fasten gesund
Zuletzt aktualisiert: 3. September 2020

Wer an Fasten denkt, hat meistens zuerst Religionen oder spirituelle Asketen im Kopf. Doch Fasten kann für jeden viele positive Aspekte auf Körper und Seele haben. Der Körper soll gereinigt und die Seele entspannt werden. Auch, wenn die positiven Effekte noch nicht alle wissenschaftlich belegbar sind, lohnt es sich, das Fasten selbst zu testen, bevor man urteilt.

Mit ein bisschen Vorwissen kann jeder eine Fastenkur in seinen Alltag integrieren. Wer gesund fasten will, sollte allerdings einige Dinge beachten. Um Klarheit zu schaffen, haben wir in diesem Artikel die wichtigsten Fakten zum Thema gesundes Fasten gesammelt, klären über die verschiedenen Methoden auf und erläutern sowohl Vorteile, als auch mögliche Risiken.




Das Wichtigste in Kürze

  • Fasten ist der bewusste Verzicht auf feste Nahrung über einen bestimmten Zeitraum.
  • Eine Fastenkur soll den Körper reinigen und mit dem Geist verbinden.
  • Es gibt verschiedene Methoden und Ansätze des Fastens.

Was bedeutet Fasten?

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. definiert Fasten als teilweisen oder völligen Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit.

Bei richtiger Durchführung des Fastens nimmt die körperliche Leistung nicht ab und es entsteht kein Hungergefühl.

Stattdessen stellt sich der Körper auf eine Ernährung aus den eigenen Reserven ein, die Veränderungen im Stoffwechsel und in der Psyche hervorrufen. Das Fasten betrifft den Körper, die Seele und den Geist als Einheit.

Was unterscheidet das Fasten von Diäten und Hungern?

Diäten, bei denen man hungert, verbieten oft den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel über einen kurzen Zeitraum. Durch das gezielte Auslassen von (bestimmten) Lebensmitteln soll eine schnelle Gewichtsabnahme erzielt werden.

Fasten zielt nicht auf Gewichtsabnahme ab.

Werden nach der Diät die Essgewohnheiten wieder normalisiert, ist das verlorene Gewicht aber genauso schnell wieder da.

Fasten dagegen ist nicht primär auf das Verlieren von Gewicht ausgerichtet. Hierbei geht es vielmehr um eine Reinigung von Körper und Seele durch zeitlich kontrollierte Nahrungsaufnahme. Während des Fastens kannst Du alles essen, was Du möchtest, nur eben zu ganz bestimmten Zeiten.

Wie funktioniert Fasten?

Viel Trinken ist während der Fastenzeit sehr wichtig!

Es gibt verschiedenen Formen und Methoden des Fastens, die zum Teil unterschiedlich gewichtete Ziele haben. Einige davon haben wir Dir in diesem Artikel zusammengefasst. Gemeinsam haben sie aber alle den Verzicht auf feste Nahrung über einen bestimmten Zeitraum.

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Etwa 2,5 Liter kalorienfreie Flüssigkeit wie Wasser oder Tee solltest Du während der Fastenzeit zu Dir nehmen.

Für die Mineralstoffzufuhr kannst Du Wasser und Tee auch mit Brühe, Obstsäften, Gemüsesäften oder Honig ergänzen, solltest dabei aber unter 500 Kalorien bleiben.

Auch wenn Du weniger isst, solltest Du Deinen Körper nicht vor Bewegung schonen. Ein Ausgleich zwischen Ruhe- und Bewegungsphasen ist sehr wichtig.

Führe Deinen Körper langsam an die Nahrungsumstellung heran und baue Dir Stück für Stück einen gesünderen Lebensstil auf. Auch, wenn Dein Fasten endet, solltest Du Deinen Körper langsam wieder an ein normales Essverhalten gewöhnen und ihn nicht überfordern.

Ist es wichtig, zu fasten?

Fasten war vor allen Dingen in den großen Weltreligionen schon immer ein wichtiges Thema. Ob Fastenzeit bei den Christen oder Ramadan bei den Muslimen, das Ziel ist es, dem eigenen Glauben durch Verzicht näherzukommen.

