schwere Beine
Zuletzt aktualisiert: 31. März 2021

Leidest du ab und an nach einem harten Tag unter schmerzenden oder müden Beinen? Dann könnte womöglich das Syndrom schwere Beine dahinterstecken. Viele Menschen, ob gesund oder krank können unter dem Problem leiden, da meistens die schlechte Durchblutung im Körper dahintersteckt. Dies geschieht meistens durch mangelnde Bewegung im Alltag.

Schwere Beine können aber auch andere Ursachen haben. Da die Schmerzen oder das unangenehme Gefühl in den Beinen zum Unwohlsein im Körper führt, haben wir dir in diesem Artikel einige Tipps zum Vorbeugen und zum Behandeln der schweren Beine aufgeführt, die gegen diese Symptome hilfreich sein können und dir somit das Leben erleichtern.




Das Wichtigste in Kürze

  • Schwere Beine machen sich hauptsächlich durch Schmerzen  und Schwellungen in den Unterschenkeln bemerkbar. Die Beine fühlen sich schwer und müde an. Das Gehen und Stehen kann einem hierdurch schwer fallen.
  • Meist ist das Syndrom schwere Beine nicht gefährlich und ist nur ein Anzeichen überlasteter Beine. Schwere Beine können aber auch Anzeichen schwerer Erkrankungen sein und müssen bei bestimmten Symptomen behandelt werden.
  • Meist können die Schmerzen und Spannungen der schweren Beine durch Veränderungen im Alltag bzw. des Lebensstils oder durch Kompressionsstrümpfe gelindert und sogar vorgebeugt werden, man braucht daher nicht direkt zu Medikamenten greifen.

Definition: Was sind schwere Beine?

Das Syndrom schwere Beine ist ein Problem, welches meist auf schwache Venen zurückzuführen ist. Diese deuten dann meist auf eine schwache Durchblutung hin, welche überwiegend durch Mangel an Bewegung entsteht.

Daher kann es sehr viele Menschen, egal ob alt oder jung, betreffen. Hier tritt das Problem des erschwerten Gehens oder Stehens auf. Schwere Beine betrifft aus hormonellen Gründen häufiger die Frauen als die Männer.

Hintergründe: Was du über das Syndrom schwere Beine wissen solltest

Schmerzen in den Beinen kann viele verschiedene Ursachen haben, es muss nicht immer auf schwere Beine oder Erkrankungen hindeuten. In diesem Teil werden wir dir die Ursachen für schwere Beine aufzählen, Tipps zum Vorbeugen und weitere wichtige Informationen geben.

Woran erkenne ich schwere Beine?

Schwere Beine erkennst du häufig daran, dass sich die Unterschenkel sehr unangenehm anfühlen. Es fühlt sich so an, als hätte man einen Krampf oder Muskelkater in den Beinen. Meistens sind die Beine dann geschwollen und es macht sich ein Kribbeln, Jucken oder auch ein Taubheitsgefühl bemerkbar.

Es kann gesagt werden, dass sich die Beine insgesamt schwer und müde anfühlen.

Außerdem kann dir hierdurch das Gehen und Stehen schwerfallen, aufgrund des stechenden Schmerzes und des Spannungsgefühls in den Unterschenkeln. Auch kann sich das Syndrom durch einen Krampf oder durch unruhige Beine bemerkbar machen. Gerade im Sommer kommt es häufiger zu geschwollenen Knöcheln.

Was ist die Ursache von schweren Beinen?

Schwere Beine können verschiedene Ursachen haben, oft sind diese einfach nur ein Anzeichen für stark belastete Beine, es kann aber auch andere Ursachen haben. Eine andere Ursache könnte beispielsweise eine Venenerkrankung, die Venenschwäche, sein. Die schweren Beine entstehen durch eine schlechte Durchblutung, auch genannt venöse Insuffizienz.(1)

Schwere Beine entstehen durch schlechte Durchblutung in den Beinen.

