Willkommen bei unserem großen Rudergerät Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Rudergeräte. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Rudergerät zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Rudergerät kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Rudergerät, auch Ruderergometer genannt, ist ein Sportgerät, das Bewegungsabläufe in einem Ruderboot simuliert. Der damit verbundene Sport wird auch Ergorudern genannt und findet vorwiegend drinnen statt.
  • Dabei existieren unterschiedliche Techniken, die je nach Gerät zum Einsatz kommen. So gibt es Rudergeräte mit Hydraulikzylinder.
  • Durch das Training am Rudergerät kann zeitgleich eine Vielzahl von Muskelgruppen effektiv beansprucht werden, sodass es je nach Intensität sowohl für den Muskelaufbau als auch für rein gesundheitliche Aspekte nützlich ist.

Rudergerät Test: Das Ranking

Platz 1: SportPlus „SP-MR-008“ Rudermaschine

Das SportPlus Rudergerät ermöglicht ein umfassendes Ganzkörpertraining, welches man ganz einfach und bequem zu Hause absolvieren kann. Rudern vereint Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Training der Herz-Kreislaufsystems in einer einzigen Trainingsform. Die Effektivität des Rudertrainings zeigt sich durch die Beanspruchung der meisten Muskelgruppen des Körpers.

Das SportPlus Rudergerät hat ein hochwertiges, geräuscharmes Magnetbremssystem mit etwa 8 kg Schwungmasse. Diese Kombination ermöglicht ein flüsterleises Training. Damit das Training und die Trainingsergebnisse stetig im Auge behalten werden können, gibt der integrierte Trainingscomputer detaillierte Auskunft über Ruderzüge, Distanz, Kalorienverbrauch, Zeit und weitere Details.

Um das Training im optimalen Ergonomischen Pulsbereich durchführen zu können, ist der Einsatz von Brustgurten mit dem SportPlus Rudergerät möglich. Der bequeme, kugelgelagerte Rudersitz bietet eine angenehme Sitzposition während des Trainings. Das Rudergerät ist auf Sicherheit geprüft und hat ein Nutzgewicht bis 150 kg. Mit Hilfe der Klappfunktion wird das Rudergerät nach dem Workout platzsparend bis zur nächsten Trainingseinheit aufbewahrt.

Platz 2: Concept2 „Indoor Rower 2711“ Rudergerät

Der Concept2 Indoor Rower 2711 ermöglicht ein effizientes Kraftausdauertraining in den eigenen vier Wänden. Das Rudergerät verfügt über einen intelligenten Leistungsmonitor, mit dem Trainingspläne eingehalten und Ergebnisse dokumentiert werden können. Das hilft dir dabei, die eigenen Ziele zu erreichen. Per USB-Stick bis zu 1.000 Trainingseinheiten gespeichert werden.

Beim Concept2 Indoor Rower 2711 handelt es sich um ein Rudergerät mit Windrad, das via Bluetooth uns ANT+ kabellos mit Smartphones und Herzfrequenzmessern kommunizieren kann. Wer den Widerstand durch die Geschwindigkeit selbst steuern will und das nötige Kleingeld für ein Highend-Rudergerät hat, ist mit diesem Modell bestens bedient.

Platz 3: Sportstech Rudergerät RSX500

Das Sportstech Rudergerät RSX500 bietet viel für einen vergleichsweise kleinen Preis. Es hat eine Bedienkonsole mit 16 Trainingsprogrammen, die gleichzeitig als Tablethalterung dient. So kannst du dein Training kurzweilig gestalten, indem du dabei deine Lieblingsserie schaust. Die Konsole ist appkompatibel, beispielsweise für e-Health.

Durch die Magnetbremse ist das Sportstech Rudergerät RSX500 besonders leise. Es gibt einen 500 m Wettbewerbsmodus und dank des ergonomischen Komfortsitzes mit Kugellager hast du es beim Training bequem. Das Gerät wird mit einem Pulsgurt geliefert, damit du die fünf herzfrequenzgesteuerten Programme auch gleich nutzen kannst.

