Pole Dance ist eine Mischung aus Tanz, Fitness und Akrobatik und hat in den letzten Jahren einen großen Hype als Sportart erfahren. Es kombiniert Kraft, Ausdauer, Flexibilität und Koordination miteinander, vereint tänzerische Elemente mit Eleganz und Ästhetik und führt zu einem besseren Körpergefühl und mehr Selbstvertrauen.

Im Folgenden beantworten wir dir alles, was du wissen solltest, wenn du dich für Pole Dance interessierst und damit anfangen möchtest.

Was ist Pole Dance überhaupt?

Entgegen der Vorurteile, dass Pole Dance allein in Nachtclubs gehört, hat sich die Sportart als powervolles und umfassendes Ganzkörper-Workouts erwiesen.

Wie der Name bereits verrät, werden beim Pole Dance, dem “Stangentanz”, Figuren und Bewegungen an einer Stange ausgeführt. Hierbei werden besonders die Arm- und Oberkörpermuskulatur beansprucht um das eigene Körpergewicht zu halten. Hinzu kommt die Gelenkigkeit und Flexibilität, welche dem Tanz ihre Eleganz verleiht.

Pole Dance Stange

Pole Dance vereint Sport und Eleganz in Einem und stärkt sowohl Körpergefühl, als auch Selbsvertrauen. (Foto: kalhh / pixabay)

Mit Pole Dance kannst du somit sowohl Kraft als auch Flexibilität trainieren und das eigene Auftreten und Selbstvertrauen wie auch Selbstbewusstsein stärken.

Woher kommt Pole Dance?

Das uns heut bekannte Pole Dance hat seine Wurzeln in der traditionellen asiatischen Akrobatik an Stangen und Pfählen, welche primär von Männern ausgeübt wurde. Zurückzuführen lässt sich der Sport bis ins Jahr 1135 zur indischen Sportart Mallakhamb, dem Turnen an einem Pfahl aus Holz, welche auch noch heute sehr beliebt ist. Auch das sogenannte Chinese Pole, wobei ein oder mehrere Männer Tricks an der Stange vorführen, hat eine lange Geschichte und wird heute weltweit von ausgebildeten Artisten im Zirkus vorgeführt.

Die erste Variante des heutigen “Pole” stammt aus den Wanderzirkussen in den USA, wo weibliche Artisten anfingen die seitlichen Zeltstangen in ihre Performance einzubinden. Mit der steigenden Beliebtheit von lasziven Aufführungen an der Stange, hat sich der Stangentanz zuerst seinen Weg in zahlreiche Bars, Strip- und Nachtclubs gebahnt und wurde in den 80er Jahren so bekannt und beliebt, dass zahlreiche Pole-Dance Studios eröffneten: zuerst für die Tänzerinnen um ihre Aufführungen zu trainieren und kurz darauf für die breite Masse.

Die Jahre 2000-2006 waren ausschlaggebend für die Differenzierung des Pole Dancing in. Verschiedene Richtungen wie beispielsweise Pole Fitness, Exotic und Latina Pole oder andere Kombinationen mit bestehenden Tanz- und Fitness Richtungen sind heutzutage aufzufinden.

Für wen ist Pole Dance geeignet?

Pole Dance lernen kann jeder. Der Sport ist für jedes Geschlecht, jede Altersstufe und für jeden, ohne gravierende gesundheitliche Einschränkungen, geeignet. Solltest du dennoch unsicher sein, kann ein Gespräch mit deinem Hausarzt für Vertrauen sorgen.

Pole Dance Anfänger benötigen keine Vorkenntnisse, wenn sie Pole Dance lernen wollen. Allerdings hilft es natürlich, wenn man bereits Erfahrung in einer anderen Sportart gesammelt.

Wie bereite ich mich auf die erste Pole Dance Stunde vor?

Bevor es zur ersten Pole Dance Stunde geht, solltest du darauf achten, dich nicht unmittelbar vorher einzucremen. Fette und Öle in der Creme oder Bodylotion vermindern den Halt an der Stange und macht das Training nicht nur schwerer, sondern auch gefährlich.

Bringe Pole Dance Kleidung mit, d.h. kurze und leichte Sportkleidung, da die Haut im direkten Kontakt mit der Stange den nötigen Halt gibt. Schuhe oder High Heels sind nicht notwendig, da meistens barfuß trainiert wird. Am Besten trägst du keinen Schmuck, da dieser dich beim Training stören oder die Stange verkratzen könnte.

Sollte dir in dieser Aufmachung kalt sein, kannst du am Anfang während der Aufwärmung auch noch lange Anziehsachen zum Überziehen mitbringen oder Legwarmer und Socken.

