Zuletzt aktualisiert: 17. Dezember 2020

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Du überlegst, hochdosiertes Magnesium einzunehmen? Weißt aber nicht, ob eine Einnahme in deiner Situation sinnvoll ist bzw. welche Mengen du einnehmen solltest? Wir zeigen dir alle relevanten Infos und Fakten, sowie die wichtigsten Do’s und Don’ts auf und beraten dich in deiner Kaufentscheidung.

In unserem großen Test zu hochdosiertem Magnesium haben wir dir eine Auswahl unserer Produktfavoriten vorbereitet, klären dich zu der korrekten Einnahme, sowie den möglichen Nebenwirkungen auf und zeigen dir, wie du auch ohne Nahrungsergänzungsmittel alternativ ganz einfach deinen Tagesbedarf an Magnesium decken kannst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Magnesium ist ein für den menschlichen Körper lebensnotwendiges Mineral, welches über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden muss, da es nicht durch körpereigene Prozesse hergestellt werden kann.
  • Hochdosierte Magnesiumpräparate kennzeichnen sich durch einen erhöhten Magnesiumgehalt aus, wodurch mit wenigen Dosen der körpereigene Magnesiumbedarf gedeckt und einem Mangel entgegengewirkt werden kann.
  • Aufgrund des hohen Magnesiumgehalts kommt es nicht selten zu Überdosierungen mit gesundheitsgefährdenden Nebenwirkungen. Eine ärztliche Bestimmung des individuellen Magnesiumbedarfs erscheint daher äußerst sinnvoll.

Hochdosiertes Magnesium: Favoriten der Redaktion

Das beste liposomale hochdosierte Magnesium

Unsere Top-Empfehlung

Dieses Produkt von Sundt ist ein Kombinationsprodukt, das Magnesium mit dem dem patentierten Wirkstoffkomplex Optinerve® vereint. Dadurch wird dem Präparat neben dem Magnesium auch Zink, Selen, Chrom und Taurin zugesetzt. Das macht es in seiner Wirkung noch stärker.

Das Supplement ist außerdem liposomal. Das bedeutet, dass die wertvollen Wirkstoffe in Liposome eingebunden werden. Das erhöht die Bioverfügbarkeit des Supplements um ein Vielfaches. So können die Wirkstoffe schneller und besser von deinem Körper aufgenommen und gleichzeitig leichter verarbeitet werden.

Empfohlen wird dieses Produkt zur Unterstützung des Stoffwechsels und zur Regulierung der normalen Muskel- und Nervenfunktionen. Dabei ist das flüssige Produkt vegan, gentechnik- und zuckerfrei. In einem Fläschchen sind 250 ml liposomales Magnesium enthalten, das entspricht rund 50 Portionen.

Die beste hochdosierte Magnesiumoxid

Das Magnesiumoxid der Marke natural elements zählt mit einem Anteil an 400 Milligramm elementarem Magnesium pro Kapsel klar zu den hochdosierten Magnesiumpräparaten. Der Vorteil des verarbeiteten Magnesiumoxid liegt in seiner guten Speicherfähigkeit im Körper.

Bewertung der Redaktion: Das Präparat wird in Deutschland zu 100 % vegan hergestellt und ist frei von sämtlichen Zusatzstoffen und tierischen Inhalten. Regelmäßige und unabhängige Kontrollen zertifizieren dir hierbei dir herausragende Qualität des Präparats.

Die besten hochdosierte Magnesiumhydroxid

Jede Kapsel des Magnesiumhydroxid-Präparats der Marke PlusVive enthält 700 Milligramm natürlichem Magnesiumhydroxid das aus Meerwasser gewonnen wird. Dabei besticht diese Magnesiumverbindung durch eine besonders hohe Bioverfügbarkeit im Vergleich zu herkömmlichen Magnesiumoxid-Präparaten.

Bewertung der Redaktion: Die dem hochdosierten, veganen Magnesiumpräparat beigesetzten Enzyme und natürliche Nährstoffe fördern dein Verdauungssystem und stärken deine Darmflora nachhaltig.

Das beste hochdosierte Magnesiumpulver

Das Magnesiumcitrat Pulver der Marke Raab Vitalfood empfiehlt sich besonders durch seine hohe Bioverfügbarkeit und die individuellen Dosiermöglichkeiten der Pulverform. Dadurch eignet sich das Präparat ideal für Sportler und körperlich aktive Personen.

