Zuletzt aktualisiert: 5. Dezember 2019

Wer selber häufig in Fitnessstudios trainiert, kommt vielleicht irgendwann einmal auf die Idee, selber Fitnesstrainer zu werden. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, denn die beste Voraussetzung ist schon vorhanden: die eigene Fitness und Gesundheit.

Um als Fitnesstrainer arbeiten zu können, musst du einige Grundausbildungen absolvieren. die Abschlüsse dafür werden als Lizenzen bezeichnet. Besitzt du mehrere Lizenzen, kannst du dein Tätigkeitsfeld enorm erweitern. Im folgenden Ratgeber erklären wir dir ganz genau, was du tun musst, um erfolgreich als Fitnesstrainer zu arbeiten.




Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fitnesstrainer benötigt eine fundierte Ausbildung im Bereich der menschlichen Anatomie und der allgemeinen Trainingslehre. Diese werden in Lizenzen erworben. Für eine erfolgreiche Tätigkeit in diesem Bereich wird mindestens die Lizenz C vorausgesetzt.
  • Häufig begegnen dir bei deiner Arbeit auch Menschen mit ganz anderen Problemen als mangelnde Fitness. Du bist Ansprechpartner für viele Sorgen und Nöte deiner Kunden. Deshalb solltest du ebenfalls einige psychologische Kenntnissen aufweisen können.
  • Fitnesstrainer arbeiten häufig zu den Zeiten, in denen andere Menschen ihre Freizeit genießen. Richte dich also darauf ein, häufig am Abend oder auch am Wochenende arbeiten zu müssen.

Was ist ein Fitnesstrainer?

Als Fitnesstrainer sorgst du dafür, dass deine Kunden eben fit und gesund sind oder bleiben. Da es keinen allgemeingültigen Mess-Grad für Fitness gibt, gehen die Vorstellungen darüber auseinander.

Der Einstieg bei einem Neukundengespräch sollte daher immer mit der Frage verbunden sein, was sich denn der Kunde von dir als Fitnesstrainer verspricht.

Alleine daran kannst du sehen, wie vielfältig und komplex das Aufgabengebiet eines Fitnesstrainers ist. Nicht alle Wünsche der Kunden sind gleich.

Das Aufgabengebiet eines Fitnesstrainers ist sehr umfangreich. (Bildquelle: 123rf.com / 48690746)

Im Gegenteil: Manche Wünsche sind utopisch und andere Wünsche lassen sich schnell realisieren. Auf jeden Fall musst du in deinem Angebot sehr flexibel sein.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass folgende Tätigkeitsfelder überdurchschnittlich oft den Tagesablauf eines Fitnesstrainers gestalten:

  • Hilfe beim Abnehmen
  • Steigerung der Kondition
  • Steigerung der Muskelkraft
  • Muskelaufbau nach schwerer Krankheit
  • Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Fitness bei älteren Menschen
  • Fitness bei Menschen mit Behinderungen
  • Spezielle Übungen nach einer Schwangerschaft
  • Bodybuilding

Je nachdem, welche Wünsche dein Kunde hat, stehst du ihm mit Rat und Tat zur Seite. Du musst in der Lage sein, das Problem deines Kunden zu verstehen und zu analysieren.

Nur dann kannst du ihm einen konkreten Trainingsplan erstellen, der anschließend auch von Erfolg gekrönt ist. Da du sehr eng mit deinem Kunden zusammenarbeiten wirst, bekommst du auch viele Einblicke in das Privatleben.

Daher wäre es sehr sinnvoll, wenn du neben deiner Fachkompetenz auch etwas psychologisches Einfühlungsvermögen besitzt. Dazu hilft es sehr, den Kunden als ganzheitliche Einheit zu sehen.

Je nach Länge des Trainingsplans, arbeitest du mit deinem Kunden über einen längeren Zeitraum zusammen. Nicht jeder Kunde hat eine lange Ausdauer, sondern die meisten Menschen möchten schnelle Erfolge sehen.

Hier bist du vor allem als Coach des Trainings gefragt. Immer wenn dein Kunde aufgeben möchte, musst du ihn motivieren, das Training weiterzuführen.

Hast du gerade keinen persönlichen Kunden zu betreuen, musst du die Oberaufsicht über alle trainierende Kunden führen.

