Paleo Diät
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2020

Bewusste Ernährung und ökologische Nachhaltigkeit sind für viele Menschen Leitgedanken in ihrem Leben. Eine Ernährungsform, die diese Aspekte kombinieren möchte, ist die Paleo Diät.

Das Paleo Konzept lässt sich relativ strikt oder auch lockerer ausleben. Jedoch ist es in der Regel mit einer recht weitreichenden Ernährungsumstellung verbunden. Essenzieller Teil des Paleo Konzepts ist der Wechsel von industriell verarbeiteten Lebensmitteln hin zu einer auf natürlichen Nahrungsmittel basierenden Energiezufuhr.

Welche Vor- und Nachteile diese Veränderung der Ernährungsweise für die Gesundheit bringt, erörtern wir in diesem Artikel.




Das Wichtigste in Kürze

  • In erster Linie beschäftigt sich die Paleo Diät damit, welche Lebensmittel du zu dir nehmen solltest, und welche besser nicht. Mit dem Gedanken, nur Lebensmittel zu dir zu nehmen, auf die die menschliche Genetik und der Stoffwechsel optimal angepasst sind.
  • Bei dieser Diät wird auf die meisten industriell verarbeiteten Lebensmittel, die erst nach der Einführung von Ackerbau und Viehzucht verfügbar waren verzichtet. Auch Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an für den menschlichen Organismus potenziell schädlichen Antinährstoffen stehen nicht auf dem Speiseplan.
  • Die Paleo Diät verspricht ein passendes Konzept, um mit einer Ernährungsumstellung langfristig schlank, fit, gesund zu werden und zu bleiben.

Was versteht man unter der Paleo Diät und wie funktioniert diese?

Die Paleo Diät zeichnet sich durch eine Ernährungsweise aus, die überwiegend zu Zeiten des Paläolithikums, der Altsteinzeit, ausgeübt wurde. Aus diesem Grund wird die Paleo Diät auch Steinzeiternäherung genannt.

Verfechter der Paleo Diät sind der Meinung, dass die Gene der Menschheit seit Jahrtausenden unverändert blieben. Daher wirkt sich die damalige Ernährung evolutionsbedingt heute noch positiv auf die menschliche Gesundheit aus.

Paleo Diät-1

Die Paleo Diät setzt auf natürliche Lebensmittel, die nicht industriell verarbeitet wurden.
(Bildquelle: Katie Smith / unsplash)

Bei der Paleo Ernährungsweise kommen vermehrt Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Fleisch, Obst, Gemüse, Nüsse (außer Erdnüsse) und Samen zum Einsatz. Lebensmittel die während der Steinzeit verfügbar waren. Während dieser Diät solltest du unbedingt auf Getreide, Hülsenfrüchte, raffinierten Zucker, Alkohol, verarbeitete pflanzliche Fette, Milch-/ Produkte und Fertigprodukte verzichten.

Für wen ist die Paleo Diät geeignet?

Die Paleo Diät ist für jeden Menschen aller Altersgruppen geeignet. Sanfte Formen dieser Ernährungsweise können auch von Kindern praktiziert werden. Jedoch sollte bei ihnen das Konsumieren von Milchprodukten erlaubt sein.

Die Paleo Diät zeigt dir Alternativstrategien für die eigenen Bedürfnisse auf.

Auch Sportler können von der Paleo Diät profitieren. Die Aufnahme von guten Fetten wie sie bei dieser Ernährungsform vorkommt, ist ein sehr guter Energielieferant. Jedoch kann der Konsum von Kohlenhydraten erschwert werden, die nach einem intensiven Training in der Erholungsphase essenziell sind.

Jedoch gilt grundsätzlich, dass eine Ernährung immer an die individuelle Lebenssituation angepasst sein sollte. Besonders bei Schwangeren oder Menschen mit chronischen Krankheiten ist Vorsicht geboten.

Ist die Paleo Diät auch für Vegetarier und Veganer geeignet?

Da die Paleo Ernährung teilweise auch auf den Konsum von tierischen Nahrungsmitteln setzt, lässt sich diese Diät mit der von einem Vegetarier oder Veganer nur schwer kombinieren.

