Granatapfel gesund
Zuletzt aktualisiert: 1. April 2021

Der Granatapfel gilt als wahres Superfood und Multitalent unter den Obstsorten. Doch was können diese kleinen dunkelroten Kerne wirklich? Nicht nur, dass sie sehr gut schmecken, süße und säure hervorragend kombinieren, sie sind auch noch ein Vitamin Booster und enthalten wichtige Nährstoffe für deinen Körper.

Der nachfolgende Artikel zeigt, welche Kräfte die kleinen Granatapfelkerne haben und mit welchen Rezepten man sie am besten zubereitet. Zudem klären wir viele Fragen rund um das Thema gesund mit Granatapfel, Dosierung und Auswirkungen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Der Granatapfel ist ein Vitamin Booster auf vielen Ebenen. Er enthält wichtige Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und andere Spurenelemente, welche positive Auswirkungen auf deinen Körper haben.
  • Der Granatapfel ist sozusagen ein Allround Talent für deinen Körper. Studien zeigen, dass er bei der Krebstherapie unterstützend wirken kann und auch bei Diabetes mellitus Patienten sehr erfolgreich eingesetzt werden kann, trotz seines relativ hohen Anteils an Fruchtzucker. Auch wird die Frucht in vielen Anti-Aging-Produkten eingearbeitet, um die Kollagenproduktion zu fördern.
  • Der Granatapfel ist ideal um dein Essen aufzuwerten und einen Kick in deinen Ernährungsplan zu bringen. Der süß-saure Geschmack ist sehr erfrischend und als Saft, Sirup, Konzentrat oder einfach pur (Kerne) zu genießen.

Definition: Was ist ein Granatapfel?

Von außen unscheinbar aber von innen ein Multitalent, gesunder Snack für zwischendurch, Vitamin Booster und noch viel mehr. Der Granatapfel ist das Supertalent unter den Obstsorten und doch recht unbekannt. Möglicherweise weil nicht jeder weiß, dass der Granatapfel vieles kann und sehr vielseitig einsetzbar ist. Schon früher wurde der Frucht eine heilende und aphrodisierende Wirkung nachgesagt. (2)

Der Granatapfel ist eine exotische Frucht, welche vor allem in Ländern mit tropischem und subtropischem Klima angepflanzt wird. Länder wie Spanien, Griechenland, Türkei und die orientalischen Länder sind bekannt für deren Granatapfelanbau. Er besteht aus einer Schale mit ungefähr 400 dunkelroten Fruchtkernen innen drin, welche süßlich schmecken und gleichzeitig eine gewisse Säure mit sich bringen.

Granatapfel gesund

Der Granatapfel – harte Schale, weicher fruchtiger Kern trifft perfekt auf die Beschreibung des leckeren Granatapfels. (Bildquelle: Armennano/ Pixabay)

Die Frucht ist saftig, erfrischend und fruchtig mit enorm vielen Vitaminen und anderen Nährstoffen, die wichtig sind für deinen Körper. Es “knackt” im Mund beim draufbeißen und ist unter Kennern, heute eines der beliebtesten Toppings für Salate und Müsli bowls.

Hintergründe: Warum ist der Granatapfel so gesund?

Der Granatapfel, auch Punica Granatum oder auch Paradiesfrucht genannt (2), ist nicht nur eine erfrischende Frucht, sondern auch mit Blick auf die Inhaltsstoffe sehr weit vorne.

Granatapfel = Vitamine & Mineralstoffe

Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie Spurenelemente wie Zink, sind nur einige der Nährstoffe, welche enthalten sind und wichtig für Herz-, Muskel- und Darmbereich sind. Er unterstützt deinen Körper, um schädlichen Zellen zu minimieren oder ihr Wachstum zu verlangsamen. (10)

Warum ist der Granatapfel noch nicht so bekannt wie andere Obstsorten?

Zum einen, wahrscheinlich weil die Frucht nicht regional ist und somit zu den exotischen Früchten zählt. Zum anderen kann es sein, dass aufgrund dessen, dass man die Kerne isst, viele Menschen abgeschreckt sind und es unangenehm finden auf Kernen zu kauen.

