Du denkst darüber nach, eine Ausbildung als Sport-und Fitnesskaufmann/frau anzustreben? Dann wirst du sicherlich ein begeisterter Sportler sein und dein Hobby zum Beruf machen wollen. Die Grundvoraussetzung – nämlich ein gesteigertes Interesse an sportlichen Aktivitäten – wäre damit schon vorhanden.

Aber bei diesem Ausbildungsberuf handelt es sich um eine überwiegend kaufmännische Tätigkeit. Du wirst also die meiste Zeit damit verbringen, Verwaltungsarbeiten in einem Büro zu erledigen. Dein sportliches Hintergrundwissen wird dir dabei aber von großem Nutzen sein.

Die Verdienstmöglichkeiten nach Ausbildungsende sind allgemein als gut zu bezeichnen. Das liegt vor allem daran, dass dir nach einem guten Abschluss praktisch die ganze Welt offensteht. Mit einigen Weiterbildungsangeboten kannst du deine Qualifikation noch einmal deutlich erhöhen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Als Sport-und Fitnesskaufmann/frau solltest du dich im sportlichen Bereich sehr gut auskennen. Nicht nur die Geräte im Fitnessstudio solltest du kennen und bedienen können, sondern auch viele weitere Elemente aus dem allgemeinen Breitensport.
  • Der kaufmännische Beruf verlangt von dir sehr viel Büroarbeit. Deine Aufgaben bestehen überwiegend darin, Neukunden zu gewinnen und sie anschließend zu verwalten. Aber auch Planungen zu sportlichen Großveranstaltungen und das Einholen von Sponsorengeldern wird zu deinem Tagesgeschäft gehören.
  • Dir sollte klar sein, dass du später in einem Freizeit-Business tätig sein wirst. Deine Fachkraft wird dann benötigt, wenn andere Menschen einer Freizeitbeschäftigung nachgehen. Die Arbeitszeit wird daher auch in den Abendstunden und am Wochenende stattfinden.

Definition: Was macht ein/e Sport- und Fitnesskaufmann/frau?

Es gibt mittlerweile sehr viele Fitnessstudios und andere Sportstätten, da sich viele Menschen nach der Arbeit sportlich fit halten möchten.

Die Sportbetriebe selbst müssen daher sehr gut intern organisiert werden, damit ein reibungsloser Ablauf überhaupt möglich ist.

Ein Sport- und Fitnesskaufmann/frau hat sowohl Kenntnisse im sportlichen Bereich, aber auch im kaufmännischen Bereich. (Bildquelle: 123rf.com / 48554236)

Hier kommt der Sport-und Fitnesskaufmann/frau ins Spiel. Seine Aufgabe besteht darin, den gesamten Ablauf der Sporteinrichtung zu planen und zu organisieren.

Der ausgebildete Fachmann muss also die sportliche Seite genau kennen, aber auch fundierte Kenntnisse aus der Betriebswirtschaftslehre mitbringen.

Folgende Aufgaben kommen überwiegend bei einer Tätigkeit als Sport-und Fitnesskaufmann/frau vor:

  • Planung des Tagesablaufs
  • Erstellen von Trainingsplänen
  • Erstellen von Belegungsplänen
  • Anwerben von Neukunden
  • Allgemeine Beratung von Kunden
  • Ausarbeiten von neuen Übungen
  • Planung von Veranstaltungen
  • Verwaltung der Mitglieder
  • Überprüfung der Zahlungseingänge von Mitgliedern
  • Erstellen von Mitgliedsausweisen
  • Schreiben von Mahnungen
  • Einkauf neuer Geräte
  • Aufbereitung der Buchhaltung für das Finanzamt

Ein sehr großer Teil der Arbeit findet damit am Computer statt. Trotzdem haben die Sport-und Fitnesskaufleute viel Kontakt zu den Kunden des jeweiligen Sportcenters.

