Zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2021

Dein Blutbild sagt eine Menge über dich aus und gehört zu einer Routineuntersuchung. Zum Beispiel sagt er etwas über deinen Gesundheitszustand. Du kannst mit einer Blutuntersuchung auch feststellen, ob in deinem Körper ein Mangel an wichtigen Stoffen besteht.

Wenn du dich also gut fühlst, bedeutet das leider nicht automatisch, dass auch alles gut ist. Eine Blutuntersuchung ist um einiges genauer. Wir möchten dir zeigen, welche Werte dabei eine Rolle spielen und was du bei einer Blutuntersuchung beachten solltest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Anhand von wichtigen Werten der Blutuntersuchung können Mängel im Körper festgestellt und entsprechend behandelt werden. Eine Blutuntersuchung wird sowohl vorbeugend eingesetzt, aber auch zur Nachsorge.
  • Eine Blutuntersuchung ist in der Regel schnell durchgeführt und wird entweder von einer Krankenschwester oder einem Arzt vorgenommen. Sie sollte niemals von nicht geschultem Personal vorgenommen werden.
  • Alleine die Tatsache, dass du dich gut fühlst, ist leider nicht genug aussagekräftig. Der Körper schlägt oft erst Alarm, wenn es zu spät ist. Ein Blutbild gibt dir viel früher Gewissheit über deinen Gesundheitszustand.

Blutuntersuchung: Welche Werte sind wichtig?

Welche Blutwerte sind die wichtigsten?

Es gibt einige Werte im Körper, die du regelmäßig überprüfen solltest. Diese kannst du mithilfe der Werte im Blutbild überprüfen. Wir haben dir die wichtigsten zusammengestellt. In der Regel wird auch zwischen einem männlichen und weiblichen Blutbild unterschieden.

Welche Blutwerte sind die Wichtigsten? Normwert Frau Normwert Mann
Blutkörperchen Weiß (1) 4 000 – 10 000 / l 4 000 – 10 000 / l
Blutkörperchen Rot (2) 4,1 – 5,1 Mio. / l 4,5 – 5,9 Mio. / l
Blutplättchen (3) 140 000 – 360 000 / l 140 000 – 360 000 / l
Cholesterin (Gesamt) ≤ 160 mg ≤ 160 mg
Gamma-GT (GGT) 40 U / l 40 U / l
Kreatinin (KREA) 0,56 – 0,91 mg / dl 0,64 – 1,05 mg / dl

Was ist der Unterschied zwischen einem kleinem und großem Blutbild?

Das kleine Blutbild kann Informationen zu Entzündungen oder Infektionen geben. Eingesetzt wird es in der Regel bei Operationen oder anhaltenden Beschwerden. Dabei werden Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen) analysiert und bestimmt.

Ein großes Blutbild wird gemacht, wenn eine zusätzliche Bestimmung der Leukozyten durchgeführt werden soll. Ein großes Blutbild ist quasi wie ein Kleines. Der Unterschied liegt darin, dass im kleinen Blutbild die Zahl der weißen Blutkörperchen gezählt wird und im großen Blutbild wird sie genauer untersucht.

Das bedeutet, es können Krankheiten, wie (4), (5) oder (6) analysiert werden. Auch Aufschlüsse über Bakterien oder Pilzinfektionen sind ermittelbar.

Was kann in einem Blutbild festgestellt werden?

Ein Blutbild hilft bei der Früherkennung von Krankheiten.

Ein Blutbild hilft uns Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Es ist auch hilfreiche Krankheiten zu verfolgen und den Entwicklungsprozess nachweisen zu können. In die eine, als auch in die andere Richtung. Du kannst zum Beispiel ableiten, ob deine Organe richtig funktionieren können, da sie übers Blut versorgt werden.

Entzündungswerte können exakt bestimmt werden und in vielen Fällen kann schon ein schlimmerer Krankheitsprozess vermieden werden. Leberwerte, Nierenwerte, Schilddrüsenwerte, Blutfettwerte, Diabetes und vieles mehr können durch eine Blutuntersuchung bestimmt und entsprechend behandelt werden.

Wie läuft eine Blutuntersuchung ab?

In der Regel wird der Patient als erstes vom medizinischen Fachpersonal (Krankenschwester) über den Ablauf der Blutentnahme informiert. Es werden vor Ort die einzelnen Punkte besprochen. Der Patient darf dann auf einem Stuhl platz nehmen oder sich auch hinlegen.

Der Ablauf ist Routine und in paar Minuten beendet.