Außerdem ist das schälen des Granatapfels eine kleine Herausforderung, ohne dabei alles um einen herum dreckig zu machen. Dennoch sind das fast alles Gründe, welche mit einfachen Tricks und Tipps geklärt werden können. Denn der Granatapfel bietet einfach so vieles, sodass du ihn in deine persönliche Obstauswahl mit aufnehmen solltest.

Welche Inhaltsstoffe machen den Granatapfel gesund?

Kommen wir zu den Fakten. Die Granatapfelkerne sind prall gefüllt mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffe wie Polyphenole (4). Allerdings ist das Powerfood trotz der enthaltenen ausgeprägten Säure, relativ süß und weist einen hohen Anteil an Fruchtzucker auf. Da die Frucht aber meistens nur in geringen Mengen als Topping gegessen wird, ist das kein Grund den Granatapfel beiseite zu schieben.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die Nährwerte eines Granatapfels. Zum Vergleich haben wir das beliebteste Obst der Deutschen gegenübergestellt, den Apfel:

Inhaltsstoffe Nährwert pro 100 g – Granatapfel Nährwert pro 100 g –

Apfel

Energie 78 kcal 58 kcal
Eiweiß 0,7 g 0,26 g
Fette 0,6 g 0,17 g
Kohlenhydrate 16,7 g 13,81 g
Ballaststoffe 2,24 g 2,0 g
Vitamine A – B1 – B3 – B5 – K – C B3 – C – E
Mineralstoffe Kalium – Eisen – Zink – Magnesium – sekundäre Pflanzenstoffe Kalzium – Phosphor – Magnesium
Wasser 79 g 83 g

Die oben stehende Tabelle zeigt sehr gut, dass obwohl ein Apfel weniger Kalorien, Fette und Eiweiß enthält, der Granatapfel weit vorne liegt mit seinen enthaltenen Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Spurenelementen. Dank der enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen wie der Polyphenole ist der Granatapfel der Booster für dein Wohlbefinden.

Welche gesunde Wirkung hat der Granatapfel?

Der Granatapfel ist sozusagen das Allround Talent, wenn es um deinen Körper geht. Vorweg ist zu erwähnen, dass der Granatapfel auf jeden, also egal ob Mann, Frau oder Kind, eine positive Wirkung hat und kann deinen Körper bei der eigenen Abwehr von Krankheiten unterstützen. Daher können diese kleinen Wunderkerne deinen Körper bei einer Vielzahl an Krankheiten unterstützend schützen.

Beispielsweise vor einem zu hohen Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und noch viel mehr. Zudem besitzen die Granatapfelkerne eine antioxidative Wirkung und schützen deine Körperzellen somit vor schädlichen Einflüssen.

Granatapfel gesund

Das Allround Talent für deinen Körper ist ein wahres Wunder, wenn man sich die Inhaltsstoffe ansieht. Nicht viele andere Lebensmittel können hier mithalten. (Bildquelle: pasja1000 / Pixabay)

Das einzige Manko, welches der Granatapfel mit sich bringt ist, dass er in Kombination mit anderen Medikamenten die Wirkung der Medikamente beeinflussen könnte. (6) Hier empfehlen wir dir vorher mit deinem Arzt zu sprechen, solltest du wichtige Medikamente einnehmen müssen. Im folgenden Abschnitt erläutern wir dir einige der Wirkungen genauer.

1. Granatäpfel halten jung

Die Kerne des Granatapfels enthalten wertvolle Nährstoffe für eine Verjüngungskur. Durch Antioxidantien werden freie Radikale in Schach gehalten. Zudem hilft das Granatapfelsamenöl, die Kollagenproduktion anzutreiben und ist somit für deine Hautstraffung mitverantwortlich. Heute werden bereits viele Kosmetikartikel mit Granatapfelsamenextrakten gemischt, dieses Extrakt hilft vor allem vor Sonnenschäden und trägt zur Revitalisierung bei.