Jedoch lassen sich bei allen drei Ernährungsformen Parallelen erkennen. Jede der drei Diäten setzt sich mit der ethischen Problematik des Fleischkonsums auseinander. Vegetarier meiden Fleisch und Fisch genauso wie Veganer, die zusätzlich gänzlich auf tierische Produkte verzichten. Beide Gruppierungen verurteilen das Töten von Tieren zur Gewinnung von Nahrungsmitteln.

Der strikte Paleo Anhänger setzt auf Bio Fleisch und meidet tierische Produkte aus der Massentierhaltung.

Mit diesem Verhalten leistet auch der Paleo Verfechter einen Beitrag zum Klima- und Tierschutz. Darüber hinaus können alle drei Ernährungsarten einen ökologischen Beitrag leisten. Der Verzehr von Bio Lebensmitteln ist bei keiner der drei Ernährungsformen Pflicht, unterstützt aber den Umweltschutzgedanken.

Was ist bei der Paleo Diät nicht erlaubt? / Welche Lebensmittel sind bei der Paleo Diät nicht erlaubt?

Es mag zunächst für dich erschreckend wirken, was bei der Paleo Diät alles nicht gegessen werden darf. Auf den zweiten Blick wirst du erkennen, dass dir diese Ernährungsweise einigen Spielraum, vor allem wenn du gerne kochst, bietet.

Eine Orientierung an eine Ernährungsform aus der Altsteinzeit bedeutet, auf Getreide, Getreideprodukte und Fleisch aus der Massentierhaltung zu verzichten. Auch Mais, Reis und Hülsenfrüchte (inkl. Erdnüsse) sind bei Paleo tabu. Da die Paleo Diät auf dem Gedanken beruht, dass es in der Altsteinzeit noch keine Viehzucht und keinen Ackerbau gab.

Vorteile
  • Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung
  • Verzicht auf potenzielle Antinährstoffe
  • Rückkehr zu natürlichen Lebensmittel
Nachteile
  • Eingeschränkte Lebensmittelauswahl
  • Planung, Struktur und Kochen notwendig

Viele Lebensmittel, die du im Supermarkt findest, sind industriell gefertigt und mit zahlreichen Zusatzstoffen versehen. Aus diesem Grund sind Fertiggerichte, Tütensuppen, etc. nicht paleokonform. Von der Paleo Diät sind Süßstoffe und Zucker indirekt betroffen. Da es letzteren in der Altsteinzeit nur aus natürlichen Quellen, wie Honig oder Obst, gab.

Gibt es bei der Paleo Diät einen bestimmten Ernährungsplan oder eine Anleitung?

Es stehen Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, Eier, Fisch und Fleisch auf dem Speiseplan. Bei diesen Lebensmitteln solltest du besonders auf die Qualität achten.

Praktisch an dieser Ernährungsweise ist, dass sie nicht nach dem “Alles oder nichts!” Prinzip funktioniert.

Vorgefertigte Ernährungspläne findest du in Büchern, auf YouTube oder online auf Blogseiten zur Paleo Diät. Das ist vor allem praktisch, wenn du Einsteiger bist oder dich von anderen Rezepten inspirieren lassen willst.

Typ Wo zum Finden
Ernährungsplane Bücher, Blogseiten
Rezepte Youtube, Bücher, Blogseiten

Grundsätzlich gibt es nicht den einen Ernährungsplan oder die eine Anleitung für eine beispielhafte Paleo Diät. Wie in den oberen Abschnitten schon erwähnt, gibt es aber Grundprinzipien, an die du dich orientieren solltest.

Welche Rezepte gibt es fürs Frühstück bei der Paleo Diät?

Die häufigste Frage in Bezug auf die Paleo Diät ist mit Abstand die nach dem Frühstück. Wenn Brot und Müsli bei der Paleo Diät ausgeschlossen sind, was kann dann noch zur angeblich wichtigsten Mahlzeit des Tages gegessen werden?

Ein sehr beliebter Vorschlag ist Rührei zum Frühstück.

Eier jeglicher Form sind eine tolle Alternative zu klassischen Frühstücksvarianten. Denn sie bieten viele wertvolle Nährstoffe des Eies inklusive einer guten Portion Fett und Protein.

