gefühl für die Geschwindigkeit auf der Straße zu haben.

Außerdem sollten kleinere Kinder auf Parkplätzen üben und in Skateparks ständig beobachtet werden. Knieschoner sind, wie beim Inlinen oder beim Radfahren auch, nie von Nachteil, besonders wenn man mit dem Skateboarden beginnt.

foco

Wusstest du, dass der jüngste Skateboardfahrer der Welt erst 2 Jahre alt ist?

Kahlei Stone-Kelly aus dem australischen Melbourne ist der jüngste Skateboardfarher der Welt. Schon mit 6 Monaten, noch bevor er laufen konnte, soll der Kleine das erste Mal auf dem Board gestanden haben. Früh übt sich!

Wie lerne ich das Skateboarden?

Übung macht den Meister. Gerade am Anfang kann das Skateboard schnell zu Frust führen. Lass dir am besten von einem erfahrenen Skateboarder ein paar Tricks für das Fahren beibringen. Auf youtube.de findest du auch zahlreiche Videos zum Thema Skateboard, die dir beim Lernprozess helfen können.

Seit einiger Zeit gibt es sogar Skateschulen, bei denen du dich von einem Profi unterrichten lassen kannst. Bei einem Skatepark oder Parkplatz in deiner Nähe kannst du dir das Skateboarden aber auch selbst beibringen.

Braille SkateboardingProfessioneller Skateboarder, Youtuber

Das Wichtigste bevor du mit dem Skateboard fahren beginnst, ist es herauszufinden welcher Fuß bei dir vorne steht, der linke oder der rechte.
Um das herauszufinden, stell dir vor du rennst und schlitterst dann auf einer Eisplatte oder auf einer rutschigen Oberfläche dahin. Welchen Fuß würdest du nach vorne stellen? Du kannst das auch einfach in der Praxis austesten.
Es ist sehr wichtig das im Vorhinein herauszufinden um zu verhindern, dass du mit dem falschen Fuß vorne zu skaten beginnst. Nimm dir also genug Zeit dafür.

(Quelle: youtube.com)

Wo kann ich Skateboard fahren?

Um deine ersten Tricks zu lernen eignen sich große ebene Flächen, wie zum Beispiel ein Parkplatz, am besten. Sobald du sicher genug auf dem Skateboard stehen und fahren kannst, solltest du zuerst in einem Skatepark mit anderen Fahrern üben, bevor du durch die Stadt fährst.

Außerdem kannst du im Skatepark mit ein wenig Übung auch auf kleinen Rampen und Halfpipes fahren.

Mit der Skatemap findest du schnell Orte und Parks in ganz Europa, auf denen du dich austoben kannst.

Wer hat das Skateboard erfunden?

Das Skateboard gibt es bereits seit mehr als 50 Jahren. Die ersten kommerziell verkauften Skateboards kamen in den 1960er Jahren auf den Markt und waren ursprünglich als Alternative für das Surfbrett gedacht. Surfer konnten somit auch bei niedrigem Wellengang mit dem Board auf der Straße üben.

Seitdem wurde der Sport, meist durch einige junge und talentierte Fahrer, immer wieder in neue Richtungen gelenkt. Ein Beispiel dafür ist Alan „Ollie“ Gelfand, welcher Ende der 70er-Jahre den wohl einflussreichsten Skateboard-Trick aller Zeiten erfand: den Ollie.

Das Skateboard verbreitete sich in den 70er-Jahren durch in Deutschland stationierte, amerikanische Soldaten sehr schnell in Europa. Vor allem Titus Dittman verhalf dem Sport dazu, in Deutschland Fuß zu fassen. Sein Unternehmen ist mittlerweile Marktführer im Handel von Skateboards in ganz Europa.

foco

Wusstes du, dass Norwegen das Skateboardfahren für 11 Jahre verboten hat?

Von 1978 bis 1989 war es in Norwegen verboten Skateboard zu fahren. Grund dafür war die Sicherheit der Fahrer selbst, sowie die Sicherheit der Fußgänger nicht zu gefährden. Als das Verbot galt, führten die Skatboarder ihren Sport sozusagen „underground“ durch. Als das Verbot aufgehoben wurde, boomte der Skate-Sport. Norwegen wurde sogar Gastgeber der X Games für Skateboarding.

Ist Skateboarden eine olympische Disziplin?

Im Sommer 2016 gab das IOC (Internationales Olympisches Komitee) bekannt, dass Baseball, Softball, Karate, Sportklettern, Surfen und Skateboard in das Programm der olympischen Sportarten aufgenommen wurden.

Die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio werden somit die erste Gelegenheit für Skateboarder aus aller Welt, sich bei Olympischen Spielen zu messen.

Die Angst vieler bekannter Skateboarder ist jedoch, dass sich die strikten Regeln des IOC mit dem Lifestyle der lockeren Sportart nicht vereinen lassen. Da das Skateboarden bis heute eine beliebte Subkultur ist, besteht die Befürchtung, dass diese Entscheidung dem Sport Schaden zufügen könnte.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/einestages/legendaere-skateboardhelden-a-946544.html

[2] http://www.oldschool.de/skateboarden/grundlagen/skateboard-montage/

[3] https://www.uni-muenster.de/videoportal/video/skateboards_und_wissenschaft.html

Bildquelle: pixabay.com / Free-Photos

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