Sie sind stetiger Ansprechpartner für Neukunden – aber auch für Altkunden, die sich über bestimmte Projekte informieren wollen.

Die meisten Sportstätten verfügen über eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern. Diese müssen akribisch verwaltet werden. Das fängt mit der Erstellung des Mitgliedsausweises an und hört mit der Kontrolle des Mitgliedsbeitrages auf.

Auch wenn es dafür zahlreiche Software-Programme auf dem Markt gibt, die den Mitarbeitern den größten Teil der Arbeit abnimmt, bleibt jede Menge Verwaltungsarbeit übrig.

Aber auch die Öffentlichkeitsarbeit darf nicht zu kurz kommen. Es müssen neue Mitglieder angeworben werden oder spezielle Veranstaltungen geplant werden. Dafür musst du spezielle Flyer erstellen (oder erstellen lassen) und eventuell sogar einige Anzeigen schalten.

Viele Sportstätten haben außerdem einige Sponsoren, die finanzielle Unterstützung leisten. Diese Sponsoren müssen ebenfalls gesondert betreut werden. Dafür kann es sein, dass du diese auch außerhalb der Sportstätte einmal aufsuchen musst.

Falls neue Geräte angeschafft werden müssen, wirst du dich auch um den Ankauf kümmern müssen. Manchmal bieten sich dafür spezielle Sportmessen an, die du dann besuchen solltest.

Das hat den Vorteil, dass du die Geräte direkt ausprobieren kannst und die Fachleute direkt an deiner Seite hast.

Es kommt immer wieder vor, dass Kunden ganz spezielle Probleme im Bereich ihrer Sportlichkeit oder Fitness haben. Mit den normalen Übungen, die ein Gros der Kunden erfolgreich durchziehen, ist ihnen nicht zu helfen.

Dann musst du in der Lage sein, diesem speziellen Kunden einen ganz individuellen Trainingsplan zu erstellen.

Die gesamte Buchhaltung fällt übrigens auch in deinen Aufgabenbereich. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben der Sportstätte müssen buchhalterisch erfasst werden.

Alle Unterlagen müssen so aufbereitet werden, dass sie von einem Steuerberater für das Finanzamt bearbeitet werden können.

Allgemeine Themen über Gesundheit und Ernährung sollten bei der Arbeit in diesem Berufszweig ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Du solltest dich also auch hier sehr gut auskennen, denn dieser Themenkomplex gehört heutzutage zu allen sportlichen Aktivitäten einfach dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Sport- und Fitnesskaufleuten?

Zwischen einem Sport-Kaufmann/frau und einem Fitness-Kaufmann/-Frau gibt es keinen Unterschied, denn es handelt sich um einen übergeordneten und zusammenhängenden Ausdruck eines Ausbildungsberufes mit Abschluss bei der IHK.

Wenn man sehr spitzfindig ist, gibt es natürlich einen Unterschied zwischen einer allgemeinen Sportart und einer Fitness-Sportart.

Fitnesskaufleute werden sich in der Regel einen Arbeitsplatz in einem Fitnesscenter und Co. suchen – also Orte, in denen richtig geschwitzt und die Ausdauer trainiert wird.

Jemand, der die Ausbildung zum Sport-und Fitnesskaufmann/frau erfolgreich abgeschlossen hat, wird sich hier eher „nur“ Fitnesskaufmann/frau nennen.

Aber es gibt auch andere Sportstätten, in denen die allgemeine Fitness nicht so wichtig ist. In einem Golfclub beispielsweise kann man sich durchaus sportlich betätigen, gerät aber nicht an die eigene Belastungsgrenze.

Die 18 Löcher können nach eigenem Tempo abgespielt werden. Trotzdem benötigt ein solcher Club auch einen Sportkaufmann/frau, der sämtliche Abläufe organisiert.