Platz 4: Sportstech Rudergerät RSX400

Das Sportstech Rudergerät RSX400 ist etwas günstiger als das RSX500, hat aber ebenfalls ein appkompatibles Multifunktionsdisplay und eine Tablethalterung. Der Widerstand lässt sich achtfach verstellen, wodurch sich das Training an jedes Fitnesslevel anpassbar ist.

Weil das Sportstech Rudergerät RSX400 mit Magnetbremse klappbar ist und über Transportrollen verfügt, eignet es sich auch für kleinere Wohnungen. Auch bei diesem Modell ist der Sitz kugelgelagert für mehr Komfort beim Trainieren. Die 15-Grad-Neigung für einen besonders runden Bewegungsablauf, was für ein authentisches Rudergefühl sorgen soll.

Platz 5: WaterRower Rudergerät mit doppelter Schiene

Wenn du auch beim Sport viel Wert auf Ästhetik legst und etwas Kleingeld übrig hast, solltest du dir das WaterRower Rudergerät anschauen. Es besteht wahlweise aus Eiche oder – zum doppelten Preis – aus Stahl. Der Tank wurde aus Polycarbonat gefertigt und die Rollen sind kugelgelagert.

Das WaterRower Rudergerät ist puristisch und edel zugleich. Wir sind uns sicher, dass es dir damit nicht an der notwendigen Motivation für die ein oder andere längere Trainingseinheit fehlen wird. Der Computer punktet zwar nicht mit einem großen Funktionsumfang, ist aber sehr einfach zu bedienen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Rudergerät kaufst

Rudergeräte gehören zum Standard eines Fitnessstudios und haben auch in vielen Privathaushalten ihren Platz. Das Training kann nicht nur großen Spaß bereiten, sondern auch effektiv für den Körper sein. Um ein möglichst genaues Bild über die Thematik zu erhalten, sind im Folgenden alle wichtigen Informationen aufgeführt.

Was ist ein Rudergerät?

Ein Rudergerät, auch Ruderergometer oder Indoor Rower genannt, ist ein Sportgerät, mit dem zahlreiche Muskelgruppen trainiert werden können. Dabei kann die Intensität, aber beispielsweise auch die Geschwindigkeit individuell angepasst werden. Somit lässt sich das Rudergerät für zahlreiche Trainingszwecke verwenden.

Darüber hinaus bietet der Markt eine enorme Produktvielfalt in allen Preisklassen an, sodass es kaum eine Frage des Budgets ist, sich zuhause damit fitzuhalten. Da die Geräte kaum mehr als ein Laufband an Platz einnehmen, können sie auch in kleineren Räumen untergebracht werden.

Wie benutzt man ein Rudergerät?

Das Trainieren mit dem Rudergerät ist nicht kompliziert. Du solltest allerdings auf folgende Dinge bei der Benutzung achten, damit du dir während des Trainings keine Verletzungen zuziehst.

Das Rudern besteht aus zwei Teilen: der Erholungsphase und der Zugphase

In der Zugphase streckst du zuerst deine Beine, dann lehnst du dich mit dem Rücken leicht nach hinten und zum Schluss ziehst du die Arme bis zum oberen Rippenbogen an. Der obere Rippenbogen befindet sich unter der Brust, etwa in der Mitte des Rumpfes. Wichtig ist dabei die Reihenfolge:

Zugphase: 1. Beine 2. Rücken 3. Arme

Die Reihenfolge bei der Erholungsphase ist genau umgekehrt. Hier streckst du zuerst deine Arme, beugst dich anschließend mit dem Rücken leicht nach vorne und zum Schluss ziehst du die Beine an deinen Körper heran.

Erholungsphase: 1. Arme 2. Rücken 3. Beine

Je öfter du am Indoor Rower trainierst, desto einfach fällt dir der Ablauf der Bewegung, bis du gar nicht mehr darüber nachdenken musst.