Aber auch außerhalb von Religionen fasten immer mehr Menschen freiwillig. Sie möchten ihrem Körper eine Ruhepause gönnen oder Körper und Geist reinigen und vereinen.

Überlebenswichtig ist das Fasten also nicht, es kann aber dem eigenen Körper guttun, die Seele beruhigen, Einblicke in sich selbst geben und zu einem gesünderen Lebensstil führen.

Wie gesund ist Fasten?

Beim Fasten schaltet der Stoffwechsel auf Energiesparmodus um. Der Körper greift auf die angelagerten Reserven wie Glykogen, Eiweiß und Fett zurück.

Durch Fasten kann die körpereigene Zellreinigung aktiviert werden.

Der als Glykogen in der Leber gespeicherte Zucker wird innerhalb von 24 Stunden als erstes verbrannt. Danach werden die Eiweiß-Vorräte angegriffen, die für den Muskelaufbau verantwortlich sind. An die Fetteinlagerungen geht der Körper als letztes, also nach etwa vier Tagen des Fastens (1)

Dabei werden biochemische Reaktionen ausgelöst, die den Körper selbst, aber auch Seele und Geist beeinflussen. Das Fasten-High tritt ein, wenn der Körper sich an die wenige Nahrung gewöhnt hat. Es hebt durch die Ausschüttung bestimmter Hormone die Stimmung. Der Körper selbst hat weniger zu verdauen. Stattdessen kann die körpereigene Zellreinigung, die Autophagie, besser ablaufen, was auch auf das Immunsystem einen positiven Einfluss hat.

Da Fasten keine lang andauernde Nulldiät ist, wird es für einen gesunden Erwachsenen als risikolos und gut verträglich eingestuft.

Welche Methoden des Fastens gibt es?

Wer fasten möchte, kann zwischen verschiedenen, mehr oder weniger strengen, Formen wählen. Einige davon haben einen speziellen Zweck wie die Unterstützung der Darmflora, andere sollen allgemein zur Reinigung von Körper und Geist beitragen und eine Auszeit vom Alltag ermöglichen.

Welche Methode für Dich persönlich die richtige ist, kannst nur Du wissen. Daher haben wir hier einige der bekanntesten Methoden zusammengefasst, um Dir einen Überblick zu geben.

Heilfasten

Heilfasten

Das traditionelle Heilfasten geht zurück auf den Arzt Otto von Buchinger. Diese Variante des Fastens wird vor allen Dingen von gesunden Erwachsenen durchgeführt und hat zum Ziel, Körper, Seele und Geist in einen Einklang zu bringen. Sie verbindet körperliche Erneuerung mit spiritueller Erfahrung und Entspannung.

Für etwa sieben bis zehn Tage nehmen die Fastenden keine feste Nahrung zu sich, sondern nur Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee und Brühe. Gleichzeitig soll auch auf Stress und technische Medien verzichtet werden. Stattdessen finden Gruppensitzungen statt, die die spirituelle Komponente anregen sollen.

Diese Art des Fastens findet meistens unter ärztlicher Betreuung, in Kliniken oder Klöstern statt.

Vorteile
  • Kontrolliertes Fasten
  • Professionelle Umgebung
  • Austausch mit Anderen
  • Spirituelle Komponente
Nachteile
  • Aufenthalt in Einrichtung notwendig
Intervallfasten

Intervallfasten

Beim Intervallfasten, oder auch Intermittierenden Fasten, wird über einen Zeitraum von mehreren Stunden, oder Tagen, keine Nahrung aufgenommen.

Hier wird unterscheiden zwischen dem 16:8 Modell, bei dem acht Stunden normal gegessen und anschließend 16 Stunden keine Nahrung aufgenommen wird. Und dem 5:2 Fasten, bei dem an zwei Tagen nur 500 Kalorien aufgenommen werden, während an den anderen fünf Tagen normal gegessen wird.

Intervallfasten regt den Körper dazu an, an seine eigenen Reserven zu gehen, fährt den Stoffwechsel aber nicht so sehr herunter, dass Muskeln abgebaut werden. So soll ein Jojo-Effekt vermieden werden.

