Was hilft gegen Muskelkater
Zuletzt aktualisiert: 19. März 2021

Hilfe – was kann ich gegen Muskelkater tun? Ja, diese Frage stellen wir uns leider viel zu häufig. Muskelkater erscheint immer wieder als ein sehr undankbarer Begleiter nach dem Sport. Eigentlich total unfair, oder? Da schafft man es, sich aufzuraffen und dem Körper durch Bewegung etwas Gutes zu tun und als Belohnung wird man in den nächsten Tagen von unangenehmen, schmerzenden Muskeln begleitet. Da wird die Motivation natürlich schnell wieder etwas gehemmt.

Häufig entsteht Muskelkater bei Menschen, die selten oder unregelmäßig sportlich aktiv sind. Zusätzlich kann Muskelkater auftreten, wenn das Trainingspensum rasant erhöht oder die eigene Belastbarkeit überschätzt wird. Mit diesem Artikel möchten wir dir hilfreiche Tipps und Tricks ans Herz legen, welche den Muskelkater effektiv bekämpfen oder ihn im Voraus vermeiden können.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schmerzen, welche 12 bis 24 Stunden nach dem Sport entstehen können sind uns als Muskelkater bekannt. Das Gefühl von Muskelkater kommt durch kleine Risse in den Muskeln, die durch ungewohnte oder intensive Belastung entstehen können. Diese Risse entzünden sich sehr leicht und verursachen somit Schmerzen.
  • Hausmittel und Sportsalben können helfen, die unangenehmen Schmerzen zu lindern. Durch lockeres Aufwärmen, der Aufnahme von genügend Flüssigkeit und einer heißen Dusche nach dem Sport kann der Muskelkater im Voraus sogar vermieden werden.
  • Das wirksamste Mittel gegen Muskelkater ist jedoch die Ruhe selbst. Gönne deinem Körper Sportpausen, in denen er sich erholen und die Entzündungen im Muskelgewebe bekämpfen kann.

Definition: Was ist Muskelkater?

Wie bereits angedeutet entsteht Muskelkater nach intensiver Beanspruchung der Muskeln. Dies kann sowohl nach dem Joggen, dem Fußballspielen, dem Radfahren, als auch nach allen anderen Sportarten geschehen, bei denen die Muskeln belastet werden.

Dies ist keineswegs bei allen Menschen gleich, sondern liegt vielmehr daran, welche Belastung die eigenen Muskeln gewohnt sind. So haben beispielsweise regelmäßig aktive Sportler eher selten mit schmerzenden Muskeln zu kämpfen.

Was hilft gegen Muskelkater

Muskelkater entsteht durch starke oder ungewohnte Belastung bestimmter Muskelgruppen. Mikrorisse in den Muskelfasern rufen die bekannten Schmerzen hervor. (Bildquelle: Karsten Winegeart / Unsplash)

Natürlich hat Muskelkater nichts mit der niedlichen Katze von nebenan zu tun. Der uns als Muskelkater bekannte Schmerz kommt von dem Wort “Katarrh” und deutet auf eine Entzündung des Muskelgewebes hin. Durch eine starke Strapazierung der Muskeln oder außergewöhnliche körperliche Belastung bilden sich kleine Mikrorisse. Der Körper reagiert mit einer Art Entzündung als Schutzreaktion.

So versucht er, eben diese kleinen Risse wieder zu heilen. Genau dieser Prozess wird von uns als schmerzender Muskelkater wahrgenommen und kann innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach der Belastung auftreten. Die Beschwerden können uns, wenn es schlecht läuft, bis zu sieben Tage lang begleiten.

Hintergründe: Was du über Muskelkater wissen solltest

Da Muskelkater je nach Anstrengung und Trainingszustand wirklich extrem schmerzhaft ausfallen kann, kommen immer wieder sämtliche Fragen auf. Man ist besorgt und möchte sich richtig Verhalten. Das Problem ist, es gibt sehr viele Mythen rund um das Thema Muskelkater und den richtigen Umgang damit. Wie soll man sich denn jetzt wirklich richtig Verhalten?

Aufgrund dessen möchten wir dir im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Muskelkater beantworten. Wir zeigen dir, wie du reagieren solltest und wie du den Schmerz effektiv bekämpfen kannst. So kannst du das Training besser in deinen Alltag einbauen und musst nicht tagelang mit den Folgen herumlaufen.