Wichtige Tipps zur Benutzung

  • Halte dich an die exakte Reihenfolge in jeder Phase.
  • Halte deine Rücken immer aufrecht und mach keinen Buckel.
  • Halte deine Ellenbogen nah am Körper.
  • Halte deine Handgelenke gerade und lass sie nicht in der Bewegung einknicken.

Während des Trainings solltest du darauf achten, dass du nicht zu schnell ruderst. Die meisten Indoor Rower haben eine Anzeige, auf der du die Geschwindigkeit verfolgen kannst.

Beim Rudern kommt es nicht auf Tempo an, sondern auf die korrekte Ausführung der Ruderbewegung. Es ist auch deshalb ein Sport, den man bis ins hohe Alter betreiben kann, weil er gelenkschonend ist.

Welche Muskelgruppen werden mit einem Rudergerät trainiert?

Das Rudern am Rudergerät trainiert zahlreiche Muskeln, darunter auch größere Muskelgruppen. Um genau zu verstehen, wie und welche Muskeln beim Rudern aktiviert werden, ist das Wissen über den Bewegungsablauf bzw. die Technik unabdingbar.

In der Auslage sind Hüft-, Knie- und Sprunggelenke gebeugt. Die Unterschenkel selbst sollten einen rechten Winkel aufweisen, während der Oberkörper beinahe auf den Oberschenkeln aufliegt. Beim Durchzug sollten die Beine gestreckt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Knie nicht komplett durchgedrückt werden.

Während der Oberkörper in einer leichten Rückenlage stabilisiert wird, sollte der Griff bis an den unteren Rippenbogen gezogen werden. Die Ellenbogen selbst werden dabei nah am Körper vorbeigezogen.

Anschließend werden die Arme gestreckt, die dann bis zu den Knien reichen sollten. Während der Oberkörper der Bewegung der Hände folgt, sollte er sich aus der Rücklage aufrichten.

Das Rollen sollte dabei erst stattfinden, wenn der Oberkörper sich aufgerichtet hat – idealerweise bewusst und entspannt, während eine gleichmäßige Geschwindigkeit eingehalten wird.

Folgende Muskelgruppen werden während der Ausführung trainiert:

  • Schultern
  • Bizeps und Trizeps
  • Fingerbeuger
  • Po
  • Kniebeuger
  • Oberschenkel
  • Unterschenkel
  • Waden
  • Fußmuskulatur (Längs- und Quergewölbe)
  • Vordere Bauchmuskulatur

Welche Vorteile bringt ein Rudergerät mit sich?

Das Rudern beansprucht mit bis zu 85 Prozent der gesamten Muskulatur äußerst viele Muskeln. Daher gilt Rudern auch als Ganzkörpertraining. Je nach Intensität und Geschwindigkeit kann der Fokus dabei zwischen Ausdauer und Kraft variiert werden.

Besonders bei einer geringeren Belastung wird eher die Kraftausdauer trainiert, während zeitgleich durch eine längere Belastung die inneren Organe wie Herz und Lunge beansprucht werden. Somit ist es möglich, einerseits durch das Verbrennen von vielen Kalorien effizient abzunehmen und andererseits die eigene Kondition zu verbessern.

foco

Wusstest du, dass die professionellen Ruderer regelmäßig auf dem Ruderergometer trainieren?

Grade im Winter leben die Profis quasi auf dem Ergometer beziehungsweise im Kraftraum. Sie trainieren am Ergometer bis zu 90 Minuten am Stück. Dabei werden häufig 10 x 2.000 Meter Intervalle trainiert und regelmäßig die Schwierigkeitsstufen gewechselt.

Mehr Kondition wirkt sich auch auf den Kraftsport positiv aus, da der Körper länger unter hoher Belastung durchhält und es kann effektiv Muskelmasse aufgebaut werden.

Da die Übung zudem mehrere große Muskelgruppen wie den Po, die Oberschenkel und den Rücken trainiert, wird die Proteinsynthese bei korrekter Ernährung besonders gut angekurbelt. Große Muskeln tragen bekanntlich mehr zum äußeren Erscheinungsbild bei als kleine Muskelgruppen.

