Auch wenn man es angesichts der zahlreichen, übergewichtigen Menschen gar nicht annehmen mag: Die Ernährung spielt heutzutage eine sehr viel größere Rolle als noch vor ein paar Jahren.

Immer mehr Menschen achten darauf, was sie essen. Allerdings löst eine offensichtlich gesunde Ernährung nicht immer auch genau das aus, was man mit ihr bezweckt: Innere Zufriedenheit und eine gute Gesundheit.

Ein anderer Fachbereich, von dem man seit geraumer Zeit immer mehr zu hören scheint, ist die alternative Medizin. Allerdings ist diese so vielschichtig, dass man leicht den Überblick verliert. Begriffe wie Ayurveda, Feng Shui, Karma und ähnliche rufen bei zahlreichen Menschen noch immer den Gesichtsausdruck hervor, als stünde über ihrer Stirn ein großes Fragezeichen.

Nachfolgend widmen wir uns der Ayurveda Ernährung. Unter den natürlichen Heilmethoden stellt sie eine Möglichkeit dar, sich nicht nur gesund zu ernähren, sondern auch den Körper zurück ins Gleichgewicht zu bringen.

Wir erläutern, was alles dazu gehört und geben Tipps an die Hand, wie man einen guten Einstieg schafft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ayurveda gehört mit zu den indischen Heilkünsten, die heutzutage zur alternativen Medizin gezählt werden. Trotzdem wird sie nach wie vor überwiegend zu Wellness-Zwecken eingesetzt.
  • Zur Abstimmung der Ernährung wird der sogenannte „Dosha“ ermittelt. Dies ist der Ayurveda-Typ, der die Eigenschaften eines Menschen umreißt.
  • Für die Ayurveda Ernährung gibt es ein paar ganz klare Regeln, die unabhängig vom Typ zu befolgen sind, um mit ihr das Ziel zu erreichen: Die innere Ausgeglichenheit.

Definition: Was ist Ayurveda?

Der Begriff Ayurveda stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Das Wissen vom Leben“. Es ist eine traditionelle Heilkunst, die aus Indien stammt und bereits seit einigen Jahrtausenden praktiziert wird.

Erste Aufzeichnungen gehen (nach vedischer Zeit) bis in die Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christus zurück. Heutzutage wird sie vor allem in Indien, Nepal und Sri Lanka angewendet.

Ayurveda ist eine traditionelle Heilkunst aus Indien. (Bildquelle: 123rf.com / 32090230)

Dass diese Heilkunde in den Westen rüber schwappte, ist vor allem dem Tourismus geschuldet, da zahlreiche Praktiken vor allem im Wellness-Bereich verwendet werden und man so mit dem Begriff in Kontakt kam.

Innerhalb von Indien wird das Thema jedoch sehr ernst genommen und auch wissenschaftlich gelehrt.

Allerdings ist Ayurveda eigentlich sehr viel mehr als nur „irgendeine Heilkunst“. Dahinter steckt vielmehr ein ganzheitliches System, das mehrere Fachbereiche abdeckt. Die einzelnen Elemente lassen sich wie folgt umreißen:

Im Grunde wird mit diesen Elementen ein ganzheitliches Konzept geschaffen, die physisch, mental, emotional und spirituell das große Ganze in Einklang bringen sollen.

Was bedeutet eine ayurvedische Ernährung?

Die ayurvedische Ernährung soll gewährleisten, dass Leib und Seele zusammenbleiben. Das Konzept von Ayurveda besagt nämlich, dass körperliches und seelisches Ungleichgewicht stets ein Problem darstellt und möglichst bereinigt werden sollte.

Geht man diesem Bedürfnis des Körpers nicht nach, dann kommen Krankheiten auf.

Für die Durchführung der ayurvedischen Ernährung werden deshalb bestimmte Grundregeln aufgestellt, nach denen man sich richten sollte. Sie gewährleisten, dass die Durchführung der Ernährung funktioniert und man das Ziel erreicht, das man sich gesteckt hat: Den eigenen Körper in Einklang zu bringen.

Es bedeutet aber auch gleichzeitig, auf gewisse Gelüste im Leben zu verzichten. Sei der Heißhunger darauf noch so groß. In der ayurvedischen Lehre geht man davon aus, dass es für jeden Menschen die richtige Ernährung gibt und man deshalb, je nach Typ, nur bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen sollte.

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Ist Ayurveda vegetarisch?

Wer mit dem Gedanken an die ayurvedische Ernährung herangeht, er könne so zum Vegetarier werden, der liegt falsch.