Auch ein Obstsalat am Morgen ist lecker und tut dir gut. Er liefert gleich am Beginn des Tages Vitamine und Mineralstoffe. Bedenke aber, dass ein übermäßiger Konsum von Obst, aufgrund seines Zuckergehalts, nicht empfehlenswert ist. Auch, wenn der Zucker im Obst natürlichen Ursprungs ist und weitaus besser als sein raffinierter Gegenspieler. Am besten greifst du bei deiner Obstwahl zu Beeren oder Steinfrüchten. (13)

Hier noch ein kurzes Video mit fünf leckeren Rezepten, um dich inspirieren zu lassen:

Vor allem an heißen Sommertagen eignet sich ein Salat zum Frühstück besonders gut. Hier kannst du deine Kreativität beim Zusammenstellen deines Salats freien Lauf lassen. Tomaten, Gurken, Paprika, Eisbergsalat, Vogelsalat, etc. sind in verschiedenster Kombination einsetzbar. Mit dem richtigen Dressing verleihst du deinem Salat noch das gewisse Etwas.

Um für dich den Wechsel von Getreide zu paleokonformen Varianten so einfach wie möglich zu machen, braucht es praktikable Alternativen.

Ist die Paleo Diät wirklich so gesund und was sind ihre Vorteile?

Die Paleo Diät bringt einige Vorteile mit sich, die erst auf den zweiten Blick erkennbar sind: (6)

  1. Lebensmittelauswahl: Verfechter der Paleo Ernährung essen bewusst nicht alles, was Supermärkte zu bieten haben. Die meisten Lebensmittel, die du bei dieser Diät konsumierst, gelten ohnedies als gesund. Beachte aber bei deiner Fleischwahl, das dieses nicht aus Massentierhaltung stammt.
  2.  Wohlbefinden: Außerdem verspricht die Paleo Diät, dass du dich fitter, energiegeladener und wohler fühlen wirst. Ein verbessertes und gesünderes Du. Der ganzheitliche Ansatz des Paleo Konzepts soll im Einklang mit deinem Körper stehen. Nur so kann sich langfristig gesehen der Wohlfühlfaktor einstellen. (2, 5)
  3. Ernährung ist mehr als Nahrungsaufnahme: Das Paleo Konzept lebt den Gedanken vor, dass Ernährung mehr als die Aufnahme von notwendigen Stoffen ist. Es ist kein Zufall, dass viele Menschen das Essen gerne zelebrieren. Der bewusste Umgang mit der eigenen Ernährung, der Bestandteil der Paleo Diät ist, fördert nachhaltiges Denken und Handeln.
  4. Kein Hungern: Die Paleo Diät ist keine Diät im klassischen Sinne. Da eine Gewichtsreduktion nicht im Vordergrund steht, sondern eine verbesserte Gesundheit. Sie gleicht vielmehr einer Ernährungsumstellung und einer neuen Lebensweise. (1)

Wichtig für dich zu wissen ist, dass die Paleo Diät bisher noch nicht vollständig erforscht ist. (9)

Die oben aufgelisteten Punkte können jedoch als objektiv belegbar angesehen werden.

Wie effektiv ist die Paleo Diät beim Abnehmen?

Ein durchaus möglicher positiver Nebeneffekt der Paleo Diät ist, dass sich eine Gewichtsreduktion, aufgrund der eingeschränkten Lebensmittelwahl, einstellen kann.

Zudem wird bei dieser Ernährungsweise oft auf eigenständiges Kochen gesetzt. Hierbei wird das Gespür für Mengen und Portionsgrößen geschult und auf Fertiggerichte verzichtet. Außerdem fördert die Paleo Diät das Sättigungsgefühl. (1)

Natürlich wäre Sport die optimale Ergänzung zum Abnehmwunsch. Mit dieser Methode stellt sich die Gewichtsreduktion schneller ein.

Ist die Paleo Diät mit dem intermittierenden Fasten vereinbar?