Ist Muskelkater gefährlich?

Auch wenn die Schmerzen teilweise dazu führen können, dass wir eine Schonhaltung einnehmen, muss grundsätzlich gesagt sein, dass Muskelkater nicht gefährlich ist.

Muskelkater ist vollkommen ungefährlich.

Dieser kann weder unsere Gesundheit beeinträchtigen, noch irgendwelche Folgeschäden hervorrufen.

Ganz im Gegenteil. Eigentlich ist Muskelkater sogar ein gutes Zeichen, da er die körperliche Anstrengung unterstreicht. Dabei ist die Regelmäßigkeit der entscheidende Faktor. Trainierst du die beanspruchte Muskelgruppe in Zukunft öfter und vor allem periodischer, wird der Schmerz von Mal zu Mal immer schwacher wiederkehren, bis er irgendwann ganz ausbleibt.

Dauert der Schmerz allerdings deutlich länger als sieben Tage an, ist es in jedem Fall ratsam das Gespräch mit dem Hausarzt zu suchen. Das Gleiche gilt für Muskelschmerzen, die auftreten, obwohl man sich nicht körperlich betätigt hat (1).

Was sind die größten Mythen über Muskelkater?

Viele von uns haben den lästigen Schmerz bereits kennengelernt und ihn ausgiebig mit Freunden bequatscht oder gegoogelt. Dabei erfährt man immer wieder Tipps und Tricks, welche sich teilweise komplett widersprechen. Wir möchten dir ein wenig Klarheit geben und die drei größten Mythen aufdecken.

Irrglaube 1: Die verursachende Aktivität wiederholen

Der Glaube an diesen Irrtum war zumindest früher weit verbreitet. Das wäre ja so ähnlich, als ob man einem Patienten mit einem gebrochenen Bein raten würde, noch einmal von der Leiter zu fallen, damit der Bruch wieder heilt.

Wenn du also durch ein bestimmtes Workout Schmerzen bekommen hast, solltest du genau das Workout nicht direkt wiederholen. Ansonsten bilden sich in den gleichen Muskeln noch mehr Risse und die Schmerzen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit noch schlimmer (2).

Irrglaube 2: Profisportler bekommen keinen Muskelkater

Das entspricht nur bedingt der Wahrheit. Wie bereits erwähnt macht die Regelmäßigkeit und die Gewohnheit ganz viel aus. Dass ein Marathon Läufer von einer weiteren Runde Joggen keinen Muskelkater bekommt ist logisch.

Schließlich werden die gleichen Muskelgruppen beansprucht, die ohnehin bereits sehr gut trainiert sind. Wenn dieser Profiläufer jetzt aber anfängt zu schwimmen, wird er auch mit den lästigen Schmerzen zu kämpfen haben, da er Muskeln trainiert, die vorher wahrscheinlich nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen haben.

Irrglaube 3: Dehnen hilft

Unzähligen Studien zur Folge sind Dehnübungen vor und nach dem Training überhaupt nicht hilfreich. Sie können die kleinen Risse und folgenden Entzündungen nicht verhindern. Im schlimmsten Fall können sie die Muskeln zusätzlich beanspruchen und verstärken somit die ohnehin unangenehmen Beschwerden.

Was sollte man bei Muskelkater auf keinen Fall tun?

Damit kommen wir auch direkt zur nächsten elementaren Frage. Damit du deinen Muskelkater nicht unbewusst verstärkst, möchten wir dich darüber aufklären, was du im Heilungsprozess eher unterlassen solltest.

  • Muskelkater unbeachtet hinnehmen
  • die gleiche Trainingseinheit wiederholen
  • zu starkes Dehnen vor und nach dem Training
  • der Griff zu Schmerzmitteln
  • der Konsum von Alkohol

Das wichtigste ist also den Muskelkater in erster Linie nicht zu ignorieren, sondern ihn ernst zunehmen. Hör auf deinen Körper und entscheide sorgfältig, ob du eine weitere Trainingseinheit oder lieber einen Tag Pause einlegen solltest. Fakt ist, dass der Körper während der Regenerationsphase viel Energie und Kraft benötigt, die du ihm unbedingt gönnen solltest (3).

Welche Aktivitäten können Muskelkater verursachen?