Darüber hinaus werden beim Rudern sogenannte Endorphine ausgeschüttet. Dabei handelt es sich um Hormone, die für ihre Verbesserung der Stimmung bekannt sind. Sie wirken sich direkt auf das Gehirn aus und sorgen für eine Reihe positiver Effekte, etwa auf das Immunsystem und den Stresslevel.

Trainingseffekt Erläuterung
Reduktion des Körpergewichts Mit rund 700 Kalorien pro Stunde, hat das Rudern einen sehr hohen Kalorien-/ Fettverbrauch und eignet sich dafür hervorragend zum Abnehmen. Außerdem werden die Gelenke kaum belastet, was einen besonderen Vorteil für übergewichtige Menschen darstellt.
Muskelaufbau An der Ruderbewegung sind 80 % aller Muskeln beteiligt. Auch wenn der Fokus eher beim Kraft-Ausdauertraining liegt, eignet sich das Rudergerät für Anfänger, oder ältere Menschen, auch als Ganzkörpertraining.
Verbesserung der Kraft- Ausdauer Die Ruderbewegung kombiniert Kraft mit Ausdauertraining wie kaum ein anderer Hometrainer. Beide Komponenten lassen sich, durch Widerstand und Zeit, auf dem Rudergerät individuell anpassen und eignen sich daher für jeden.
Stärkung Herz-Kreislauf-System Durch die Ausdauerbelastung wird das Herz-Kreislaufsystem beansprucht und langfristig gestärkt. Das wiederum führt zur Vorbeugung von Bluthochdruck, Übergewicht und Stoffwechselstörungen, sowie zur Verbesserung der Lungenkapazität und der Herzleistung.
Vorbeugung gegen Rückenprobleme In Deutschland leidet jeder zweite, zumindest gelegentlich an Rückenschmerzen. Bei richtiger Ausführung dient ein Rudergerät zur Stärkung der Rückenmuskulatur und kann daher zur Korrektur von Haltungsschäden eingesetzt werden.

Für wen ist ein Rudergerät geeignet?

Rudern trainiert nicht nur einen Großteil der gesamten Muskulatur, sondern gilt auch als verletzungsarm und gelenkschonend. Während der Ausführung sind keine Stoßeinwirkungen vorhanden.

Somit eignet sich ein Rudergerät nicht nur Kraftsportler und Fitness-Enthusiasten, sondern auch für Anfänger und ältere Menschen, die ihrem Körper schlicht und einfach etwas Gutes tun möchten, ohne ihn zu überfordern.

Dr. Richard Godfrey, Universität BrunelSenior Lecturer

Rudern ist ein Kraft-Ausdauer-Sport mit großer aerobischer Komponente. Eine Reihe von Ausdauer-Sportarten wurden als „sehr aerobisch“ bezeichnet, darunter unter anderem auch Laufen. Aber wenn man Scaling benutzt eine mathematische Technik, mit der man Menschen verschiedener Größen und mit unterschiedlichem Gewicht miteinander vergleichen kann, liegen die Schwergewichts-Ruderer an der Spitze dieser Kraft-Ausdauer-Sportarten.

(Quelle: trainingsworld.com)

Darüber hinaus eignet sich das Training auch für Menschen mit einem bewegungsarmen Beruf, die vielleicht aufgrund von Dauerbelastungen des Rückens mit Haltungsschäden und Rückenbeschwerden zu kämpfen haben. Das Training wirkt sich positiv auf die Rumpfmuskulatur aus und stabilisiert die Wirbelsäule, was wiederum für eine bessere Körperhaltung sorgt.

