Kokoswasser
Zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2021

Seitdem der Fitness-Boom und die Verwendung von Superfoods in unserem Alltag Einzug gehalten haben, ist auch die weltweite Nachfrage nach gesunden und natürlichen Durstlöschern stark gestiegen. Nachdem eine Vielzahl von Stars & Sternchen einen neuen Kult rund um das Kokoswasser ausgelöst haben, liegt das kalorienarme Getränk mittlerweile auch bei der gesundheits- und trendbewussten Bevölkerung voll im Fokus.

In diesem Ratgeber erfährst du alles zum Thema Kokoswasser und erhältst von uns Antworten auf die meist gestellten Fragen. Wir erläutern dir, warum Kokoswasser als gesund erachtet wird, worin die Stärken liegen und welche Anwendungen außerdem noch möglich sind.




Das Wichtigste in Kürze

  • Kokoswasser gehört nicht nur zu den natürlichsten und gesündesten Durstlöschern, sondern stellt durch die isotonischen Eigenschaften ein perfektes Sportgetränk dar.
  • Das exotische Wunderwasser soll den Stoffwechsel anregen und so die Entgiftung fördern. Darüber hinaus schützt der Drink gegen Übersäuerung und soll Bluthochdruck entgegenwirken.
  • Neben der Funktion als Durstlöscher kann Kokoswasser für weiter Anwendungen zum Einsatz kommen. U. a. können die darin enthaltenen Nährstoffe förderlich für die Bekämpfung von unreiner Haut und spröden Haaren sein.

Hintergründe: Was ist Kokoswasser?

Kokoswasser wird als angebliches Wundermittel für all jene, die schön, jung und gesund bleiben möchten breit beworben. Doch was ist wirklich dran an dem Hype um das natürliche Getränk? Im folgenden Abschnitt klären wir dich über das Thema Kokoswasser auf und liefern dir einen Überblick zu den wichtigsten Fragen.

Was ist Kokoswasser und welche Nährstoffe sind darin enthalten?

Kokoswasser wird aus Kokosnüssen gewonnen. Diese setzen sich aus mehreren Schichten zusammen und sind ähnlich den Kirschkernen aus botanischer Sicht keine „Nüsse“, sondern der Steinfrucht zuzuordnen. Zudem zählen Kokosnüsse mit einem Gewicht von 1,5 – 2 Kilogramm zu den größten Früchten der Welt sowie zu den nichtklimakterischen – sie reifen nämlich nach der Ente nicht mehr nach. (1, 4)

Als Kokoswasser oder Kokos-Saft wird der flüssige Inhalt der Kokosnuss bezeichnet. Dieser weist einen Wassergehalt von 90 Prozent auf und punktet –  trotz des süßen Geschmacks – mit einem niedrigen Zuckergehalt und einem hohen Anteil an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Die folgende Tabelle zeigt dir die wichtigsten Bestandteile, die in 1 Glas (250 ml) frischem Kokoswasser stecken:

Nährstoffe Menge
Vitamin C 5 mg
Kalzium 60 mg
Magnesium 60 mg
Eisen 0,7 – 0,25 mg
Natrium 120 – 250 mg
Kalium 600 – 700 mg

Wie du siehst, kann sich Kokoswasser durch die Menge an Vitamin C, Mineralstoffen und Spurenelementen positiv auf deinen Wasserhaushalt im Körper auswirken. Zudem ist die Menge von 17 – 20 Kalorien und 2,6 Gramm Zucker pro 100 Gramm auch ideal für alle jene, die sich gerne zucker- und kalorienreduziert ernähren. (2, 5)

Wie kommt das Wasser in die Kokosnuss?

Die „Nüsse“ der Kokospalme dienen der Pflanze in erster Linie als Nährstoffspeicher. D. h. die Wurzeln der Kokospalme nehmen Wasser auf und transportieren es in die Früchte, um es dort als Kokoswasser zu sammeln. Der in der Kokosnuss enthaltene winzige Keimling benötigt das Kokoswasser sowie das Kokosfleisch für sein Wachstum, denn die darin gespeicherten Nährstoffe versorgen den Keimling bis zu seiner Ausbildung der grünen Blätter.