Das Intervallfasten ist darauf ausgelegt, auch längerfristig in den Alltag integriert zu werden

Vorteile
  • Alleine durchführbar
  • Alltagstauglich
  • Kein Verzicht auf feste Nahrung
Nachteile
  • Wirkung nicht ganz so groß
  • Muss selbst koordiniert werden
Detox-Fasten

Detox-Fasten

Beim Detox-Fasten geht es vor allem um die Entgiftung des Körpers und damit auch der Seele. Beim “Entschlacken” sollen unerwünschte Stoffe im Körper aneinander gebunden und ausgeschieden werden.

Dafür kann beispielsweise eine Saftkur infrage kommen, die eine mildere Form des Heilfastens darstellt. Neben Wasser und Tee sind hier auch Obst- und Gemüsesäfte erlaubt.

Eine weitere Detox-Fasten-Methode ist das Basenfasten. Dabei soll auf säurehaltige Lebensmittel komplett verzichtet werden, um einen gesunden Säure-Basen-Haushalt im Körper wiederherzustellen.

Vorteile
  • Entschlacken des Körpers
  • Zuhause durchführbar
Nachteile
  • Viel Selbstdisziplin
  • Vorwissen nötig
  • Weniger alltagstauglich
Fasten nach F.X. Mayer

Fasten nach F.X. Mayer

Bei dieser Fastenkur darf der Fastende sogar zweimal am Tag Kohlenhydrate in Form von alten Brötchen mit Milch zu sich nehmen. Ansonsten gibt es auch hier nur Wasser und Tee.

Mit dieser Methode soll eine Darmsanierung gewährleistet werden. Spülungen und Einläufe können den Prozess unterstützen.

Vorteile
  • Gesund für den Darm
Nachteile
  • Medizinische Ergänzung erforderlich
  • Weniger alltagstauglich

Welche Auswirkungen hat Fasten auf mich?

Es gibt verschiedene Methoden und Gründe für eine Fastenkur. Obwohl Fasten immer mit der Reinigung des Körpers zusammenhängt, haben verschiedene Kuren verschiedene Ziele.

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Tee und Entspannung helfen bei der Regeneration des Körpers während der Fastenzeit.
(Bildquelle: Pixabay / Thought Catalog)

Es gibt zum Thema Fasten zwei gespaltene Lager. Die einen sind von der Wirkung des Fastens auf den eigenen Körper begeistert, die anderen bemängeln die wissenschaftlich dünne Beweislage.

Wissenschaftliche Langzeitstudien, die die tatsächliche Wirksamkeit des Fastens belegen könnten, gibt es bisher nicht. Bislang wurden lediglich kleiner angelegte Studien und Experimente, etwa über drei Monate, durchgeführt. Diese liefern zwar bereits Hinweise zur positiven Wirkung des Fastens, um stichhaltige Beweise zu haben, müssten jedoch Studien über mehrere Jahre angelegt werden.

Im Folgenden wollen wir Dir dennoch die Auswirkungen des Fastens auf Körper und Seele zusammenfassen, die berichtet, oder bereits belegt sind.

Auswirkungen auf den Körper

Fasten hat nicht in erster Linie die Gewichtsreduzierung als Ziel. Vielmehr soll der Körper in seinen Funktionen gereinigt und unterstützt werden. Einige Auswirkungen haben wir Dir in der folgenden Tabelle zusammengetragen:

Körper/Beschwerde Auswirkung
Gelenkerkrankungen/Rheuma/Arthrose Minderung der Schmerzen, Verbesserung der Gelenkfunktionen, Besserung des Wohlbefindens(2)
Migräne Minderung der Anzahl der Migräneanfälle(3)
Herz Geringeres Risiko für Herzerkrankungen(3)
Darm Besserung von Bauchschmerzen, Blähungen, Reizdarm, Übelkeit, Druchfall, Appetitlosigkeit(3)
Gehirn Größere Resitenz der Nervenzellen im Gehirn, dadurch möglicherweise Vorbeugung von Alzheimer(4)
Sonstiges Nachhaltige Senkung des Blutdrucks, Rückgang von Entzündungen

Otto Buchinger war der erste, der 1935 den Begriff des Entschlackens für die Ausscheidung giftiger oder nicht benötigter Stoffe aus dem Körper durch Fastenkuren verwendete. Dieser Begriff der Schlacke stammt aus der Zeit der Kohleöfen und beschreibt die unverbrannten Abfallprodukte. Er ist also nicht wissenschaftlich und sorgt aus genau diesem Grund oft für Diskussion (5).