Des Weiteren unterstützt der Granatapfelextrakt Frauen während der Menopause und deren Symptomen. So wurde festgestellt, dass Depressionen und Osteoporose Bildung während der Menopause reduziert werden konnten, auch aufgrund der enthaltenen Polyphenole. (8, 9) Ein Gespräch mit deinem Arzt gibt mir noch mehr Aufschluss darüber, wie Granatapfel dich unterstützen kann.

2. Granatäpfel haben wenig Kalorien und unterstützen beim Abnehmen

Du fragst dich wie ein Granatapfel dir beim Abnehmen helfen kann? Ganz einfach: Der Granatapfel enthält zwar einiges an Fruchtzucker und dennoch hat er relativ wenige Kalorien. Zudem eignet sich der Granatapfel super als Snack für zwischendurch und stillt deinen Heißhunger. Er ist süß und ein wenig säuerlich zugleich und ersetzt somit die Schokolade oder den Keks am Nachmittag. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass er sehr gut verträglich und mehr oder weniger fettfrei ist.

3. Granatäpfel helfen der Darmflora

Der Darm ist eines der wichtigsten inneren Organe die wir Menschen besitzen.

Bitterstoffe unterstützen die Verdauung.

Darum ist es extrem wichtig darauf zu achten, was wir essen und wie wir es vertragen. Auch hier kann der Granatapfel helfen. Wie bereits erwähnt ist die Frucht sehr gut verträglich.

Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe, wenn es auch nur wenige sind, unterstützt der Granatapfel die Verdauung auf natürliche Weise und hilft der Darmflora beim Verdauen.

Bereits ein Glas am Tag kann dir dabei helfen, dich einerseits wohler zu fühlen und andererseits Entzündungen zu hemmen.

4. Granatäpfel enthalten viele Antioxidantien

Neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen enthält der Granatapfel zudem sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind verantwortlich für den Geschmack und auch die Farbe der Frucht. Zu diesen sekundären Pflanzenstoffen zählen unter anderem verschiedene Polyphenole. Kein anderes Lebensmittel enthält so viele wie der Granatapfel. Diese Polyphenole sind verantwortlich für dein Wohlbefinden im Körper und schützen deine Zellen vor schädlichen Einflüssen. (4)

Aufgrund der positiven Wirkung auf den Körper wirken Polyphenole wie Antioxidantien. Es gibt immer mehr Studien darüber, dass die regelmäßige Einnahme von Granatapfel(saft) eine positive Auswirkung auf Krebszellen hat.

250 ml Granatapfelsaft helfen bereits.

Das heißt, beispielsweise bei Prostatakrebs (10): Die Patienten, welche bei dieser Studie mitgemacht haben, tranken täglich 250 ml Granatapfelsaft zusätzlich zu ihrer Therapie. Daraus resultierte, dass sich die PSA-Verdopplungszeit erheblich verlangsamte. Dieser PSA Wert (Prostataspezifisches Antigen) ist verantwortlich für das Wachstum der Krebszellen. In anderen Studien (vor allem noch mit Tieren) wird auch geschildert, dass diese Polyphenole ebenfalls gegen Lungen-, Brust-, Darm und Magenkrebs helfen könnten.

Was bedeutet das nun? Es bedeutet, dass mithilfe der Polyphenole im Granatapfel der Tumor in deinem Körper keinen Zugang zu Sauerstoff oder anderen Nährstoffen bekommt und dadurch das Wachstum verlangsamt wird. Wichtig ist, dass diese Polyphenole aber nicht ausreichen, um eine Krebstherapie zu ersetzen (5), sie wirken nur unterstützend. (3)

Zusätzlich kann sich der Granatapfel(saft) auch positiv auf die Therapie eines Diabetes mellitus Patienten auswirken. Sowohl Typ I als auch Typ II sind Risikopatienten für koronare Herzerkrankungen, arterielle Verschlusserkrankungen und auch Atherosklerose. Diese zusätzlichen Erkrankungen sind oft die Todesursache bei Diabetikern.