Kokoswasser

Kokoswasser verfügt über eine klare bis milchige Farbe. Kokoswasser und -milch werden in der Biologie zusammen als „Endosperm“ bezeichnet. (Bildquelle: Moho01 / Pixabay)

Der Keimling wird vom flüssigen und festen Bestandteil des Endosperms genährt – genauer gesagt ernähren Kokoswasser und Kokosfleisch den Keimling. Dieser ist dadurch für die nächste Palmengeneration verantwortlich. (3)

Wie wird Kokoswasser gewonnen?

Kokoswasser ist Direktsaft und wird direkt aus der jungen und unreifen Frucht entnommen. Je nach Sorte der Kokosnuss kann bis zu 1 Liter süßliches, fast klares Kokoswasser in einer einzigen unreifen Frucht stecken. Hierzu schlägt man die Kokosnuss einfach auf und fängt das darin enthaltene Kokoswasser einfach auf.

Die Trink-Kokosnuss

Besonders Reich an Kokoswasser ist die gelbe King Kokosnuss (Thambili) aus Sri Lanka. Diese unterscheidet sich vor allem durch ihre Größe, ihre Farbe und ihren Geschmack von anderen Kokosnuss-Sorten. In der Regel ist sie etwas kleiner als andere Varianten und sticht einem durch das auffällige orange ihrer Schale besonders ins Auge.

Da diese Frucht sehr wenig Kokosnussfleisch ausbildet, wird sie speziell als Trinkkokosnuss gezüchtet. Das Kokoswasser der King Coconut schmeckt nicht nur etwas süßer als das der weit verbreiteten grünen Kokosnuss, sondern erinnert auch ein wenig an Mandeln. (4)

Aufgepasst, manche Hersteller führen Zucker oder Aromen zu.

Um sich mit Kokoswasser zu erfrischen kann man hierzu auf zwei Varianten zurückgreifen: Je nach Möglichkeit kannst du den kalorienarmen Drink direkt aus einer frischen Kokosnuss genießen oder du greifst auf die industriell hergestellte und verpackte Variante zurück.

Hierzu werden grundsätzlich verschiedene Kokonuss-Sorten für die Getränkezubereitung verarbeitet. Du solltest allerdings unbedingt die Inhaltsangabe beachten. Problemlos ist die Verwendung von Ascorbinsäure, um die Haltbarkeit zu gewähren – diese kann dem Kokoswasser lediglich einen leicht säuerlichen Geschmack zuführen.

Wie wird Kokoswasser hergestellt?

Die noch jungen Kokosnüsse im Alter von 6 – 7 Monaten werden aufgebohrt und das darin enthaltene Wasser wird gesammelt. Je nach angewendetem Verfahren wird das Kokoswasser entweder sterilisiert, d. h. es wird erhitzt, damit darin enthaltene Keime abgetötet werden, oder es werden Konservierungsstoffe hinzugefügt. Manche Hersteller frieren das Kokoswasser auch vor Ort ein und tauen es zum Abfüllen am Zielort dann wieder auf.

Beim Kauf von frischen Kokosnüssen aus dem Supermarkt solltest du die begrenzte Haltbarkeit beachten und die Früchte im Kühlschrank aufbewahren. Kokosnüsse stammen in der Regel aus folgenden exotischen Ländern: (4)

  • Indonesien
  • Philippinen
  • Indien
  • Brasilien
  • Sri Lanka
  • Thailand
  • Mexiko
  • Vietnam
  • Papua-Neuguinea
  • Malaysia

Du solltest die Herkunft der Früchte nicht mit der des Kokoswassers gleichsetzten. Der Herkunftsort muss nicht identisch mit dem Herstellungs- bzw. Abfüllungsort des Kokoswasser sein.

Warum ist Kokoswasser so teuer?

Verschiedene Faktoren sind für die Preisunterschiede bei Kokoswasser verantwortlich. Je nach Marke und Transportweg kann der Preis für Kokoswasser deshalb stark variieren. Grundsätzlich ist Kokoswasser, das aus Konzentrat hergestellt wird, günstiger als der Direktsaft.

Die lebensmittelrechtliche Einstufung von Kokoswasser ist auf deutscher und europäischer Ebene nicht eindeutig geregelt.

Das heißt, ob es sich dabei um „Wasser“ oder „Saft“ als Bezeichnung für den Drink handelt, ist nicht wirklich klar formuliert.

