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Zuletzt aktualisiert: 31. März 2021

Die Oberschenkelmuskeln umfassen alle Muskeln, die sich um den Oberschenkelknochen befinden. Das sind eine Vielzahl von Muskeln. Die Muskulatur am Oberschenkeln ist je nach Trainingsstand und Art der Bewegung unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Muskulatur am Oberschenkel entscheidet darüber, wie der Oberschenkel äußerlich aussieht.

Bei manchen Sportarten, wie Fußball, empfiehlt es sich die Oberschenkel direkt zu trainieren. Dadurch kann die Leistung beim Sport verbessert werden. Ein Training der Oberschenkel kann jedoch auch in Frage kommen, wenn man Kraft und Muskulatur in diesem Bereich aufbauen möchte. Wichtig für gesunde Oberschenkelmuskeln ist neben dem Kraftaufbau auch das Dehnen. In diesem Artikel findest du alles Wichtige für gesunde und trainierte Oberschenkel. Zuerst werden die häufigsten Fragen zum Thema Oberschenkel beantwortet. Danach findest du einige Übungen, um deine Oberschenkel zu kräftigen und einige Dehnübungen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Regelmäßiges Training und Dehnen ist wichtig für gesunde und belastbare Oberschenkelmuskeln.
  • Schmerzen in den Oberschenkeln können viele Ursachen haben, daher sollte man Schmerzen in der Oberschenkelmuskulatur ernst nehmen.
  • Ein individuell angepasster Trainingsplan beugt nicht nur Muskelkater, sondern auch Verletzungen der Oberschenkelmuskeln vor.

Definition: Welche Oberschenkelmuskeln gibt es?

Welche Oberschenkelmuskeln es gibt, lässt sich gut erklären. Es ist für diese Erklärung sinnvoll die Oberschenkelmuskeln in drei Bereiche aufzuteilen. In dem jeweiligen Bereich lässt sich der Muskel verorten. Es gibt den vorderen, hinteren und inneren Bereich der Oberschenkel.

Zu den vorderen Oberschenkelmuskeln gehört der Quadrizeps und der Schneidermuskel. Der Quadrizeps wird bei der Streckung des Beines benötigt. Der Schneidermuskel ist bei der Anteversion, dem Vorheben des Beines, und bei der Beugung des Knies eine Rolle.

Die hinteren Muskeln des Oberschenkels bestehen aus der zweiköpfige Oberschenkelmuskel oder auch Beinbeuger, der Halbsehnenmuskel und der Plattensehnenmuskeln. Alle drei Muskeln sind wichtig für die Beugung des Kniegelenks.

Teil der inneren Oberschenkelmuskulatur sind der Kammmuskel, der lange und kurze Schenkelanzieher, der große Schenkelanzieher und der schlanke Muskel. All diese Muskeln sind wichtig für die Adduktion, die Bewegung des Beines zur Längsachse des Körpers und die Außenrotation des Beines.

Hintergründe: Was du über Oberschenkelmuskeln wissen musst

Da die Oberschenkelmuskulatur komplex ist, entstehen oft Fragen. Besonders bei schmerzhaften Verletzungen treten häufiger Fragen auf.

Alles, was du über Oberschenkelmuskeln wissen musst, findest du nachfolgend. Es werden alle wichtigen und häufigen Fragen über die Oberschenkelmuskeln beantwortet.

Wie baue ich Oberschenkelmuskeln auf?

Der Aufbau von Oberschenkelmuskeln kann viele Gründe haben. Oft ist das Aussehen der Oberschenkel jedoch ein ausschlaggebender Grund. Wer betonte Oberschenkel haben will, der sollte Muskelmasse aufbauen und Fett verlieren.

Um die Muskelmasse an den Oberschenkeln zu steigern, empfiehlt sich nicht nur Training, sondern auch eine proteinreiche Ernährung. Damit die Muskeln Zeit zum Wachsen haben, sollten Ruhetage zur Muskelregeneration eingeplant werden. Denn zur vollständigen Erholung braucht ein Muskel ca. 48 Stunden.

Beim Training solltest du zwischen 8 und 12 Wiederholungen in 1-3 Sätzen machen. Bereits eine kurze Belastung der Muskeln regt sie zum Aufbau an. Die Pausen zwischen den Sätzen sollten etwas 1 bis 3 Minuten dauern.