In der als sattvisch bezeichneten Ernährungsform spielt Fleisch, Fisch und Geflügel zwar die Rolle der eher schlechteren Lebensmittel, verboten ist der Verzehr hingegen nicht. Je nach Typ ist Fleisch sogar erforderlich, um seinen Organismus auszugleichen und so zum Ziel der ayurvedischen Ernährung zu gelangen.

Mehr wird in der ayurvedischen Ernährung darauf abgezielt, Fleisch mit Bedacht zu essen. Generell lässt sich die Frage, ob diese Ernährungsform vegetarisch ist, jedoch mit „Nein!“ beantworten. Weitere Details dazu erfährst du etwas weiter unten.

Ähnlich sieht es übrigens mit Alkohol aus. Er ist in der ayurvedischen Ernährung nicht verboten, sollte aber sparsam verzehrt werden.

Hintergründe: Was du über die Ayurveda-Ernährung wissen solltest

Die Ayurveda Ernährung umfasst zahlreiche Weisheiten und Grundlagen, mit denen man sich im Vorfeld beschäftigen sollte. So spielt der Stoffwechsel (Dhantu) eine sehr große Rolle.

Wer sich medizinisch etwas auskennt, sollte bereits wissen, dass auch in der normalen Medizin der Stoffwechsel mitverantwortlich für das eigene Wohlbefinden ist und dass von ihm einige Prozesse im Körper abhängen.

Schlimmstenfalls führt ein nicht korrekt arbeitender Stoffwechsel früher oder später zum Tod. Die ayurvedische Ernährung geht hier mit ihren Grundlagen nur etwas anders an die Thematik heran.

Nachfolgend möchten wir uns daher mit den Grundlagen und weiteren Einzelheiten beschäftigen, die zur ayurvedischen Ernährung gehören.

Was sind die wichtigsten Grundlagen der ayurvedischen Ernährung?

Bei der ayurvedischen Ernährungsform handelt man klar nach dem Grundsatz „Gleiches vermehrt Gleiches“, weswegen sich eine gewisse Grundsätzlichkeit ergibt.

Um dies weiter zu klassifizieren, gibt es die sogenannten Doshas, die einen Menschen nach seinen unterschiedlichen Eigenschaften kategorisieren. Nachdem der eigene Dosha bekannt ist, lässt sich eine gut abgestimmte Ernährung anstreben, um seinen Körper ins Gleichgewicht zu bringen.

Außerdem gibt es ein paar Empfehlungen, die man auch als Grundregeln ansehen kann. Diese sind:

  • nur bei Hunger zu essen
  • die nächste Mahlzeit folgt erst nach der Verdauung
  • die Hauptmahlzeit findet mittags statt, da dann die Verdauung am besten funktioniert
  • niemals in unruhigem Zustand essen, weder im Stehen, noch bei Stress oder Eile
  • am besten nur „zwei Hände voll“ und niemals völlig satt essen
  • Wasser (nur abgekocht) und Kräutertee sollten nur getrunken werden, wenn man durstig ist
  • Lebensmittel werden nach Frische, Jahreszeit und der eigenen Konstitution nach ausgesucht und der Örtlichkeit angepasst
  • die Mahlzeit sollte stets süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb zugleich sein und so alle Geschmacksrichtungen (Rasa) abdecken
  • natürliche Bedürfnisse wie Stuhlgang, Winde, Aufstoßen, Gähnen oder Weinen sollten nicht unterdrückt werden

Auf den ersten Blick klingen manche dieser Regeln ein wenig verkrampft. Eine weitere jedoch lautet, dass man gerade bei der Ayurveda Ernährung entspannt bleiben sollte.

Daher ist jedem zu empfehlen, diese Form der Ernährung zwar ernst zu nehmen, aber durchaus mit Freude und Leichtigkeit an sie heranzugehen.

Welche Doshas für das seelische Gleichgewicht?

Um herauszufinden, welche Lebensmittel sich für das einzelne Individuum eignen, wird in der ayurvedischen Ernährung der Mensch in unterschiedliche Doshas unterteilt.

Es gibt insgesamt drei Stück, für die dann auch spezielle Empfehlungen ausgesprochen werden dürfen. Es heißt, um eine Eigenschaft auszugleichen, ist grundsätzlich etwas entgegengesetztes zu essen.

Außerdem werden den jeweiligen Typen die fünf Elemente zugeordnet, die ihre Lebensenergie kennzeichnen.