Bio-Produkte sind immer in einer höheren Preisklasse vorzufinden, da die Hersteller die Kosten für ein EU-Bio-Siegel tragen müssen – bspw. dürfen dann Bio-Kokosnüsse nur mit wenigen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden und es muss beim Anbau der Früchte auf Mischkultur geachtet werden, d. h. zwischen den Kokospalmen wachsen auch andere Pflanzen – unter anderem Bananen. (6)

Warum gilt Kokoswasser als gesund?

Durch den geringen Zucker- und Fettgehalt sowie den – in der oberen Tabelle aufgeführten – enthaltenen Nährstoffen, überzeugt Kokoswasser durch seinen hohen Wassergehalt von Ganzen 90 Prozent. Darüber hinaus deckt der Drink einen hohen Anteil des täglichen Vitamin C Tagesbedarf ab. Außerdem werden dem Trendgetränk noch weitere Eigenschaften zugeschrieben. In der folgenden Auflistung findest du die wichtigsten Merkmale:

  • Isotonisch: Kokoswasser verfügt über ein ähnliches Nährstoff-Flüssigkeits-Verhältnis wie das menschliche Blutplasma. Die darin enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden direkt in den Darm geleitet und können von hier aus direkt in den Zellen aufgenommen werden. Somit kann der Mineralstoffverlust – vor allem nach körperlich anstrengender Tätigkeit – schnell und effektiv ausgeglichen werden.
  • Basisch: Das im Kokoswasser enthaltene Kalium regelt den menschlichen Säure-Basen-Haushalt im Körper ähnlich wie basisches Wasser und kann somit einer Übersäuerung vorbeugen.
  • Entgiftend: Die Nährstoffe im Kokoswasser können sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken. Giftstoffe können so leichter abtransportiert werden und den Körper wird von „innen“ reinigen.
  • Blutdrucksenkend: Kokoswasser wird u. a. durch den hohen Kaliumgehalt eine blutzuckersenkende Wirkung zugeschrieben. Eine Studie der Universität von Kerala konnte durch Versuche an Ratten die positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel nachweisen und darüber hinaus auch eine Verringerung des oxidativen Stress – d. h. die Zellen geraten aus dem Gleichgewicht und der Zellstoffwechsel wird beeinträchtigt – nachweisen. (11, 12)

Wie du bisher gesehen hast, kann Kokoswasser durch den hohen Wasser- und Nährstoffgehalt sowie den vielen nützlichen Eigenschaften für den Körper, absolut gerechtfertigt als gesunder und gehaltvoller Durstlöscher verstanden werden.

Wie schmeckt Kokoswasser?

Je nachdem welche Kokosnuss-Sorte für das Kokoswasser verwendet wird bzw. welche Kokosnuss-Art als Durstlöscher zum Einsatz kommt, kann der Geschmack hier deutlich variieren. Grundsätzlich schmeckt Kokoswasser nur sehr gering nach Kokos, hat eine leicht süßliche Note und ist in der Konsistenz seidig und vollmundig. Achtung aufgepasst! Ein säuerlicher Geschmack ist bei echtem und natürlichem Kokoswasser nicht gegeben.

Kokoswasser

Nur eine frisch gekühlte Kokosnuss garantiert ein 100 % natürliches Geschmackserlebnis. (Bildquelle: Artem Beliaikin / Pexels)

Um sich am Geschmack von hochwertigem und bereits abgefülltem Kokoswasser zu erfreuen, empfiehlt sich in jedem Fall der Griff zum Bio-Produkt und ein Blick auf die Inhaltsangabe. Viele Hersteller verwenden Zusatzstoffe, die den natürlichen Geschmack beeinflussen. (2, 6)

Worin unterscheiden sich Kokoswasser und Kokosmilch?

Kokoswasser unterscheidet sich grundlegend von Kokosmilch. Während Kokoswasser in erheblicher Menge vor allem in jungen und unreifen Kokosnüssen steckt und direkt aus der Frucht konsumiert werden kann, muss Kokosmilch erst aus dem Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse gewonnen werden. Je reifer die Frucht, umso dicker ist die darin enthaltene Schicht an Fruchtfleisch und umso geringer ist der Anteil an Kokoswasser der sich darin befindet.

