Vitamin D Überdosierung
Zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2021

Schon in jungen Jahren wird uns beigebracht, dass Vitamine eine wichtige Rolle in unserer Gesundheit einnehmen und daher ein fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind. Sie sollen nicht nur eine positive Wirkung auf den Körper, sondern auch auf die Psyche haben. Es ist also kaum verwunderlich, dass Vitamine in unser aller Munde sind.

Das Vitamin D gilt hierbei notorisch als das Sonnenvitamin. Es trägt unter anderem zur Härtung der Knochen und Zähne bei. Doch zu viel des Guten ist meist von Übel. Wenn die Aufnahme von Vitamin D übertrieben wird, kommt es zu einer Überdosierung.

Die damit verbundenen Beschwerden und Folgen sollten auf keinen Fall unterschätzt werden. Dieser Artikel thematisiert die Funktionen des Sonnenvitamins, sowie die möglichen Ursachen und Symptome einer Überdosierung. Darüber hinaus geht es um die Behandlung, falls eine Vitamin D Überdosierung vorliegt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Vitamin D kann sowohl durch Sonnenlicht über die Haut als auch durch Lebensmittel aufgenommen werden. Im Falle eines nachgewiesenen Vitamin D Mangels kann das Vitamin ebenfalls über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
  • Eine Vitamin D Überdosierung kann nur durch die zusätzliche Aufnahme von Präparaten auftreten. Diese erfolgt, sobald die täglich empfohlene Dosis überschritten wird oder in Kombination mit anderer Medikamente.
  • Da eine regelmäßige Überdosierung in extremen Fällen gesundheitsschädigende Auswirkungen hat, sollte bei Verdacht ein Arzt aufgesucht werden. In vielen Fällen können die Symptome jedoch auf einen Vitamin – oder Mineralmangel zurückgeführt werden, der in Verbindung mit einem erhöhten Vitamin D Spiegel steht.

Definition: Was ist Vitamin D?

Unter dem Begriff Vitamin D versteht man eine Gruppe fettlöslicher Vitamine.  Hierbei sticht das Vitamin D aufgrund seiner besonderen Eigenschaft unter einer Vielzahl an Vitaminen hervor. Durch die bereits im Körper vorhandenen Vorstufen kann das Vitamin nämlich selbst gebildet werden.

Dies erfolgt durch die Aufnahme von Sonnenlicht über die Haut. Dieser Vorgang wird auch als Vitamin D Eigensynthese bezeichnet. Vitamin D kann ebenfalls über die Nahrung aufgenommen werden. Jedoch trägt die Aufnahme des Vitamins über Lebensmittel im Vergleich zur Eigensynthese nur einen kleinen Teil zur Vitamin D Versorgung des Menschen bei (1, 2).

Zu viel Vitamin D: Was du über die Überdosierung von Vitamin D wissen solltest

Zunächst werden allgemeine Hintergrundinformationen bezüglich des Vitamin D’s geklärt, bevor die Ursachen, Symptomen und Folgen einer Überdosierung thematisiert werden. Danach erfährst du, wie eine Vitamin D Überdosierung behandelt wird und wie diese beim nächsten Mal sogar vermieden werden kann.

Welche Funktion hat Vitamin D im Körper?

Vitamin D nimmt zahlreiche Funktionen im Körper ein. Unter anderem unterstützt das Vitamin D den Knochenstoffwechsel und die Knochenmineralisierung. Durch seine Förderung der Calcium – und Phosphataufnahme aus dem Darmtrakt, trägt das Vitamin einen maßgeblichen Einfluss zur Härtung der Knochen bei (3).

Darüber hinaus hat das Vitamin D einen Einfluss auf diverse weitere Stoffwechselvorgänge. Es unterstützt die Bildung von Proteinen und somit die Kräftigung der Muskulatur (1, 14).

Welche Arten von Vitamin D gibt es?