Deutlich abzugrenzen ist der Berufszweig allerdings von einem Sport-und Gesundheitstrainer. Letztere werden in Stellenanzeigen auch häufig gesucht und sind aber in der Ausübung etwas anderes als der Sport-und Fitnesskaufmann/frau.

Der Gesundheitstrainer ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Kenntnisse kannst du dir nur in einem Fernstudium aneignen. Von dort erhältst du auch ein internes Zertifikat, welches allerdings nicht überall anerkannt werden muss.

Dann gibt es noch den Sport-und Fitnessbetriebswirt. Auch diese Berufsbezeichnung wird dir bei der Stellensuche oder der Suche nach einer Ausbildung begegnen.

Inhaltlich gibt es zwischen dem Sportbetriebswirt und dem Sportkaufmann/frau keinen nennenswerten Unterschied. Aber der Abschluss bzw. das Abschlusszertifikat ist ein anderes.

Während die Sportkaufleute ihre Abschlussprüfung vor der IHK ablegen müssen, haben die Sportbetriebswirte ein Studium an einer privaten Berufsschule absolviert und dort die Prüfung abgelegt.

Braucht ein/e Sport- und Fitnesskaufmann/frau eine Lizenz oder Ausbildung?

Da es sich bei dem Sport-und Fitnesskaufmann/frau um einen staatlich anerkannten Berufszweig handelt, musst du eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Dafür ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb nötig, bei dem du die Praxis erlernst.

Dieser stellt dich als Auszubildenden ein und zahlt dir auch ein Ausbildungsgehalt. Für regelmäßige Besuche in der Berufsschule, wirst du dann von der Arbeit freigestellt.

Damit dich ein Ausbildungsbetrieb als Auszubildenden einstellt, solltest du über gewisse Qualifikationen aus der Schulzeit verfügen. Normalerweise musst du dich auf die Ausbildungsstelle bewerben und dein letztes Schulzeugnis beilegen.

Es ist für die Einstellung von Vorteil, wenn du bei den folgenden Schulfächern gute bis sehr gute Noten vorweisen kannst:

  • Mathematik
  • Deutsch ( Vorteil eine weitere Fremdsprache)
  • Kaufmännische Kenntnisse
  • Sport

Natürlich solltest du ebenfalls eine gewisse Begeisterung für den Bereich Sport, Bewegung und Gesundheit an den Tag legen.

Wenn du darüber auch Nachweise hast, umso besser. Wurdest du vielleicht irgendwann einmal als Klassensprecher gewählt? Diese Vertrauensstellung kann dir eventuell auch helfen, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu erhaschen.

Ein bestimmter Schulabschluss wird übrigens nicht zwingend vorausgesetzt. Es ist sogar formal möglich, ohne einen Schulabschluss die Ausbildung zu beginnen.

In diesem Fall musst du dann mit deiner eigenen Persönlichkeit punkten und überzeugen. Während der dreijährigen Ausbildung musst du innerhalb des zweiten Ausbildungsjahres eine sogenannte Zwischenprüfung ablegen.

Denke daran, dass du diese vorlegen musst, wenn du dich später bereits vor der eigentlichen Abschlussprüfung um eine Stelle bewerben möchtest.

Am Ende des dritten Ausbildungsjahres erfolgt die Abschlussprüfung. Diese besteht aus den folgenden 3 schriftlichen Prüfungsteilen:

  • Angebotsentwicklung und Verkauf
  • Kaufmännische Steuerung von Sport- und Fitnessaktionen
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Nach den schriftlichen Arbeiten erfolgt ein mündlicher Teil – und zwar das fallbezogene Fachgespräch mit dem Schwerpunkt “Trainingsplanung und Beratung”.

Zuerst musst du einen schriftlichen Trainingsplan innerhalb von 30 Minuten für einen konstruierten Fall erstellen.

Das anschließende mündliche Prüfungsgespräch dauert ca. 20 Minuten und beinhaltet eine Gesprächssimulation mit dem Kunden. Diese simulierte Situation entspricht einer herkömmlichen „praktischen Prüfung“.