Diese venöse Insuffizienz entsteht, wenn die Klappen im Inneren der Venen, welche den Rückfluss des Blutes vermeiden, nicht mehr richtig schließen und hierdurch durch die Schwerkraft das Blut wieder nach unten bzw. zurückfließt. Entsteht ein zu hoher Druck in den Venen, so kann es zu kleinen Entzündungen kommen, aus denen Flüssigkeit austreten kann, wodurch sich Ödeme bilden.(2, 3)

Weitere Ursachen können aber auch das Herz oder die Nieren sein. Bei einer Nierenschwäche tritt weniger Urin aus und die Flüssigkeit lagert sich im Körper, insbesondere in den Unterschenkeln im Form von Ödemen an.

Wassereinlagerungen in den Beinen können auf eine Herzschwäche hinweisen.(4) Das Syndrom der schweren Beine kann jedoch auch auf eine genetisch bedingte chronische Venenerkrankung zurückzuführen sein.

Was begünstigt schwere Beine?

Es gibt viele Faktoren, welche das Auftreten schwerer Beine begünstigen. Bei der Hormonumstellung kann dieses Syndrom durchaus auftreten. Beispielsweise bei der Schwangerschaft, bei der Einnahme einer Anti-Baby-Pille und sogar auch während der Periode.(5)

Die Hormone führen nämlich zu einer Weitung der Venen. Bei der Schwangerschaft zum Beispiel, kommt es auch zu einer Gewichtszunahme und es gibt eine höhere Menge an Blut, was ebenfalls begünstigende Faktoren sind. Durch diese Faktoren entstehen leichter Ödeme, also Wassereinlagerungen, als normalerweise.(5)

schwere Beine

Ein langer Arbeitstag im Büro kann schwere Beine hervorrufen, da hier durch zu langes Sitzen und zu wenig Bewegung die Durchblutung in den Beinen erschwert wird. (Bildquelle: unsplash / Dane Deaner)

Weitere begünstigende Faktoren sind das wiederholte Stehen, das Sitzen oder allgemein die fehlende Bewegung, da gerade hierdurch die Durchblutung erschwert werden kann.

Auch kann die Hitze schwere Beine begünstigen. Die Wärme erweitert nämlich die Blutgefäße, also auch unsere Venen. Dies ist völlig natürlich, da unser Körper sich so an die Temperatur anpasst.

Eine Weitung der Venen erschwert jedoch die Schließung der Venenklappen, wodurch der Blutfluss zum Herz erschwert wird und somit schwere Beine entstehen können. Deswegen leiden Menschen häufiger im Sommer unter schweren Beinen.

Wie kann ich schwere Beine vorbeugen?

Um gar nicht erst mit schweren Beinen leiden zu müssen, gibt es einige Tipps, welche dir dabei helfen könnten, dieses Syndrom vorzubeugen. Dein Schlafstil oder allgemein Liegestil kann schwere Beine vorbeugen.

Wenn du den Fußbereich erhöhst und somit deine Beine weiter oben sind, kannst du somit den Venenfluss fördern, wodurch du die Durchblutung erleichterst und den Rückfluss vermeidest.

Wenn du enge Kleidung vermeidest, kannst du ebenfalls schwere Beine vorbeugen, da hierdurch der Blutfluss nicht behindert wird.

Außerdem könntest du auf Genussmittel wie Alkohol verzichten, da durch die Einnahme von Alkohol die Gefäße weiten, wodurch sich die Venenklappen nicht ordentlich schließen können und somit der Rückfluss nicht verhindert werden kann.

Ein weiterer Tipp ist es, langes Stehen oder Sitzen zu vermeiden. Dies ist, meist berufsbedingt, nicht immer möglich, aus diesem Grund solltest du dir eventuell ab und an Pausen nehmen, in denen du dich bewegst indem du beispielsweise einen kleinen Spaziergang tätigst. Weitere Tipps die dir helfen könnten, haben wir dir unten aufgeführt.

Sind schwere Beine gefährlich?

Allgemein kann gesagt werden, dass schwere Beine kein ungewöhnliches Syndrom ist, es kann also jedem passieren. Meistens sind die Beschwerden auch nur von kurzer Dauer oder die Schmerzen können schnell durch unsere Tipps gelindert werden. Leider ist dies jedoch nicht immer der Fall und kann auch das Anzeichen einer Erkrankung sein oder auch zu Erkrankungen führen.