Das Vitamin D beherbergt eine Gruppe von fettlöslichen Vitaminen. So existiert das Vitamin D1, D2, D3, D4 und D5 mit jeweils verschiedenen Strukturen und Vorkommen. Die bekanntesten Strukturen sind Vitamin D2 und D3. Das Vitamin D2 kommt lediglich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Im Gegensatz hierzu wird das Vitamin D3 nur in tierischen Lebensmitteln vorgefunden.

Das von dem Körper und der Sonne produzierte Vitamin D ist das Vitamin D3. Das Vitamin D3 ist das in Deutschland am häufigsten vertretene und verkaufte Vitamin D. Des weiteren ist in Deutschland das Vitamin D3 als einzige Vitamin D Struktur in Nahrungsergänzungsmitteln erwerbbar.

Vitamin D Überdosierung

Körpereigenes Vitamin D kann durch die Aufnahme von Sonnenlicht über die Haut produziert werden. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Eigensynthese. (Bildquelle: Kitera Dent / Unsplash)

Während das Vitamin D1, D2, D4 und D5 künstlich hergestellt werden können, ist dies bei dem Vitamin D3 bislang noch nicht möglich. Den erhöhten Vitamin D3 Gehalt vor allem bei Fischen im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln lässt sich daher erklären, dass das Vitamin D3 hauptsächlich in den Leberölen von Meeresfischen vorkommt.

Wie kann Vitamin D aufgenommen werden?

Vitamin D kann in unterschiedlicher Weise aufgenommen werden. So kann eine Aufnahme nicht nur über die Haut, sondern auch oral über pflanzliche und tierische Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden (3).

Sonne

Der Körper wird hauptsächlich durch die Aufnahme von Sonnenlicht über die Haut mit Vitamin D versorgt. Durch die Eigensynthese wird ca. 80% bis 90% des menschlichen Vitamin D Bedarfs gedeckt (3).

Die Menge an Vitamin D, die vom Körper produziert werden kann, wird von vielen Faktoren beeinflusst. Darunter fallen unter anderem der Wohnort und Sonnenstand, das Alter, die Lebensgewohnheiten und der Hauttyp eines Menschen (4, 15).

Lebensmittel

Die Ernährung trägt im Vergleich zur Eigensynthese einen deutlich geringeren Anteil von ca. 10% bis 20% zur Vitamin D Versorgung bei. Hierbei gibt es nur eine geringe Anzahl an gängigen Lebensmitteln, welche das Vitamin in größeren Mengen über verfügen (5). Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über den Vitamin D Gehalt einiger Lebensmittel:

Lebensmittel Vitamin D Gehalt in μg/100 g Vitamin D Gehalt in IE/ 100g
Hering 7.75-25 310-1000
Makrele 4 160
Wildlachs 15-25 600-1000
Zuchtlachs 2.5-6.25 100-250
Thon in Wasser, abgetropft 3.5 140
Thon in Öl, abgetropft 3.1 124
Hühnerei, roh 1.25-5 50-200
Eigelb 3.75-6.25 150-250
Champignon (Zuchtpilz) 0.25-1.25 10-50
Eierschwamm, Pfifferling (Wildpilz) 2-8.5 80-340

Wie der Tabelle zu entnehmen ist, sind vor allem einige Fischarten, Pilzsorten und Eier reich an Vitamin D. Bei einem niedrigen Vitamin D Spiegel sollte zunächst eine Erhöhung durch die Ernährung angestrebt werden.

Supplements

Eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmitteln, wie beispielsweise mit Vitamin D Präparaten, ist generell nicht notwendig. Erst bei einem gezielten Verbesserungswunsch der Vitamin D Versorgung werden Nahrungsergänzungsmittel empfohlen.

Eine zusätzliche Vitamin D Einnahme kann also bei einem nachgewiesenen Vitamin D Mangel, welcher weder durch Eigensynthese oder Ernährung ausgebessert werden kann, in Erwägung gezogen werden (1, 5). Gegen eine Einnahme von mehreren verschiedenen Vitamin-D-Supplements auf einmal wird jedoch stark abgeraten.

Wie kommt eine Vitamin D Überdosierung überhaupt zustande?