Bewertung der Redaktion: Das beste Magnesiumcitratpulver im Vergleich, das sich durch eine zertifizierte, hohe Produktqualität auszeichnet und frei von sämtlichen Zusätzen und tierischen Stoffen ist.

Kauf- und Bewertungskriterien für hochdosiertes Magnesium

Beim Kauf von hochdosiertem Magnesium solltest du auf verschiedene Kriterien achten, wie:

Durch die für dich passende Wahl kannst du Geld sparen und sorgst zudem dafür, dass du deinem Körper nichts zufügst, was er nicht braucht. Achte daher grundlegend immer auf eine hohe Qualität und lass dir bei Bedarf Zertifikate der Hersteller zeigen.

Darreichungsform

Es gibt zahlreiche Alternativen hinsichtlich der Darreichungsform von Magnesiumpräparaten. Die beliebtesten wollen wir dir in der folgenden Tabelle aufzeigen.

Darreichungsform Beschreibung
Kapseln Kapseln stellen eine der beliebtesten Darreichungsformen dar und punkten allgemein durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis und durch eine einfache Lagerung
Tablette Bei Tabletten kann zwischen Filmtabletten, Kautabletten und Brausetabletten unterschieden werden. Brausetabletten werden in Wasser gelöster Form aufgenommen, während die anderen zwei Darreichungsformen ohne Wasser eingenommen werden können
Pulver Das Magnesiumpulver ist mit oder ohne Wasser einzunehmen und kann variabel dosiert werden, was teilweise auch zu Fehldosierungen führen kann
Dragees Dragees sind durch ihre schnelle Löslichkeit im Mundraum sehr einfach und sicher einzunehmen

In der Wirkung sind alle Darreichungsformen etwa vergleichbar, wobei in Wasser gelöste Magnesiumsupplemente vom Körper besser aufgenommen werden können. Welche Darreichungsform für dich geeignet ist, hängt von deinen individuellen Präferenzen ab.

Hauptwirkstoff

Wenn man von Magnesium spricht, dann muss in verschiedene Arten von Magnesium unterschieden werden. Magnesium liegt in seinem natürlichen Vorkommen in verschiedenen Salzverbindungen vor. Dabei ist in organische und anorganische Magnesiumverbindungen zu unterscheiden.

Während organische Verbindungen vor allem durch ihre schnelle Wirkung und eine hohe Bioverfügbarkeit punkten, können anorganische Magnesiumverbindungen über ihren niedrigeren Kaufpreis und bessere Speichereigenschaften überzeugen.

In einer Studie von Schechter, Saad, et al. konnte im Jahr 2012 nachgewiesen werden, dass durch eine mehrwöchige Supplementation von Magnesiumoxid-Präparaten ein wesentlich besserer Magnesium Speicherwert vorlag, als es bei der Nahrungsergänzung mit Magnesiumcitrat-Präparaten.(1)

Achte bei der Auswahl eines Präparats auf mögliche Allergene und deine Verträglichkeit.

Wenn du also viel Wert auf die Wirkung der Magnesiumpräparate legst, solltest du auf organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumaspartat, Magnesiumcitrat, Magnesiumglutamat oder Magnesiumglycerophosphat zurückgreifen.

Suchst du nach preiswerteren Alternativen, können anorganische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumchlorid oder Magnesiumhydroxid deine Wahl sein.

Langfristig bewirken jedoch sowohl Präparate mit anorganischen oder organischen Magnesiumverbindungen eine Steigerung des Magnesiumgehalts in deinem Körper.

Bioverfügbarkeit

Der Begriff Bioverfügbarkeit gibt den prozentualen Anteil des, meist über Präparate aufgenommenen, elementaren Wirkstoffs an, der unverändert in den Blutkreislauf des Körpers gelangt.

Sie ist also eine Einheit dafür, wie schnell und in welchem Umfang ein Wirkstoff in elementarer Form von dem eigenen Körper resorbiert und an dem gewünschten Wirkungsort zur Verfügung gestellt werden kann.

Verschiedene Studien zeigen, dass es mehrere Wochen dauern kann bis eine messbare Steigerung des Magnesiumblutspiegels durch die Einnahme von Magnesiumpräparaten eintritt. Daher raten mehrere Experten zur Einnahme von Magnesiumpräparaten mit organischen Magnesiumverbindungen, da hier nachweislich eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit vorliegt.(2, 3)

Allergene und Zusatzstoffe

Für viele Menschen zählen Allergien und Unverträglichkeiten und die damit verbundenen Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme zum Alltag. Auch bei Magnesiumkapseln solltest du ein Auge auf die Inhaltsangaben werfen, da oftmals zusätzliche Inhaltsstoffe und Allergene verarbeitet werden.