Solltest du Fehler beim Ausführen einiger Übungen sehen, musst du hier korrigierend eingreifen, damit der Kunde langfristig einen Erfolg zu sehen bekommt.

Du selber solltest natürlich auch sehr sportlich ambitioniert sein. Die meisten Übungen musst du einem Neukunden nämlich direkt vorführen.

Das setzt ebenfalls voraus, dass du sämtliche Übungsgeräte kennst und deren Vor- und Nachteile aufzählen kannst.

Bei sehr großen Firmen kannst du durchaus als angestellter Fitnesstrainer arbeiten. Dann bekommst du ein monatliches Gehalt ausgezahlt. Der Großteil aller Fitnesstrainer arbeitet allerdings als Freiberufler auf selbständiger Basis.

Das kannst du ebenfalls hauptberuflich ausüben. Die meisten Fitnesstrainer starten allerdings ihr Gewerbe nebenberuflich, um etwas Geld zusätzlich zu ihrem Hauptberuf zu verdienen.

Hintergründe: Was du wissen solltest, um Fitnesstrainer zu werden

Wenn du dich entschieden hast, den Beruf des Fitnesstrainers anzustreben, musst du dir zwingend einige Grundkenntnisse aneignen.

Dabei geht es hauptsächlich um Kenntnisse im Bereich der Physiologie des Menschen und darum, wie Menschen zum Training angeleitet werden können.

Die Ausbildungsinstitute kannst du dabei frei wählen. Du solltest nur darauf achten, dass sie die richtigen Lizenzen als Abschlüsse anbieten. Nur dann kannst du als anerkannter Fitnesstrainer arbeiten und bist zudem gesetzlich auf der sicheren Seite.

Welche Lizenz brauche ich als Fitnesstrainer?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Lizenzen, mit denen du als Fitnesstrainer arbeiten kannst. Dabei handelt es sich um die Lizenzen A, B und C, wobei es sich bei der Lizenz C um die sogenannte „Beginner- Lizenz“ handelt.

Die Fitnesstrainer C-Lizenz

Wenn du erst einmal nur schauen möchtest, ob der Beruf des Fitnesstrainers überhaupt etwas für dich ist, ist die C-Lizenz die erste Lizenz, die du benötigst.

Bei dieser Ausbildung erhältst du einen umfassenden Überblick, was du später bei der Ausübung des Berufs alles leisten musst.

Hauptbestandteil dieser Ausbildung ist die Lehre der menschlichen Anatomie. Du erfährst beispielsweise genau, welche Muskeln bei welchen Übungen besonders angesprochen werden.

Diese Kenntnisse helfen dir auf jeden Fall, um später gute Trainingspläne für viele Standardprobleme der Kunden zu erstellen.

Folgende anatomischen Grundlagen wirst du bei einer C-Lizenz erlernen:

  • Die menschlichen Muskelgruppen und deren Funktion
  • Funktionsweise des Herz-Kreislauf-Systems
  • Sinnvolle Gymnastikübungen bei Standardproblemen
  • Sinnvolle Dehnübungen bei Standard-Problemen
  • Basics der Geräte
  • Aufbau eines Zirkeltrainings

Der zweite Schwerpunkt der Ausbildung besteht in der sogenannten Trainingslehre. Du erfährst, wie Gruppen von Menschen allgemein zu einem bestimmten Training angeleitet werden können.

Das Wissen der Trainingslehre ist im Übrigen allgemeingültig und kann für Gruppentrainings aller Art angewendet werden.

Folgende trainingstechnische Grundlagen wirst du bei einer C-Lizenz erlernen

  • Aufbau eines Gruppentrainings
  • Umgang mit Querulanten und Besserwissern
  • spezielles Training mit Kindern
  • spezielles Training mit Senioren
  • spezielles Training mit Behinderungen

Nach Abschluss der C-Lizenz-Ausbildung bist du allerdings noch kein „vollwertiger” Fitnesstrainer. Die C-Lizenz wird umgangssprachlich auch gerne als „Assistenz-Schein“ bezeichnet.