Wenn du alle Teile bestanden hast, darfst du dich in Zukunft “staatlich anerkannter Sport und Fitnesskaufmann/frau” nennen. Bist du bei der Prüfung durchgefallen, darfst du sie bis zu zwei Mal wiederholen.

Da es sich um einen kaufmännischen Beruf handelt, benötigst du keinerlei Lizenzen. Um anschließend eine Arbeit aufzunehmen, genügt das Abschlusszertifikat der Ausbildung.

Hintergründe: Was du über Sport- und Fitnesskaufleute wissen solltest

Nach dem Bestehen der Prüfung zum Sport-und Fitnesskaufmann/frau kannst du dir fast überall auf der Welt eine Anstellung suchen. Der Bedarf nach Fachkräften in diesem Berufszweig steigt stetig an.

Wo kann ich als Sport- und Fitnesskaufmann/frau arbeiten?

Als Sport-und Fitnesskaufmann/frau kannst du in vielen Unternehmen tätig werden, die sportliche Angebote anbieten und über eine gewisse Größe verfügen. Der Einmannbetrieb wird eher keinen kaufmännischen Organisator benötigen.

Die häufigsten Betätigungsfelder sind:

  • Fitnessstudios
  • Sportschulen
  • Golfclubs
  • Gesundheitszentren
  • Wellnessclubs
  • Sportverbände
  • Fußballclubs
  • Sportstadien
  • Sporthotels
  • Schwimmvereine
  • Alternative Gesundheitsvereine
  • Krankenhäuser /Rehakliniken

Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen findet überall auf der Welt statt. So kannst du deine Fühler nach einem geeigneten Job auch international ausweiten.

Vor allem in den europäischen und außereuropäischen Urlaubszentren oder Ballungsgebieten der Urlauber finden immer mehr sportliche Freizeitaktivitäten statt.

Auch diese müssen verwaltet werden und deshalb ist der Bedarf an Fachleuten dort ebenfalls sehr hoch.

Als Sport- und Fitnesskaufmann/frau hast du die Möglichkeit in vielen verschiedenen Einrichtungen zu arbeiten. (Bildquelle: 123rf.com / 93956287)

In diesem Zusammenhang sollte dir klar werden, dass deine Arbeitszeiten oftmals von denen anderer Arbeitnehmer abweichen werden.

Wer in dem Bereich Sport/Gesundheit arbeitet, muss mit Arbeitszeiten in den Abendstunden und auch am Wochenende rechnen. Die Kunden suchen überwiegend eine sportliche Betätigung in ihrer Freizeit.

Wie viel verdienen Sport- und Fitnesskaufleute?

Während der Ausbildung verdienst du natürlich schon etwas Geld:

Ausbildungsjahr Gehalt
1. Jahr 700 €
2. Jahr 750 €
3. Jahr 800 €

Das Gehalt nach Abschluss der Ausbildung hängt davon ab, welche Arbeitsstelle du anschließend annimmst. Da die Tätigkeitsfelder so unterschiedlich sein können, variiert auch die Gehaltszahlung.

Als Berufsanfänger verdienst du erst einmal weniger als die Kollegen, die diesen Beruf schon länger ausüben. Das liegt einfach daran, dass sie mehr Erfahrung haben und weniger fachliche Unterstützung brauchen.

Laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit werden folgende Gehälter in Deutschland im Durchschnitt für Sport-und Fitnesskaufleute gezahlt:

Gehaltsart Bruttoeinkommen pro Monat
Einstiegsgehalt 1.350 €
Durchschnittliches Gehalt 2.000 €
Spitzenverdiener 2.500 €

Hast du einen Job beim öffentlichen Dienst gefunden – also beispielsweise in einem Krankenhaus oder in einer Rehaklinik – kannst du dich glücklich schätzen, denn Angestellte des öffentlichen Dienstes werden nach Tarif bezahlt.