Eine Vitamin D Überdosierung kann nur durch die orale Aufnahme einer zu hohen Vitamin D Menge erfolgen. Meist erfolgt diese durch einen erhöhten Konsum an Supplements statt natürlicher Vitamin D Lebensmittel. Eine Überdosierung durch exzessiver Sonneneinstrahlung ist dank eines Regulationsmechanismus der Haut auszuschließen (4).

Aufgrund seiner fettlöslichen Eigenschaft wird das aufgenommene Vitamin D nicht durch den Urin abgebaut und kann daher lange im Körper gespeichert werden. So besteht neben einer akuten Vitamin D Überdosierung auch die Möglichkeit einer schleichenden.

Darüber hinaus kann die Wirkung von Vitamin D Supplements durch Einnahme weiterer Medikamente verstärkt werden. Das bedeutet, dass trotz Einhaltung der empfohlenen Tagesdosis Vitamin D ungewollt eine Überdosierung entstehen kann. Unter diesen Medikamenten fallen beispielsweise:

  • Kortison
  • Schlafmittel
  • Anti-Epileptika
  • Diuretika (12)

Vor Einnahme von Vitamin D Präparaten sollte daher stets sichergestellt werden, ob weitere einzunehmende Medikamente eine Vitamin D verstärkende Wirkung aufweisen. In solch einem Fall sollte eine Anpassung und Regulierung der Vitamin D Zufuhr erfolgen.

Ab wann spricht man von einer Vitamin D Überdosierung?

Man spricht von einer Vitamin D Überdosierung, sobald die täglich empfohlene Menge an Vitamin D regelmäßig überschritten wird. Die Tagesdosis für die jeweiligen Altersgruppen ist in folgender Tabelle enthalten:

Alter Tagesbedarf in μg Tagesbedarf in IE
Säuglinge (0-12 Monate) 10μg 400IE
Kinder (bis zu 10 Jahre) 50μg 2000IE
Kinder (ab 10 Jahre) und Erwachsene 100μg 4000IE

*IE= Internationale Einheit

Die in der Tabelle aufgeführten Vitamin D Tagesdosierungen beinhalten alle Einnahmearten über Nahrungsmittel und Ergänzungsmittel. Hierbei ist anzumerken, dass die Einnahme von Vitamin D Präparaten einen täglichen Grenzwert von 20μg bzw. 800IE beträgt. Wird dieser überschritten, so spricht man von einer Vitamin D Überdosierung (10).

Welche Symptome treten bei einer Vitamin D Überdosierung auf?

Bei einer Überdosierung von Vitamin D können Vergiftungserscheinungen auftreten. Ist dies der Fall, spricht man auch von Hypervitaminose. Folgende Symptome können bei einer Vitamin D Überdosierung auftreten:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • starkes Durstgefühl
  • vermehrter Harndrang
  • Schwächegefühl
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Fieber
  • Schwindel
  • Nervosität
  • Herzrhythmusstörungen
  • Durchfall

Bei langanhaltenden Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Um unangenehme Nebenwirkungen vorzubeugen, ist eine Absprache mit dem Hausarzt schon vor der Einnahme von einem Vitamin D Supplement ratsam.

Welche Folgen kann eine Vitamin D Überdosierung haben?

Neben den akuten Beschwerden kann eine regelmäßige Vitamin D Überdosierung mit weiteren Gesundheitsrisiken verbunden sein. Hierbei ist die Bildung von Nierensteinen oder darüber hinaus Nierenschäden aufzuführen. Dies kann in seltenen Fällen bis hinzu Nierenversagen führen.

Vitamin D Überdosierung

Da eine Vitamin D Überdosierung nicht nur akute Beschwerden, sondern auch gesundheitsgefährdende Folgen mit sich bringen kann, sind Vitamin D Supplements mit Vorsicht zu konsumieren. (Bildquelle: Nicolas Solerieu/ Unsplash)

Des weiteren ist eine Hypercalcämie, die in extremen Fällen sogar lebensbedrohlich werden kann, als Folge einer langfristigen Vitamin D Überdosierung nicht auszuschließen (1).

Wie schädlich ist eine Vitamin D Überdosierung in der Schwangerschaft?