Hochdosiertes Magnesium

Spuren von Allergenen wie Gluten, Nüssen oder Pollen können durch die Verarbeitung oder Verpackung in das Präparat gelangen. Achte daher als Allergiker unbedingt auf die Deklarationen der Verpackung und auf die aufgeführten Allergene in der Inhaltsstoffliste, um ungewünschte und möglicherweise gesundheitsgefährdende Folgen zu vermeiden. (Bildquelle: Austin Ban / unsplash)

Solche Allergene und Spuren teilweise kritischer Stoffe können durch die Verarbeitung, zum Zweck der Lagerung oder aus Konsumgründen in Magnesiumpräparaten vorkommen.

Beispiele hierfür können die Zugabe und die Verarbeitung von Zuckern, Gluten, Farb- und Geschmacksstoffen, Hormonen oder tierischer Gelatine sein.

Magnesiumkonzentration und Dosierung

Hochdosierte Magnesiumpräparate haben in der Regel mindestens eine Magnesiumkonzentration von 250 Milligramm elementares Magnesium pro Einheit. Je nach Magnesiumverbindung können diese Konzentrationen unterschiedlich weit ansteigen.

In den meisten Fällen entsprechen diese 250 Milligramm an elementaren Magnesium dem maximalen Tagesbedarf einer Person an zusätzlichem Magnesium. Zumeist ist der tatsächliche Bedarf an Magnesium allerdings geringer, da durch die Nahrung bereits ein großer Teil gedeckt werden kann.(4)

Es wird empfohlen, den Tagesbedarf von maximal 250 Milligramm an zusätzlichem Magnesium über Nahrungsergänzungsmittel in zwei Dosen über den Tag verteilt einzunehmen.

Gesundheitliche Besonderheiten und Erkrankungen können allerdings dazu führen, dass ein erhöhter Magnesiumbedarf vorliegt. Über einen Bluttest kannst du deinen genauen Bedarf an Magnesium bei deinem Arzt bestimmen lassen.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema hochdosiertes Magnesium ausführlich beantwortet

Häufig gestellte Fragen zum Thema hochdosiertes Magnesium ausführlich beantwortet
Um dich umfassend über die Eigenschaften von hochdosiertem Magnesium zu informieren und dir den aktuellen Stand der Wissenschaft näherzubringen, haben wir dir alle wichtigen Informationen in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

Worin unterscheidet sich hochdosiertes Magnesium von normalem Magnesium?

Wie die Betitelung schon andeutet, unterscheidet sich hochdosiertes Magnesium von normalen Magnesiumpräparaten durch einen deutlich erhöhten Magnesiumgehalt.

Da Magnesium in der Natur nur gebunden in Verbindungen vorliegt und der menschliche Körper dieses wichtige Mineral selbst nicht produzieren kann, erscheint in vielen Situationen eine Nahrungsergänzung mit entsprechenden Präparaten durchaus sinnvoll.

Doch warum ist Magnesium so wichtig für den menschlichen Körper? Elementarem Magnesium werden im Körper unteranderem folgende Wirkungen zugesprochen:

Stoffwechsel

Magnesium ist ein sehr wichtiger Stoff für unseren Körper, da es in rund 300 körpereigenen Enzymen enthalten ist und somit zahlreiche Stoffwechselprozesse des Körpers unter Einfluss von elementarem Magnesium initiiert werden bzw. ablaufen.

Eine ergänzende Supplementation von Magnesium unterstützt also viele Stoffwechselprozesse beispielsweise den Protein-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, sowie das Nerven- und Muskelsystem.

Eine Studie von Binder, Hutzelmann, et al. konnte in diesem Zusammenhang beispielsweise den signifikanten Einfluss von Magnesium auf die Laktatbildung und die Energiebereitstellung aus Kohlenhydraten bei sportlicher Belastung nachweisen.(5)

Blutdruck

Doch auch auf das Herz-Kreislauf-System und insbesondere den Blutdruck hat die Einnahme von Magnesium einen signifikanten Einfluss. So wird die Elastizität der Blutgefäße gefördert, was wiederum das Risiko für Bluthochdruck, Thrombosen und Schlaganfälle nachweisbar senkt.(6)

Außerdem bewirkt die Einnahme von Magnesium eine muskelentspannenden Effekt. Dadurch insbesondere bei sportlichen und körperlichen Betätigungen den gefürchteten Muskelkrämpfen entgegengewirkt werden.