Die regelmäßige Zufuhr von Granatapfelsaft und -extrakten soll dem Körper helfen oxidativen Stress zu verringern und kann deinen Cholesterinspiegel ein wenig beeinflussen. Am besten du sprichst mit deinem Arzt über die Zufuhr von Granatapfelsaft. Dieser sollte nämlich verdünnt werden, um die Insulinwerte nicht durcheinander zu bringen. (7)

Wie viel Granatäpfel ist gesund?

Aufgrund der Säure solltest du Granatäpfel nicht im Übermaß zu dir nehmen, aber das gilt grundsätzlich für alles im Leben. Bei den meisten Studien wird angegeben, dass täglich ein Glas mit ca. 250 ml Granatapfelsaft ausreicht, um die oben genannten Auswirkungen zu erzielen.

Alles mit Maß und Ziel.

Natürlich muss es kein Saft sein, sondern kann auch die frische Frucht sein. Bei empfindlichem Magen solltest du vorher mit deinem Arzt sprechen, da die Kerne doch relativ viel Säure enthalten.

Verzehr von Granatäpfeln: Wie du den Granatapfel gesund in deinen Ernährungsplan einbauen kannst

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Granatapfel in deinen Ernährungsplan einzubauen. Das wichtigste ist, dass du es machst, denn wie du vom vorherigen Abschnitt mitbekommen hast, wirkt der Granatapfel für verschiedene Bereiche in deinem Körper unterstützend und kann einige Erkrankungen vorbeugen bzw. unterstützt den Heilungsprozess.

Ohne Zucker- oder Farbzusätze

Bei der Verarbeitung kommt es nicht unbedingt darauf an, in welcher Form du Granatapfel zu dir nimmst. Das wichtigste ist, dass es eine möglichst natürliche Weise ist ohne zusätzlichen Zucker- oder Farbstoffzusatz.

Folgende Verzehrarten sind die beliebtesten:

  • Als Kerne: Bei dieser Form des Verzehrens gehen am wenigsten Inhaltsstoffe verloren. Mit der richtigen Technik des Zuschneidens eines Granatapfels (siehe übernächsten Punkt) lässt er sich super snacken und schmeckt einfach gut. Die Kerne sind sehr erfrischend und ideal als Topping für diverse Speisen zu verwenden. Zudem gilt grundsätzlich, dass nur die Kerne für den Verzehr geeignet sind und die weißen Zwischenwände und die Schale nicht gegessen werden sollten. Sie schmecken bitter.
  • Als Saft / Sirup: Neben den Kernen wahrscheinlich die beliebteste Form. Der Granatapfelsaft ist erhältlich in fast allen Lebensmittelgeschäften. Dabei ist zu beachten, dass sie meistens gezuckert sind und durch das pressen einige wenige Inhaltsstoffe verloren gehen können.
  • Als Pulver: Der Granatapfel als Pulverform wird oft als Nahrungsergänzungsmittel verkauft oder als reine Pulverform. Auch hier gehen aufgrund der Verarbeitung einige Inhaltsstoffe verloren. Dennoch ist es eine sehr gute Alternative, wenn man den Geschmack des Granatapfels nicht so gerne mag. Ideal zum Untermischen in Smoothies.
  • Als Tee: Granatapfel in Form von Tee ist wahrscheinlich die am wenigsten verwendete Art des Verzehrs, da der Geschmack eher mild ausfällt bzw. verloren geht und weniger Vitamine enthalten sind. Die Wirkung im Gegensatz zu der Frucht selbst oder einem Saft verringert sich dadurch auch.

Das meistverkaufte Produkt im Supermarkt ist wahrscheinlich der Granatapfelsaft. Er ist von der Lagerung am unkompliziertesten und daher bei Einkäufern sehr beliebt.

Einkauf und richtige Lagerung

Beim Einkauf ist das wichtigste, dass du auf die Beschaffenheit der Frucht acht gibst. Die Frucht von Außen kann ruhig schrumpelig aussehen. Das ist sogar ein sehr gutes Zeichen dafür, dass die Frucht reif und zum baldigen Essen bereit ist. Beim Anfassen des Granatapfels sollten keine weichen Stellen zu finden sein, denn das deutet darauf hin, dass die Frucht faul ist von innen. Beim Preis ist zu beachten, dass je größer die Frucht, desto höher ist auch der Preis.