Es gibt durchaus auch ernste Ursachen für schwere Beine. Lass deine Symptome am besten bei einem Arzt abklären. (Bildquelle: pixabay / Pexels)

Wenn man beispielsweise die Ödeme, welche auftreten können, nicht behandelt, so kann es zu den sogenannten offenen Beinen kommen. Werden allgemein Venen, welche behandelt werden sollten, nicht behandelt, so kann es zu Folgen wie Thrombosen oder Krampfadern kommen.

Wann sollte ich zum Arzt bei schweren Beinen?

Wie oben genannt, können schwere Beine Anzeichen einer Erkrankung sein. Aus diesem Grund solltest du bei behandlungsbedürftigen Venen in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Achte deshalb immer wieder auf die Symptome, die auf eine Venenerkrankung hindeuten können:

  • Besenreiser oder sogar Krampfadern
  • geschwollene Beine oder verfärbte Schwellungen
  • geschwollene Knöchel
  • Taubheitsgefühl oder Jucken in den Beinen

Bei leichten Beschwerden brauchst du jedoch nicht direkt den Arzt aufsuchen. Oft tritt das Syndrom auch nur auf, wenn du beispielsweise viel stehst bei der Arbeit. Passiert dies jedoch regelmäßig aus dem Nichts, kann ein Besuch beim Hausarzt nicht schaden.

Schwere Beine: Die besten Tipps gegen schwere Beine

Schwere Beine können jeden treffen, sowohl gesunde als auch kranke Menschen. Leider kann langes Stehen oder Sitzen nicht immer verhindert werden, gerade wenn es berufsbedingt ist. Da schwere Beine auch Folgen mit sich ziehen kann, sollte es aber weitgehend verhindert werden.

In diesem Teil haben wir für dich einige Tipps aufgeführt, die dir gegen schwere Beine helfen können und dein Wohlbefinden deutlich erleichtern können. Leidest du unter schweren Beinen oder möchtest du diese vorbeugen, solltest du dir unsere Tipps zu Herzen nehmen.

Natürliche Mittel bei schweren Beinen

Viele Menschen wollen bei kleinen oder auch etwas größeren Beschwerden nicht direkt zu Medikamenten greifen und es zuerst mit natürlichen Mitteln versuchen. Gerade bei diesem Syndrom können mit natürlichen Mitteln und kleinen Veränderungen des Lebensstils im Alltag große Erfolge erzielt werden. Aus diesem Grund haben wir dir die natürlichen Mittel aufgezählt.

Bewegung und Sport

Die Bewegung ist ein ausschlaggebender Punkt wenn es um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Körpers geht. Gerade bei schweren Beinen ist es äußerst wichtig, sich zu bewegen.

Durch aktives Sitzen und Stehen förderst du die Durchblutung.

Wenn man dies vernachlässigt, kann die Blutzirkulation im Körper beeinträchtigt werden, wodurch Schwellungen und Schmerzen in den Beinen und Füßen entstehen. Nimm dir daher am Tag etwas Zeit fürs Radfahren, kleine Spaziergänge oder auch fürs Schwimmen.

Falls du, sei es auf der Arbeit oder zuhause, viel sitzt, so haben wir ebenfalls einige Tipps für dich. Statt still zu sitzen kannst du auch einfach deine Sitzpositionen wechseln, ein Sitzkissen nutzen oder auch ab und an deine Muskeln kurz anspannen, so kannst du die Durchblutung in den Schwung bringen. Stehst du viel, so kannst du ab und zu ein Bein erhöhen, die Muskeln kurz anspannen oder auf und ab wippen.

Bei schweren Beinen ist Bewegung sehr wichtig. (Bildquelle: pixabay / Free Photos)

Kleine Veränderungen im Alltag können dir auch enorm viel bringen. Beispielsweise kannst du die Treppe statt den Aufzug nutzen oder kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, so kannst du die Durchblutung ankurbeln und das nährstoffarme Blut kann zurück ins Herz fließen, wo es erneut Sauerstoff und weitere Nährstoffe tankt.