Auch ist ein niedrigerer Muskeltonus langfristig für die Gesundheit des Herzmuskels förderlich und kann somit Herzrhythmusstörungen und weiteren Folgeerkrankungen, wie im schlimmsten Fall einem Herzinfarkt vorbeugen.(6)

Chronische Erkrankungen

Magnesium wirkt im Körper allgemein entzündungshemmend. Vor allem bei chronischen Entzündungsprozessen, wie Darmerkrankungen, Arteriosklerose, Multiple Sklerose, Arthritis, kann somit den Krankheitsverläufen entgegengewirkt werden.

Insbesondere bei einer Erkrankung an Diabetes ist es wichtig, eine ausreichende Magnesiumzufuhr sicherzustellen. Da Magnesium die Wirkung von Insulin verbessert, hilft es, den Blutzuckerhaushalt zu regulieren und das Risiko für Folgeerkrankungen zu verringern.

Einer Studie von Guerrero‐Romero, Rascón‐Pacheco et al. nach, erkranken Menschen mit Magnesium-Mangel etwas doppelt so häufig an Diabetes, als diejenigen ohne einen Magnesium-Mangel.(7)

Bei schlecht eingestellten bzw. vor erkrankten Personen wird vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden, wodurch ein Mangel bedeutend schneller, als bei gesunden Menschen entstehen kann.

Wann und für wen ist die Einnahme von hochdosiertem Magnesium sinnvoll?

Da Magnesium nicht selbst von dem menschlichen Körper hergestellt werden kann, muss es über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.

Zwar ist es im Regelfall, besonders in Deutschland, gut möglich seinen Bedarf an Magnesium komplett über die Nahrung zu decken. Allerdings gibt es einige Ausnahmen und Sondersituationen, durch die du einen erhöhten Bedarf an Magnesium haben kannst, welchen du mit deiner Nahrung nur schwer denken kannst.

Folgende Situationen und Ausnahmen können hierzu genannt werden:

  • Schwangere und stillende Frauen
  • Sportler (überwiegend Leistungssport)
  • Diabetiker
  • Personen mit andauernd erhöhtem Stress
  • Magnesiummangel als Begleiterscheinung von Medikamenteneinnahme
  • Alkoholkranke Personen
  • Personen mit einer Magnesiumaufnahmestörung oder Magnesiumunterversorgung
  • Migräne- und Kopfschmerzpatienten

Wenn du dir nicht sicher bist, ob bei dir ein erhöhter Magnesiumbedarf bzw. ein Magnesiummangel vorliegt, solltest du einen geeigneten Experten, wie deinen Arzt zu Rate ziehen.

Wie ist hochdosiertes Magnesium einzunehmen?

Da der menschliche Körper Magnesium nicht in unbegrenzten Mengen auf einmal aufnehmen kann, solltest du deine zugeführte Gesamtmenge pro Tag in einzelne kleine, über den Tag verteilte Dosen aaufteilen. Maximal können rund 80 Milligramm elementares Magnesium pro Einzeldosis resorbiert werden. Alles was bei einer Einzeldosis darüber geht, kann vom Körper nicht verwertet werden und wird ausgeschieden.(8)

Hochdosiertes Magnesium

Von einer gleichzeitigen Einnahme anderer Nahrungsergänzungsmittelpräparate und Medikamenten, die beispielsweise Zinke, Eisen oder Calcium enthalten, ist abzuraten, da diese Stoffe hinsichtlich ihrer Wirkung gerne in gegenseitiger Wechselwirkung stehen und damit die eigentliche Magnesiumresorption deutlich beeinflussen können. (Bildquelle: Volodymyr Hryshchenko / unsplash)

Den Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Folge, benötigen Frauen ab 25 Jahren in der Regel etwa 300 Milligramm elementares Magnesium pro Tag und Männern etwa 350 Milligramm pro Tag.