Im Grunde können alle Aktivitäten, die eine ungewohnte oder außergewöhnlich hohe Belastung darstellen, Muskelkater hervorrufen. Die Schmerzen variieren von Mensch zu Mensch und sind eigentlich davon abhängig, wie trainiert der Körper ist (4).

Zusätzlich kann man Muskelkater an fast jeder Stelle des Körpers bekommen. Jeder einzelne Muskel hat einen Soll-Bereich an Leistungsfähigkeit. Überschreiten wir diesen Soll-Bereich kommt es zum Muskelkater. Logischerweise ist er somit überall möglich wo sich Muskeln befinden. Sogar ausgiebiges Lachen kann Muskelkater hervorrufen. Er muss also nicht zwingend eine sportliche Ursache haben (5).

Welche Hausmittel helfen gegen Muskelkater?

Da Muskelkater in nahezu allen Fällen völlig harmlos ist, solltest du versuchen, ihn mit Hausmitteln zu bekämpfen. Deshalb erfährst du im Folgenden, welche Zaubermittel dir helfen können, den lästigen Muskelschmerz zu lindern und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Wir haben uns hierbei auf die Mittel konzentriert, die viele Haushalte ohnehin besitzen und ansonsten leicht erhältlich sind (6).

Hausmittel Wirkung
ein warmes Bad die Blutzirkulation wird angeregt und der Heilungsprozess beschleunigt
Johanniskraut die enthaltenen Flavonoide wirken entzündungshemmend
Cayennepfeffer das enthaltene Capsaicin wirkt schmerzlindernd, die Durchblutung wird angeregt
Ingwer schmerzlindernd und entzündungshemmend

Die vorgestellten Hausmittel sorgen in den meisten Fällen für eine bessere Durchblutung. Diese beschleunigt den Heilungsprozess und sorgt dafür, dass wir schon bald wieder voll durchstarten können. Dabei ist aber immer besondere Vorsicht geboten, damit nicht direkt der nächste Muskelkater provoziert wird. Außerdem trägt ein warmes Bad zur Beruhigung der Muskeln bei und unser Körper kann noch mehr Energie in den Heilungsprozess stecken.

Welche Arzneimittel können gegen Muskelkater helfen?

Normalerweise reicht eine ausgewogene Ernährung aus, um dem Körper die Stoffe zu bieten, die er in der Regenerationsphase benötigt. Doch im Folgenden möchten wir dir ein paar Alternativen vorstellen, die die Schmerzen bekämpfen oder zumindest vorübergehend lindern können. Allerdings solltest du erst auf die oben genannten Hausmittel zurückgreifen.

Sportsalben

Bei Sportsalben kann man zwei Standpunkte vertreten. Die einen sind der festen Überzeugung, diese Salben haben keinerlei Auswirkung auf die Genesung bei Muskelschmerzen. Andere wiederum sagen, dass Salben mit ihren Inhaltsstoffen zur Muskelentspannung und Entzündungsbekämpfung beitragen können.

Wie dem auch sei, sicher ist, dass Salben sicherlich in keinem Fall schaden. Vor allem diese, die durch ätherische Öle, Rosmarin, Lavendel und co. eine wärmende Wirkung haben. Sie können in der Tat die Durchblutung anregen und den Heilungsprozess der Muskeln begünstigen. Sie können den Prozess also beschleunigen aber nicht gänzlich ohne Ruhe und Sportpausen zu vollziehen (7).

Schmerzmittel

Für die kurzzeitige Behandlung akuter Schmerzen kann natürlich im Notfall auf Schmerzmittel zurückgegriffen werden.

Ibuprofen kann zur kurzzeitigen Behandlung der Schmerzen angewendet werden.

In diesen Fällen eignet sich die Einnahme von Tabletten die den Wirkstoff Ibuprofen enthalten. Dieser bekämpft zwar nicht das Problem in seinem Ursprung aber lindert zumindest die Schmerzen und hemmt die Entzündungen.

Die Einnahme diverser Schmerzmittel sollte selbstverständlich mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen. Die Anwendungszeit darf, ohne Absprache mit einem Arzt, nicht länger als vier Tage betragen.

Generell empfiehlt sich, vor der Einnahme das Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder einem Apotheker zu suchen und die Anwendung im eigenen Fall abzusichern. Dabei ist die Berücksichtigung der eigenen gesundheitlichen Situation und möglichen Vorerkrankungen von enormer Bedeutung.

Wie kann man Muskelkater vorbeugen?