Granatapfel gesund

Egal ob als Saft oder Fruchtkerne, der Granatapfel ist pflegeleicht, wenn man von der Lagerung spricht und vielseitig einsetzbar in deinem Ernährungsplan. (Bildquelle: Michael Tavrionov/ Pixabay)

Bei Zimmertemperatur bleiben Granatäpfel ca. 2 bis 3 Wochen frisch und sollten spätestens dann verarbeitet oder gegessen werden. Im Kühlschrank wiederum lässt sich die Frucht wesentlich länger lagern. Die Lagerung bis zu mehreren Monaten ist hier möglich. Das wichtigste ist, dass man sich bewusst ist, dass die Frucht nach der Ernte nicht mehr wirklich nachreift.

Öffnen, schneiden und entkernen ohne Flecken

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Kerne aus der Frucht zu bekommen. Egal wie man es macht, man sollte eine Schürze tragen, um Flecken zu vermeiden, da sich die Flecken nur mehr sehr schwer entfernen lassen. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Die Kerne unter Wasser auslösen, um Flecken zu vermeiden. Hier geht jedoch der Saft der Kerne verloren.
  • Wie eine Orange außen einschneiden und die Schale entfernen, um die Kerne zu befreien.
  • Bei der Klopftechnik wird der Granatapfel halbiert und mithilfe eines Kochlöffels bearbeitet. Hierzu schlägt man mit dem Kochlöffel auf die Schalenseite der Frucht, um die Kerne innen zu lockern. Dadurch fallen sie einfach heraus.
  • Mit einer Orangen- oder Zitronenpresse den Granatapfel auspressen, für den Saft.

Rezeptideen

Granatapfelkerne passen dank ihres süß-säuerlichen Geschmacks ideal zu süßen aber auch herzhaften Speisen. Sie geben dem Gericht einen extra Kick und deine Gäste werden begeistert sein, was so ein paar kleine Kerne ausmachen können. Sie verfeinern und bringen Frische in Salate, Joghurts, Müslis, Acai Bowls, Porridge oder eben auch in herzhafte Saucen und Wildgerichte. Auch erfrischende Cocktails können damit aufgepeppt werden. Um dir eine Idee davon zugeben, haben wir vier Rezeptideen für deinen nächsten Abend mit Freunden oder Familie zusammengestellt:

Gericht Zutaten für 4 Personen Zubereitung
Grüner Salat mit Ziegenkäse und Granatapfelkernen gemischter grüner Salat nach Saison, 4 Stk. Ziegenkäse, 1 Granatapfel, 1,5 EL Senfkörner, Vinaigrette aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Walnüsse (optional) 1. Salat waschen und in mundgerechte Happen schneiden / rupfen, 2. den Ziegenkäse für 5 min bei – Oberhitze in den Ofen bis er schön weich ist, 3. Vinaigrette aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer herstellen, 4. Granatapfel mit der Klopftechnik auslösen, 5. alles auf einem Teller anrichten
Couscous mit Granatapfel 300 g Couscous, 300 ml Wasser, 1 Paprika, 1 Granatapfel, 1 El Butter, Salz, Pfeffer, frische Kräuter 1. Wasser aufkochen lassen und Couscous hineingeben, 2. vom Herd nehmen und 5 min ziehen lassen, 3. klein geschnittene Paprika, ausgelöste Granatapfelkerne und Butter untermischen, 4. abschmecken
Lamm mit Granatapfel 800 g Lammkarree, 1 Granatapfel, 2 Schalotten, Salz, Pfeffer, Thymianstiele, 2 EL Öl, 2 EL Honig, 400 ml Rotwein, 250 ml Gemüsebrühe, 1 EL Stärke 1. Fleisch würzen mit Salz und Pfeffer, 2. in der Pfanne ca. 4 min von beiden Seiten anbraten, 3. auf ein Blech geben, mit Honig bestreichen und bei 150° Umluft für ca. 20 min braten, 4. Für die Sauce: Schalotten klein schneiden und in Öl anbraten, ⅔ der Granatapfelkerne und noch ein Löffel Honig dazugeben, mit Wein ablöschen und Gemüsebrühe aufgießen, 5. Fleisch aus dem Ofen nehmen und 10 min ruhen lassen, 6. Sauce mit Stärke binden und anrichten
Granatapfel-Rosmarin Fizz Zuckersirup, 2 Stiele Rosmarin, 80 ml Granatapfelsaft, 8 EL Zitronensaft, 160 ml Gin, 400 ml Soda, Crushed Ice, 1 Granatapfel 1. Rosmarin in Zuckersirup über Nacht ziehen lassen, 2. in einer großen Schüssel (Bowle Gefäß) alle Zutaten mischen und 2 Stunden ziehen lassen, 3. mit Granatapfelkernen und Rosmarinzweig garnieren