Entscheidung: Welche Arten von Rudergeräten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen vier verschiedenen Typen / Arten von Rudergeräten unterscheiden:

  • Wasserbremse / Rudergerät mit Wasserwiderstand
  • Magnetbremse / Rudergerät mit Magnetbremse
  • Luftbremse / Rudergerät mit Windrad
  • Hydraulikzylinder

Worum handelt es sich bei einem Rudergerät mit Wasserbremse und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Rudergerät mit Wasserbremse, auch Waterrower genannt, ist ein Rudergerät mit Wasserwiderstand. Es verfügt über einen Behälter, in dem sich ein Wasser-Flugrad befindet. Je schneller man rudert, desto größer wird der Widerstand. Damit ähnelt der Waterrower dem klassischen Rudern auf Wasser am stärksten.

Durch deine Zugstärke kannst du also ganz einfach die Intensität bestimmen und musst den Widerstand nicht am Trainingscomputer einstellen. Ruderergometer mit Wasserwiderstand sind zudem dank ihres Wassertanks ein echter Hingucker in deinem Zuhause.

Vorteile
  • Gefühlslage ist ähnlich wie beim klassischen Rudern
  • Langlebig und wartungsarm
  • angenehmes Plätschern des Wassers
  • automatische Widerstandsanpassung
Nachteile
  • Widerstand kann nicht individuell eingestellt werden
  • Verhältnismäßig hohe Anschaffungskosten
  • mittleres Lautstärkeniveau
  • meist nicht zum Einklappen
Zwei Ruderer auf dem Wasser

Durch einen Indoor Rower mit Wasserwiderstand kommst du dem Gefühl des echten Ruderns auf dem Wasser extrem nahe. (Foto: PaelmerPhotoArts / pixabay.com)

Worum handelt es sich bei einem Rudergerät mit Magnetbremse und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Rudergeräte mit Magnetbremse zeichnen sich unter anderem durch ihren besonders geringen Geräuschpegel aus. Somit bieten sie sich beispielsweise für Mietwohnungen an. Da zudem keine Reibung während der Verwendung entsteht, kommt ein Rudergerät mit Magnetbremse ohne Wartung aus.

Vorteile
  • Äußerst geräuscharm
  • Keine Wartung notwendig
  • Besitzt in der Regel einen höheren Maximal-Widerstand als die anderen Geräte
Nachteile
  • Persönlicher Trainingsstil bedingt möglich
  • Widerstand bleibt unabhängig der Geschwindigkeit unverändert

Worum handelt es sich bei einem Rudergerät mit Luftbremse und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Viele der teureren Rudermaschinen sind mit einer Luftbremse ausgestattet und auch bekannt als Rudergerät mit Windrad. Während des Zuges wird Luft in eine Trommel hineingesogen. Dabei lässt sich der Widerstand mit Hilfe eines Schwungrads einstellen.

Je höher der Widerstand, desto mehr Luft gelangt in die Turbine. Zudem bedeutet schnelleres Ziehen auch zeitgleich eine größere Abgabe der Luft, sodass der Widerstand zusätzlich steigt.

Vorteile
  • Luftdurchzug wird von einigen Menschen als angenehm empfunden
Nachteile
  • Hoher Geräuschpegel
  • Einige Geräte weisen einen geringen Maximal-Widerstand auf

Worum handelt es sich bei einem Rudergerät mit Hydraulikzylinder und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Rudergeräte mit Hydraulikzylinder sind besonders preiswert und erinnern teilweise stark an klassische Trainingsmaschinen im Fitnessstudio. Diese Art von Rudergeräten ermöglicht in der Regel einen besonders hohen Widerstand und beansprucht besonders die Arme, sodass effektives Muskeltraining möglich ist.

Allerdings sollte die Widerstandseinstellung komplett synchron sein, da sonst einige Muskeln intensiver und andere weniger trainiert werden, was zu Dysbalancen führen kann.

Vorteile
  • Äußerst preiswert
  • Muskeltraining ist gut machbar
Nachteile
  • Bewegungsablauf weniger natürlich
  • Falsche Widerstands-Einstellungen können schnell zu Dysbalancen führen

Es gibt auch Hybridrudergeräte, die eine Kombination aus Windrad und Magnetsystem sind.