Generell besteht während einer Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen. Jedoch gilt dies nicht unbedingt für das Vitamin D. So wurde eine hohe Korrelation zwischen dem Vitamin D Spiegel einer werdenden Mutter und dem Risiko einer Nahrungsmittelallergieerkrankung in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes nachgewiesen.

Bei Kindern, dessen Mütter während der Schwangerschaft ein niedriges Vitamin D Niveau hatten, wurden deutlich seltener Nahrungsmittelallergien festgestellt. Ein hoher Vitamin D Spiegel während der Schwangerschaft kann also im Umkehrschluss für das Kind eine Entwicklung von Nahrungsmittelallergien im Kleinkindalter als Konsequenz haben (6).

Ein erhöhter Vitamin D Spiegel in der Schwangerschaft kann somit zu Folge haben, dass für das ungeborene Kind ein erhöhtes Risiko zur Erkrankung an einer Nahrungsmittelallergie besteht.

So wird Schwangeren von einer Einnahme von Vitamin D Supplements abgeraten, um eine Überdosierung zu vermeiden (6). Sollte eine erhöhte Vitamin D Zufuhr von dringenden Nöten sein, so sollte dies mit dem Frauenarzt zum Schutz des ungeborenen Kindes abgeklärt werden.

Inwiefern hängt eine Vitamin D Überdosierung mit anderen Mineralstoffen und Vitaminen zusammen?

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Einfluss einer Vitamin D Überdosierung auf andere Vitamine oder Mineralstoffe. Vitamin D weist eine notorische Korrelation zu Vitamin K, Magnesium und Calcium auf, weshalb im Folgenden die Einflüsse einer Vitamin D Überdosierung auf diese thematisiert wird.

Vitamin D Überdosierung und Vitamin K Mangel

Wenn ein Vitamin D Supplement eingenommen wird, sollte die Vitamin K Versorgung im Auge behalten werden. Dies basiert auf der Tatsache, dass die beiden Vitamine auf unterschiedlichen Stoffwechselebenen unter einer wechselwirkenden Beziehung stehen und sich gegenseitig unterstützen.

Eine Vitamin D Überdosierung kann einen Vitamin K Mangel hervorrufen.

Wenn bei der Einnahme hoher Mengen an Vitamin D die Vitamin K2 Zufuhr vernachlässigt wird, kann dies zu einem funktionellen Vitamin K2 Mangel führen. Dies hat unter anderem zur Folge, dass der Überschuss an Calcium (Hypercalcämie) im Blut nicht in die Knochen abtransportiert wird. Die Calciumüberschüsse lagern sich in solch einem Fall an den Blutgefäßwänden oder als Nierensteine ab (9, 11, 13).

Einige Symptome, die bei einer Vitamin D Überdosierung auftreten, können also auf den damit zusammenhängenden Vitamin K Mangel zurückgeführt werden.  Eine Hypercalcämie kann unter anderem Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe oder Erbrechen hervorrufen. In besonders schweren Fällen können Herzrhythmusstörungen oder Nierenschäden anfallen, die von Nierensteinen bis schlimmstenfalls zu Nierenversagen führen können (8, 9).

Vitamin D Überdosierung und Calcium

Wie zuvor erwähnt, führt eine übermäßig hohe Zufuhr von Vitamin D zu einem erhöhten Calciumspiegel. Grundsätzlich ist von einer zusätzlichen Calciumeinnahme in Kombination mit der Einnahme von Vitamin D abzuraten, um sich dem Risiko einer Hypercalcämie nicht auszusetzen. Eine Kombination der beiden ist nur in seltenen Fällen ratsam und sollte nicht ohne ärztlicher Rücksprache erfolgen (11).

Vitamin D Überdosierung und Magnesium Mangel

Vitamin D und Magnesium haben ebenfalls eine interagierende Beziehung zueinander. So trägt Magnesium zur Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form bei. Darüber hinaus aktiviert der Mineralstoff bestimmte Moleküle.