Ausreichend Flüssigkeit

Du solltest darauf achten, ausreichend Wasser zu dir zu nehmen, so förderst du nämlich den Stoffwechsel.(6) Außerdem fördert es die Durchblutung, da Wasser die Blutzirkulation verbessert, wodurch der Körper die Regeneration fortsetzen kann.(6)

Achte also darauf, mindestens 2 bis 3 Liter Wasser täglich zu dir zu nehmen. Für eine entwässernde Wirkung eignet sich der Brennesseltee sehr gut, durch diesen kannst du nämlich Wassereinlagerungen in den Beinen abbauen.

Ernährung

Du kannst deinen Körper dabei unterstützen, das überschüssige Wasser und Blutstau in den Beinen abzubauen. Die Ernährung spielt hierbei eine wichtige Rolle, da bei regelmäßig schlechter Ernährung der Magen bzw. der gesamte Organismus übersäuern kann und hierdurch Wassereinlagerungen oder Blutstau entstehen.

Auch führt eine ungesunde oder übermäßige Ernährung häufiger zu Übergewicht, wodurch man häufiger unter schweren Beinen leidet, da die Venen belastet werden.(7)

schwere Beine

Du kannst deinem Körper und insbesondere deinen Venen Gutes tun, indem du dich überwiegend gesund ernährst. Zu gesundem Essen zählen vor allem Lebensmittel, die leicht zu verdauen sind. (Bildquelle: unsplash.com/ Anna Pelzer)

Du kannst deinem Körper Gutes tun, indem du dich überwiegend basisch und nährstoffreich ernährst, hierzu zählen beispielsweise Hülsenfrüchte und Gemüse. Diese Form von Ernährung führt nämlich zu einer leichteren Verdauung, welche wiederum unseren Venen die Arbeit erleichtert.

Möchtest du überschüssiges Wasser in den Beinen abbauen, welches ebenfalls ein Symptom schwerer Beine ist, so solltest du entwässernde Lebensmittel zu dir nehmen. Beispiele für entwässernde Lebensmittel sind Melonen, Ananas, Avocado und Spargel.

Massagen & Venengymnastik

Das Hochlagern der Beine nach einem harten Tag kann die Schmerzen in den Beinen lindern, da hierdurch kurzfristig die Venen entlastet werden und das Blut leichter ins Herz zurückfließen kann.

Diese Wirkung ist leider nur kurzfristig und kann am nächsten Tag erneut auftreten. Aus diesem Grund sind Massagen und die sogenannte Venengymnastik sehr wichtig und hilfreich, um langfristig die Schmerzen zu lindern und Wirkungen zu erzielen.

Faszienrollen können Wassereinlagerungen in den Beinen entgegenwirken.

Zur Venengymnastik zählen einfache Übungen, die auch ganz leicht im Sitzen ausgeführt werden können. Beispielsweise kannst du einfach zwischendurch die Zehen spreizen, deine Füße kreisen oder im Stehen einfach wippen.

So regst du nämlich die Durchblutung an und die Venengefäße können gestärkt werden, so bleiben nämlich die Gefäße elastisch und die Klappen schließen sich wieder besser.

Massagen können ebenfalls gut helfen, wenn es darum geht, unterlassene Bewegungen auszugleichen. Die Massage kann Ödeme in den Beinen mildern. Gerade das Faszienrollen kann dir dabei helfen, Flüssigkeit, welche sich im Gewebe angesammelt hat, wieder Richtung Herz zurückfließen zu lassen. Der leichte Druck auf die Muskeln kann nämlich die Durchblutung anregen.

Wechselduschen

Das Wechselduschen soll allgemein sehr gesund für den Körper sein und den Kreislauf in Schwung bringen. Jedoch soll es auch deinen Venen gut tun! Wie wir wissen, ziehen sich die Venengefäße bei Kälte nämlich zusammen.(8) Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das angesammelte Wasser abfließen kann.

schwere Beine

Mit einer Wechseldusche kannst du den Stoffwechsel und die Durchblutung anregen. So tust du vor allem bei schweren Beinen deinen Blutgefäßen etwas Gutes. (Bildquelle: unsplash.com/ Dan Smedley)

Bei Wärme weiten sich die Gefäße. Kalt und warm zusammen kann also die Durchblutung im Körper fördern und somit das Blut aus den Beinen leichter zurück in das Herz transportieren. Du solltest also das Wasser von unten nach oben, also immer Richtung Herz bewegen.