Kaufkriterien: Anhand dieser Kriterien kannst du Rudergeräte bewerten und vergleichen

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Ruderergometer gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes und effektives Gerät zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Qualität und Preis
  • Widerstand
  • Größe
  • Zusatzfunktionen
  • Ergonomie
  • Seilzug vs. Auslegermodell

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist, ein Gerät anhand der Kriterien zu erwerben oder eben nicht.

Qualität und Preis

Ruderergometer sind im Vergleich zu anderen Trainingsgeräten viel kostengünstiger in der Anschaffung. Allerdings solltest du dir vorab überlegen, wie oft und wie intensiv du trainieren möchtest.

Rudergeräte gibt es bereits sehr günstig, doch bei diesen Modellen ist der Verschleiß sehr hoch und du musst gegebenenfalls mit teuren Austauschteilen rechnen. Deshalb empfehlen wir dir, dein Geld richtig zu investieren, damit du lange Freude an deinem Rudergerät hast.

Bei Rudergeräten hängen Preis und Qualität eng zusammen.

Typ Rudergerät Günstig Solide Premium
Wasserwiderstand ca. 600 € ca. 1.000 € ca. 2.000 €
Windrad ca. 500 € ca. 700 € ca. 1.000 €
Magnetbremse ca. 250 € ca. 500 € ca. 1.000 €

Widerstand

Der Widerstand beschreibt die Kraft, die du mit deinem Körper überwinden musst. Je höher sie ist, desto intensiver werden deine Muskeln trainiert.

Je nach Trainingszweck ist ein hoher Widerstand ratsam. Für ältere Menschen oder für die Ausdauer ist ein geringer Widerstand jedoch vollkommen ausreichend und besser geeignet.

Zudem sollte beachtet werden, inwieweit sich der Widerstand bemerkbar macht. Beim klassischen Rudern zum Beispiel nimmt der Widerstand mit der Geschwindigkeit zu. Das gilt für Rudergeräte mit Wasser- oder Luftbremse.

Für den Muskelaufbau ist diese Eigenschaft weniger von Belang. Hier kann auch bedenkenlos auf ein Rudergerät mit Hydraulikzylinder oder Magnetbremse zugegriffen werden, sofern der Maximal-Widerstand ausreicht.

Größe

Für das Training an sich spielt die Größe des Geräts keine Rolle. Allerdings bedeuten große Rudergeräte auch mehr Platzbedarf. Kleinere Räume, wie sie beispielsweise in vielen Wohnungen zu finden sind, können bei großen Geräten den Bewegungsraum teils erheblich einschränken.

In diesem Fall bietet sich ein Rudergerät mit Hydraulikzylinder an, da es verhältnismäßig wenig Platz in Anspruch nimmt. Der Waterrower hingegen zeichnet sich zwar durch ein schickes Design und ein realitätsnahes Rudergefühl aus, nimmt jedoch viel Platz in Anspruch.

Zusatzfunktionen

Einige Modelle haben ein Display, auf dem beispielsweise die Anzahl der Schläge, die geruderte Zeit oder die theoretisch zurückgelegte Entfernung angezeigt wird. Ob solch ein Display für dich wichtig ist, musst du für dich selbst entscheiden.

Darüber hinaus bieten einige Geräte, etwa Modelle mit Magnetbremse, die Möglichkeit des Zusammenklappens. Damit ist sowohl ein einfacher Transport als auch eine platzsparende Lagerung möglich.

Ergonomie

Für den Langzeitgebrauch sollte die Ergonomie des Rudergerätes nicht vernachlässigt werden. Diese trägt unter anderem zu einem komfortableren Training bei, was sich positiv auf die Motivation auswirkt.

Der Komfort wird zum Beispiel von der Sitzform beeinflusst sowie das damit verbundene Gefühl. Sowohl das Material, als auch die Verarbeitung spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus sollten auch die Griffe für den Zug gut verarbeitet sein, damit ein fester Griff gewährleistet werden kann. Die Füße sollten gut auf der Auflagefläche positioniert werden können, sodass man sich voll und ganz auf das Training konzentrieren kann.