Körpergewichtsübungen können beim Kraftaufbau helfen. Ein Training bis zum Versagen ist nicht nötig (1). Körpergewichtsübungen können beim Kraftaufbau und beim Muskelzuwachs helfen. Jedoch ist der Muskel- und Kraftzuwachs durch Eigengewichtsübungen begrenzt.

Wieso tun mir die Oberschenkelmuskeln weh?

Bei Schmerzen in den Oberschenkeln kommen viele Ursachen in Frage. Häufig sind diese Schmerzen jedoch nicht Teil einer ernsten Erkrankung. Oberschenkelverletzungen sind recht häufig. Sie kennzeichnen sich oft durch akute Schmerzen direkt nach der Belastung. Weitere Indizien für eine Verletzung sind blaue Flecken, Schwellungen und eine plötzlich vorliegende Bewegungseinschränkung.

Muskelkater kann nach Training oder ungewohnter Belastung auftreten.

Wenn vor Kurzem trainiert wurde, ist wahrscheinlich Muskelkater die Ursache. Muskelkater tritt häufig eine Weile nach starker Belastung, wie Training, der Muskeln auf. Er kann jedoch auch nach einer ungewohnten Belastung oder einer anderen Trainingsform auftreten. Symptome bei Muskelkater sind beeinträchtigte Kraft der Muskeln, schmerzhafte Bewegungseinschränkung, Steifheit und selten auch Schwellungen (2).

Um durch Muskelkater ausgelöste Schmerzen in Zukunft vorzubeugen, kann ein Trainingsplan erstellt oder ein bereits vorhandener Trainingsplan angepasst werden. Trainingsintensität und Dauer sollte dem aktuellen Trainingsstand angepasst sein, wenn man Muskelkater vorbeugen möchte (3).

Ein weiterer Grund für schmerzende Oberschenkelmuskeln können Verspannungen der Muskeln sein. Auch verspannte Faszien der Unterhaut auf den Muskeln und verspannte Faszien der Haut können Schmerzen verursachen.

Was hilft bei einer Verspannung der Oberschenkelmuskeln?

Bei einer Verspannung der Muskulatur sind die Muskeln verhärtet. Sie sind durchgehend angespannt und entspannen sich nicht mehr. Bei ungewohnten Bewegungsabläufen und langer Belastung kann es zu einer Verspannung kommen. Die Verspannung ist dann eine Folge der Überbelastung der Muskeln. Auch eine Fehlbelastung kann zu einer Verspannung führen.

Ruhe, Wärme und leichtes Dehnen helfen.

Bei einer Verspannung sollte man diese versuchen zu lösen. Sonst kann es durch die eingeschränkte Durchblutung zu einer Entzündung kommen. In erster Linie sollte der verspannte Muskel nicht mehr stark belastet werden. Ein Entkrampfen des Muskels kann mit Wärme bewirkt werden. Auch leichtes Dehnen kann einer Muskelverspannung entgegenwirken.

Um die Durchblutung des Muskels anzuregen, kann man die betroffene Partie massieren. Dadurch kann sich der Muskel wieder lockern. Viele Sportler berichten, dass sie bei Verspannungen der Muskeln zu einer Faszienrolle greifen. Es hat sich erwiesen, dass das Rollen mit dieser Faszienrolle nicht nur die Faszien, sondern auch die Muskeln massiert. Dadurch können sich Verspannungen lösen (4).

Da Magnesiummangel nicht nur eine Ursache für Krämpfe, sondern auch für Muskelverspannungen sein kann, kann eine Einnahme von Magnesium eine Verspannung lindern und auch vorbeugen (5).

Was hilft bei einer Zerrung der Oberschenkelmuskeln?

Zerrungen sind häufige Verletzungen. Sie gelten allerdings auch als leichte Verletzung. Die Überdehnung des Muskels führt zu einer Zerrung. Bei akuten Schmerzen nach einer Dehnung kann eine Zerrung verursacht worden sein. Die Dehnung des Muskels kann dabei auch im Rahmen einer Fehlbewegung verursacht werden.