Auch wenn man sich gerade erst dazu entschlossen hat regelmäßig sportlich aktiv zu sein, muss das nicht immer automatisch zu heftigem Muskelkater führen. Deswegen möchten wir dir im Folgenden ein paar Tipps geben, wie du Muskelkater vorbeugen oder ihn zumindest vermindern kannst. Und das alles im Voraus.

  • Nimm ausreichend Flüssigkeit zu dir. Nach Möglichkeit nicht weniger als 2,5 Liter pro Tag.
  • Leichtes und lockeres Aufwärmen bereitet deinen Körper optimal auf die anstehende Belastung vor.
  • Die eigene Belastbarkeit nicht überschätzen. Fange mit kleineren Trainingseinheiten an und steigere sie erst, wenn du dich fit genug fühlst. Damit vermeidest du eine Überlastung und beugst außerdem langviriegen Verletzungen vor. Mit anderen Worten – Überfordere deinen Körper nicht direkt zu Beginn.
  • Eine ausgiebige und warme Dusche nach dem Sport entspannt deine Muskeln und fördert die Durchblutung.
  • Verausgabe dich niemals. Erst recht nicht, wenn du dich nicht richtig fit fühlst. Zwingst du dich dann zu sportlichen Höchstleistungen, kann der Körper anschließend nicht die volle Energie in die Heilung, der Risse in den Muskeln, stecken.

Die aufgezählten Tipps sind natürlich keine Garantie und genaue Anleitung dafür, nie wieder von Muskelkater geplagt zu werden. Sie können aber dennoch dazu beitragen, dass du dich während und auch nach dem Sport fitter und beschwerdefreier fühlst. Was letztendlich bei dir am besten wirkt, wirst du mit der Zeit schon herausfinden (8).

Was hilft gegen Muskelkater: Die 8 besten Tipps & Tricks gegen den Muskelkater

Ist es für sämtliche Vorsichtsmaßnahmen schon zu spät und du hast bereits mit fiesem Muskelkater zu kämpfen, dann bist du hier genau richtig. Wir klären dich über zehn Tipps auf, die dir helfen können, den Muskelkater zu minimieren.

Tipp 1: leichtes Dehnen

Hier liegt die Betonung definitiv auf dem Wort leicht, da Dehnen sonst sogar zu Schäden führen kann. Dehnst du dich zu heftig, können weitere Risse entstehen und dem Heilungsprozess entgegenwirken. Leichtes Dehnen hingegen fördert die Blutzirkulation und trägt somit dazu bei, dass die Risse schneller repariert werden können. Hierfür eignen sich insbesondere kurze Yoga Sessions, die den Körper zusätzlich entspannen und ihm neue Energie schenken.

Tipp 2: Kirschsaft und viel Wasser trinken

Es ist kein Geheimnis und sollte als genereller Tipp beherzigt werden – Viel trinken ist wichtig! Nicht nur wenn du Muskelkater hast, sondern immer. Ein erwachsener Mensch sollte nach Möglichkeit mindestens 2,5 Liter Wasser täglich zu sich nehmen. Durch  stilles Wasser beispielsweise führen wir unserem Körper viele Mineralstoffe zu, die er zur Regeneration benötigt. So wird die Heilung der Muskeln beschleunigt und vereinfacht.

Was hilft gegen Muskelkater

Kirschen enthalten besonders viele Mineralstoffe und Vitamine. Außerdem sind sie in der Lage Entzündungen zu hemmen. (Bildquelle: Mohammad Amin Masoudi/ Unsplash)

Bei Muskelkater bedingten Schmerzen kann außerdem auch Kirschsaft helfen. Die Frucht enthält entzündungshemmende Stoffe und Antioxidantien welche dafür sorgen, dass die Schmerzen abklingen. Der regelmäßige Verzerr von Kirschen in jeglicher Form, kann sogar als präventive Maßnahme gegen Muskelkater äußerst effektiv sein (9).

Tipp 3: Einnahme von Magnesium und Calcium

Durch sportliche Aktivitäten werden unsere Magnesium und Calcium Vorräte verbraucht. Anschließend bietet es sich an, diesen wieder aufzufüllen. So unterstützen wir die Regenerationsphase der Muskeln, welche diese Nährstoffe unbedingt benötigt.