Seilzug vs. Auslegermodell

Bei einem Rower mit Seilzug ziehst du mit beiden Händen an einem Griff, was die Bewegungsabläufe erleichtert. Solche Seilzugmodelle findest du auch in jedem Fitnessstudio.

Alternativ gibt es Ruderergometer, bei denen du mit zwei Rudergriffen trainierst. Diese Art nennt man Auslegermodell. Obwohl du den Eindruck bekommst, dass es wie Rudern auf dem Wasser aussieht, wird durch die Ausleger die Bedienung des Geräts erschwert und du neigst dazu, viel mehr Fehler während des Trainings zu machen.

Auslegermodelle sind meist kostengünstiger und auch platzsparender als Seilzugmodelle. Dennoch solltest du lieber etwas mehr investieren, da du für dein Geld auch eine wesentlich bessere Qualität erhältst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rudergerät

Rudergeräte sind sowohl für Leistungs- und Hobbysportler als auch für ältere Menschen und Anfänger im Sport eine hervorragende Möglichkeit, die eigene Gesundheit zu verbessern und den Körper zu stärken.

Je nachdem, wie man am Rudergerät trainiert, kann der Fokus sowohl auf die Ausdauer, die Kraftausdauer oder das Muskelwachstum gelegt werden. Insbesondere beim letzteren ist es sinnvoll, sich vorher über das richtige Gerät zu informieren.

Im Folgenden sind noch weitere Informationen über das Thema Rudergerät aufgeführt, die dich mit Sicherheit interessieren werden.

Geschichtliche Hintergründe: Seit wann gibt es das Rudern?

Rudern existiert bereits seit Tausenden von Jahren. Das Rudergerät selbst wurde allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts erfundent. Im Jahre 1957 entwickelten die Australier John Harrison und Frank Cotton mithilfe eines Eisenrades und eines Magnetwiderstandes das erste Rudergerät.

Rudern wurde aber nicht nur als Möglichkeit der Fortbewegung auf dem Wasser angesehen, sondern auch als Sportart betrieben. Im 18. Jahrhundert verfeinerten die Engländer den Sport. Die erste Regatta auf der Themse fand 1775 statt, das so genannte „Doggett’s Coat and Badge Race“.

Die bekannteste Regatta auf der Themse ist der Wettkampf der Ruder-Achter der Universitäten von Cambridge und Oxford, das so genannte Boat Race, das im Jahr 1829 zum ersten Mal stattfand. In Deutschland dagegen wurde 1836 der Hamburger Ruder-Club gegründet. Acht Jahre später fand die erste deutsche Ruderregatta statt.

Bei den Olympischen Spielen wird Rudern seit 1900 ausgetragen. Lange Zeit wurden nur Männer zugelassen, seit 1976 gibt es auch Ruderklassen für Frauen.

Ruderachter mit Steuermann auf Fluss

Zum Mannschaftssport wird das Rudern als Gruppe im Achter. (Foto: MabelAmber / pixabay.com)

Bereits in den 70er-Jahren wurden Rudergeräte zur Einschätzung der Kondition von Athleten verwendet. 1980 stellte die Firma Repco das erste Rudergerät mit Luftwiderstand her. Aktuell werden Rudergeräte äußerst breitgefächert eingesetzt, beispielsweise im CrossFit und in Fitnessstudios.

Rudern im Kraftsport

Um die Muskulatur effektiv zu kräftigen und / oder Muskelmasse aufzubauen, ist es besonders wichtig, den Widerstand besonders hoch anzusetzen, während die Übung langsam und kontrolliert ausgeführt wird. So ist es zum Beispiel ratsam, in einem Frequenzbereich von 15 bis 20 Zügen pro Minute zu trainieren.

foco

Wusstest du, dass die Einführung von Ruder-Ergometern das Ruder-Training im Spitzensport revolutioniert hat?