Wie bei jeder anderen Sportart ist es empfehlenswert etwas zu trinken mitzunehmen und ein Handtuch zum Schweiß abtrocknen.

Poledance Kleidung Test 2019: Die besten Poledance Outfits im Vergleich

Was erwartet mich in der ersten Pole Dance Stunde?

Eine Pole Dance Stunde beginnt jedes Mal mit einer Aufwärmung, die ca. 15 min dauert. Dabei ist es wichtig jede Körperpartie gut aufzuwärmen und zu dehnen um eine Verletzungsgefahr zu minimieren.

Danach geht es an die Pole Dance Stange. Mit über 300 verschiedenen Pole Dance Übungen, kann zwischen Climbs (Kletterfiguren), Moves (Bewegungsabläufe) und Floorwork (Bewegungen mit Bodenkontakt) unterschieden werden.

Pole Dance Stange Test 2019: Die besten Pole Dance Stangen im Vergleich

Als Anfänger wirst du höchstwahrscheinlich zuerst das Laufen um die Stange erlernen, vielleicht eine Pirouette und die ersten einfachen Drehungen. Um geschmeidig auszusehen, vergiss nicht den Kopf hoch, Schultern runter, Brust raus, und Füße und Zehen gestreckt zu halten.

Du wirst das Pole Dance Schritt für Schritt lernen und übst die Basiselemente durch zahlreiche Wiederholungen. Auf diesen Basiselementen werden später andere Figuren und Bewegungen aufbauen.

Für einen guten Halt an der Stange ist es wichtig die Stange häufig während des Trainings zu säubern. Dazu steht meistens ein Tuch und Alkohol bereit, welches Fett und Schweiß reinigt und somit das Rutschen vorbeugt.

Gerade am Anfang ist Pole Dance sehr schwer und gewöhnungsbedürftig. Scheue dich nicht deine Trainerin zu fragen, wenn du Übungen nicht verstehst oder Hilfe benötigst.

Nach dem Training an der Stange folgt als Letztes ein Cool Down. Es wird gedehnt und entspannt.

Fitness Tanzen

Wie auch bei anderen Sportarten, ist es wichtig Spaß am Pole Dance zu haben. Scheue dich nicht und genieß das Bewegen an der Stange. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. (Foto: vickydreamz8 / Pixabay.com).

Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es beim Pole Dance?

Gerade am Anfang ist es wichtig sich untereinander zu unterstützen und zu helfen. Arbeite mit einem Trainingspartner zusammen, helft euch gegenseitig oder frage deinen Trainer. Besonders Kletterübungen und Inversionen (Kopfüber Hängen an der Stange) können beim ersten Mal recht schwer oder gefährlich sein, weswegen eine Hilfestellung von Nöten ist.

Einige Pole Dance Studios besitzen ebenfalls Crash Matten, die um die Pole Dance Stange gelegt werden können um einen Aufprall zu schwächen.

Stelle stets sicher, dass du guten Halt an der Stange hast. Sollten deine Hände schnell schwitzen, kann dir Grip Powder, welches auf die Hände gestreut und verrieben wird, oder andere Grip Aids wie spezielle Pole Dance Handschuhe dabei helfen nicht an der Stange zu rutschen.

Ebenfalls können Knieschoner beim Pole Dance verwendet werden um die Knie während des Floorworks zu schützen.

Wie verbessere ich meine Kraft und Ausdauer neben dem Pole Dance?

Schon nach wenigen Pole Dance Stunden hat man ein Erfolgserlebnis und kann einzelne Figuren ausführen und kombinieren. Du wirst am Anfang jedoch merken, dass du viel Kraft benötigen wirst, vor Allem in den Armen und am Bauch, um die Übungen richtig und oft zu wiederholen.

Neben dem Pole Dance ist es deswegen ratsam die eigene Fitness weiter aufzubauen wie zum Beispiel durch Yoga oder Pilates oder auch durch einfache Liegestütze zuhause. Auch der Begriff Aerial, Luftakrobatik, fällt oft in Verbindung mit Pole Dance und kann eine gute Ergänzung zum Training sein.

Fazit

Pole Dance vereint Kunst und Fitness und ist somit ein prima Sport für alle, die nicht nur ihre Kondition verbessern, Muskelkraft aufbauen, sondern sich auch individuell sportlich entwickeln wollen.

Jeder Anfang ist schwer. Wer dran bleibt und nicht aufgibt, wird mit viel Ehrgeiz und Übung schnell die ersten Erfolgserlebnisse haben.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.poleartmagazine.com/articles/training

[2] http://ipdfa.com/about/history-of-pole/

Bewerte diesen Artikel


28 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,43 von 5
Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

Die Redaktion von FITFORBEACH.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.