Ohne diese kann das Vitamin D nicht innerhalb des Körpers transportiert werden. Bei einer Vitamin D Überdosierung kann es daher zu einer Unterversorgung des Minerals, also zu einem Mangel kommen. Die Konsequenz ist dann ein Defizit an aktivem Vitamin D trotz hoher Vitaminzufuhr (7)

Der Ursprung der Beschwerden, die bei einer Hypervitaminose auftreten, können also möglicherweise von einem Magnesium Mangel stammen. Als potenzielle Symptome hierbei sind unter anderem Müdigkeit oder Kopfschmerzen/ Migräne aufzuführen.

Eine Vitamin D Überdosierung wurde festgestellt. Was nun?

Um nicht nur die Nebenwirkungen so schnell wie möglich zu beseitigen, sondern auch negative Folgen zu vermeiden, sollte eine Überdosierung schnellstmöglich behandelt werden. Im folgenden Absatz wird erläutert, wie eine Vitamin D Überdosierung behandelt werden kann, falls du eine vermutest oder sogar eine festgestellt wurde. Darüber hinaus wird auch die optimale Dosierung von Vitamin D thematisiert.

Wie kann man eine Vitamin D Überdosierung behandeln?

Bei dem Verdacht einer Vitamin D Überdosierung sollte zunächst der Hausarzt aufgesucht werden. Es wird dazu geraten ein Blutbild zu machen, um so zu überprüfen, wie es um den körpereigenen Vitamin D Haushalt steht. Bei Feststellung eines zu hohen Vitamin D Gehalts wird dazu geraten das Supplement zu reduzieren oder womöglich komplett abzusetzen.

Darüber hinaus beeinflusst die Schwere der auftretenden Symptome dann die weiteren Behandlungsmaßnahmen. Diese reichen von einer Ernährungsumstellung auf eine calciumarme Diät bis hin zu calciumsparender Medikamente, oder eine simplen Steigerung der Flüssigkeitsaufnahme. Jedoch kann bei besonders schweren Folgen eine stationäre Behandlung erforderlich sein. Allgemein sollte jedoch nicht ohne ärztlicher Rücksprache gehandelt werden.

Selbst bei einem zuvor festgestellten Vitamin D Mangel wird eine zusätzliche Einnahme des Vitamins erst nach Absprache mit dem Arzt empfohlen.

Dieser kann durch Untersuchungen die benötigte Tagesdosis ermitteln und ein auf den individuellen Bedarf abgestimmtes Präparat nahelegen. So können unangenehme Begleiterscheinungen vorgebeugt werden. Desweiteren sollte eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt erfolgen.

Welche Vitamin D Dosierung ist für mich geeignet?

Wie zuvor erwähnt, kann eine gute Vitamin D Versorgung üblicherweise ohne die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erfolgen. Dies setzt eine entsprechende Vitamin D Aufnahme über die Haut und eine ausgewogene Ernährung voraus.

Vitamin D Supplements sollten nur dann eingenommen werden, wenn eine eindeutige Indikation vorliegt. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, dass bei Erwachsenen und Kindern ab dem Alter von zehn Jahren die Gesamtzufuhrmenge von 100 Mikrogramm Vitamin D pro Tag nicht überschritten wird.

Bei Kindern bis zu zehn Jahren beläuft sich die Toleranzgrenze des Vitamins auf 50 Mikrogramm pro Tag. Die empfohlene Tagesdosierung inkludiert sowohl die Vitamin D Aufnahme durch Nahrungsmittel als auch Supplements (1, 10).

Fazit

Eine Vitamin D Überdosierung sollte nicht unterschätzt werden. Beschwerden im Zusammenhang mit einer erhöhten Menge an Vitamin D können nicht nur unangenehm sein, sondern im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen, falls es regelmäßig zu einer Überdosierung kommt und nicht rechtzeitig behandelt wird. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Behandlung, sobald Beschwerden auftreten.

Zunächst sollte man jedoch versuchen seinen Vitamin D Haushalt durch eine ausgewogene Ernährung und genug Sonneneinfluss aufzustocken. Führt dies nicht zum gewünschten Ziel, so kann nach Absprache mit dem Arzt eine Vitamin D Zufuhr in Form von Nahrungsergänzungsmittel und Präparaten in Erwägung gezogen werden.