Dennoch ist bereits beweisen, dass einige unbrauchbare Stoffe durch Fasten besser aus dem Körper ausgeleitet werden können. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Überschüssige Lipide
  • Überschüssige Harnsäure
  • Vermehrte Makromoleküle

Auch weiterhin wird an der Wirkung von Fastenkuren geforscht. So gibt es Hinweise darauf, dass das Fasten Alterungs- und Krebsgene ruhig stellen könnte (6).

Wer seinen Körper und seinen Stoffwechsel umstellt, muss aber grade in den Anfangsphasen auch mit Nebenwirkungen rechnen. So können beispielsweise Muskelkrämpfe, Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen sowie Schwindelanfälle auftreten.

Auswirkungen auf die Seele

Zunächst fühlen sich Fastende oft erst einmal unwohl, beklagen Hunger, Gereiztheit und Unwohlsein. Bei längerem Nahrungsentzug produziert das Gehirn jedoch vermehrt das Glückshormon Serotonin. Hält die Hungerphase länger als drei Tage an, verbleibt das Serotonin sogar länger im Blut. Dadurch kommt es nach einigen Tagen zum sogenannten Fasten-High. Die Stimmung steigt und es breiten sich Glücksgefühle aus (7).

Eine höhere Serotonin-Produktion löst im Körper ein Fasten-High aus.

Neben Serotonin werden auch Opioide, also körpereigene Schmerzmittel, sowie Endocannabionide, cannabisähnliche Stoffe vom Körper mehr produziert. Zum Glückshormon kommt also eine schmerzstillende und eine aufheiternde Wirkung hinzu (8).

Zudem nimmt sich der Fastende Zeit für sich selbst, reflektiert seine Gewohnheiten und gönnt sich eine Auszeit vom Alltag. Das kann eine meditative Wirkung haben, die Selbstdisziplin und das Selbstwertgefühl steigern.

Risiken

Ist das Glykogen aus der Leber nach 24 Stunden aufgebraucht, geht der Körper an die Eiweißreserven, da Gehirn und Organe mit Energie versorgt werden müssen.

Eiweiße sind am einfachsten in den Muskeln und Organen zu finden, wo der Körper sie dann abbaut. Die Muskeln nehmen also an Masse ab.

Prof. Hans HaunerDirektor Zentrum für Ernährungsmedizin TU München

Zu langes und strenges Fasten sollte vermieden werden. Denn dann beginnt der Körper, Eiweiße an Stellen abzubauen, wo sie eigentlich benötigt werden: In den Muskeln und Organen.

Alle Organe büßen beim Fasten ein wenig an Größe ein. Wer zu asketisch fastet, riskiert sogar einen Abbau des Herzmuskels. (Quelle: fitforfun.de)

Mögliche Risiken:

  • Körper: Abbau der Organe und Muskeln durch zu langes Fasten
  • Seele: Anfängliches Unwohlsein, Schwindel, Hungergefühl, Gereiztheit

Was solltest Du beachten, wenn Du fasten willst?

Hast Du Dich dazu entschlossen eine Fastenkur zu machen, solltest Du Dich mit einigen wichtigen Fragen befassen, bevor du beginnst. Wir haben Dir hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Fasten zusammengestellt.

Für wen eignet sich welche Methode des Fastens?

Welche Methode des Fastens für Dich die Richtige ist, hängt davon ab, was Du erreichen möchtest und was für ein Typ Mensch Du bist.

  • Auszeit vom Alltag: Möchtest Du Dir und Deinem Körper eine komplette Auszeit vom Alltag gönnen, ist eine Woche Heilfasten mit einem Aufenthalt in einem Kloster und viel Entspannung eine gute Idee.
  • Entgiftung: Wenn Du keine ganze Woche wegfahren willst, sondern eine Fastenkur Zuhause machen möchtest, um Deinen Körper zu entgiften und Dir etwas Gutes zu tun, könnte eine Detox-Fastenkur das Richtige für Dich sein.
  • Langfristige Umstellung: Möchtest Du langfristig Deine Ernährung umstellen und eine alltagskompatible Fastenkur probieren, wäre eine Form des Intervallfastens für Dich die Beste.