Nach der Probezeit kannst du mit einem Gehalt zwischen 2.000 und 2.300 Euro rechnen. Je länger du dann in dem Unternehmen arbeitest, desto höher wird dein Gehalt ausfallen. In der Endstufe kannst du bis zu 3.500 Euro verdienen.

Das Gehalt hängt weiterhin davon ab, in welchem Bundesland du arbeitest. In den neuen Bundesländern wird aktuell am wenigsten bezahlt:

Bundesland Bruttogehalt pro Monat
Brandenburg 1.817 €
Mecklenburg-Vorpommern 1.748 €
Sachsen 1.836 €
Sachsen-Anhalt 1.795 €
Thüringen 1.795 €

Das Durchschnittseinkommen erhältst du in folgenden Bundesländern:

Bundesland Bruttogehalt pro Monat
Berlin 2.191 €
Niedersachsen 2.139 €
Rheinland-Pfalz 2.198 €
Saarland 2.170 €
Schleswig-Holstein 2.063 €

Wenn du in folgenden Bundesländern arbeitest, gehörst du zu den Spitzenverdienern in diesem Berufszweig:

Bundesland Bruttogehalt pro Monat
Baden-Württemberg 2.431 €
Bayern 2.351 €
Bremen 2.343 €
Hamburg 2.501 €
Hessen 2.465 €
Nordrhein-Westfalen 2.296 €

Natürlich kannst du dich in diesem Bereich auch selbstständig machen und als freier Sport-und Fitnesskaufmann/frau arbeiten. Dadurch kannst du unter Umständen bei einigen Betrieben einen höheren Stundenlohn aushandeln.

Manche Firmen können es sich auch nicht leisten, einen Fachmann fest anzustellen oder haben nicht den Bedarf dafür.

Als selbstständiger Kaufmann in diesem Bereich arbeitest du für mehrere Kunden. Meistens handelt es sich um eine typische Projektarbeit oder um ein saisonales Geschäft.

Wie viel Geld du dann verdienst, ist einzig und allein von deinem Verhandlungsgeschick abhängig.

Denke aber daran, dass du in diesem Fall für deine Sozialversicherung wie beispielsweise Krankenkassen-Beiträge selbst verantwortlich bist. Diese musst du selbst von deinem Einkommen abführen.

Sport- und Fitnesskaufmann/frau: Praktische Anwendung und Vorteile

Die Ausbildung zum Sport-und Fitnesskaufmann/frau kann praktisch von jedermann absolviert werden. Die Ausbildungsinhalte sind zwar breit gefächert, aber grundsätzlich zu schaffen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/frau ab?

Die Ausbildung zum Sport-und Fitnesskaufmann/frau findet als duales Ausbildungsmodul statt. Das bedeutet, dass der Auszubildende seine praktischen Erfahrungen in einem ausbildenden Betrieb erhält und die theoretischen Grundlagen in der Berufsschule erlernt.

Beide Unterrichtsmodelle finden dabei im Wechsel statt. Während der Berufsschulzeit ist der Auszubildende im Betrieb freigestellt.

Während deiner Ausbildung bist du abwechselnd in der Berufsschule und deinem Ausbildungsbetrieb. (Bildquelle: 123rf.com / 53713431)

Der Unterricht in der Berufsschule findet meistens am Nachmittag oder in den Abendstunden statt. Viele private Bildungsträger bieten berufsbegleitende Lehrveranstaltungen an, die ebenfalls besucht werden können.

Manchmal stehen auch Praktika in anderen Betrieben an, wenn einzelne Bereiche nicht im Ausbildungsbetrieb vorhanden sind. Somit ist eine umfassende Ausbildung auf jeden Fall gewährleistet.

Im Ausbildungsbetrieb steht die praktische Arbeit im Vordergrund. Nach einer Einarbeitungsphase bekommt der Auszubildende immer mehr Verantwortung übertragen und ist so in der Lage, eigenständig viele Aufgaben zu erledigen.