Neben der Optik unterscheiden sich Kokoswasser und Kokosmilch vor allem im Geschmack und dem Nährwert. Während Kokoswasser eine klare – manchmal auch etwas milchige –  und dünnflüssige Konsistenz aufweist, verfügt Kokosmilch über eine reinweiße, sahnige Eigenschaft und schmeckt auch intensiv nach Kokos. Außerdem ist der Fett- und Kaloriengehalt bei der Kokosmilch deutlich höher als beim Kokoswasser. (5)

Kokoswasser für Babys und Kleinkinder

Grundsätzlich können Babys ab dem Beikostalter Kokoswasser in geringen Mengen zu sich nehmen. Auf Produkte mit Zusatzstoffen wie bspw. Zucker und Aromen sollte zum Wohl der Zahngesundheit verzichtet werden.

Auch wenn die Kokosnuss nicht zu den Nüssen, sondern zum Steinobst zählt, sollte man die Augen für mögliche allergische Reaktionen gegenüber Kokos offen halten – auch wenn diese in der Regel sehr selten vorkommen. (7)

Wie wirkt sich Kokoswasser auf die Verdauung aus?

Kokoswasser regt nicht nur den Stoffwechsel an und wirkt entgiftend, sondern wird gerade in den Ursprungsländern der Kokospalme bei Durchfall gegen Dehydrierung oder auch Überhitzung eingesetzt. Zudem ist das Wasser in der Kokosnuss bis vor dem Öffnen absolut keimfrei und in Gegenden, wo sauberes Wasser oft Mangelware darstellt, eine ideale Alternative für eine unbedenkliche Flüssigkeitszufuhr.

Frisches Kokoswasser ist leicht verdaulich, wirkt euphorisierend und kühlend.

Auch in der ayurvedischen Behandlung wird Kokoswasser gerne eingesetzt.  Darum kommt es im Ayurveda bei Beschwerden wie Flüssigkeitsverlust, Gastritis, Durchfall sowie Hitzewallungen zum Einsatz. (5)

Wissenschaftler der Universität Airlangga in Indonesien bestätigten die Funktion des natürlichen Elektrolytgetränks. Kokoswasser kommt als begleitende Behandlung bei infektiösen Darmerkrankungen, wie bspw. Cholera – das in tropischen Ländern oft vorkommt – gerne zum Einsatz. (13)

Wie wirkt sich Kokoswasser auf Haut und Haare aus?

Du leidest an Vitamin- oder Mineralstoffmangel? Deine Haare sind dadurch spröde und du neigst zu unreiner Haut? Hier könnte dir Kokoswasser unterstützend zur Seite stehen. Die darin enthaltenen Nährstoffe können zur Regeneration von Haut und Haaren beitragen, denn gesundes Haar benötigt bekanntlich ausreichend Vitamin C und Mineralstoffe wirken sich günstig auf den pH-Wert aus.

Wie wirkt Kokoswasser nach dem Sport?

Wie bereits erwähnt hat Kokoswasser eine isotonische Wirkung und eignet sich deshalb perfekt als Sportgetränk. Vor allem der hohe Mineralstoffgehalt – genauer gesagt die durchaus erhebliche Menge an Kalium und Magnesium – sorgen für eine rasche Wiederherstellung des Wasserhaushaltes nach einer sportlichen Betätigung.

Darüber hinaus ist die Zuckerzusammensetzung für ein Elektrolytgetränk absolut ideal. Die folgende Tabelle zeigt dir das perfekte Glucose-Fructose-Verhältnis im Kokoswasser:

Inhaltsstoff Menge
Glucose 50 %
Fructose 15 %
Saccharose 35 %

Darum gibt es immer mehr Sportler, die auf herkömmliche Iso-Drinks verzichten und auf das natürliche Sportgetränk zurückgreifen. Einige Studien haben bereits die Wirkung von Kokoswasser nach dem Sport bestätigt.

Die medizinische Universität in Kuban und das Institut für Sportmedizin in Wien stellten fest, dass Kokoswasser aufgrund seiner Inhaltsstoffe isotonische Eigenschaften besitzt und besonders effizient und schnell im Blutkreislauf aufgenommen wird. Dabei wird der Körper nicht belastet und der Flüssigkeitsverlust nach dem Sport wird dadurch schnell ausgeglichen. (9, 10)

Kann man mit Kokoswasser abnehmen?

Kokoswasser ist durch den geringen Zucker- und Fettgehalt durchaus eine gute Alternative zu sonstigen süßen Limonaden oder Energydrinks. Dennoch bestätigen weder wissenschaftliche Studien einen Abnehm-Effekt durch den Konsum von Kokoswasser, noch ist der natürliche Drink ein wirklicher Fatburner – in 1 Liter Kokoswasser sind immerhin 200 Kalorien festzumachen.