Als erstes wird die Einstichstelle desinfiziert, damit keine Infektionen passieren können. Der Arm wird abgebunden, damit die Adern und Arterien besser zu erkennen sind.

Die Blutentnahme findet in der Armbeuge statt und wird meistens vom Arzt selber durchgeführt. Manchmal macht es auch die Krankenschwestern oder dafür ausgebildetes Personal.

Die Blutentnahme dauert meistens nicht lange und das Blut wird innerhalb von wenigen Sekunden im Röhrchen gesammelt. Bevor irgendetwas über die Befunde gesagt werden kann, wird das Röhrchen ins Labor geschickt. Dort wird es untersucht und die genauen Werte werden bestimmt.

Wie teuer ist eine Blutuntersuchung?

Die entstandenen Kosten bei der Blutuntersuchung werden von deiner Krankenkasse übernommen. Als gesetzlich versicherte Person, hast du alle zwei Jahre Anspruch eine Blutuntersuchung machen zu lassen. Wenn du privat versichert bist, werden die Kosten zwar auch übernommen, aber auch nur, wenn sie medizinisch notwendig sind.

blutuntersuchung

Durch vorab durchgeführte Blutuntersuchungen können Notfälle vermieden werden. (Bildquelle: Kuma-Kum / Unsplash)

Es muss ein Verdacht auf Krankheit bestehen. Wenn du auf eigenen Faust dein Blut untersuchen willst, dann kann du für ein kleines Blutbild mit Kosten von 25,-€ rechnen. Hinzu kommen 10,00 bis 20,00€ für die Ärztebesprechung, Laboruntersuchungen, Versand und je nach Werte, die du extra geprüft haben willst, kann du schon mit einem Einsatz von 100,00€ für deine Blutuntersuchung rechnen.

Fazit

Eine Blutuntersuchung macht immer Sinn, wenn du einen Verdacht hast, dass etwas nicht stimmt. Es kann dich beruhigen oder dich auf den direkten Weg zum Arzt schicken. Du brauchst dich aber nicht verrückt machen und bei jeder Magenverstimmung losrennen.

Eine Blutuntersuchung kann dir dabei helfen Klarheit zu bekommen, aber du brauchst dich nicht verrückt zu machen. Am besten du sprichst vorab mit deinem Hausarzt und er kann dir sagen, ob eine Blutuntersuchung Sinn ergibt. Du solltest allerdings die angebotene Blutuntersuchung der Krankenkasse alle zwei Jahre wahrnehmen und dich einfach sicherheitshalber checken lassen.

Bildquelle: 123rf / lightfieldstudios

Einzelnachweise (6)

1. Fachbuch: Lohmann, M.: Laborwerte verstehen, Mankau Verlag, 6. Auflage, 2020
Quelle

2. Dieser Artikel ist nach aktuellem wissenschaftlichen Stand, ärztlicher Fachliteratur und medizinischen Leitlinien verfasst und von Medizinern geprüft. Veröffentlicht am 20. Oktober 2020 von M. Förster, Medizinredakteur
Quelle

3. Von Dr. Med. Andrea Reiter und Eva Rudolf-Müller, Ärztin 8. Dezember 2017, Alle NetDoktor-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft.
Quelle

4. NetDoktor erfüllt die afgis-Transparenzkriterien und lässt sich regelmäßig unabhängig auf seine Informationsqualität und Arbeitsweise prüfen. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits­informationen im Internet.
Quelle

5. Deutsches Krebsforschungszentrum
Quelle

6. Dr. med. Henrich ProVegan Stiftung
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Leukozyten
Fachbuch: Lohmann, M.: Laborwerte verstehen, Mankau Verlag, 6. Auflage, 2020
Gehe zur Quelle
Erythrozyten
Dieser Artikel ist nach aktuellem wissenschaftlichen Stand, ärztlicher Fachliteratur und medizinischen Leitlinien verfasst und von Medizinern geprüft. Veröffentlicht am 20. Oktober 2020 von M. Förster, Medizinredakteur
Gehe zur Quelle
Thrombozyten
Von Dr. Med. Andrea Reiter und Eva Rudolf-Müller, Ärztin 8. Dezember 2017, Alle NetDoktor-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft.
Gehe zur Quelle
Rheuma
NetDoktor erfüllt die afgis-Transparenzkriterien und lässt sich regelmäßig unabhängig auf seine Informationsqualität und Arbeitsweise prüfen. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits­informationen im Internet.
Gehe zur Quelle
Krebs
Deutsches Krebsforschungszentrum
Gehe zur Quelle
Herzerkrankungen
Dr. med. Henrich ProVegan Stiftung
Gehe zur Quelle
Testberichte