  • Vata (Energie und Bewegung): In den sogenannten Vata-Typen steckt sowohl der Äther als auch die Luft. Wir nehmen sie häufig als enthusiastische und kreative Menschen wahr. Leider kämpfen sie nur allzu oft mit Verdauungsproblemen, sind vergesslich und rastlos. Ebenso können sie unter Schlafstörungen leiden und führen ein unregelmäßiges Leben. Die Schlagworte für sie: trocken, fein, kühl, leicht, klar und rau.
  • Kapha (Aufbau und Struktur): Die Elemente dieses Typs bestehen aus Erde und Wasser. Er ist meist liebenswert, stoisch und verständnisvoll. Allerdings neigt er auch zum übermäßigen Essen und bewegt sich dabei nicht genug. Depressionen, Übergewicht und Diabetes sind häufig die Folge. Seine Schlagworte: schwer, kühl, weich ölig, süß, fest, schleimig und feucht.
  • Pitta (Umwandlung, Energie und Aufspaltung): Dieser Typ setzt sich aus Feuer und Wasser zusammen. Sie besitzen Struktur in ihrem Leben, handeln mit Logik und Klarheit. Leider geht auch oft das Feuer mit ihnen durch. Vor allem dann, wenn sie Hunger haben. Ebenso fehlt ihnen häufig die notwendige Entspannung. Extreme Geschehnisse sind daher nicht gut für sie und zu vermeiden. Ihre Schlagworte: heiß, penetrierend, flüssig, scharf, sauer und etwas ölig.

Jeder dieser drei Typen ernährt sich sehr unterschiedlich. Um eine genauere Bestimmung zu ermöglichen, was genau man essen kann, bieten die Schlagworte eine gute Einschätzung. So ist es bei einem Vata-Typen erforderlich, dass er bei seinen Eigenschaften stets etwas Warmes zu sich nimmt.

Am besten in gekochter oder gedünsteter Form, zusammen mit viel Feuchtigkeit. Kalte Speisen sind für ihn nicht empfehlenswert, ebenso wie ein zu schweres Essen. Dies liegt ihm am Ende nämlich wortwörtlich im Magen.

Für gewöhnlich sind die jeweiligen Dosha-Typen angeboren. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Kinder gehören zwar bereits einem Dosha-Typ an, für sie wird jedoch grundsätzlich bis zu einem gewissen Alter der Kapha-Typ gewählt, da sie noch wachsen und Lebensmittel brauchen, die im Erwachsenenalter wegfallen dürfen.

Außerdem lernen sie im Kindesalter noch, das eigene Befinden und Hungergefühl einzuschätzen, weswegen man sie darin durchaus bestärken und nicht einschränken sollte.

Was sagen die Erfahrungen zur Ayurveda-Ernährung?

Eine gesunde Ernährung ist eigentlich für jeden zu empfehlen, um seine Gesunderhaltung zu verbessern. Wer sich für die ayurvedische Ernährung entscheidet, sollte jedoch einige Dinge für sich beachten.

In erster Linie ist es wichtig, dass im Vorfeld bestimmt wird, welchem Dosha-Typ man angehört. Denn dieser bildet die Grundlage für die weitere Ernährung.

Die Erfahrungen mit dieser Form der Ernährung sind überwiegend positiv, jedoch nicht immer nach dem persönlichen Gusto ausgerichtet. So empfiehlt sich beispielsweise für Pitta-Typen eher eine Ernährung, die in die Richtung vegetarisch geht.

Isst der Betroffene aber gerne Fleisch, ist es für ihn eine erhebliche Umgewöhnung. In vielen Fällen geht diese Ernährung daher nicht dauerhaft gut, was für langfristigen Erfolg aber unabdingbar ist.

Die ayurvedische Ernährung sollte, sofern praktiziert, zu einer Lebenseinstellung werden. Und genau hier liegt die Problematik. Bei einigen funktioniert dies, bei anderen wiederum nicht.

Ayurveda-Ernährung: Praktische Anwendung und Vorteile

Wer sich für eine ayurvedische Ernährung entscheidet, dem stehen mehrere Möglichkeiten offen, um den Einstieg zu schaffen. Selbstverständlich finden sich im Internet zahllose Informationen, die man für sich nutzen kann. Selbst den Dosha-Typen zu ermitteln ist mit entsprechenden Tests äußerst einfach.

Genauso gibt es aber auch Einstiegskurse, die man auf der Volkshochschule oder bei anderen Institutionen belegen kann. Hier bekommt man nicht nur die richtigen Informationen, sondern kann sich auch bezüglich seiner Erfahrungen austauschen.