Dabei muss aber gesagt sein, dass Magnesium und Calcium alleine den Muskelkater nicht vollständig abklingen lassen können. Ein gutes Training und Ruhepausen sind von enormer Bedeutung. Allerdings schadet die zusätzliche Magnesium und Calcium Zufuhr bei Sportlern in keinem Fall.

Dadurch können Muskelkrämpfe vermieden und das Training allgemein erleichtert werden. Calcium befindet sich vor allem in Milchprodukten oder Haferflocken während Magnesium vorrangig in Bananen, Vollkornbrot oder Reis zu finden ist (10).

Tipp 4: Wärme lockert die Muskulatur

Ein warmes Bad, ein Besuch in der Sauna, eine Wärmflasche oder eine wärmende Sportsalbe. Das alles sind Möglichkeiten die Muskulatur zu entspannen und zu lockern. Wie bereits erwähnt fördert Wärme die Blutzirkulation und die Muskeln können sich in kürzester Zeit vollständig erholen.

So kannst du deinen Trainingsplan in den folgenden Tagen weiterhin wahrnehmen. Denk dabei immer daran – in der Ruhe liegt die Kraft. Steigere dein Training nur langsam, ansonsten kann Wärme auch nicht mehr viel ausrichten.

Tipp 5: Genügend Schlaf

Für die Regenerationsphase braucht der Körper ausreichend Ruhe. So hat er die Möglichkeit sich vollständig auf die Heilung zu konzentrieren und seine ganze Energie in eben diesen Prozess zu stecken. Deswegen solltest du deinem Körper täglich bis zu acht Stunden Schlaf gönnen.

Ausreichend viel Schlaf fördert die geistige und körperliche Gesundheit.

Doch nicht nur während sportlich bedingter Erholungszeiten solltest du dir viel Schlaf erlauben, sondern immer.

Studien belegen, dass sechs bis acht Stunden Schlaf unsere physische und psychische Gesundheit unterstützen. Denn nicht nur unsere Muskeln erholen sich im Schlaf. Unser Körper bekommt währenddessen Zeit, erlebtes zu verarbeiten und Abwehrkräfte zu mobilisieren (11).

Tipp 6: Lockere Bewegung

Falsch wäre es, mit Muskelkater das Training wie gewöhnlich fortzusetzen und die Schmerzen weites gehend zu ignorieren. Wer immer wieder die gleichen Muskelgruppen überbeansprucht wird schnell feststellen, dass die Beschwerden nicht nachlassen. In besonders schlimmen Fällen kann es sogar zu ernsthaften langzeitigen Verletzungen kommen.

Wenn du allerdings nicht komplett auf Bewegung in der Regenerationsphase verzichten möchtest, bietet sich ein lockerer Spaziergang oder eine kleine Fahrradtour optimal an. Wichtig ist hierbei, dass du dich nicht erneut verausgabst.

Tipp 7: Eine leichte Massage

Hier liegt die Betonung wieder einmal auf dem Wort leicht. Leichte Massagen können die Muskeln entspannen, die Durchblutung anregen und somit die Heilung voranschreiten lassen. Hierbei bietet es sich an, Sportsalben zu verwenden und diese mit leichtem Druck einzumassieren  (12).

Tipp 8: Geduld

Der wohl am meisten gehasste Tipp birgt die hilfreichste Wirkung. Ob und wie lange du Trainingspausen einlegen solltest liegt immer ganz an deinem Niveau. Als Anfänger ist es durchaus empfehlenswert ein bis zwei Tage Sportpause einzulegen. Immer gleich ist jedoch, dass Ruhe jedem Körper die Möglichkeit gibt, sich voll und ganz auf die Heilung zu konzentrieren. Schon bald sind die Muskeln wieder voll einsatzfähig. Hier gilt also im wahrsten Sinne des Wortes – die Zeit halt alle Wunden und in der Ruhe liegt die Kraft.

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Fazit

Wie wir dir zeigen konnten, ist Muskelkater zunächst einmal nichts gefährliches, weswegen ein Arztbesuch unbedingt notwendig wäre. Mittlerweile haben sich Hausmittel wie beispielsweise Johanneskraut, Cayennepfeffer und Ingwer als Schmerzlindernd erwiesen und werden häufig zur Behandlung genutzt.