Intermittierendes Fasten bedeutet in der Praxis, dass du deine Kalorienzufuhr beibehältst, aber diese in einem eingeschränkten Zeitfenster konsumierst. Das heißt, es besteht ein ständiger Wechsel zwischen Nahrungsaufnahme und Nahrungsabstinenz.

Es ist ratsam erst mit dem Intervallfasten zu beginnen, wenn du mindestens einige Monate die Paleo Diät praktiziert hast. Außerdem solltest du nicht unter Blutzuckerschwankungen leiden. Denn diese können durch das Intervallfasten verschlimmert werden. (14)

Vorteile
  • Aufrechterhaltung der Kalorienzufuhr
  • Verschiedene Ansätze ermöglichen flexibles Fasten
  • Kann beim Abnehmen helfen
Nachteile
  • Kann Blutzuckerschwankungen verschlimmern
  • Anfänge des Fastens können schwierig sein

Integriere das Konzept des intermittierenden Fastens langsam in die Paleo Diet mit ein. Es gibt verschiedene Ansätze Intervallfasten umzusetzen. Starte damit, die Zeitabstände zwischen deinen Mahlzeiten zu verlängern. Vier bis fünfstündige Pausen zwischen deinen Speisen gelten als ideal.

Achte bei deinen Mahlzeiten darauf, dass du einfache Kohlenhydrate und natürliche Süßstoffe meidest. Somit bleiben die Blutzucker- und Insulinwerte konstant niedrig und dein Körper gewinnt vermehrt Energie aus der Verbrennung von Fettdepots. (12)

Insgesamt kann intermittierndes Fasten eine gute Ergänzung zur Paleo Diät sein. Da beide Konzepte die gleichen Ziele verfolgen: gesundheitliche Verbesserung und mehr Leistungsfähigkeit. Diese Absichten sind mit/unter Vorbehalt zu genießen, da es an genügend wissenschaflichen Langzeitstudien fehlt, um sie zu belegen. (10, 11)

Welche Auswirkungen hat die Paleo Diät auf Autoimmunerkrankungen?

Die Ursachen für Autoimmunerkrankungen gelten oft als unbekannt. Hierbei erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe irrtümlicherweise als Fremdkörper und bekämpft es.

Die Paleo Diät verspricht durch den Verzicht auf einige wenige Lebensmittelgruppen (vor allem Getreide und Hülsenfrüchte), dass die Symptome einfacher Verläufe von Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen gelindert werden können.

Dazu zählen Diabetes, Multiple Sklerose, Hashimoto, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Leaky Gut Syndrom, Zöliakie, Lupus, Neurodermitis oder auch Akne. (3, 4)

Falls du unter bestimmten Unverträglichkeiten leiden solltest, wirst du wahrscheinlich dem im Paleo Konzept vorgesehenen Verzicht etwas abgewinnen. Besonders Laktose und Gluten sind Stoffe, die bei manchen Menschen Unverträglichkeiten auslösen können. Jedoch fehlt es bezüglich der Paleo Diät noch an klinischen Studien, um diese These wissenschaftlich zu belegen. (8)

Welche Risiken / Kritiken / Nachteile gibt es bei der Paleo Diät?

Dass der Bezug zur Steinzeit hinkt, wird spätestens bei näherer Betrachtung von Obst- und Gemüsesorten erkennbar. Denn keines der heutigen Lebensmittel ist mit den Lebensmitteln von “damals” zu vergleichen. Selbst Gemüsesorten, die es schon in der Steinzeit gab, sind inzwischen besondere Züchtungen.

Neue Ernährungsformen sind in der Regel kritischen Stimmen ausgesetzt. Das zentrale Problem bei der Paleo Diät ist das Fehlen ausführlicher wissenschaftlicher Studien. Außerdem könnte die Rolle der Gene im Paleo Konzept überbetont sein. Denn unsere Ernährungsweise wird genauso durch Faktoren wie physiologische Mechanismen, das soziale Umfeld und erlernte Verhaltensmuster beeinflusst. (7)

Nachteile Paleo Diät
Kritiken Rolle der Gene überbewertet, Bezug zur Altsteinzeit hinkt
Risiken Umweltbelastungen durch erhöhten Fleisch- und Fischkonsum
Aufwand Restaurantbesuche gestalten sich schwieriger, mehr eigenständiges Kochen

Die Paleo Diät benötigt einiges an Planung, Aufwand und Struktur. Alleine Restaurantbesuche können sich schwieriger gestalten. Da einige Zutaten auf der Speiseliste bei dieser Ernährungsform tabu sind. Jedoch sollte berechtigterweise erwähnt werden, dass die meisten vollwertigen und nachhaltigen Ernährungsformen mit einem relativ hohem Aufwand einhergehen.