Mit dem Erhalt der C-Lizenz darfst du offiziell als Assistenztrainer arbeiten. Du assistierst also einem Fitnesstrainer bei seiner Arbeit. Das hat erst einmal den Vorteil, dass du während der Zeit als Assistenztrainer weiter in der Praxis lernen kannst.

Du hast ja einen Profi an deiner Seite und kannst ihm so permanent über die Schulter schauen. Wenn du selbst als Fitnesstrainer arbeiten möchtest, musst du die Lizenz-B erwerben.

Fitnesstrainer B-Lizenz

Mit dem Erwerb der B-Lizenz kannst du selbst als Fitnesstrainer arbeiten. Viele Fitnessstudios setzen im Übrigen die B-Lizenz bei einer festen Einstellung voraus. So gesehen ist diese Ausbildung eine aufbauende Weiterbildung zur C-Lizenz.

Die Inhalte werden bezüglich des Berufsbildes Fitnesstrainer weiter fundiert und vertieft. Als Voraussetzung für den Erwerb der B-Lizenz ist im Übrigen der Besitz der C-Lizenz zwingend notwendig.

In diesem Ausbildungsgang werden vor allem die gängigsten Volkskrankheiten vorgestellt. Du lernst also hier beispielsweise, wie mit Bluthochdruck-Patienten gefahrlos trainiert werden kann und welche Trainingspläne für Diabetes-Patienten sinnvoll sind.

Da die meisten Fitnesstrainer später als Freiberufler starten, werden in dieser Ausbildung auch grundsätzliche Hinweise für die beginnende Selbstständigkeit gegeben.

Hier lernst du die wichtigsten buchhalterischen Grundlagen, die zur Vorlage für das Finanzamt wichtig sind.

Kursinhalte der B-Lizenz sind hauptsächlich:

  • Ernährungslehre
  • Weiterführende Anatomie
  • Weiterführende Physiologie
  • Psychologie im Bereich des Sports
  • Kommunikation mit dem Kunden
  • Volkskrankheiten

Mit dem Erwerb der B-Lizenz erhältst du alle Grundlagen, um selbstständig als Fitnesstrainer zu arbeiten. Nun darfst du auch offiziell Menschen coachen und weitergehende Trainingspläne für anspruchsvolle Kunden erstellen.

Arbeitsmöglichkeiten gibt es anschließend genügend, da die Gesundheits- und Fitnessbranche überall in der Welt boomt. Folgende Einrichtungen suchen immer wieder mal Fitnesstrainer auf Honorarbasis:

  • Sportvereine
  • Fitnessstudios
  • Rehabilitationszentren
  • Hotels
  • Schwimmbäder
  • Kur- und Wellnesseinrichtungen
  • sonstige Freizeitanlagen

Fitnesstrainer Lizenz-A

Wenn dir der normale Beruf des Fitnesstrainers noch nicht ausreicht, könntest du über eine Weiterbildung auch im medizinischen Bereich nachdenken. Dann wäre vielleicht die A-Lizenz genau das richtige für dich.

Bei dieser Fortbildung werden weitere medizinische Schwerpunkte gesetzt, sodass du nach der Ausbildung zum Beispiel eigenständig Gesundheits-Checks durchführen und auch Krankheiten diagnostizieren darfst.

Weiterhin lernst du, wie wichtig die Ernährung im Hinblick auf die Gesunderhaltung des Menschen ist. Du bist anschließend also in der Lage, jeden Menschen bzw. Kunden ganzheitlich zu beurteilen.

Bei einer Weiterbildung der A-Lizenz erfährst du zudem mehr über den Zusammenhang Ernährung und Gesundheit. (Bildquelle: 123rf.com / 81712320)

Durch dieses erweiterte Wissen bist du ebenfalls in der Lage, auch komplizierte Trainingspläne zu erstellen. Für fast jedes Problem in Hinblick auf die Gesundheit des Menschen, hast du eine Lösung parat.

Das beschert dir natürlich einen ausgewählten Kundenkreis. Es ist nicht unüblich, dass sich Profisportler einen Fitnesstrainer mit der A-Lizenz engagieren und nur von ihm gecoacht werden wollen.