Wie man an den Rezepten erkennen kann, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Granatapfel kann wie bereits erwähnt als Sirup, Saft, Tee oder einfach als Kerne verzehrt und mitverarbeitet werden.

Fazit

Nicht nur, dass das Zusammenspiel des Granatapfels mit seinen Nährstoffen, Vitaminen und Antioxidantien die Frucht zum Superfood machen, auch die Variationsmöglichkeiten in der Verarbeitung machen sie so besonders. Sie sollte wesentlich öfter auf unserem Speiseplan vorkommen, zum einen um den Speisen einen besonderen Touch zu verleihen und zum anderen um gleichzeitig unser Immunsystem zu stärken.

Zudem kann diese Powerfrucht uns helfen, Krankheiten vorzubeugen und unseren Vitaminhaushalt zu unterstützen. Nicht etwa ein bestimmtes Spurenelement oder bestimmtes Vitamin sind für diese ganzen Heilungsvorgänge verantwortlich, sondern das Zusammenspiel aller Nährwerte und Inhaltsstoffe des Granatapfels. Darum auch das Synonym Powerfruit oder Superfood. Prävention ist hier das Schlagwort. Und Prävention gelingt nur bei regelmäßigem Verzehr des Granatapfels.

Bildquelle: Phasin Sudjai/ 123rf

Einzelnachweise (10)

1. Jacob, Ludwig Manfred (2008): Granatapfel als Zellregulator. In: Komplementäre und Integrative Medizin 49 (2), S. 16–20. DOI: 10.1016/j.kim.2007.12.010.
Quelle

2. Siedentopp, U. (2005): Lebensmittelportrait Granatapfel. In: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 48 (3), S. 46–48. DOI: 10.1078/0415-6412-00131.
Quelle

3. Geab, Shasha; Zhula, Gegen; Duoc, Lan; Wangd, Junqi (2021): A unique understanding of traditional medicine of pomegranate, Punica granatum L. and its current research status. In: Journal of Ethnopharmacology 271, S. 113877. DOI: 10.1016/j.jep.2021.113877
Quelle

4. Morvaridzadeh, Mojgan; Sepidarkish, Mahdi; Daneshzad, Elnaz; Akbari, Abolfazl; Mobini, Gholam Reza; Heshmati, Javad (2020): The effect of pomegranate on oxidative stress parameters: A systematic review and meta-analysis. In: Complementary Therapies in Medicine 48, S. 102252. DOI: 10.1016/j.ctim.2019.102252
Quelle

5. Kim ND, Mehta R, Yu W, Neeman I, Livney T, Amichay A, Poirier D, Nicholls P, Kirby A, Jiang W, Mansel R, Ramachandran C, Rabi T, Kaplan B, Lansky E. Chemopreventive and adjuvant therapeutic potential of pomegranate (Punica granatum) for human breast cancer. Breast Cancer Res Treat. 2002 Feb;71(3):203-17. doi: 10.1023/a:1014405730585
Quelle

6. Smollich, Martin; Podlogar, Julia Anna (2016): Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln. Mit 21 Abbildungen und 16 Tabellen. 1. Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
Quelle

7. Rosenblat M, Hayek T, Aviram M. Anti-oxidative effects of pomegranate juice (PJ) consumption by diabetic patients on serum and on macrophages. Atherosclerosis. 2006 Aug;187(2):363-71. doi: 10.1016/j.atherosclerosis.2005.09.006
Quelle