Die ayurvedische Ernährung bietet viele Möglichkeiten – man muss sie jedoch kennen. (Bildquelle: 123rf.com / 43838906)

Wir haben nachfolgend noch ein paar Tipps zusammengefasst, die einem dabei helfen können, sich ein korrektes Bild von dieser Ernährungsform zu machen.

Außerdem stellen wir anhand der Dosha-Typen einen Beispieltag zusammen, der dieses Bild noch untermauert.

Wann darf ich essen?

Es gibt eine wichtige Regelung, die auch schon weiter oben aufgeführt wurde, wenn es um den richtigen Zeitpunkt für das Essen geht: Esse nur dann, wenn du wirklich hungrig bist! Und auch nur dann, wenn die vorherige Mahlzeit bereits verdaut ist!

Im Idealfall steht mittags (dann wenn die Sonne am höchsten steht) die Hauptmahlzeit an, weil dies laut der ayurvedischen Heilkunde der Zeitpunkt ist, an dem die Verdauung besonders gut arbeitet.

Ein weiterer Punkt besteht darin, dass man gemeinsam mit anderen Menschen essen sollte, aber durchaus bewusst. Jeder sollte sich Gedanken darum machen, was er gerade zu sich nimmt.

Die meisten, die nach diesen Grundregeln essen, bemerken schnell, dass bei bewusstem Essen auch kleinere Portionen ausreichend sind.

Wie esse ich bei der Ayurveda-Ernährung richtig?

Generell werden Nahrungsmittel in der ayurvedischen Ernährung in drei Gruppen (die sogenannten Gunas) eingeteilt:

Gruppe Lebensmittel Eigenschaften
Sattva-Guna Getreide, Obst, Gemüse und Milchprodukte verlängern die Lebensdauer, optimieren das Lebensgefühl
Rajo-Guna Chili, Zwiebeln und Knoblauch bitter, sauer oder scharf, ebenso gehören heiße und trockene Speisen hierzu, sie erhitzen Körper und Geist und verursachen evtl. Aggressionen
Tamo-Guna Fleisch, Fisch und Geflügel entziehen dem Körper viel Energie, können die Ursache für Schmerzen und Krankheiten sein, hierzu gehören kurioserweise auch aufgewärmte Speisen, überreife oder faulige Lebensmittel

Anhand dieser Unterteilung ist es auch sehr gut möglich, die Lebensmittel auf den jeweiligen Dosha-Typ abzustimmen. In der Küche sollte stets frisch gekocht werden, um dem Tamo-Guna aus dem Weg zu gehen.

Auch wenn er praktisch nicht verboten ist, so ist durch die energieentziehenden Eigenschaften die Gefahr gegeben, dass sie – unabhängig vom jeweiligen Dosha-Typ – im Nachhinein Probleme verursachen.

Nachfolgend haben wir einmal als Beispiel den Tag eines jeden Dosha-Typs aufgeführt. Denn wer sich für die ayurvedische Ernährung entscheidet, sollte durchaus wissen, was auf ihn zukommt.

Frühstück

Name Essen
Vata Getreide-Porridge aus Dinkel oder Hafer (gekocht), eingeweichte Rosinen, gewürzt mit Zimt und Kardamom
Kapha möglichst spät am Vormittag essen oder auslassen, leichtes Frühstück einnehmen, Roggenbrot (getoastet) mit Honig, Obstkompott
Pitta Brot oder Brötchen (Weizen), Vollkorn (Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Weizenmehl), bestrichen mit ungesalzener Butter oder Hüttenkäse, Glas Milch, Tasse Tee, mit etwas Honig süßen

Beim Frühstück zeichnen sich noch nicht so viele Unterschiede ab. Klar ist allerdings, dass der Vata-Typ etwas Warmes essen sollte, während es beim Pitta-Typen unerheblich ist.

Für den Kapha-Typen findet das Frühstück in der Regel sehr spät, oder erst gar nicht statt.

Mittag

Name Essen
Vata Haferbrei oder wahlweise belegtes Vollkorntoast, Rohkost unbedingt vermeiden, Ziegenkäse, Nüsse, Trockenfrüchte
Kapha kleiner Salat mit Rohkost, leicht verdauliche Suppe, belegtes Brot (Weißbrot), Ingwerwasser als Getränk, Essen nur in warmem Zustand verzehren und kalte Speisen vermeiden
Pitta Rohkost oder Salat, Oliven- oder Sonnenblumenöl, gemäßigte Portion

Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit der ayurvedischen Ernährung, weswegen sie umso wichtiger ist. Für alle drei Typen empfiehlt es sich, die Mahlzeit mit anderen einzunehmen, dabei aber nicht zu vergessen, das Essen richtig zu genießen.