Eine Zerrung verursacht akute Schmerzen und kann zu Schwellungen führen. Die Behandlung einer akuten Zerrung sieht die Ruhe der Muskelpartie vor. Kühlen und Kompression können helfen.

Auch können entzündungshemmende Medikamente genommen werden.

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Durch regelmäßiges Training bekommst du gesunde und belastbare Oberschenkelmuskeln. (Sergio Pedemonte / Unsplash)

Wenn die Schmerzen und die Schwellung nachlassen, empfiehlt es sich mittels Physiotherapie die Flexibilität und Kraft wiederherzustellen. Selten kommt es zu Komplikationen und Langzeitfolgen. Um eine Zerrung zu vermeiden, sollte man sich vor dem Training aufwärmen und die Muskeln nicht überbelasten (6).

Was tun, wenn ein Oberschenkelmuskel gerissen ist?

Bei dem Riss eines Oberschenkels muss man grundsätzlich in Muskelriss und Muskelfaserriss unterscheiden. Bei dem Muskelfaserriss sind nur einzelne Muskelfasern betroffen. Der deutlich schlimmere Muskelriss umfasst den ganzen Muskel.

Einen Riss des Muskels oder einzelner Muskelfasern macht sich durch starke, stechende Schmerzen bemerkbar. Die Schmerzen werden meist beim Training oder kurz danach deutlich. Es kann zu Einblutungen in das Gewebe kommen. Diese können in blauen Flecken deutlich werden. Ein Muskelriss oder Muskelfaserriss entsteht häufig durch Überbelastung oder durch äußere Krafteinwirkungen.

Ein Muskelfaserriss sollte umgehend gekühlt werden. Weitere Behandlungsmaßnahmen sind entzündungshemmende Medikamente und Schonung des betroffenen Muskels. Wenn die konservative Therapie nicht anschlägt, gibt es noch die Möglichkeit der Stoßwellentherapie. Um die Kraft und die Elastizität des Muskels wiederherzustellen sollte nach vollständiger Ausheilung eine Physiotherapie erfolgen. Bei einem Muskelriss oder wenn die genannten Maßnahmen bei einem Muskelfaserriss nicht anschlagen, kann eine operative Behandlung notwendig werden (7).

Wieso zucken die Oberschenkelmuskeln manchmal?

Das unwillkürliche Zucken der Muskeln unter der Haut wird Faszikulation genannt. Faszikulationen sind kurze spontane Kontraktionen einer kleinen Anzahl an Muskelfasern. Dadurch fühlt sich die Kontraktion der Muskelfasern wie ein Flackern oder Zucken unter der Haut an (8). Diese kleinen Muskelkontraktionen können auch optisch sichtbar werden.

Stress, aber auch ernste Ursachen.

Die Ursache für das Muskelzucken kann harmlos sein. Starker Stress oder psychische Belastung können zu vorübergehenden Faszikulationen führen. Allerdings können auch Vergiftungen und neurologische Probleme das Zucken der Muskeln auslösen. Deshalb sollte bei häufigen und/oder starken Faszikulationen ein Arzt zurate gezogen werden.

Was kann ich gegen verkürzte Oberschenkelmuskeln tun?

Bei einem verkürzten Muskel liegt eine Verminderung der Dehnfähigkeit vor. Der Muskel lässt sich nicht mehr so gut dehnen. Die Verkürzung kommt durch lange und häufige Belastung. Der Muskel wird dadurch kräftiger. Die Spannung im Muskel nimmt dann zu und der Muskel zieht sich zusammen. Dies passiert auch in Ruhe, wenn der Muskel sich nicht zusammenziehen soll.

Dehnprogramm regelmäßig einbauen.

Besonders anfällig für die Verminderung der Dehnfähigkeit sind Sportler, die immer wieder die gleiche Bewegung ausführen. Die gilt besonders fürs Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit einem regelmäßigen Dehnprogramm kann man die Dehnfähigkeit des Muskels steigern.

Dehnen kann Verletzungen vorbeugen (9). Dehnen reduziert aber auch die Steifheit des Muskelgewebes. Das Ausmaß der Dehnung ist durch den individuellen physiologischen Bewegungsbereich und der eigenen Schmerztoleranz beim Dehnen begrenzt (10).