Dir sollte außerdem klar sein, dass du deinen Körper zu Beginn nicht direkt überlasten darfst. Fange mit leichtem und lockerem Training an und gönne dir unbedingt ausreichend Ruhephasen. Kirschsaft und die Einnahme von Magnesium und Calcium kann deinen Heilungsprozess zusätzlich effektiv unterstützen. Auch wärme und Sportsalben können sehr hilfreich sein. Der wichtigste Faktor ist jedoch die Ruhe. In der Ruhe liegt also die Kraft zum Erfolg.

Bildquelle: Flora Griffiths/ Unsplash

Einzelnachweise (12)

1. apotheken-umschau.de: Muskelkater lindern und vorbeugen
Quelle

2. augsburger-allgemeine.de: ANZEIGE Fitness: Sechs Mythen zum Muskelkater
Quelle

3. stern.de: Mysterium Muskelkater – was Sie wissen sollten und was Sie vergessen können
Quelle

4. Qamar MM, Javed MS, Dogar MZUH, Basharat A. Beat the exercise-induced muscle damage. J Pak Med Assoc. 2019 Nov;69(11):1682-1686. doi: 10.5455/JPMA.301636.. PMID: 31740879.
Quelle

5. shuru.de: Muskelkater – was es ist, was hilft und was du nicht machen solltest
Quelle

6. gofeminin.de: Hausmittel gegen Muskelkater: Diese natürlichen Mittel helfen
Quelle

7. Ärzte Zeitung Nr. 142 vom 28.08.2013, Seite 18.Ärzte Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, 2013/08/28. doi: 000844321
Quelle

8. Posner-physio.de: Was ist Muskelkater ? Ein schmerzhafter, somatischer Lernprozeß ?
Quelle

9. Dr. med. Klaus Pöttgen. Fokus Ernährung im Sport. Sportärztezeitung 04/2019.
Quelle

10. t-online.de: Was hilft gegen Muskelkater: Die besten Hausmittel und Tipps, wie Sie vorbeugen können
Quelle

11. Thomas Müller. Weltweite Schlafstudie. Wer sechs bis acht Stunden pro Nacht schläft, lebt am längsten. 28.12.2018.
Quelle

12. Guo J, Li L, Gong Y, Zhu R, Xu J, Zou J, Chen X. Massage Alleviates Delayed Onset Muscle Soreness after Strenuous Exercise: A Systematic Review and Meta-Analysis. Front Physiol. 2017 Sep 27;8:747. doi: 10.3389/fphys.2017.00747. PMID: 29021762; PMCID: PMC5623674.
Quelle

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Wissenschaftliche Studie
Qamar MM, Javed MS, Dogar MZUH, Basharat A. Beat the exercise-induced muscle damage. J Pak Med Assoc. 2019 Nov;69(11):1682-1686. doi: 10.5455/JPMA.301636.. PMID: 31740879.
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Muskelkater – was es ist, was hilft und was du nicht machen solltest
shuru.de: Muskelkater – was es ist, was hilft und was du nicht machen solltest
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Hausmittel gegen Muskelkater: Diese natürlichen Mittel helfen
gofeminin.de: Hausmittel gegen Muskelkater: Diese natürlichen Mittel helfen
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Ärzte Zeitschrift
Ärzte Zeitung Nr. 142 vom 28.08.2013, Seite 18.Ärzte Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, 2013/08/28. doi: 000844321
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Was ist Muskelkater ? Ein schmerzhafter, somatischer Lernprozeß ?
Posner-physio.de: Was ist Muskelkater ? Ein schmerzhafter, somatischer Lernprozeß ?
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Sport Ärztezeitung
Dr. med. Klaus Pöttgen. Fokus Ernährung im Sport. Sportärztezeitung 04/2019.
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Was hilft gegen Muskelkater: Die besten Hausmittel und Tipps, wie Sie vorbeugen können
t-online.de: Was hilft gegen Muskelkater: Die besten Hausmittel und Tipps, wie Sie vorbeugen können
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Ärzte Zeitung
Thomas Müller. Weltweite Schlafstudie. Wer sechs bis acht Stunden pro Nacht schläft, lebt am längsten. 28.12.2018.
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Wissenschaftliche Studie
Guo J, Li L, Gong Y, Zhu R, Xu J, Zou J, Chen X. Massage Alleviates Delayed Onset Muscle Soreness after Strenuous Exercise: A Systematic Review and Meta-Analysis. Front Physiol. 2017 Sep 27;8:747. doi: 10.3389/fphys.2017.00747. PMID: 29021762; PMCID: PMC5623674.
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