In der Pubertät, Schwangerschaft und der folgende Stillzeit, kann ein erhöhter Magnesiumbedarf vorliegen. Dabei liegt der Magnesiumbedarf für Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren bei 350 bis 400 Milligramm pro Tag, für Schwangere und Stillende bei etwa 310 bis 390 Milligramm pro Tag.(9)

Im Krankheitsfall können diese genannten Richtwerte allerdings stark abweichen. So kann eine bedeutend größere oder auch geringere Einnahmemenge an Magnesium sinnvoll sein, um gewünschte Effekte der Magnesiumeinnahme zu erzielen.

Um unerwünschte Nebeneffekte durch einen Mangel oder eine Überdosierung zu vermeiden, kannst du deinen exakten Magnesiumbedarf über einen Bluttest bei deinem Arzt ermitteln lassen.

Welche Nebenwirkungen kann hochdosiertes Magnesium haben?

Da es sich bei der Einnahme hochdosierter Magnesiumpräparate um Präparate mit einem äußert hohen Magnesiumgehalt handelt, besteht die Gefahr, dass du schnell zu viel elementares Magnesium zu dir nimmst und eine Überdosierung vorliegt.

In einer Studie der Leibniz-Universität Hannover konnte nachgewiesen werden, dass über 22 Prozent der untersuchten, magnesium-einnehmenden Personen die für die ergänzende Einnahme von Magnesium empfohlenen 250 Milligramm pro Tag deutlich überschritten.(8)

Folgende Symptome und Nebenwirkung können auf eine Überdosierung hinweisen:

  • weicher Stuhl / Durchfall
  • Müdigkeit und Energielosigkeit
  • Muskelschwäche und Krämpfe
  • verminderte Muskelreflexe
  • Herzstolpern
  • Blutdruckabfall
  • Übelkeit oder flache Atmung

Sollten solche oder ähnliche Symptome in Folge deiner hochdosierten Magnesiumeinnahme eintreten, empfiehlt es sich deine Dosierung deutlich zu verringern und besser über den Tag verteilen. Besonders bei Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems solltest du nicht zögern deinen zuständigen Arzt zu kontaktieren.

Was kostet hochdosiertes Magnesium?

Aus dem Vergleich mehrerer Online- und Offline-Verkaufsstellen wurden die ungefähren Tiefstpreise pro 100 Gramm für die verschiedenen Darreichungsformen der Magnesiumpräparate berechnet, die wir dir in der folgenden Tabelle darstellen:

Darreichungsform Preis ab
Kapseln 4 €
Filmtabletten 5 €
Brausetabletten 1 €
Kautabletten 5 €
Pulver 3 €
Dragees 6 €

Abhängig von Hersteller, Qualität, Magnesiumgehalt, Verpackungsmenge und Art kann dieser Preis stark variieren und deutlich höher als die angegebenen Werte ausfallen.

Wo kann ich hochdosiertes Magnesium kaufen?

Magnesiumpräparate kannst du entweder offline in Drogerien, Apotheken und im Einzelhandel kaufen oder online bei einer riesigen Auswahl verschiedener Versandhäuser kostenpflichtig bestellen.

Achte beim Kauf deines Präparats auf einen namenhaften Hersteller und eine Zertifizierung mit vertrauenswürdigen Qualitätssiegeln.

Namenhafte Verkaufsadressen sind beispielsweise:

  • DM
  • Rossmann
  • Edeka
  • Amazon.de
  • Idealo.de
  • Shop-Apotheke.com
Vermeide den Kauf von Präparaten im Privatverkauf oder auf Online-Auktionsseiten wie ebay.de.

Achte bei dem Kauf deiner Präparate zum einen auf die Qualität des Verkäufers und zum anderen besonders auf die Qualität des Produkts. Gerade im Online-Handel werden bei unbekannten Händlern nicht selten minderwertige und teilweise gesundheitsschädliche Präparate gehandelt.

Die sicherste Variante ist der Kauf in der Apotheke, da hier meist nur namhafte Herstellerprodukte verkauft und die einzelnen Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel vor dem Verkauf kritisch überprüft werden.

Welche Alternativen gibt es zu hochdosiertem Magnesium?

Neben der Vielzahl an verschiedenen Darreichungsformen von Magnesiumpräparaten, ist vor allem die eigene Ernährung die Hauptquelle für Magnesium.

Denn wie bereits erwähnt, ist eine Einnahme von hochdosierten Magnesiumpräparaten nur dann sinnvoll, wenn du deinen Bedarf mit deiner alltäglichen Ernährung langfristig nicht decken kannst.