Abendessen

Name Essen
Vata Nudeln, Kartoffeln, Frische Kräuter, gebratenes Gemüse, keine kalten Speisen
Kapha nicht nach 18 Uhr essen, warmer Tee, wenn Abendessen, dann möglichst eine Suppe
Pitta leichte und gut verdauliche Mahlzeit, Gemüse, Reis, Kartoffeln oder Nudeln, tierisches Eiweiß vermeiden

Gerade am Abend zeigen sich viele Unterschiede in Bezug auf die Ernährung der unterschiedlichen Dosha-Typen. Während es für den Kapha besser ist, wenn er seine Mahlzeit vor 18 Uhr einnimmt, ist es bei Vata und Pitta vorteilhafter, wenn sie erst ab 19.30 Uhr essen.

Allerdings stehen stets leichte Speisen auf dem Plan, die von allen drei Typen gut verdaut werden können.

Gibt es einen Test für die Ayurveda-Ernährung?

Da die ayurvedische Ernährung nur Sinn macht, sofern man selbst seinen Dosha-Typen kennt, ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld eingehend damit zu beschäftigen und eventuell einzulesen.

Auf dem Markt gibt es hierfür zahlreiche Bücher, die weiterhelfen können und auch einen leichten Einstieg als Hauptthema haben. Innerhalb vieler Bücher sind außerdem spezielle Rezeptideen abgefasst, die man in der ersten Zeit zu schätzen lernt.

Hat man sich dann erst einmal eine Weile mit der Materie befasst, fällt es einem sehr viel leichter, die Speisen gemäß seinem Dosha-Typen abzustimmen.

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Falls man sich nicht genau einem bestimmten Dosha-Typen zuordnen kann, gibt es im Internet als Hilfestellung einen Test. Hier beantwortet man unterschiedliche Fragen und bekommt am Ende eine Einschätzung darüber, zu welchem Dosha-Typen man gehört.

Auf diesem Weg lässt sich sehr leicht herausfinden, wie man weiter vorgehen kann. Dazu bieten diese Portale einem auch noch weitere Informationen.

Fazit

Sich nach den Grundlagen von Ayurveda zu ernähren, ist durchaus eine nachvollziehbare Angelegenheit, die sinnvolle Aspekte mitbringt.

Außerhalb ihrer Heimat wird sie nicht zwingend als Lebensstil gepflegt, weswegen es hierzulande meist Kurse gibt, an denen man über einen Zeitraum von mehreren Wochen teilnehmen kann. Für den Anfang und das Kennenlernen sind solche Programme eine ideale Voraussetzung.

Wissenschaftlich gesehen gibt es für diese Form der Ernährung zwar keine Belege, es zeichnet sich jedoch relativ deutlich ab, dass manche Menschen diverse Lebensmittel besser vertragen als andere. Das lässt vermuten, dass es durchaus sinnvoll ist, sich genau nach diesen Kriterien zu richten.

Langfristig gesehen macht eine gesunde Ernährung immer Sinn, um seinem Körper damit etwas Gutes zu tun. Ein kleines Problem der Ernährung nach Ayurveda besteht jedoch wahrscheinlich in der Vorliebe für bestimmte Speisen, die nun einmal jeder Mensch aufweist.

Langfristig gesehen fallen deshalb leider die meisten zurück in alte Essgewohnheiten, weswegen eine komplette und vor allem dauerhafte Ernährungsumstellung nur wirklich empfehlenswert ist, sofern man sich mit den empfohlenen Ernährungsplänen und den darin befindlichen Lebensmitteln abfinden kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/641-rtkl-ayurveda-die-goldenen-regeln-der-ayurvedischen-ernaehrung

[2] https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/ayurveda-als-ernaehrungskonzept-mit-allen-sinnen-geniessen-a-1201992.html

[3] https://www.edeka.de/ernaehrung/bewusste-ernaehrung/ernaehrungsformen/ayurvedisch.jsp

[4] https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/1000347/ayurvedische-ernaehrung-ein-erfahrungsbericht-1

Bildquelle: 123rf.com / 47982667

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Matthias hat Sportwissenschaften studiert und arbeitet als Lehrer. Er möchte mit seinem Wissen über sportliche Leistung nicht nur seinen Schülern weiterhelfen, sondern schreibt in seiner Freizeit auch diverse Artikel rund um das Thema Sport.