Bildquelle: Kent Pilcher / Unsplash

Einzelnachweise (15)

1. Bundesinstitut für Risikobewertung, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Max Rubner-Institut (2012): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D
Quelle

2. Robert Koch Institut (2019): Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D
Quelle

3. Martina Rabenberg, Gert B.M. Mensink (2016): Vitamin-D-Status in Deutschland, Journal of Health Monitoring, DOI 10.17886/RKI-GBE-2016-036, Robert Koch-Institut, Berlin
Quelle

4. Sophie Kelm (2018): Vitamin D, Apotheken Umschau
Quelle

5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D
Quelle

6. Weisse, K., Winkler, S., Hirche, F., Herberth, G., Hinz, D., Bauer, M., Roeder, S., Rolle-Kampczyk, U., von Bergen, M., Olek, S., Richter, T., Diez, U., Borte, M., Stangl, G.I., Lehmann, I. (2013): Maternal and newborn vitamin D status and its impact on food allergy development in the German LINA cohort study. Allergy 68 (2), 220 – 228.
Quelle

7. Zittermann, A. (2013): Magnesium deficit - overlooked cause of low vitamin D status?. BMC Med 11, 229
Quelle

8. Uwe Gröber, Klaus Kristers (2018): Vitamin D niemals ohne Vitamin K2 – Imperativ oder Konjunktiv? EHK; 67: 226–230
Quelle

9. Berkner, K.L. and Runge, K.W. (2004), The physiology of vitamin K nutriture and vitamin K‐dependent protein function in atherosclerosis. Journal of Thrombosis and Haemostasis, 2: 2118-2132.
Quelle

10. klartext-nahrungsergaenzung(2021): Vitamin D-Überdosierung
Quelle

11. Rehberg, C. (2021): Vitamin D – Die richtige Einnahme
Quelle

12. NDR (2020): Vitamin-D-Mangel erkennen und beheben
Quelle

13. fu, Xueyan & Wang, Xiang-Dong & Mernitz, Heather & Wallin, Reidar & Shea, Mary & Booth, Sarah. (2009). 9-Cis Retinoic Acid Reduces 1 ,25-Dihydroxycholecalciferol-Induced Renal Calcification by Altering Vitamin K-Dependent -Carboxylation of Matrix -Carboxyglutamic Acid Protein in A/J Male Mice. The Journal of nutrition. 138. 2337-41. 10.3945/jn.108.093724.
Quelle

14. Rabenberg M, Scheidt-Nave C, Busch MA, Rieckmann N, Hintzpeter B, Mensink GBM (2015) Vitamin D status among adults in Germany – results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). BMC Public Health 15:641
Quelle

15. Jacobsen, Ryan & Hronek, Brett & Bryant, Ginelle & Schilling, Margo. (2011). Hypervitaminosis D Associated with a Vitamin D Dispensing Error. The Annals of pharmacotherapy. 45. e52. 10.1345/aph.1Q330.
Quelle

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Wissenschaftlicher Artikel
Bundesinstitut für Risikobewertung, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Max Rubner-Institut (2012): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D
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Robert Koch Institut (2019): Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D
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Sophie Kelm (2018): Vitamin D, Apotheken Umschau
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Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D
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Weisse, K., Winkler, S., Hirche, F., Herberth, G., Hinz, D., Bauer, M., Roeder, S., Rolle-Kampczyk, U., von Bergen, M., Olek, S., Richter, T., Diez, U., Borte, M., Stangl, G.I., Lehmann, I. (2013): Maternal and newborn vitamin D status and its impact on food allergy development in the German LINA cohort study. Allergy 68 (2), 220 – 228.
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Wissenschaftliche Studie
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Jacobsen, Ryan & Hronek, Brett & Bryant, Ginelle & Schilling, Margo. (2011). Hypervitaminosis D Associated with a Vitamin D Dispensing Error. The Annals of pharmacotherapy. 45. e52. 10.1345/aph.1Q330.
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