Um jeden Menschen auf der Erde mit genügend Fleisch und Fisch zu versorgen, sind teilweise schwere Umweltbelastungen in Kauf zunehmen. Der Anbau von Futtermitteln für die Tiere beschränkt den Anbau für andere pflanzliche Nahrungsmittel. Bedenklich ist angesichts der knapper werdenden Agrarflächen, ob es möglich wäre, ausreichend weide gefütterte Tiere zu halten.

Der ausgeprägte Verzehr von Fisch ist ebenso nicht folgenlos. Denke an die Überfischung der Weltmeere und die Expansion der Aquakulturen als Antwort auf die Überfischung.

Ist die Paleo Diät eine teure Ernährungsweise?

Die Paleo Diät gehört zu den kostspieligeren Ernährungsformen. Vor allem der Kauf von regionalem qualitativ hochwertigem Bio Fleisch kann schnell ins Geld gehen.

Allerdings trägt der bewusstere Umgang mit Lebensmitteln dazu bei, dass sich auch Einsparungen vermerken lassen. Durch gezielteres Einkaufen lässt sich der Anteil der Lebensmittel, der verdirbt und zu entsorgen ist, minimieren.

Paleo Diät-2

Achtest du im Zuge der Paleo Diät vermehrt auf die Qualität deiner Nahrungsmittel, musst du nicht zwangsläufig viel Geld ausgeben.
(Bildquelle: Christian Dubovan / unsplash)

Es lassen sich drei Aussagen treffen, wie du bei der Paleo Diät Geld sparen kannst:

  1. Saisonal einkaufen: Bestimmte Nahrungsmittel sind im Sommer billiger zu erzeugen, als im Winter. Wenn du Lebensmittel saisonal einkaufst, kannst du dementsprechend Geld sparen. Kaufst du zum Beispiel Beeren im Dezember, darfst du dich nicht über die erhöhten Preise auf den Etiketten wundern.
  2. Angebote nutzen: Frischware wie Obst, Gemüse und Fleisch werden oftmals zu Aktionspreisen angeboten. Durch Wahrnehmung solcher Aktionen kannst du regelmäßig Geld beim Einkaufen sparen.
  3. Tiefkühlware erwägen: Es gibt auch Tiefkühlware in guter Qualität und zu annehmbaren Preisen. Abgepackter Blumenkohl, Brokkoli, Kaisergemüse, etc. wird meist im optimalen Reifezustand geerntet und fachgerecht eingefroren. Somit bleiben alle Nährstoffe erhalten. Diese Methode bietet eine Option, sich günstiger und bequemer mit reichlich Gemüse zu versorgen.

Es gibt bei der Paleo Diät zahlreiche Möglichkeiten sich kostengünstig zu ernähren. Vorausgesetzt du besitzt die Bereitschaft aktiv an der Diät mitzuarbeiten.

Welche Alternativen gibt es zu der Paleo Diät?

Hier liest du kurz und knackig welche drei Alternativen es zur Paleo Diät gibt:

  • Keto: Keto steht für die ketogene Ernährung. Sie nennt sich ketogen, weil bei dieser Ernährungsform sogenannte Keton Körper hergestellt werden. In Ketose bekommt das Gehirn Energie aus Keton Körpern. Damit das funktioniert, muss die Kohlenhydrataufnahme auf weniger als 30 Gramm pro Tag reduziert werden.  Die restliche Energie wird mehrheitlich in Form von gutem Fett und Proteinen aufgenommen.
  • Low Carb: In der Regel verfolgst du eine Low Carb Diät, wenn du weniger als 100 Gramm Kohlenhydrate am Tag isst. Abhängig von der Diät können auch innerhalb der Low Carb Diät mehr oder weniger als 100 Gramm Kohlenhydrate gegessen werden. Der Vorteil von Low Carb ist, dass der Insulinspiegel im Blut absinkt und der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Dementsprechend kannst du bei dieser Diät Heißhungerattacken vermeiden.
  • Atkins: In den 70er Jahren veröffentlichte Dr. Robert Atkins sein Diätkonzept. Es besagt, dass über mehrere Schritte hinweg der Kohlenhydratverzehr stark eingeschränkt wird. Jedoch wird bei dieser Ernährungsform kein starker Fokus auf die Natürlichkeit der Nahrungsmittel gelegt.

Fazit

Beachte, dass die Paleo Ernährungsform bisher noch nicht zur Gänze erforscht ist. Manche Aussagen über ihre Vor- und Nachteile können daher nur unter Vorbehalt getroffen werden. Jedoch steht bei der Paleo Diät zweifellos fest, dass der Fokus auf hohe Lebensmittelqualität und Nachhaltigkeit gelegt wird. Diese zwei Aspekte kannst du stufenweise in dein Leben integrieren.

Denn ein bewussterer Umgang mit Nahrungsmitteln und deren Inhaltsstoffen fördert die Gesundheit. Es kann auch einen ersten Schritt in ein ökologisch nachhaltiges Leben bedeuten. Außerdem fördert das Paleo Konzept den Dialog mit der eigenen Gesundheit und dem eigenen Körper. Am Ende lernst du nicht nur eine interessante Ernährungsart, sondern auch dich selbst besser kennen.

Bildquelle: milkos/ 123rf.com

Einzelnachweise (14)

1. Plant-rich mixed meals based on Palaeolithic diet principles have a dramatic impact on incretin, peptide YY and satiety response, but show little effect on glucose and insulin homeostasis: an acute-effects randomised study; H Frances J Bligh, Ian F Godsland, Gary Frost, Karl J Hunter, Peter Murray, Katrina MacAulay, Della Hyliands, Duncan C S Talbot, John Casey, Theo P J Mulder, Mark J Berry (2015)
Quelle

2. Favourable effects of consuming a Palaeolithic-type diet on characteristics of the metabolic syndrome: a randomized controlled pilot-study; Inge Boers, Frits Aj Muskiet, Evert Berkelaar, Erik Schut, Ria Penders, Karine Hoenderdos, Harry J Wichers, Miek C Jong (2014)
Quelle

3. A Multimodal, Nonpharmacologic Intervention Improves Mood and Cognitive Function in People with Multiple Sclerosis; Jennifer E Lee, Babita Bisht, Michael J Hall, Linda M Rubenstein, Rebecca Louison, Danielle T Klein, Terry L Wahls (2017)
Quelle

4. Beneficial effects of a Paleolithic diet on cardiovascular risk factors in type 2 diabetes: a randomized cross-over pilot study; Tommy Jönsson, Yvonne Granfeldt, Bo Ahrén, Ulla-Carin Branell, Gunvor Pålsson, Anita Hansson, Margareta Söderström, Staffan Lindeberg (2009)
Quelle

5. Metabolic and physiologic improvements from consuming a paleolithic, hunter-gatherer type diet; L A Frassetto, M Schloetter, M Mietus-Synder, R C Morris Jr, A Sebastian (2009)
Quelle

6. Effects of a short-term intervention with a paleolithic diet in healthy volunteers; M Osterdahl, T Kocturk, A Koochek, P E Wändell (2008)
Quelle

7. Paleo diet still lacks evidence; Tanis R Fenton and Carol J Fenton (2016)
Quelle

8. Dietary Effects on Microbiota-New Trends with Gluten-Free or Paleo Diet; Yurdagül Zopf, Dejan Reljic, Walburga Dieterich (2018)
Quelle

9. Cutting through the Paleo hype: The evidence for the Palaeolithic diet; Christopher E Pitt (2016)
Quelle

10. Effects of intermittent fasting on body composition and clinical health markers in humans; Grant M Tinsley, Paul M La Bounty (2015)
Quelle