Wer sollte nicht fasten?

Auf keinen Fall fasten sollten schwangere oder stillende Frauen, Kinder, Magersüchtige und Herzkranke.

Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen oder unter einer chronischen Krankheit leiden, sollten entweder gar nicht, oder nur unter ärztlicher Aufsicht fasten. Auch Diabetikern, depressiven Menschen und Allergikern wird vom Fasten eher abgeraten.

Hilft Fasten beim Abnehmen?

Fasten hat nicht in erster Linie das Abnehmen zum Ziel, sondern die Reinigung und Heilung des Körpers.

Gesund Fasten-2

Fasten ist nicht in erster Linie zum Abnehmen gedacht, sondern soll den Körper ins Gleichgewicht bringen.
(Bildquelle: Pixabay / silviarita)

Fasten kann den Blick für eine bewusste Ernährung öffnen. Wer nach dem Fasten wieder genauso ist wie vorher, wird schnell die Wirkung des Jojo-Effektes feststellen.

Dennoch kann eine Fastenkur einen bewussteren Blick auf die tägliche Ernährung und damit die langfristige Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil ermöglichen.

Wie bereite ich mich auf das Fasten vor und wie höre ich wieder auf

  • Vorher: Ein bis drei Tage vor dem eigentlichen Fastenbeginn solltest Du Deinen Körper langsam an den Nahrungsentzug heranführen. Empfohlen werden leichte Kost, viel Flüssigkeit und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol.
  • Nachher: Pro drei Fastentage wird ein Aufbautag nach dem Fasten gerechnet. Der erste Tag wird als Fastenbrechen bezeichnet. Der Körper sollte in dieser Zeit langsam und Stück für Stück wieder an normale Nahrung herangeführt werden. Zum Beispiel durch Obst und leichte Kost.

Diese Angaben sind jedoch nur Richtwerte und können mit der Methode variieren. Im Zweifelsfall solltest Du Dir ärztlichen Rat zu Deiner persönlichen Fastenkur einholen.

Wie lange sollte ich fasten?

In den Religionen ist die Dauer der Fastenzeiten genau festgesetzt.

Heilfasten sollte nicht länger als 6-8 Tage dauern.

Möchtest Du unabhängig davon fasten, ist die optimale Dauer abhängig von Gesundheitszustand und Fastenmethode.

Während Intervallfasten auch längerfristig in den Alltag integriert werden kann, sollte das Heilfasten nicht zu lange betrieben werden. Empfohlen wird hierfür eine Dauer von etwa sechs bis acht Tagen, plus ein Tag Vorbereitung und drei Aufbautage(3).

Sollte ich während des Fastens zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Bei gesunden Erwachsenen ist eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Eiweiße während des Fastens nicht notwendig.

Wenn Krankheiten oder Mangelerscheinungen vorliegen, sollte ein Fasten ohnehin nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Fazit

Fasten kann man auf unterschiedliche Arten. Welche Methode man wählt, hängt von der Persönlichkeit, dem Ziel und dem Alltag ab. Durch eine Fastenkur soll der Körper gereinigt und mit dem Geist vereint werden. Fasten hilft nicht in erster Linie bei der Gewichtsabnahme, kann aber den Blick öffnen für eine bewusstere Ernährung im Alltag.

Zwar gibt es noch keine Langzeitstudien, die die Auswirkungen des Fastens wissenschaftlich belegen können. Allerdings liefern kürzere Studien bereits Hinweise auf die positiven Effekte einer Fastenkur. Wer eine Fastenkur ausprobieren möchte, sollte sich jedoch vorher genau informieren und eventuell ärztlichen Rat einholen.