Flache Schuhe

Hohe Schuhe sehen gut aus, das ist wahr, aber leider tun sie nicht den Venen gut. Ganz im Gegenteil, die hohen Schuhe belasten unsere Venen. Um die Blutzirkulation zu fördern, solltest du flache Schuhe tragen. Am besten wäre es sogar, komplett auf die Schuhe zu verzichten und barfuß zu gehen, so stärkst du beispielsweise bei ganz gewöhnlichen Spaziergängen nämlich die Venen und Muskeln.

Stütz- oder Kompressionsstrümpfe gegen schwere Beine

Falls du schwere Beine vorbeugen möchtest oder schon welche hast, aber Krampfadern vermeiden willst, solltest du Stütz- oder Kompressionsstrümpfe in Betracht ziehen. Diese Strümpfe sollen nämlich die Durchblutung verbessern.(9, 10)

Sind deine Venen gesund aber hin und wieder mal überbelastet und geschwächt, so solltest du die Stützstrümpfe verwenden, diese gibt es nämlich in vielen Läden frei verkäuflich. Auch eignen sich diese gut für lange Autofahrten oder Flugreisen.

Kompressions- strümpfe kann dir dein Hausarzt verschreiben.

Falls du unter einer Venenerkrankung leidest oder die Gefahr vor einer Erkrankung besteht, kann dein Hausarzt dir die Kompressionsstrümpfe verschreiben. Diese Strümpfe sind wesentlich enger als die Stützstrümpfe und üben somit mehr Druck aus.(9, 10)

Diese gibt es in 4 verschiedenen Kompressionsklassen. Der Arzt verschreibt dir die Kompressionsstrümpfe, welche deinen Bedürfnissen entsprechen. Oft übernimmt auch die Krankenkasse die Kosten dieser Strümpfe.

Diese Strümpfe kann jeder tragen, egal ob jung oder alt. Diese zu tragen lohnt sich sehr, da es zu gesunden und aktiven Beinen verhelfen kann. Man könne denken, dass diese Strümpfe sehr unangenehm zu Tragen sind, da sie einen Druck auf die Beine ausüben, dies stimmt jedoch nicht so ganz.

Das leichte, atmungsaktive und dünne Gewebe und der Massageeffekt sorgen nämlich für einen hohen Tragekomfort, an den man sich nach einer Zeit gewöhnt. Falls dir die Länge der Strümpfe oder die Dicke nicht passt, kann man mittlerweile sogar auch kürzere und dünnere Strümpfe bekommen.

Pflanzliche Arzneimittel

Es gibt sehr viele Menschen, die behaupten, dass gerade die pflanzlichen Arzneimittel oder Salben eine Menge bei schweren Beinen bewirken können.(17) Mittlerweile gibt es sogar viele Studien zu Heilpflanzen, die diese Behauptungen belegen. Daher möchten wir die Ergebnisse nun mit ihnen teilen:

  • Rotes Weinlaub: Zubereitungen aus diesem Wirkstoff sollen die Blutzirkulation anregen und Ödeme vorbeugen. Der hohe Anteil an Flavonoiden und Polyphenolen sollen die Venen stärken und vor Entzündungen schützen.(11, 12, 13)
  • Mäusedorn: Die Wurzel aus dem Mäusedorn gehört zu den Spargelgewächsen und soll ebenfalls die Blutzirkulation anregen und Ödeme vorbeugen.(14)
  • Rosskastanie: Dieses Mittel ist so nicht essbar, kann jedoch zum Beispiel in Form von Tabletten aus Rosskastaniensamen-Extrakt eingenommen werden. Der in der Rosskastanie enthaltene Wirkstoff Aescin soll bei müden Beinen, beispielsweise bei Spannungsgefühlen, Krämpfen und Schmerzen helfen.(15, 16)

Auch bei pflanzlichen Arzneimitteln gilt dennoch, wenn du Medikamente einnimmst oder allgemein in ärztlicher Behandlung bist, so solltest du vor Einnahme dieser Arzneimittel, mit dem Arzt reden. Es könnte nämlich dennoch der Fall sein, dass sich deine Medikamente oder dein Körper allgemein sich nicht mit diesen pflanzlichen Arzneimitteln verträgt.