Kursinhalte der A-Lizenz sind hauptsächlich:

  • Biologie des Menschen
  • Physiologie des Menschen
  • Sportmedizin
  • Wissenschaftliche Lehre der Ernährung
  • Spezielle Geräte und Hilfsmittel
  • psychologische Coaching-Modelle

Folgende Einrichtungen suchen Fitnesstrainer mit einer A-Lizenz:

  • Kliniken – speziell Sportkliniken
  • Fitnessstudios
  • Gesundheitszentren
  • Wellness Hotels
  • Sportvereine
  • Profisportler
  • Golfclubs
  • Kur-Zentren
  • Urlaubshotels mit Club-Anbindungen

Kann ich auch ohne Ausbildung Fitnesstrainer werden?

Da die Berufsbezeichnung des Fitnesstrainers nicht geschützt ist, darf sich tatsächlich jeder „Fitnesstrainer“ nennen. Du darfst dich nur nicht „staatlich geprüfter Fitnesstrainer“ oder dergleichen nennen.

Daher ist es tatsächlich möglich, dass du ohne konkrete Ausbildung als Fitnesstrainer dein Geld verdienen kannst.

Fitnesstrainer werden ohne Ausbildung ist allerdings nicht sehr ratsam. Du wirst es auf der Suche nach Kunden auf jeden Fall sehr viel schwerer haben als Konkurrenten mit Ausbildung.

Die meisten Fitnessstudios stellen nur Fitnesstrainer ein, die mindestens die C-Lizenz vorweisen können. Das gilt auch für die Beschäftigung als Trainer auf Stundenbasis.

Auch die Kunden werden sich ihren zukünftigen Trainer sehr genau anschauen. Immerhin zahlen sie viel Geld für die Anleitungen durch einen professionellen Fitnesstrainer.

Ein Großteil von ihnen möchte sicher sein, dass der Fitnesstrainer sein Handwerk auch wirklich versteht und möchte Ausbildungsnachweise sehen.

Auch du solltest gegenüber deinen Kunden auf der sicheren Seite sein und deine Grundkenntnisse in Form von Lizenzen vorweisen können.

Es wird dir auch ein besseres Gefühl bei Kundengesprächen geben, wenn du schriftliche Qualifikationen auf Verlangen vorzeigen kannst.

Wenn du also wirklich erfolgreich als Fitnesstrainer arbeiten willst, wirst du um eine Ausbildung nicht herumkommen.

Bei dem Erwerb der einzelnen Lizenzen werden auch für dich in jedem Lehrgang Dinge zur Sprache kommen, die du bestimmt vorher noch nicht wusstest.

Weiterbildungen sind immer als positiv zu betrachten – von zukünftigen Arbeitgebern und von den jeweiligen Kunden.

Hier findest du noch einmal alle Lizenzen in der Zusammenfassung:

Lizenz Inhalt
Lizenz-C Trainer-Assistenz
Lizenz-B Vollständiger Fitnesstrainer für überwiegend gesunde Kunden
Lizenz-A Vollständiger Fitnesstrainer mit medizinischem Hintergrundwissen

Welchen Schulabschluss für eine Fitnesstrainer-Ausbildung?
Für eine Fitnesstrainer-Ausbildung ist kein spezieller Schulabschluss vorgeschrieben. Auch Schulabbrecher – egal aus welchen Gründen – bekommen bei einem Ausbildungsinstitut die Chance, alle Lizenzen zu erwerben.

Trotzdem gibt es einige Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Das hängt zwar überwiegend von den verschiedenen Ausbildungsinstituten ab, aber in der Regel sind sich da alle einig:

Lizenz Voraussetzungen
C-Lizenz Du musst mindestens 16 Jahre alt sein, Vorhandensein der eigenen körperlichen Fitness, Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. Den kannst du übrigens auch für andere Gelegenheiten gebrauchen wie zum Beispiel beim Antrag auf den Führerschein., Kommunikationsfähigkeit, Interesse an der menschlichen Physiologie
B-Lizenz Erfolgreicher Abschluss der C-Lizenz, du musst mindestens 18 Jahre alt sein
A-Lizenz Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, Einige Institute verlangen die B-Lizenz oder eine vergleichbare Ausbildung, Du solltest bereits nachweislich als Trainer gearbeitet haben, Manche Institute verlangen ein Praktikum, Erste-Hilfe-Ausbildung

Einen bestimmten Schulabschluss verlangt kein Ausbildungsinstitut.