Im einzelnen handelt es sich um folgende Aufgaben:

  • Erstellung von Trainingsplänen
  • Aufnahme neuer Kunden
  • Überwachen der Mitgliedszahlungen
  • Konzepte neuer Übungen
  • Verwaltung des Kundenstamms
  • Erarbeiten von Vorträgen
  • Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen

Die Berufsschule vermittelt theoretische Kenntnisse vor allem in folgenden Bereichen:

  • Allgemeine Geschäftsprozesse
  • Betriebliche Ablauforganisationen
  • Qualitätssicherung
  • Betriebssicherheit
  • Allgemeine Marketing-Instrumente
  • Personalwesen
  • Angebots- und Verkaufsentwicklungen
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Rechnungswesen

Mit dem dualen System aus der Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule ist der angehende Sport-und Fitnesskaufmann/frau für die Zukunft gut ausgestattet. Alle wichtigen Elemente werden in den drei Jahren ausführlich behandelt.

Kann ich jederzeit zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/frau umschulen?

Grundsätzlich gibt es Umschulungsmöglichkeiten zum Sport- und Fitnesskaufmann/frau, die auch mit einem Abschluss vor der IHK endet – aber nicht jederzeit. Jährlich gibt es zwei Einstiegszeiten, einmal im Februar und einmal im August.

Anbieter hierfür sind allerdings private Trägergesellschaften. Die Ausbildung wird in Vollzeit vollzogen und dauert insgesamt 24 Monate. In der Ausbildungszeit ist ein sechsmonatiges Praktikum enthalten.

In der Regel beträgt die Gruppengröße lediglich 10-16 Teilnehmer. Dadurch ist es möglich, die Ausbildungszeit auf zwei Jahre zu verkürzen.

Die Ausbildungsinhalte sind identisch mit denen des dualen Ausbildungssystems. Normalerweise kosten solche Umschulungsmaßnahmen richtig viel Geld. Es ist vergleichbar mit anderen privaten Ausbildungsinstituten oder Fernabschlüssen.

Wer allerdings über einen Bildungsgutschein vom Arbeitsamt verfügt, muss gar nichts bezahlen, denn dann werden die Ausbildungskosten vom Staat bezahlt.

Es lohnt sich daher, bei der Bundesanstalt für Arbeit nachzufragen, ob ein Bildungsgutschein gewährt wird. Falls du noch nicht arbeitslos bist, reicht es eventuell, wenn du von kommender Arbeitslosigkeit bedroht bist.

Fazit

Die Fitness-und Gesundheitsbranche boomt. Daher ist auch die Nachfrage von Fachleuten in diesem Bereich derzeit besonders hoch.

Wer also Ambitionen zur sportlichen Fitness hat, kann guten Gewissens eine Ausbildung zum Sport-und Fitnesskaufmann/frau anstreben. Da keine großen Qualifikationen zur Ausbildung verlangt werden, steht dieser Bereich ziemlich vielen Menschen offen.

Allerdings sollte jedem Auszubildenden klar sein, dass seine Arbeitszeiten außerhalb der Norm liegen. Wer damit kein Problem hat, wird in diesem Beruf bei Eignung glücklich werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=14449

[2] https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/berufe/sport-und-fitnesskfm-kffr/478

[3] https://www.ihk-koeln.de/upload/01390-VOSpFi_1390.pdf

[4] https://www.gehalt.de/beruf/sport-und-fitnesskaufmann-frau

Bildquelle: 123rf.com / 50051171

Warum kannst du mir vertrauen?

Jan ist zertifizierter Fitnesstrainer & Ernährungsberater. Er arbeitet in diversen Fitnessstudios als Personal Trainer. In seiner Freizeit schreibt er über sportliche Themen und hilft mit seiner Expertise den Leser bei ihrem sportlichen Fortschritt weiter.