Fazit

Schwere Beine sind ein Syndrom, welches viele verschiedene Ursachen haben kann, in den meisten Fällen gilt jedoch, dass die Ursache dahinter die Überlastung der Beine sind. Da dies jedoch nicht immer der Fall ist und ein Anzeichen einer schweren Erkrankung wie beispielsweise Thrombose sein kann, solltest du auf Anzeichen wie geschwollene Knöchel, Besenreiser etc. achten und dich dann beim Arzt abchecken lassen.

Um schwere Beine verursacht durch Venenschwäche zu heilen oder vorzubeugen, kannst du viele verschiedene Methoden ausprobieren. Schwere Beine erfordern nicht direkt starke Medikamente, es reichen bereits kleine Veränderungen im Alltag oder eventuell auch pflanzliche Arzneimittel.

Beispielsweise kannst du Dinge ausprobieren wie mehr Bewegung im Alltag, Wechselduschen oder eine gesunde Ernährung. All diese Dinge verhelfen dir nämlich dazu, deine Venen zu entlasten und die Blutzirkulation anzuregen.

Bildquelle: Unsplash / Emma Simpson

Einzelnachweise (17)

1. Orhurhu V, Chu R, Xie K, Kamanyi GN, Salisu B, Salisu-Orhurhu M, Urits I, Kaye RJ, Hasoon J, Viswanath O, Kaye AJ, Karri J, Marshall Z, Kaye AD, Anahita D. Management of Lower Extremity Pain from Chronic Venous Insufficiency: A Comprehensive Review. Cardiol Ther. 2021 Mar 11. doi: 10.1007/s40119-021-00213-x. Epub ahead of print. PMID: 33704678.
Quelle

2. O'Brien JG, Chennubhotla SA, Chennubhotla RV. Treatment of edema. Am Fam Physician. 2005 Jun 1;71(11):2111-7. PMID: 15952439.
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3. Stillwell SB. The edematous client: causes, physical assessment and treatment. Nurse Pract. 1983 Mar;8(3):21-2, 27, 40. PMID: 6843916.
Quelle

4. Navas JP, Martinez-Maldonado M. Pathophysiology of edema in congestive heart failure. Heart Dis Stroke. 1993 Jul-Aug;2(4):325-9. PMID: 8156185.
Quelle

5. Davison JM. Edema in pregnancy. Kidney Int Suppl. 1997 Jun;59:S90-6. PMID: 9185112.
Quelle

6. Schroeder C, Bush VE, Norcliffe LJ, Luft FC, Tank J, Jordan J, Hainsworth R. Water drinking acutely improves orthostatic tolerance in healthy subjects. Circulation. 2002 Nov 26;106(22):2806-11. doi: 10.1161/01.cir.0000038921.64575.d0. PMID: 12451007.
Quelle

7. van Rij AM, De Alwis CS, Jiang P, Christie RA, Hill GB, Dutton SJ, Thomson IA. Obesity and impaired venous function. Eur J Vasc Endovasc Surg. 2008 Jun;35(6):739-44. doi: 10.1016/j.ejvs.2008.01.006. Epub 2008 Mar 3. PMID: 18313335.
Quelle

8. Yeung SS, Ting KH, Hon M, et al. Effects of Cold Water Immersion on Muscle Oxygenation During Repeated Bouts of Fatiguing Exercise: A Randomized Controlled Study. Medicine (Baltimore). 2016;95(1):e2455. doi:10.1097/MD.0000000000002455
Quelle