Für all jene, die sich nach dem Sport mit dem isotonischen Getränk stärken wollen oder sich einfach nur mal eine süße Erfrischung gönnen möchten, ist der Griff zum Kokoswasser eine ideale und sinnvolle Möglichkeit – für das Abnehmen oder Fasten gibt es hierzu keine wissenschaftlich belegten Ergebnisse.

Was sollte beim Kauf von Kokoswasser beachtet werden?

Grundsätzlich ist ein Verzicht auf Zusätze wie Zucker, Aromen oder Farbstoffen bei einem Naturprodukt eigentlich nie verkehrt. Zudem sollte man auch auf die Bezeichnung 100% natürliches Kokoswasser zurückgreifen und hier vor allem Bio-Produkten den Vorrang geben. So kannst du dir sicher sein, dass beim Anbau keine Schadstoffe verwendet wurden und auch der Faktor der Nachhaltigkeit berücksichtigt wurde.

Kokoswasser

Industriell abgefülltes Kokoswasser wird mit anderen Fruchtsäften gemischt angeboten – u. a. mit Wassermelonen- oder Ananassaft. (Bildquelle: Polina Tankilevitch / Pexels)

Darüber hinaus sollte Kokoswasser nicht aus Konzentrat hergestellt sein. Hingegen sind schonende Verfahren zum Zweck der Haltbarkeit, wie bspw. Tiefkühlung, Sterilisation oder Pasteurisierung vollkommen legitim und bei einem tropischen Produkt auch gesundheitlich relevant.

Welche Nachteile hat Kokoswasser?

Prinzipiell ist Kokoswasser als Naturprodukt nicht nur gesund, sondern auch sehr gut verträglich. Dennoch möchten wir dich im Folgenden auf mögliche Nachteile durch den Konsum von Kokoswasser aufmerksam machen.

Nebenwirkungen

Neigst du zu Allergien? Auch wenn die Kokosnuss zum Steinobst gehört, kann sie in seltenen Fällen für allergische Reaktionen verantwortlich sein. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr von ca. 2 Litern Wasser, kannst (und solltest) du durch den Konsum von Kokoswasser jedoch nicht ersetzen, denn eine übermäßige Einnahme von Kokoswasser kann eine abführende Wirkung auslösen sowie den Blutzucker erhöhen.

Umwelt

Anders als es bei Palmöl der Fall ist, findet der Anbau von Kokospalmen überwiegend in kleinbäuerlichen Strukturen statt, dennoch sprechen die langen Transportwege aus tropischen Regionen nicht gerade für die Ökobilanz von Kokoswasser. (8)

Welche Alternativen gibt es zu Kokoswasser?

Suchst du eine gehaltvolle und gesunde Alternative zum Kokoswasser? Dann liefern wir dir hier einige Vorschläge, die mit den positiven Eigenschaften von Kokoswasser mithalten können:

Tomatensaft

Der bereits im Flugzeug gerne konsumierte Tomatensaft, den es auch in Bioqualität gibt, bildet vor allem mit dem darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoff Lycopin – das Sportlermuskeln vor Zellschäden bewahrt – und den Vitalstoffen einen idealen Ersatz zum Kokoswasser.

Prinzipiell eigenen sich jedoch alle Gemüsesäfte als ideale Alternative, denn immerhin enthalten sie drei- bis fünfmal so viel Natrium wie in handelsüblichen Sportdrinks üblich ist und verfügen in der Regel sogar über das 13- bis 17-fache an Magnesium.

Kalter grüner Tee

Grüner Tee enthält Antioxidantien und fördert und beschleunigt die Regeneration beschädigter Muskelzellen. Das darin enthaltene Koffein sorgt gerade bei Ausdauersport für Schnelligkeit und Durchhaltevermögen. Somit ist grüner Tee nicht nur eine ebenso gesunde und kalorienarme Alternative zu Kokoswasser, sondern eignet sich vor allem vor und während des Sports als effektiver Durstlöscher.

Kirschsaft

Kirschen enthalten überdurchschnittlich viele Antioxidantien und helfen so dem Körper im Kampf gegen freie Radikale. Zudem können sie durch die entzündungshemmende Wirkung Krankheiten vorbeugen. Aufpassen heißt es allerdings beim Zuckergehalt – darum solltest du den Drink am besten mit Wasser verdünnt zu dir nehmen.