Das Ergometer liefert jetzt ein kontrollierbares und wiederholbares Werkzeug zur Bewertung der Ruderleistung. Die 2.000 Meter Leistung auf einem Ruder-Ergometer hängt ganz von der funktionalen Kapazität sowohl der aerobischen als auch der anaerobischen Energiepfade ab und wird nicht durch Umweltbedingungen beeinträchtigt.

Rudern im hohen Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt bekanntlich sowohl die Muskelkraft als auch Muskelmasse ab, sodass der Alltag aus körperlicher Sicht anstrengender wird. Zudem führt eine schwache Muskulatur nicht selten zu Haltungsproblemen, weshalb viele ältere Menschen unter Rückenprobleme leiden.

Rudern besitzt zudem den entscheidenden Vorteil, die Gelenke außergewöhnlich wenig zu belasten, sodass sich der Sport optimal für ältere Menschen eignet.

Darüber hinaus werden knapp 80 Prozent der gesamten Muskulatur sowie das Herz- und Kreislaufsystem trainiert, sodass damit Haltungsschäden vorgebeugt werden und die Lebenserwartung effektiv verbessert werden kann.

Wie effektiv ist der Sport beim Abnehmen?

Aufgrund der Beteiligung zahlreicher Muskelgruppen des Körpers wird beim Rudern viel Energie verbraucht, sodass den Fettpolstern effektiv entgegengewirkt wird. Die Beanspruchung des Herz- und Kreislaufsystems kurbelt den Stoffwechsel an, was mit einem höheren Kalorienverbrauch einhergeht.

Somit lässt sich kaum ein Sport finden, der zum Abnehmen besser geeignet ist als das Rudern. Dennoch sollte wie bei jedem anderen Sport auch darauf geachtet werden, dass optische Resultate Zeit in Anspruch nehmen. Eine spürbare Gewichtsreduktion darf daher nicht schon nach ein bis zwei Wochen erwartet werden.

Zudem ist eine gesunde, kalorienarme und zugleich ausgeglichene Ernährung die Basis des Erfolgs. Ein Training mit großem Kalorienverbrauch ist zum Abnehmen nutzlos, wenn anschließend wieder viel Energie in Form von großen Mengen an Kohlenhydraten und Fetten über die Ernährung aufgenommen wird.

Welche Bootsklassen gibt es und welche ist die schwerste?

Bootsklassen Besetzung
Einer 1 Ruderer mit 2 Rudern
Zweier
  • Doppelzweier: 2 Personen mit jeweils 2 Rudern
  • Zweier: 1 Personen mit jeweils einem Ruder
  • Zweier mit Steuermann: 2 Ruderer und 1 Steuermann
Vierer
  • Doppelvierer: 4 Personen mit jeweils 2 Rudern
  • Vierer: 4 Ruderer mit jeweils 1 Ruder
  • Vierer mit Steuermann: 4 Ruderer, 1 Steuermann
Achter 8 Ruderer mit jeweils 1 Ruder, 1 Steuermann

Die wohl schwerste Bootsklasse ist der Zweier ohne Steuermann. Denn hier müssen beide Ruderer vollen Einsatz zeigen. Die Koordination muss perfekt sein, da das Rudern hundertprozentig synchron sein muss.

Es gibt keinen Steuermann, der das Boot lenkt. Diese Aufgabe muss einer der beiden Ruderer zusätzlich übernehmen. Beide Ruderer übernehmen mehrere Aufgaben, die bei einer größeren Bootsklasse auf mehreren Personen verteilt wird.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.freeletics.com/de/blog/posts/die-vorteile-des-rudertrainings/

[2| https://de.wikipedia.org/wiki/Ruderergometer

[3] https://fitnessmojo.de/training-mit-dem-rudergerat-technik-ausdauer-abnehmen-muskelaufbau/

Bildnachweis: victorfreitas / pexels.com

Bewerte diesen Artikel


64 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,08 von 5
Mai

Veröffentlicht von Mai

Wenn Mai sich nicht gerade zu Themen wie Körpersprache und Networking weiterbildet, findet man sie auf Kunstausstellungen oder Reisen wieder. Körperliche Fitness ist für sie ein Muss!