Oberschenkelmuskeln: Die besten Tipps & Tricks für gesunde und trainierte Oberschenkelmuskeln

Im Folgenden findest du Übungen, um deine Oberschenkelmuskeln zu trainieren. Dadurch werden sie stärker. Durch Training kannst du auch Muskelmasse aufbauen. Um eine Verkürzung der Muskeln zu vermeiden, sind im Anschluss einige Dehnübungen aufgeführt.

Oberschenkelmuskeln trainieren

Hier findest du einige Übungen, die dir helfen können, deine Oberschenkelmuskeln zu stärken. Beim Trainieren der Muskeln empfehlen sich 1 bis 3 Sätze mit 8 bis 12 Wiederholungen. Achte auch eine saubere Ausführung.

Squats

Die Squats sind eine klassische Methode, um die Oberschenkel zu trainieren. Durch die Kniebeuge kannst du sehr viele Muskeln trainieren und kräftigen.

  1. Stelle deine Füße etwa schulterbreit auseinander. Deine Zehen sollten leicht nach außen zeigen.
  2. Spanne nun deinen Bauch an und ziehe die Schultern etwas nach hinten.
  3. Nun fange an langsam in die Knie zu gehen als würdest du dich auf einen Stuhl setzen.
  4. Gehe so weit hinunter, wie deine Ferse dich am Boden halten. Du kannst auch nur so tief gehen, wie du sicher wieder hochkommst.
  5. Unten kannst du kurz die Spannung halten bevor du dich wieder aufrichtest.

Um die Übung schwerer zu gestalten kannst du Gewichte nutzen. Dabei ist es ganz egal ob du eine Langhantel, Kurzhanteln oder eine Kettlebell nimmst.

Lunges

Die Lunges oder auch Ausfallschritte sind ebenfalls eine Eigengewichtsübung. Achte auch hier auf ein sauberes Ausführen.

  1. Mache einen großen Schritt nach vorne.
  2. Gehe nun langsam in die Knie. Das hintere Knie winkelst du dabei ebenfalls an. Drehe dein Knie leicht nach außen, damit es nicht nach inne fällt.
  3. Gehe so weit hinunter, dass das hintere Knie den Boden fast berührt und das vordere Knie über deinem Fuß befindet. Wenn das vordere Knie weit über das Knie hinausragt, musst du am Anfang einen größeren Schritt machen.
  4. Bewege dich vom tiefsten Punkt an wieder kontrolliert in die Ausgangsposition.

Auch hier kannst du mittels zusätzlichen Gewichten die Intensität der Übung steigern. Eine beliebte Variation der Lunges sind die jumping Lunges. Dabei springst du aus der tiefsten Position hoch und wechselst das hintere Bein nach vorne. Das vordere kommt nach hinten.

Side Lunges

Bei den Side Lunges trainierst du neben den Oberschenkeln auch den Rumpf. Besonders Läufer sollten daher diese Übung integrieren.

  1. Stelle deine Beine schulterbreit auseinander. Die Fußspitzen zeigen leicht nach außen.
  2. Mache einen großen Schritt zur Seite. Achte dabei auf dein Gleichgewicht und Spanne den Rumpf an.
  3. Beuge bei dem Bein, das gerade einen Schritt gemacht hat, langsam das Knie. Das andere Bein bleibt ausgestreckt.
  4. Beuge das Knie bis es sich über dem Fuß befindet. Pausiere dann kurz.
  5. Strecke nun dein Bein schnell wieder und stoße dich so ab, dass du wieder in der Ausgangsposition landest.

Diese Übung erfordert ein Gefühl für Gleichgewicht und klappt manchmal auch nicht sofort. Nach ein paar Versuchen solltest du den Dreh aber herausbekommen. Die Übung kann ebenfalls mit zusätzlichem Gewicht ausgeführt werden. Und auch jumping Side Lunges sind möglich.

Seitliches Beinheben

Das seitliche Beinheben kann im Liegen aber auch im Stehen ausgeführt werden. Der Ablauf der Übung bleibt gleich.