Damit du ohne große Probleme die empfohlene Tagesdosis von etwa 300 bis 400 Milligramm elementares Magnesium erreichst, geben wir dir im Folgenden noch ein paar nützliche aber einfache Ernährungstipps mit an die Hand.

Es gibt verschieden Lebensmittelgruppen die von Natur aus einen erhöhten Magnesiumgehalt aufweisen und sich daher optimal für deine Ernährung eignen.(8, 10)

Zu diesen Gruppen gehören beispielsweise:

  • Nüsse und Samen (Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Mandeln)
  • verschiedene Getreidesorten (Hafer, Reis, Weizen)
  • Bohnen- und Erbsenfrüchte
  • sonstige Erzeugnisse (Marzipan, Schokolade, Kakao)

Außerdem setzen mehr und mehr Hersteller von Mineralwasser, auf die Anreicherung des Wassers mit Mineralien wie Magnesium. Sodass auch hierdurch ein wesentlicher Beitrag zum Decken des Tagesbedarfs an Magnesium geleistet werden kann.

Du siehst, eine ausreichende Aufnahme von Magnesium ist durch eine bewusste und ausgeglichene Ernährung durchaus möglich. Der Griff zu dem beliebten Magnesiumpräparat erfolgt also in den meisten Fällen eher aus Bequemlichkeit.

Bildquelle: Alex9500/ 123rf.com

Einzelnachweise (10)

1. M. Shechter, T. Saad, A. Shechter, N. Koren-Morag, B. B. Silver, S. Matetzky ( Magnes Res, 25(1), p.28-39, 2012
Quelle

2. Golf, S. Pharmazeutische Zeitung, 1, 2006
Quelle

3. Kappeler, D., Heimbeck, I., Herpich, C. et al. BMC Nutr., 3 (7), 2017
Quelle

4. Bundesinstitut für Risikobewertung, 2017
Quelle

5. F. Binder, A. Hutzelmann, S. Golf et al. Magnesium-Bulletin, 13 (4), 1991
Quelle

6. Liana C Del Gobbo, Fumiaki Imamura, Jason HY Wu, Marcia C de Oliveira Otto, Stephanie E Chiuve, Dariush Mozaffarian. The American Journal of Clinical Nutrition. 2013 July; Volume 98, Issue 1, Pages 160–173.
Quelle

7. F. Guerrero‐Romero R. A. Rascón‐Pacheco M. Rodríguez‐Morán J. Escobedo De La Peña N. Wacher (2008)
Quelle

8. Verbraucherzentrale, 2020
Quelle

9. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2020
Quelle

10. Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, 2000
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Comparison of magnesium status using X-ray dispersion analysis following magnesium oxide and magnesium citrate treatment of healthy subjects
M. Shechter, T. Saad, A. Shechter, N. Koren-Morag, B. B. Silver, S. Matetzky ( Magnes Res, 25(1), p.28-39, 2012
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Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit von Magnesiumverbindungen
Golf, S. Pharmazeutische Zeitung, 1, 2006
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Higher bioavailability of magnesium citrate as compared to magnesium oxide shown by evaluation of urinary excretion and serum levels after single-dose administration in a randomized cross-over study
Kappeler, D., Heimbeck, I., Herpich, C. et al. BMC Nutr., 3 (7), 2017
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BfR bewertet Tageshöchstmenge für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln
Bundesinstitut für Risikobewertung, 2017
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Biochemische Effekte von Magnesium auf den Glukosestoffwechsel während einer sportlichen Belastung bei Fechtern
F. Binder, A. Hutzelmann, S. Golf et al. Magnesium-Bulletin, 13 (4), 1991
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Circulating and dietary magnesium and risk of cardiovascular disease: a systematic review and meta-analysis of prospective studies.
Liana C Del Gobbo, Fumiaki Imamura, Jason HY Wu, Marcia C de Oliveira Otto, Stephanie E Chiuve, Dariush Mozaffarian. The American Journal of Clinical Nutrition. 2013 July; Volume 98, Issue 1, Pages 160–173.
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Hypomagnesaemia and risk for metabolic glucose disorders: a 10‐year follow‐up study
F. Guerrero‐Romero R. A. Rascón‐Pacheco M. Rodríguez‐Morán J. Escobedo De La Peña N. Wacher (2008)
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Magnesium - was ist zu beachten?
Verbraucherzentrale, 2020
Gehe zur Quelle
Magnesium - Empfohlene Zufuhr
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2020
Gehe zur Quelle
Lebensmitteltabelle für die Praxis
Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, 2000
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