8. Mori-Okamoto J, Otawara-Hamamoto Y, Yamato H, Yoshimura H. Pomegranate extract improves a depressive state and bone properties in menopausal syndrome model ovariectomized mice. J Ethnopharmacol. 2004 May;92(1):93-101. doi: 10.1016/j.jep.2004.02.006
Quelle

9. Hude, Carina: Neue Erkenntnisse zu Arzneipflanzen mit Verwendung in der Menopause / vorgelegt von Carina Hude. 2011. Graz.
Quelle

10. Albrecht M, Jiang W, Kumi-Diaka J, Lansky EP, Gommersall LM, Patel A, Mansel RE, Neeman I, Geldof AA, Campbell MJ. Pomegranate extracts potently suppress proliferation, xenograft growth, and invasion of human prostate cancer cells. J Med Food. 2004 Fall;7(3):274-83. doi: 10.1089/jmf.2004.7.274
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftlicher Artikel
Jacob, Ludwig Manfred (2008): Granatapfel als Zellregulator. In: Komplementäre und Integrative Medizin 49 (2), S. 16–20. DOI: 10.1016/j.kim.2007.12.010.
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Online Fachartikel
Siedentopp, U. (2005): Lebensmittelportrait Granatapfel. In: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 48 (3), S. 46–48. DOI: 10.1078/0415-6412-00131.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Geab, Shasha; Zhula, Gegen; Duoc, Lan; Wangd, Junqi (2021): A unique understanding of traditional medicine of pomegranate, Punica granatum L. and its current research status. In: Journal of Ethnopharmacology 271, S. 113877. DOI: 10.1016/j.jep.2021.113877
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Wissenschaftlicher Artikel
Morvaridzadeh, Mojgan; Sepidarkish, Mahdi; Daneshzad, Elnaz; Akbari, Abolfazl; Mobini, Gholam Reza; Heshmati, Javad (2020): The effect of pomegranate on oxidative stress parameters: A systematic review and meta-analysis. In: Complementary Therapies in Medicine 48, S. 102252. DOI: 10.1016/j.ctim.2019.102252
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Wissenschaftlicher Artikel
Kim ND, Mehta R, Yu W, Neeman I, Livney T, Amichay A, Poirier D, Nicholls P, Kirby A, Jiang W, Mansel R, Ramachandran C, Rabi T, Kaplan B, Lansky E. Chemopreventive and adjuvant therapeutic potential of pomegranate (Punica granatum) for human breast cancer. Breast Cancer Res Treat. 2002 Feb;71(3):203-17. doi: 10.1023/a:1014405730585
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Wissenschaftlicher Artikel
Smollich, Martin; Podlogar, Julia Anna (2016): Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln. Mit 21 Abbildungen und 16 Tabellen. 1. Auflage. Stuttgart: WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
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Klinische Studie
Rosenblat M, Hayek T, Aviram M. Anti-oxidative effects of pomegranate juice (PJ) consumption by diabetic patients on serum and on macrophages. Atherosclerosis. 2006 Aug;187(2):363-71. doi: 10.1016/j.atherosclerosis.2005.09.006
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Klinische Studie
Mori-Okamoto J, Otawara-Hamamoto Y, Yamato H, Yoshimura H. Pomegranate extract improves a depressive state and bone properties in menopausal syndrome model ovariectomized mice. J Ethnopharmacol. 2004 May;92(1):93-101. doi: 10.1016/j.jep.2004.02.006
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Wissenschaftlicher Artikel
Hude, Carina: Neue Erkenntnisse zu Arzneipflanzen mit Verwendung in der Menopause / vorgelegt von Carina Hude. 2011. Graz.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Albrecht M, Jiang W, Kumi-Diaka J, Lansky EP, Gommersall LM, Patel A, Mansel RE, Neeman I, Geldof AA, Campbell MJ. Pomegranate extracts potently suppress proliferation, xenograft growth, and invasion of human prostate cancer cells. J Med Food. 2004 Fall;7(3):274-83. doi: 10.1089/jmf.2004.7.274
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