  1. Achte darauf, dass dein Körper eine gerade Linie bildet. Halte diese während der gesamten Übung.
  2. Im liegen bewegst du nun das obere Bein langsam nach oben. Bewege es so wie nach oben, wie es für dich angenehm noch ist.
  3. Halte diese Position ein bis zwei Sekunden.
  4. Bewege das Bein langsam wieder in die Ausgangsposition.
  5. Lege es nicht auf dein anderes Bein ab, sondern führe die nächste Wiederholung ohne Ablegen aus.

Wenn du den Kraftaufwand für diese Übung steigern willst, dann eignet sich ein Loop-Band am besten. Alternativ kannst du ein Gewicht auf dein Bein legen oder im Stehen gegenlehnen.

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Auch Läufer sollten regelmäßig ihre Oberschenkel trainieren und auch dehnen. (Sasin Tipchai / Pixabay)

Wall sit

Für diese Übung benötigst du nur eine Wand oder eine geschlossene Tür.

  1. Stelle dich etwa einen Schritt entfernt vor die Wand.
  2. Stelle deine Beine hüftbreit auseinander. Die Zehen zeigen leicht nach außen.
  3. Lehne dich an die Wand und rutsche diese mit dem Rücken langsam hinunter.
  4. Beuge deine Beine bis zu einem Winkel von 90 Grad. Die Beine bleiben stets parallel.
  5. Halte diese Position einige Zeit. Achte darauf, dass der gesamte Rücken an der Wand bleibt.

Um die Übung etwas zu erleichtern, kannst du dich mit den Händen auf den Oberschenkeln abstützen. Doch einige Sekunden solltest du diese Position auch beim ersten Mal halten können. Auch diese Übung kannst du einige Male wiederholen. Die Regel der Wiederholungen und Sätze ist hier jedoch nicht empfehlenswert.

Glute Bridge

Diese Übung fokussiert sich auf die hinteren Oberschenkelmuskeln und den Rumpf.

  1. Lege dich auf den Boden. Ziehe nun deine Beine so nah an den Po, dass der Unterschenkel senkrecht ist.
  2. Zur Stabilisation kannst du deine Arme neben den Körper legen. Am besten stabilisierst du dich, wenn deine Arme einen 90 Grad Winkel haben.
  3. Hebe nun deinen Po vom Boden. Der Rücken bleibt gerade.
  4. Dein Po sollte in der Endposition eine Linie mit deinen Oberschenkeln und deinem Rücken bilden.
  5. Kehre nun langsam in die Ausgangsposition. Während der gesamten Übung soltest du dein Gesäß angespannt haben.

Die Übung kann man mit einem zusätzlichen Gewicht auf Höhe des Beckens intensivieren. Auch einbeinige Glute Bridges sind möglich.

Oberschenkelmuskeln dehnen

Nicht nur das Training der Oberschenkel ist wichtig, sondern auch das Dehnen. Jeder Muskel sollte regelmäßig gedehnt werden. Im Folgenden findest du einige ausgewählte Übungen, um deine Oberschenkelmuskeln zu dehnen.

Dehnen der Oberschenkel Vorderseite

Die gesamte Oberschenkel Vorderseite kannst du mit nur einer Übung dehnen. Sie ist auch ziemlich einfach auszuführen.

  1. Stelle dich hin und führe einen Fuß nach hinten in Richtung deines Pos.
  2. Greife den Fuß. Achte auf dein Gleichgewicht und geh nicht ins Hohlkreuz.
  3. Das Knie zeigt nach unten, während du vorsichtig den Fuß in Richtung des Gesäßes ziehst.
  4. Nun solltest du eine Dehnung in der Vorderseite spüren. Halte diese Position einige Sekunden.

Diese Dehnübung kann auch im Liegen ausführen, falls du Probleme mit dem Gleichgewicht hast.

Dehnen der Oberschenkel Rückseite

Es gibt mehrere Übungen, mit denen du die Rückseite der Oberschenkel dehnen kannst. Hier findest du zwei unterschiedliche Übungen.

  1. Strecke ein Bein nach vorne und setze diese mit der Ferse auf. Das hintere Bein hält das Körpergewicht
  2. Neige den Rumpf und beuge dich etwas nach vorne.
  3. Um die Dehnung zu intensivieren, kannst du dein Standbein ein wenig beugen.
  4. Halte das vordere Bein einige Sekunden lang aktiv gesteckt.