Einige Studien an Sportlern – die unter anderem den Kalorienverbrauch beim Radfahren oder Joggen untersuchten – bestätigten zudem eine steigernde Leistungsfähigkeit nach der Einnahme eines Kirschsaftkonzentrats sowie generell eine Steigerung der Bewegungseffizienz. Darüber hinaus fielen auch die Entzündungsparameter geringer aus. (14, 15)

Fazit

Wie du siehst, ist Kokoswasser ein richtiger Alleskönner und überzeugt vor allem mit seiner isotonischen Wirkung nach dem Sport. Die perfekte Zusammensetzung von Kokoswasser befördert den Durstlöscher auf Augenhöhe mit allen gängigen Iso-Drinks. Neben der Anwendung im Ayurveda, kommt auch in der Medizin Kokoswasser zur ergänzenden Therapie bei bspw. Durchfall, Magenbeschwerden oder Überhitzung zum Einsatz.

Da frische Kokosnüsse in unseren Breitengraden jedoch nicht immer zur Verfügung stehen, sollte bei der industriell abgefüllten Variante immer die Inhaltsangabe beachtet werden sowie auf Bioprodukte ohne Zusätze von Zucker oder Aromen zurückgegriffen werden. Achte unbedingt darauf, nach Möglichkeit immer zur frischen und gekühlten Frucht zu greifen!

Die positiven Eigenschaften des gehaltvollen Getränks punkten nicht nur im Körper, sondern wirken sich auch auf unser Wohlbefinden aus – immerhin holst du dir mit jedem Schluck Kokoswasser auch ein kleines Stück Urlaubsfeeling in deinen Alltag.

Es kann gesagt werden, dass der gesunde und natürliche Drink einen absoluten Mehrwert für eine zucker- und fettreduzierte Ernährung darstellt- in jedem Fall also nicht nur ein Trendgetränk, sondern ein absolut gehaltvoller Durstlöscher.

Bildquelle: Punjachoke Jittrapirom / 123rf

Einzelnachweise (15)

1. A. M. Trautmann (2018): Häufiger Irrtum: Wieso die Flüssigkeit in Kokosnüssen gar keine Kokosmilch ist. In: Botanik Guide. Die geheimnissvolle Welt der Pflanzen. [Stand 27.04.2021]
Quelle

2. C. Rehberg (2021): Kokoswasser – Der perfekte Iso-Drink. 2021 In: Zentrum der Gesundheit. [Stand 27.04.2021]
Quelle

3. N. D. Ediriweera Ph.D. (1996): KING COCONUT. CORD, 12(02), 34. https://doi.org/10.37833/cord.v12i02.304
Quelle

4. Biologie-Lexikon: Kokospalme In: Biologie Seite.de [Stand 27.04.2021]
Quelle

5. G. Dürselen (2013): Kultgetränk Kokoswasser. In: Gesundheitsnachrichten / A. Vogel, 2013-04-01, Vol.70 (4), p.24. DOI: 10.5169/seals-554295.
Quelle

6. Dr. T. Nietner, B. Salzmann (2017): Kokoswasser aus dem Supermarktregal – Werden hier Urlaubsgefühle wach? In: Baden-Württemberg. Die Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit. [Stand 27.04.2021]
Quelle

7. K. Anagnostou (2017): Coconut Allergy Revisited. Children (Basel). 2017 Sep 29;4(10):85. doi: 10.3390/children4100085. PMID: 28961189; PMCID: PMC5664015.
Quelle

8. Krankenkassenzentrale (2021): Kokosnusswasser – Inhaltsstoffe und Nährwerte von Kokoswasser. [Stand 27.04.2021]
Quelle

9. Dr. A. Martins, Mag. H. Chomist (2003): Effect of Tender Coconut Water as Rehydration Drink on Cardiopulmonary Fitness for Joggers. Institut für Sportmedizin-Donaustadt, Austria.
Quelle

10. U. Thavisri et al. (1982): Electrolytes, Sugar, Calories of Coconut Water. Southeast Asian J. Trop. Med. Pub. Hlth. Vol 13, Nr. 3, 427-431.
Quelle

11. J. W. H. Yong et al. (2009): The Chemical Composition and Biological Properties of Coconut (Cocos nucifera L.) Water. 14, 5144-5164. https://doi.org/10.3390/molecules14125144
Quelle