9. Stücker M, Danneil O, Dörler M, Hoffmann M, Kröger E, Reich-Schupke S. Sicherheit eines Kompressionsstrumpfes für Patienten mit chronischer venöser Insuffizienz (CVI) und peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK). J Dtsch Dermatol Ges. 2020 Mar;18(3):207-214. German. doi: 10.1111/ddg.14042_g. PMID: 32130780.
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10. Partsch H, Horakova MA. Kompressionsstrümpfe zur Behandlung venöser Unterschenkelgeschwüre [Compression stockings in treatment of lower leg venous ulcer]. Wien Med Wochenschr. 1994;144(10-11):242-9. German. PMID: 7856197.
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11. Schaefer E, Peil H, Ambrosetti L, Petrini O. Oedema protective properties of the red vine leaf extract AS 195 (Folia vitis viniferae) in the treatment of chronic venous insufficiency. A 6-week observational clinical trial. Arzneimittelforschung. 2003;53(4):243-6. doi: 10.1055/s-0031-1297103. PMID: 12785119.
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12. Kiesewetter H, Koscielny J, Kalus U, Vix JM, Peil H, Petrini O, van Toor BS, de Mey C. Efficacy of orally administered extract of red vine leaf AS 195 (folia vitis viniferae) in chronic venous insufficiency (stages I-II). A randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Arzneimittelforschung. 2000 Feb;50(2):109-17. doi: 10.1055/s-0031-1300174. PMID: 10719612.
Quelle

13. Rabe E, Stücker M, Esperester A, Schäfer E, Ottillinger B. Efficacy and tolerability of a red-vine-leaf extract in patients suffering from chronic venous insufficiency--results of a double-blind placebo-controlled study. Eur J Vasc Endovasc Surg. 2011 Apr;41(4):540-7. doi: 10.1016/j.ejvs.2010.12.003. Epub 2011 Jan 15. PMID: 21239190.
Quelle

14. Vanscheidt W, Jost V, Wolna P, Lücker PW, Müller A, Theurer C, Patz B, Grützner KI. Efficacy and safety of a Butcher's broom preparation (Ruscus aculeatus L. extract) compared to placebo in patients suffering from chronic venous insufficiency. Arzneimittelforschung. 2002;52(4):243-50. doi: 10.1055/s-0031-1299887. PMID: 12040966.
Quelle

15. Pittler MH, Ernst E. Horse chestnut seed extract for chronic venous insufficiency. Cochrane Database Syst Rev. 2012 Nov 14;11(11):CD003230. doi: 10.1002/14651858.CD003230.pub4. PMID: 23152216; PMCID: PMC7144685.
Quelle

16. Siebert U, Brach M, Sroczynski G, Berla K. Efficacy, routine effectiveness, and safety of horsechestnut seed extract in the treatment of chronic venous insufficiency. A meta-analysis of randomized controlled trials and large observational studies. Int Angiol. 2002 Dec;21(4):305-15. PMID: 12518108.
Quelle

17. Alonso MJ. Plantas medicinales útiles en los trastornos circulatorios de las piernas [Medicinal plants useful in the cure of circulatory problems in legs]. Rev Enferm. 2005 Mar;28(3):25-8. Spanish. PMID: 15871340.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftlicher Artikel
Orhurhu V, Chu R, Xie K, Kamanyi GN, Salisu B, Salisu-Orhurhu M, Urits I, Kaye RJ, Hasoon J, Viswanath O, Kaye AJ, Karri J, Marshall Z, Kaye AD, Anahita D. Management of Lower Extremity Pain from Chronic Venous Insufficiency: A Comprehensive Review. Cardiol Ther. 2021 Mar 11. doi: 10.1007/s40119-021-00213-x. Epub ahead of print. PMID: 33704678.
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Partsch H, Horakova MA. Kompressionsstrümpfe zur Behandlung venöser Unterschenkelgeschwüre [Compression stockings in treatment of lower leg venous ulcer]. Wien Med Wochenschr. 1994;144(10-11):242-9. German. PMID: 7856197.
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Klinische Studie
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Klinische Studie
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Wissenschaftlicher Artikel
Alonso MJ. Plantas medicinales útiles en los trastornos circulatorios de las piernas [Medicinal plants useful in the cure of circulatory problems in legs]. Rev Enferm. 2005 Mar;28(3):25-8. Spanish. PMID: 15871340.
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