Eine Variation dieser Übung im Liegen ist möglich. Dabei wird das eine Bein angehoben und mit den Händen über der Kniekehle umfasst. Das Bein wird so weit wie möglich zum Oberkörper gezogen und dann das Kniegelenk langsam gestreckt.

Eine andere Übung um die Rückseite der Beine und auch der Oberschenkelmuskulatur zu dehnen ist eine Art spitzes, umgedrehtes V.

  1. Stelle deine Beine etwas breiter nebeneinander.
  2. Beuge dich nun nach vorne und gehe mit den Händen einige Zentimeter nach vorne. Wenn du aus der Beuge den Boden nicht berühren kannst, macht das gar nichts. Lehne dich so nach vorne, dass deine Hände den Boden berühren.
  3. Dein Körper sollte jetzt eine Art umgedrehtes V bilden. Die Fersen bleiben am Boden und der Rücken ist lang.
  4. Halte diese Position einige Sekunden.

Wenn du diese Position nicht mit den Fersen am Boden halten kannst, dann beuge die Knie ein wenig. Halte diese aber so weit gestreckt, dass du eine Dehnung spürst.

Dehnen der Oberschenkel Innenseite

Um die Innenseite der Oberschenkel zu dehnen, gibt es zwei sehr effektive Übungen. Die eine dehnt die Innenseite etwas besser als die andere. Sie ist allerdings eher für Menschen mit guter Beweglichkeit geeignet. Anhand der einfachen Übung kannst du schon gut entscheiden, ob du die Übung für Fortgeschrittene probieren kannst.

  1. Setze dich aufrecht hin. Winkel deine Beine etwas an und lege die Knie seitlich ab.
  2. Versuche nun deine Fußsohlen aneinander zu legen und ziehe deine Beine so weit zu dir heran wie du aufrecht sitzen kannst. Im Idealfall sind deine Füße sehr nah an deinem Schritt.
  3. Nun solltest du eine Dehnung in der Innenseite spüren und diese auch einige Sekunden halten. Achte darauf die Knie außen aktiv etwas hinunterzudrücken. Du kannst auch deine Hände zur Hilfe nehmen.

Wenn du gut gedehnt bist berühren deine Knie während der Übung den Boden. Dann kannst du versuchen dich mit geradem Rücken leicht nach vorne zu lehnen. So erreichst du eine zusätzliche Dehnung. Wenn diese Übung schon gut klappt, dann kannst du die folgende probieren.

  1. Knie dich für diese Übung am besten auf einen weichen Untergrund, wie eine Gymnastikmatte.
  2. Hebe dein Becken von den Knien und mache einen großen Schritt mit dem Knie zur Seite.
  3. Lehne dich nach vorne und stütze dich ab. Deine Knie sollten nun in einigem Abstand zueinander in einer Linie mit dem Becken sein.
  4. Du solltest nun eine Dehnung spüren.

Wenn du keine Dehnung spürst, dann setze deine Knie noch ein wenig weiter voneinander entfernt auf. Du kannst dich auch auf deine Unterarme stützen und somit mehr Gewicht in die Dehnung geben. Ebenfalls kannst du die Beine in der Dehnposition strecken. Wenn du es nicht schaffst die Knie in einer Linie mit dem Becken zu halten, dann positioniere sie etwas hinter dem Becken. So ist die Dehnung nicht so intensiv.

Dehnen der Oberschenkel Außenseite

Um die Außenseite der Oberschenkel zu dehnen, gibt es eine sehr effektive Übung. Diese Übung ist recht einfach und bedarf keiner ausführlichen Erklärung.

  1. Setze dich mit ausgestreckten Beinen hin.
  2. Winkel nun das eine Bein an und stelle es über das andere. Deine Beine sind nun also gekreuzt.
  3. Nun drehst du dich mit dem Oberkörper in die Richtung des angewinkelten Beines.
  4. Nimm dein Arm der gegenüberliegenden Seite und drücke das Knie damit zur Seite.
  5. Die zu spürende Dehnung solltest du einige Sekunden halten.

Diese Dehnung reicht aus, um die gesamte Außenseite zu dehnen. Mit ein bisschen Übung findest du auch einfacher in die Dehnung hinein.