12. P. P. Preetha et al. (2012): Hypoglycemic and antioxidant potential of coconut water in experimental diabetes. 3(7):753-7. doi: 10.1039/c2fo30066d. Epub 2012 Jun 27. PMID: 22576019.
Quelle

13. H. Nurasid et al. (1979): The Use of Young Coconut Water in Pediatric Cholera. Department of Child Health, Medical School, Airlangga University, Surabaya, Indonesien.
Quelle

14. P. G. Bell et al. (2014): The role of cherries in exercise and health. Scandinavian journal of medicine & science in sports, 24(3), 477-490. https://doi.org/10.1111/sms.12085
Quelle

15. K. C. Vitale et al. (2017): Tart Cherry Juice in Athletes: A Literature Review and Commentary. Current sports medicine reports, 16(4), 230-239. DOI: 10.1249/JSR.0000000000000385
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Ratgeber
A. M. Trautmann (2018): Häufiger Irrtum: Wieso die Flüssigkeit in Kokosnüssen gar keine Kokosmilch ist. In: Botanik Guide. Die geheimnissvolle Welt der Pflanzen. [Stand 27.04.2021]
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Internetbeitrag
C. Rehberg (2021): Kokoswasser – Der perfekte Iso-Drink. 2021 In: Zentrum der Gesundheit. [Stand 27.04.2021]
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Wissenschaftlicher Artikel
N. D. Ediriweera Ph.D. (1996): KING COCONUT. CORD, 12(02), 34. https://doi.org/10.37833/cord.v12i02.304
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Lexikonbeitrag
Biologie-Lexikon: Kokospalme In: Biologie Seite.de [Stand 27.04.2021]
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Wissenschaftlicher Artikel
G. Dürselen (2013): Kultgetränk Kokoswasser. In: Gesundheitsnachrichten / A. Vogel, 2013-04-01, Vol.70 (4), p.24. DOI: 10.5169/seals-554295.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Dr. T. Nietner, B. Salzmann (2017): Kokoswasser aus dem Supermarktregal – Werden hier Urlaubsgefühle wach? In: Baden-Württemberg. Die Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit. [Stand 27.04.2021]
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Wissenschaftlicher Artikel
K. Anagnostou (2017): Coconut Allergy Revisited. Children (Basel). 2017 Sep 29;4(10):85. doi: 10.3390/children4100085. PMID: 28961189; PMCID: PMC5664015.
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Internetbeitrag
Krankenkassenzentrale (2021): Kokosnusswasser – Inhaltsstoffe und Nährwerte von Kokoswasser. [Stand 27.04.2021]
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Wissenschaftliche Studie
Dr. A. Martins, Mag. H. Chomist (2003): Effect of Tender Coconut Water as Rehydration Drink on Cardiopulmonary Fitness for Joggers. Institut für Sportmedizin-Donaustadt, Austria.
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Vergleichende wissenschaftliche Studie
U. Thavisri et al. (1982): Electrolytes, Sugar, Calories of Coconut Water. Southeast Asian J. Trop. Med. Pub. Hlth. Vol 13, Nr. 3, 427-431.
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Wissenschaftlicher Artikel
J. W. H. Yong et al. (2009): The Chemical Composition and Biological Properties of Coconut (Cocos nucifera L.) Water. 14, 5144-5164. https://doi.org/10.3390/molecules14125144
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Wissenschaftliche Studie
P. P. Preetha et al. (2012): Hypoglycemic and antioxidant potential of coconut water in experimental diabetes. 3(7):753-7. doi: 10.1039/c2fo30066d. Epub 2012 Jun 27. PMID: 22576019.
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Wissenschaftliche Studie
H. Nurasid et al. (1979): The Use of Young Coconut Water in Pediatric Cholera. Department of Child Health, Medical School, Airlangga University, Surabaya, Indonesien.
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Wissenschaftliche Studie
P. G. Bell et al. (2014): The role of cherries in exercise and health. Scandinavian journal of medicine & science in sports, 24(3), 477-490. https://doi.org/10.1111/sms.12085
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Wissenschaftliche Studie
K. C. Vitale et al. (2017): Tart Cherry Juice in Athletes: A Literature Review and Commentary. Current sports medicine reports, 16(4), 230-239. DOI: 10.1249/JSR.0000000000000385
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