Bildquelle: Miltsova/ 123rf.com

Einzelnachweise (8)

1. Schumacher, Nils (2008): Ernährungsmedizin des Hungers. Münster.
Quelle

2. Iwashige K, Kouda K, Kouda M, et al. Calorie restricted diet and urinary pentosidine in patients with rheumatoid arthritis. J Physiol Anthropol Appl Human Sci. 2004;23(1):19-24. doi:10.2114/jpa.23.19
Quelle

3. Häufige Fragen (Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung)
Quelle

4. Brandhorst S, Choi IY, Wei M, et al. A Periodic Diet that Mimics Fasting Promotes Multi-System Regeneration, Enhanced Cognitive Performance, and Healthspan. Cell Metab. 2015;22(1):86-99. doi:10.1016/j.cmet.2015.05.012
Quelle

5. APA Ernst, E., M.D., Ph.d., F.R.C.P. (Edin) Colonic Irrigation and the Theory of Autointoxication: A Triumph of Ignorance over Science, Journal of Clinical Gastroenterology: June 1997 - Volume 24 - Issue 4 - p 196-198
Quelle

6. Bauersfeld, S.P., Kessler, C.S., Wischnewsky, M. et al. The effects of short-term fasting on quality of life and tolerance to chemotherapy in patients with breast and ovarian cancer: a randomized cross-over pilot study. BMC Cancer 18, 476 (2018). https://doi.org/10.1186/s12885-018-4353-2
Quelle

7. Huether, Gerald/ Schmidt, Sabine/ Rüther, Eckart (1998): Essen, Serotonin und Psyche. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 95, Nr. 9, S. 477-479.
Quelle

8. Michalsen, A. Prolonged Fasting as a Method of Mood Enhancement in Chronic Pain Syndromes: A Review of Clinical Evidence and Mechanisms. Curr Pain Headache Rep 14, 80–87 (2010). https://doi.org/10.1007/s11916-010-0104-z
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Laura ist Ernährungsberaterin und arbeitet in zwei verschiedenen Fitnessstudios als Coach. Sie selbst hat vor sieben Jahren aus gesundheitlichen Gründen bemerkt, dass sie ihr Leben verändern muss. Mithilfe von geprüfter Sportnahrung und Supplements hat sich ihr Leben um 180 Grad gewendet. Mittlerweile ist sie eine gesunde und sportliche junge Frau, die anderen Personen mit ähnlichen Probleme weiterhilft.
Wissenschaftlicher Artikel
Schumacher, Nils (2008): Ernährungsmedizin des Hungers. Münster.
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Wissenschaftliche Studie
Iwashige K, Kouda K, Kouda M, et al. Calorie restricted diet and urinary pentosidine in patients with rheumatoid arthritis. J Physiol Anthropol Appl Human Sci. 2004;23(1):19-24. doi:10.2114/jpa.23.19
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Wissenschaftlicher Artikel
Häufige Fragen (Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung)
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Klinische Studie
Brandhorst S, Choi IY, Wei M, et al. A Periodic Diet that Mimics Fasting Promotes Multi-System Regeneration, Enhanced Cognitive Performance, and Healthspan. Cell Metab. 2015;22(1):86-99. doi:10.1016/j.cmet.2015.05.012
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Wissenschaftliche Studie
APA Ernst, E., M.D., Ph.d., F.R.C.P. (Edin) Colonic Irrigation and the Theory of Autointoxication: A Triumph of Ignorance over Science, Journal of Clinical Gastroenterology: June 1997 - Volume 24 - Issue 4 - p 196-198
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Klinische Studie
Bauersfeld, S.P., Kessler, C.S., Wischnewsky, M. et al. The effects of short-term fasting on quality of life and tolerance to chemotherapy in patients with breast and ovarian cancer: a randomized cross-over pilot study. BMC Cancer 18, 476 (2018). https://doi.org/10.1186/s12885-018-4353-2
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Wissenschaftlicher Artikel
Huether, Gerald/ Schmidt, Sabine/ Rüther, Eckart (1998): Essen, Serotonin und Psyche. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 95, Nr. 9, S. 477-479.
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Klinische Studie
Michalsen, A. Prolonged Fasting as a Method of Mood Enhancement in Chronic Pain Syndromes: A Review of Clinical Evidence and Mechanisms. Curr Pain Headache Rep 14, 80–87 (2010). https://doi.org/10.1007/s11916-010-0104-z
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