So wirst du Fitnesstrainer: Fernstudium und Ausbildung

Es gibt keine staatlich anerkannte Ausbildung für den Beruf des Fitnesstrainers. Ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ist dadurch gekennzeichnet, dass er drei Jahre Ausbildungszeit umfasst und anschließend durch eine staatliche Prüfung ausgezeichnet wird. Das alles gibt es für den Beruf des Fitnesstrainers nicht.

Trotzdem gibt es natürlich den Beruf „Fitnesstrainer“. Wer als solcher arbeiten möchte, muss auf Ausbildungen der privaten Träger zurückgreifen.

Um zumindest ein einheitliches Vorgehen bezüglich der Ausbildungsinhalte zu garantieren, haben sich die Institute auf die Lizenzen C, B und A geeinigt.

Die verschiedenen Institute unterscheiden sich in der Form der Wissensvermittlung. Du kannst die Lizenzen in einem Fernstudium erwerben oder in einem klassischen Ausbildungsinstitut in kleinen Gruppen vor Ort.

Die meisten Lehrgänge sind allerdings eine Mischform aus beiden Varianten. Viele Lehrinhalte musst du dir im Selbststudium beibringen, aber in regelmäßigen Abständen finden dann sogenannte Workshops in vielen Städten statt.

Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass die Abschlüsse in Form der Lizenzen bei zukünftigen Arbeitgebern auch anerkannt werden.

Fitnesstrainer werden durch eine Ausbildung

Vor allem die Trainer Lizenz C wird durch eine Ausbildung mit Anwesenheitspflicht angeboten. Fast alle Städte in Deutschland bieten hierfür Wochenendseminare an.

In den meisten Fällen kannst du nach zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden die Prüfung vor Ort abschließen.

Die Kosten betragen für ein solches Seminar zwischen 200 und 300 Euro. Für die Prüfung und das ausstellen des Zertifikat werden häufig noch Extra-Gebühren von ca. 100 Euro fällig.

Möchtest du die Trainer Lizenzen A und B – oder sogar beide – erwerben, musst du mehr Zeit einplanen.

Es gibt mittlerweile viele private Akademien in Deutschland, die sich auf Ausbildungen im Fitnessbereich spezialisiert haben. Hier kannst du alle Lizenzen erwerben, die du für die Ausübung des Berufes Fitnesstrainer benötigst.

Solche Sportakademien bieten überwiegend Präsenzseminare an. Das bedeutet, dass du vor Ort in den Instituten die entsprechenden Lehrgänge absolviert.

In einem Klassenverband wird dir der Unterricht beigebracht und du kannst jederzeit Fragen stellen.

Der Vorteil solcher Präsenzseminare ist, dass dort sehr viel Praxis gelehrt wird. So können vor allem Kundengespräche und Coachings anschaulich demonstriert werden.

In nahezu allen deutschen Großstädten wie Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Ulm, Saarbrücken, Freiburg, Köln, Rostock, Augsburg und dem gesamten Ruhrgebiet finden solche Seminare statt.

Wer später international tätig sein möchte, kann auch im benachbarten Ausland fündig werden. In Wien und Zürich werden ebenfalls Fitnesstrainer Lizenzen im Kompaktseminar angeboten.

Vor allem in der Schweiz werden oftmals mehrsprachige Seminare angepriesen und das anschließende Zertifikat auch in Englisch ausgestellt.

Um die A- oder B-Lizenz zu erlangen, werden bei den meisten Anbietern 8 volle Tage Präsenzunterricht angeboten. Allerdings sind in den wenigsten Fällen diese Tage direkt hintereinander gelegen.

Meistens gibt es einen Präsenztag in der Woche und mit den ausgelieferten Skripten kann der Lehrinhalt in den folgenden Tagen bequem zu Hause gelernt werden.

So kommt es, dass sich trotz einer geringen Präsenzpflicht vor Ort die Dauer der Ausbildung auf ca. zwei Monate beläuft.

Im Schnitt musst du mit ca. 1000 € Seminargebühren rechnen. Manchmal kosten die Abschlussprüfungen und das Ausstellen des Zertifikates Extragebühren.