11. Effects of intermittent fasting on glucose and lipid metabolism; Rona Antoni, Kelly L Johnston, Adam L Collins, M Denise Robertson (2017)
Quelle

12. Evidence that supports the prescription of low-carbohydrate high-fat diets: a narrative review; Timothy David Noakes, Johann Windt (2017)
Quelle

13. The fructose mystery: how bad or good is it?; Muhammad Qasim Memon, Ashok Kumar (2013)
Quelle

14. Early Time-Restricted Feeding Improves 24-Hour Glucose Levels and Affects Markers of the Circadian Clock, Aging, and Autophagy in Humans; Humaira Jamshed, Robbie A Beyl, Deborah L Della Manna, Eddy S Yang, Eric Ravussin, Courtney M Peterson (2019)
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftliche Untersuchung
Plant-rich mixed meals based on Palaeolithic diet principles have a dramatic impact on incretin, peptide YY and satiety response, but show little effect on glucose and insulin homeostasis: an acute-effects randomised study; H Frances J Bligh, Ian F Godsland, Gary Frost, Karl J Hunter, Peter Murray, Katrina MacAulay, Della Hyliands, Duncan C S Talbot, John Casey, Theo P J Mulder, Mark J Berry (2015)
Gehe zur Quelle
Klinische Studie
Favourable effects of consuming a Palaeolithic-type diet on characteristics of the metabolic syndrome: a randomized controlled pilot-study; Inge Boers, Frits Aj Muskiet, Evert Berkelaar, Erik Schut, Ria Penders, Karine Hoenderdos, Harry J Wichers, Miek C Jong (2014)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftliche Untersuchung
A Multimodal, Nonpharmacologic Intervention Improves Mood and Cognitive Function in People with Multiple Sclerosis; Jennifer E Lee, Babita Bisht, Michael J Hall, Linda M Rubenstein, Rebecca Louison, Danielle T Klein, Terry L Wahls (2017)
Gehe zur Quelle
Klinische Studie
Beneficial effects of a Paleolithic diet on cardiovascular risk factors in type 2 diabetes: a randomized cross-over pilot study; Tommy Jönsson, Yvonne Granfeldt, Bo Ahrén, Ulla-Carin Branell, Gunvor Pålsson, Anita Hansson, Margareta Söderström, Staffan Lindeberg (2009)
Gehe zur Quelle
Klinische Studie
Metabolic and physiologic improvements from consuming a paleolithic, hunter-gatherer type diet; L A Frassetto, M Schloetter, M Mietus-Synder, R C Morris Jr, A Sebastian (2009)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftliche Untersuchung
Effects of a short-term intervention with a paleolithic diet in healthy volunteers; M Osterdahl, T Kocturk, A Koochek, P E Wändell (2008)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
Paleo diet still lacks evidence; Tanis R Fenton and Carol J Fenton (2016)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
Dietary Effects on Microbiota-New Trends with Gluten-Free or Paleo Diet; Yurdagül Zopf, Dejan Reljic, Walburga Dieterich (2018)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
Cutting through the Paleo hype: The evidence for the Palaeolithic diet; Christopher E Pitt (2016)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
Effects of intermittent fasting on body composition and clinical health markers in humans; Grant M Tinsley, Paul M La Bounty (2015)
Gehe zur Quelle
Wissenschaflicher Artikel
Effects of intermittent fasting on glucose and lipid metabolism; Rona Antoni, Kelly L Johnston, Adam L Collins, M Denise Robertson (2017)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
Evidence that supports the prescription of low-carbohydrate high-fat diets: a narrative review; Timothy David Noakes, Johann Windt (2017)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
The fructose mystery: how bad or good is it?; Muhammad Qasim Memon, Ashok Kumar (2013)
Gehe zur Quelle
Wissenschaftliche Untersuchung
Early Time-Restricted Feeding Improves 24-Hour Glucose Levels and Affects Markers of the Circadian Clock, Aging, and Autophagy in Humans; Humaira Jamshed, Robbie A Beyl, Deborah L Della Manna, Eddy S Yang, Eric Ravussin, Courtney M Peterson (2019)
Gehe zur Quelle
Testberichte