Fazit

Für gesunde und trainierte Oberschenkel ist nicht nur ein angemessenes Training wichtig. Ein regelmäßiges Dehnprogramm sollte auch ausgeführt werden. Bei der Ausführung von Übungen solltest du besonders auf die Form achten. Bei Übungen mit Gewichten sollte es nicht dein Ziel sein möglichst viel Gewicht zu schaffen. Neben dem Training solltest du auf eine proteinreiche Ernährung achten, wenn du deine Kraft und/oder deine Muskelmasse steigern willst.

Schmerzen in den Oberschenkeln haben sehr viele Ursachen, da der Aufbau der Oberschenkelmuskulatur sehr komplex ist. Es kommen Ursachen wie Muskelkater und Verspannungen in Frage, aber auch ernsthafte Verletzungen. Daher solltest du bei starken und/oder anhaltenden Schmerzen einen Arzt aufsuchen.

Bildquelle: Tania Van den Berghen / Pixabay

Einzelnachweise (10)

1. Suchomel TJ, Nimphius S, Bellon CR, Stone MH. The Importance of Muscular Strength: Training Considerations. Sports Med. 2018 Apr;48(4):765-785. doi: 10.1007/s40279-018-0862-z. PMID: 29372481.
Quelle

2. Heiss R, Lutter C, Freiwald J, Hoppe MW, Grim C, Poettgen K, Forst R, Bloch W, Hüttel M, Hotfiel T. Advances in Delayed-Onset Muscle Soreness (DOMS) - Part II: Treatment and Prevention. Sportverletz Sportschaden. 2019 Mar;33(1):21-29. English. doi: 10.1055/a-0810-3516. Epub 2019 Mar 13. PMID: 30865998.
Quelle

3. Qamar MM, Javed MS, Dogar MZUH, Basharat A. Beat the exercise-induced muscle damage. J Pak Med Assoc. 2019 Nov;69(11):1682-1686. doi: 10.5455/JPMA.301636.. PMID: 31740879.
Quelle

4. Mohr AR, Long BC, Goad CL. Effect of foam rolling and static stretching on passive hip-flexion range of motion. J Sport Rehabil. 2014 Nov;23(4):296-9. doi: 10.1123/jsr.2013-0025. Epub 2014 Jan 21. PMID: 24458506.
Quelle

5. Altura BM, Altura BT. Tension headaches and muscle tension: is there a role for magnesium? Med Hypotheses. 2001 Dec;57(6):705-13. doi: 10.1054/mehy.2001.1439. PMID: 11918431.
Quelle

6. Noonan TJ, Garrett WE Jr. Muscle strain injury: diagnosis and treatment. J Am Acad Orthop Surg. 1999 Jul-Aug;7(4):262-9. doi: 10.5435/00124635-199907000-00006. PMID: 10434080.
Quelle

7. Startzman AN, Fowler O, Carreira D. Proximal Hamstring Tendinosis and Partial Ruptures. Orthopedics. 2017 Jul 1;40(4):e574-e582. doi: 10.3928/01477447-20170208-05. Epub 2017 Feb 14. PMID: 28195608.
Quelle

8. de Carvalho M, Kiernan MC, Swash M. Fasciculation in amyotrophic lateral sclerosis: origin and pathophysiological relevance. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2017 Sep;88(9):773-779. doi: 10.1136/jnnp-2017-315574. Epub 2017 May 10. PMID: 28490504.
Quelle

9. Witvrouw E, Mahieu N, Danneels L, McNair P. Stretching and injury prevention: an obscure relationship. Sports Med. 2004;34(7):443-9. doi: 10.2165/00007256-200434070-00003. PMID: 15233597.
Quelle

10. Riley DA, Van Dyke JM. The effects of active and passive stretching on muscle length. Phys Med Rehabil Clin N Am. 2012 Feb;23(1):51-7, x. doi: 10.1016/j.pmr.2011.11.006. Epub 2011 Dec 3. PMID: 22239873.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftlicher Artikel
Suchomel TJ, Nimphius S, Bellon CR, Stone MH. The Importance of Muscular Strength: Training Considerations. Sports Med. 2018 Apr;48(4):765-785. doi: 10.1007/s40279-018-0862-z. PMID: 29372481.
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Wissenschaftlicher Artikel
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