Falls das Seminar nicht in Wohnortnähe stattfindet, musst du Anfahrtsgebühren und eventuell sogar Übernachtungskosten hinzurechnen.

Fitnesstrainer werden durch ein Fernstudium

Möchtest du die Ausbildung zum Fitnesstrainer berufsbegleitend absolvieren, ist auf jeden Fall ein Fernstudium eine gute Wahl.

Genauso verhält es sich, wenn du nicht in der Nähe einer Großstadt wohnst. Auf dem Lande gibt es deutlich weniger Ausbildungsinstitute, die eine Präsenzausbildung anbieten.

Ein Fernstudium ermöglicht es dir, von überall die Ausbildung zum Fitnesskaufmann zu absolvieren. (Bildquelle: 123rf.com / 117433475)

Das Prinzip ist bei allen Anbietern gleich: Du bekommst wöchentlich oder monatlich Skripte mit den Ausbildungsinhalten zugeschickt, die du im Alleingang zu Hause durcharbeiten musst.

Am Ende der Ausbildungszeit steht auf jeden Fall eine theoretische und praktische Prüfung an, die vor Ort abgelegt werden muss.

Das absolut positive an einem Fernstudium ist, dass du dann beginnen kannst, wenn du es möchtest oder es zeitlich für dich möglich ist.

Die Anmeldung für das Studium geschieht immer online und nach Klärung der Zahlungsmodalitäten, bekommst du die ersten Skripte zugesandt.

Außerdem kannst du in deinem eigenen Tempo studieren. Als Richtlinie wird von den meisten Akademien anberaumt, dass du ca. 7-8 Stunden pro Woche Zeit für das Durcharbeiten der Skripte veranschlagen solltest.

Hast du aber einmal eine Woche keine Zeit, ist das kein Problem. Du kannst den Lehrinhalt in der darauffolgenden Woche einfach aufholen.

Schneller zu arbeiten ist in den meisten Fällen allerdings nicht möglich, da du die Skripte in einem zeitlichen Fenster zugesandt bekommst.

In den meisten Studien wird für eine vollwertige Ausbildung ca. 6-12 Monate veranschlagt. Die Studiengebühren betragen zwischen 1000 und 1500 Euro.

Du kannst zwar den kompletten Studienbetrag in einer Einmalzahlung leisten, aber die Regel ist, dass monatliche Zahlungen fällig werden. Diese werden bequem vom Konto eingezogen und belaufen sich im Schnitt auf 100-200 Euro.

Die folgende Übersicht fasst die Vor- und Nachteile beider Ausbildungsmodelle noch einmal zusammen:

Ausbildungsmodell Vorteil Nachteil
Präsenzlehrgang Hoher Praxisbezug Feste Unterrichtszeiten
Fernstudium Hoher Praxisbezug Wenig Praxis

Fazit

Die Fitnessbranche boomt und daher ist es erklärlich, dass eine große Nachfrage nach geeigneten Fitnesstrainern besteht. Wenn du selber fit bist und über ein großes sportliches Interesse verfügst, kannst du erfolgreich eine Ausbildung zum Fitnesstrainer starten.

Allerdings sollte dir klar sein, dass du zumindest am Anfang nur nebenberuflich Geld als Trainer verdienen kannst.

Bildest du dich aber stetig weiter und suchst dir einige Nischen wie Ernährungs- und Gesundheitsberatung aus, kannst du dir schnell einen Namen machen. Dann steht einer Vollzeit-Tätigkeit nichts mehr im Wege.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.akademie-sport-gesundheit.de/files/pdf_dateien/Pruefungsordnung.pdf

[2] https://de.statista.com/themen/233/fitness/

[3] https://www2.deloitte.com/de/de/pages/presse/contents/studie-2018-deutschlands-fitnessmarkt-in-bestform.html

[4] https://www.n-tv.de/wissen/Bringt-EMS-Training-wirklich-was-article20556300.html

Bildquelle: 123rf.com / 47510992

Warum kannst du mir vertrauen?

Jan ist zertifizierter Fitnesstrainer & Ernährungsberater. Er arbeitet in diversen Fitnessstudios als Personal Trainer. In seiner Freizeit schreibt er über sportliche Themen und hilft mit seiner Expertise den Leser bei ihrem sportlichen Fortschritt weiter.